Hell-is-open

 


Review: Syndemic - Annihilate The I
Geschrieben am 17.08.2017, 17:55 von Nabu

Syndemic - Annihilate The I

Woran erkennt man ein gutes Album? Ganz einfach - man macht es am Morgen an und hört es genau einmal, um sich dann am Abend dabei zu erwischen wie man die Songs vor sich hin brummt. Und dies, obwohl man den ganzen Tag dazwischen andere Musik gehört hat. So ist es bei mir in den letzten Tagen geschehen. Dank geht raus an die Jungs von Syndemic die mein Erinnerungsvermögen korrumpiert haben. Bastarde!

Um die Auswirkung dieses Albums auf mich voll erfassen zu können braucht der Leser zwei wichtige Informationen über mich. Punkt 1: ich kann progressiven Metal mal so gar nicht leiden. Punkt 2: ich weiss mit Melodic (Death) Metal so gar nichts anzufangen. Natürlich gibt es da die Eine oder Andere Ausnahme - diese sind aber derartig dünn gesät, dass mir auf die Schnelle noch nicht mal eine einfällt (um ehrlich zu sein ist mir mitten im letzten Satz Punish eingefallen - verdammt!). Der Punkt ist: obwohl die Herren von Syndemic im Prinzip (vom Genre her) nicht in mein Beuteschema passen, würde ich mich doch als Fan der ersten Stunde bezeichnen. Live brennt die Bühne innert Kürze heisser als Napalm und ihr ‘14er Debüt hat mich zuverlässig aus den Latschen gehauen. Dementsprechend freue ich mich aufs neue Album - mit einer gewissen Skepsis. Schaffen sie es mich ein weiteres Mal zu überzeugen, vielleicht sogar zu beeindrucken?

Scheisse, ja! Der Opener „Amaurosis“ schlägt ein wie eine Faust. Eines russischen Gewichthebers. Mit Schlagring. Schön in die obere Zahnreihe. Dabei reicht ein kleines Drumbreak als Intro, bevor das musikalische äquivalent einer Betonwalze Fahrt aufnimmt. Das erste Breakdown lässt nicht lange auf sich warten und spätestens hier ist klar: der Scheiss knallt. Derartig derb, dass sich Korken an Silvester vor lauter Scham selbst entsorgen. Während der brutalen Ballerei kommen aber weder anspruchsvoll verspielte Riffs noch wiederkehrende, melodiöse Parts zu kurz die eine gewisse Eingängigkeit aufweisen. Der Song endet ähnlich abrupt wie er begonnen hat und lässt den Hörer völlig fertig zurück - und dennoch äusserst befriedigt. Wie guter Sex.

Wer sich jetzt denkt, dass die Band ihr ganzes Pulver gleich zu Beginn verschossen hat könnte falscher nicht liegen. „Into Oblivion“ folgt mit der Erbarmungslosigkeit eines mittelalterlichen Henkers und bricht mit seinen Midtempo-Passagen Nacken zuverlässiger als ein gut geknoteter Galgen. Um keine Monotonie aufkommen zu lassen werden subtil sowohl melodiös(er)e als auch etwas schnellere, rauere Parts dazugegeben. Ein absolutes Monster.

„Exileseeker“ übernimmt die Rolle des Sirenenschreis. Einmal gehört ist man verloren. Die geilen Riffs, die frechen Tempowechsel und den Refrain kriegt man einfach nicht mehr aus dem Kopf. Egal was man tut. Einmal drin geht er nie wieder raus. Wie ein falsch gesetzter Dübel. Da ändert auch der kurze Einsatz der Streicher nichts der zwar etwas unerwartet kommt aber angenehm passend ist - wie ein Platzregen an einem heissen Sommernachmittag.

Bevor mir nun die billigen Analogien beim Erläutern jedes einzelnen Songs ausgehen möchte ich auf die eine Sache zu sprechen kommen die mich nicht beeindruckt hat. Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass sie mir negativ aufgefallen ist. „Ruins“. Folgende Theorie: das Album ist eigentlich fertig - es fehlt aber noch ein Song. Diskussion im Proberaum: „Lass gut sein!“. „Nee, noch knapp vier Minuten um die 45er Marke zu knacken, lass noch eben n Song schreiben!“ . „Ok mal sehen - fetten Beat, böse Riffs, nicht zu anspruchsvoll, üble Growls, knappe vier Minuten - läuft!“. Ziemlich genau so lief es (in meinem Kopf) ab. Ganz ehrlich. „Ruins“ ist das unbeliebte Kind auf der Geburtstagsparty welches nur eingeladen wurde, weil es dir deine Eltern befohlen haben. Ein kleiner Fusel auf einer ansonsten blütenweissen Weste.

Hut ab.
 


Anspieltipp: Amaurosis, Exileseeker, Perish In Time


Wertung: 9.5 / 10




Gesamtlänge: 45:58
Label: 7hard Records
VÖ: 18. August 2017



Tracklist


1. Amaurosis
2. Into Oblivion
3. Exileseeker
4. Beneath the Weeping Skies
5. Ruins
6. Whispers of Retribution
7. Carnal Sedation
8. Perish in Time
9. Mist of Singularity

Website der Band: Syndemic bei Facebook



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Review: Novae Militiae - Gash'khalah
Geschrieben am 16.08.2017, 22:31 von Raven

Novae Militiae - Gash’khalah

Franzosen und Black Metal - eine Fusion die meiner Erfahrung nach einwandfrei funktioniert. Ich denke da an Bands wie Blut aus Nord oder Alcest, die sich durch ihre spezielle Art und der Umsetzung dieses Genres einen hohen Wiedererkennungswert sichern.

Nun hoffe ich natürlich, dass uns Novae Militiae mit ihrem neuen Album "Gash´khalah" etwas ähnliches präsentieren können. Ich muss gestehen, dass mir diese Band noch nie über den Weg gelaufen ist - was mir als Black Metal Fan etwas unangenehm ist, da die sie bereits seit 2009 existiert. Allerdings bildet Gash´khalah in dem achtjährigen Bestehen erst das zweite Album, weshalb ich mir meine Unkenntnis selbst entschuldige.

Bevor ich mit einer Kritik an dem Album beginne, muss ich erwähnen, dass ich mir Gash´khalah wirklich viele Male anhören musste, um mir überhaupt eine Meinung dazu bilden zu können. Ob dies nun positiv oder negativ ist, werde ich aber erst am Schluss beantworten. Nun widme ich mich erst einmal dem Opener "The Chasm of the Cross". Schon hier hatte ich etwas zu kämpfen, obwohl der Anfang einen sehr guten Eindruck hinterließ. Atmosphärisch und midtempolastig wird man in den Song eingeführt, allerdings streckt er sich mit seinen gut sieben Minuten etwas zu sehr in die Länge. Ein „Problem“, welches sich durch das ganze Album ziehen wird.

Danach wird das Tempo deutlich angekurbelt, aber die folgenden Songs konnten sich mir nicht wirklich einprägen. Endlose scheinende Riffs und schon fast nervige Drums lassen die Songs zu einer einzigen Masse werden und erwecken den Eindruck in einem Sumpf zu stecken in dem man weder vor noch zurückkommt.

Der einzige Track, der etwas herausragt ist "Annunciation".  Ein ruhiges, stimmiges Intro lässt diesen vorerst Interessant und Abwechslungsreich erscheinen. Damit hat es sich aber auch schon erledigt, denn auch hier haben wir wieder das „Problem“ der viel zu langen Passagen bei denen ich nur darauf gewartet habe, dass der Song vorbei geht.

Der letzte Song "Seven Cups of Divine Outrage" lies mich allerdings aufhorchen. Richtig kraftvolle, temporeiche Riffs schlugen mir entgegen und zogen mich ohne jede Vorwarnung einfach aus dem Sumpf. Jedoch überdauerte der Energiesturm nicht die angegebenen neun Minuten Laufzeit. Nach knapp sechs Minuten hatten die Herren offensichtlich nicht mehr die Kapazitäten, um den Rest der Zeit aufzufüllen. Fast zwei Minuten werden hier mit Stille überbrückt, um dem Song dann doch noch ein atmosphärisches Ende zu setzen.

Leider konnte mir Gash´khalah nicht das bieten, was ich mir erhofft hatte. Zwar wurde hier ordentlich und solide gearbeitet, aber es mangelt definitiv an dem oben bereits erwähnten Wiedererkennungswert. Trotzdem werden Novae Militiae mit ihrem Werk bestimmt an anderer Stelle Anklang finden, mich konnten sie aber leider weniger überzeugen.

Anspieltipp: The Chasm of the Cross, Seven Cups of Divine Outrage


Wertung: 6,5/ 10




Gesamtlänge: 55:10
Label: Goathorned Productions
VÖ: 01. Juli 2017



Tracklist


1. The Chasm of the Cross
2. Daemon est Deus Inversus
3. Orders of the Most-High
4. Koakh Harsani
5. Annunciation
6. Black Temple Consecration
7. Fall of the Idols
8. Seven Cups of Divine Outrage

Website der Band: Novae Militiae bei Facebook

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Lihhamon
Geschrieben am 16.08.2017, 17:10 von ALUCARD

Finsteres Geschoss das da aus Leipzig an meine Ohren dringt.
Lihhamon heisst die Truppe und hat sich voll und ganz einem Gemenge aus Black und Death Metal verschrieben. Bedrohlich, mit einem latenten Hang zum Chaos.
Der Vorabbote zum neuen Album "Iron Hands of Domination" massiert einem schon ordentlich die Trommelfelle. Solltet ihr alle mal antesten.





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Empyrium : Songs of Moors and Misty Fields - 20 Years later...
Geschrieben am 15.08.2017, 18:11 von ALUCARD

Empyrium - Songs of Moors and Misty Fields

Kein Review im üblichen Sinne, sondern eine Herzensangelegenheit meinerseits...

Eines meiner Inselalben ist in diesem Jahr 20 Jahre alt geworden. Es gab in den letzten zwei Jahrzehnten wenig Alben die mich so bewegt und fasziniert haben und deren Begeisterung immer noch anhält.
Dabei trat das Album erst verspätet in mein Leben, es müsste so Ende 1998/Anfang 1999 gewesen sein als es mir im damaligen Cudgel Store in Wittenberg in die Hände fiel und ich mich nach kurzem antesten zum Kauf entschloss.
The Blue Mists Of Night" hatte ich da noch im Hinterkopf da der Track damals auf diversen Samplern zu finden war. 23,99 DM kostete mich der Eintritt ins musikalische Paradies, zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht welches musikalische Juwel ich da aus dem Laden trug. So war es Anfangs noch ein "gutes" Album, beim damaligen knappen Lehrlingsgehalt und begrenzter Alternativen blieb aber keine andere Wahl als sich das Werk durch immerwiederhören schönzuhören. Und das Album wuchs und wuchs...
Und auch heute, 20 Jahre später, hat das Album nichts von seiner Strahlkraft verloren. Ich kann nicht sagen wie oft ich dieses Album schon gehört hab, trotzdem begeistert es mich immer wieder aufs Neue. Und auch wenn ich schon jede Wendung, jedes Wort und jede Melodie in-und auswendig kenne, es nutzt sich einfach nicht ab.
Angefangen beim Auftakt "When Shadows Grow Longer" bis zur letzten Note von "The Ensemble Of Silence", 45 Minuten Gänsehaut und Emotionen. Wenn man ganz genau zuhört dann hört man sogar wie die Musiker beim spielen der Flöteninstrumente einatmen, das hat mich damals schon sehr fasziniert und beweist das hier alles noch von Hand eingespielt wurde. Für den Hörer machen genau diese Momente das Album greifbarer und menschlicher, gefühlt spielen sie das Stück soeben live vor dir und nur für dich. Ohne Filter, ohne Helferlein, ohne Künstlichkeit.
Die ersten Schreie in "Mourners" sind auch heute noch das intensivste und herzzerreissende was meine Ohren je vernommen haben. Verzweiflung, Anklage, aber auch Leidenschaft und Melancholie, all das schwingt in diesen Schreien mit. Die darauf folgenden männlichen Chöre sind der entsprechende Gegenpol, treffen den Hörer dafür im so tiefer in seiner Seele. All das eingebettet in sehnsuchtsvolle Gitarrenmelodien für die Ewigkeit. Schwer und getragen, trotzdem durch und durch positiv und euphorisch, geladen mit Pathos und einer unstillbaren Ergriffenheit.
"Ode to Melancholy" dürfte eigentlich nie enden, die intensiven, fast rein instrumentalen Schlussminuten sind in Worten kaum zu beschreiben und bewegen sich unter der Haut des Höres immer weiter bis tief in sein Innerstes.

Ich versuche mich gar nicht weiter in einer Track-by-Track Analyse da dieses Album grösser ist als alle mir zur Verfügung stehenden Worte. Punkte gibt es auch keine, und zwar wegen Befangenheit und Zeitlosigkeit. Sollte jeder mal gehört haben, meiner Meinung nach sollte das auch jeder im Schrank stehen haben der sich nur ansatzweise mit Dark Metal beschäftigt. "Songs of Moors and Misty Fields" ist ein Album das die Zeit schadlos überstanden hat, für mich noch immer überragend ist und mit dem sich kein zweites Werk messen konnte.



1.When Shadows grow longer
2.The blue Mists of Night
3.Mourners
4.Ode to Melancholy
5.Lover's Grief
6.The Ensemble of Silence

Vö:16.Juni 1997
Label: Prophecy Productions

https://empyrium.bandcamp.com/album/songs-of-moors-and-misty-fields

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Satyricon - Sammeltread zu den Black Metallern
Geschrieben am 15.08.2017, 09:59 von UnDerTaker

satyriconNach drei Jahren Arbeit bringen die Black Metaller SATYRICON am 22.09.2017 ihr neues Album "Deep calleth upon Deep" in die Läden.
Aus dem nunmehr 9. Studioalbum der Band ist jetzt die erste Single und ein Lyric Video zum Titeltrack veröffentlicht worden. Hier Link zum digitalen Download und zum streamen: http://radi.al/DeepCallethUponDeep
Das Video zu "Deep calleth upon Deep" findet ihr unten...

Passend zum neuen Album gehen Satyricon auf eine ausgedehnte Europatour:
24.09.17 DE - Hamburg / Grünspan
25.09.17 DE - Essen / Turock
26.09.17 NL - Tilburg - 013
27.09.17 BE - Vosselaar / Biebob
29.09.17 UK - London / Heaven
30.09.17 FR - Paris / La Maroquinerie
01.10.17 FR - Nantes - MJC De Reze
02.10.17 FR - Toulouse / Le Metronum
04.10.17 ES – Madrid / Sala But
05.10.17 ES - Barcelona / Razzamatazz
06.10.17 FR – Montpellier / Rockstore
07.10.17 IT - Bologna / Zona Roveri
09.10.17 CH - Zurich / Dynamo
10.10.17 DE – München / Backstage Halle
11.10.17 AT - Wien / Szene
12.10.17 CZ – Prague / Akropolis
14.10.17 PL - Krakow / Kwadrat
15.10.17 PL – Warsaw / Progresja
16.10.17 DE – Berlin / SO36
17.10.17 DK - Copenhagen / Pumpehuset
19.10.17 DK - Aarhus / Train
20.10.17 SE - Gotherburg / Pustervik
21.10.17 SE – Stockholm / Klubben
22.11.17 NO - Molde / Gamle Kulturset
23.11.17 NO - Trondheim / Byscenen
24.11.17 NO - Oslo / Sentrum Scene
25.11.17 NO - Tromso / Driv
29.11.17 NO - Bergen / Hulen
30.11.17 NO - Stavanger / Folken
01.12.17 NO - Kristiansand / Kick
02.12.17 NO - Hamar / Gregers



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Party.San Open Air 2018
Geschrieben am 14.08.2017, 15:38 von Exorzist

Unser Dank für das P.S:O:A 2017 und die ersten Bands für das P.S:O:A 2018
WATAIN, TANKARD, HARAKIRI FOR THE SKY, REVENGE, TOXIC HOLOCAUST, BENIGHTED und UNANIMATED als erste Bands für das Party.San Metal Open Air 2018 bestätigt.

Leute,

wir bedanken uns bei Euch für ein großartiges Party.San Metal Open Air 2017. Auch wenn der Regengott es dieses Jahr nicht gut mit uns gemeint hat, habt ihr das Festival wieder zu dem gemacht für was es steht: ein mit Herz veranstaltetes Metal Festival ohne ablenkenden Firlefanz und mit Hauptaugenmerk auf die Musik und deren Fans. Wir ziehen unseren Hut und bedanken uns bei euch für eurer Durchhaltevermögen, die Treue und Unterstützung. Ihr seid absoluter Wahnsinn. Wir hoffen, dass ihr trotz des kalten Pisswetters eine großartige Zeit bei uns hattet und ihr wieder gut in die heimischen vier Wände zurückgefunden habt.

Wir arbeiten schon wieder mit Volldampf an der nächsten Ausgabe desParty.San Metal Open Air's, welches vom 09.08 bis 11.08.2018 in Schlotheim stattfinden wird. Die ersten Bands sind bereits gebucht und der Ticketvorverkauf startet heute. Wie gewohnt gibt es Einzeltickets, Frühbuchershirts + Tickets in diversen Bundles. Nach dem Festival ist vor dem Festival – wir sehen uns nächstes Jahr in Schlotheim. Tickets hier: www.cudgel.de

 Mit einem neuen Album im Gepäck, das im Winter erscheinen soll, kehrt die derzeit wohl größte „echte“ Black-Metal-Band zurück auf unsere Bühne, um ein großes pechschwarzes Feuerwerk abzubrennen. WATAIN – das ist nicht weniger als Blood, Fire & Death!


 HARAKIRI FOR THE SKY sind in den vergangenen Jahren zu einer der populärsten Bands im Bermudadreieck zwischen Black Metal, Post Metal und atmosphärischen Depressive Black Metal gewachsen. Bislang hat die Truppe drei Alben veröffentlicht, ein vierter Longplayer ist derzeit in Arbeit.


 Schwärzer als die Nacht, tödlicher als der Tod, brutaler als 99,99 Prozent der gesamten Krachszenerie: Das kanadische Trio REVENGE bedeutet: Chaos und Zerstörung. Mit Bestial/War-Black-Metal-Meilensteinen wie „Triumph.Genocide.Antichrist“ und „Scum.Collapse.Eradication“ hat man die Messlatte der gewaltbereiten Stumpfheit weit nach oben gehievt, und auch live on stage regiert der grobe Knüppel.


 Der Soundtrack zum Biersuff und zudem ein wichtiges Stück deutscher Thrash-Metal-Geschichte. TANKARD aus Frankfurt sind seit Jahrzehnten totaler Kult. Wieso haben wir die Hessen nicht ständig bei uns zu Gast? Keine Ahnung! Aber nächstes Jahr sind die Hessen wieder am Start! Abschädeln und headbangen, Folks!


 Wenn sich Thrash Metal mit stachelköpfigem Punk vereint, wenn man als Einflüsse Slayer, Motörhead, Exodus und Venom einerseits sowie The Exploited, Discharge und D.R.I. andererseits heraushören kann, dann muss es sich um TOXIC HOLOCAUST handeln. Der asoziale Haufen aus Portland, Oregon, hat erneut sein Erscheinen angedroht. Vorsicht, Gefahr!

 Seit 20 Jahren poltern die Franzosen von BENIGHTED ihren höchst originellen Death-Grind, haben es auf acht Alben gebracht und werden euch ordentlich in die Mangel nehmen! Diese Burschen geben immer Vollgas.  


 Wenn es um jene Form des melodischen Death Metal geht, der mit einem Bein im Black Metal steht und trotz seiner Harmonien finster und abgründig klingt, dann sind UNANIMATED das Paradebeispiel dafür. Die Schweden zählen mit Dissection zu den Urvätern des skandinavischen Todesmetalls, gelten nachweislich als latent auflösungsgefährdet, so dass es uns besonders wichtig ist diese Band nochmal auf unsere Bühne zu holen.

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Resonare - Immoralist
Geschrieben am 14.08.2017, 14:39 von Punkadelic

RESONARE - IMMORALIST

---
MC (pro tape, 150 copies only)
---
ltd. bundle: MC (with slipcase), shirt, patch and screen print - ltd. to 33 copies

PRE-ORDER STARTS NOW:
http://aderlasskunstverlag.bigcartel.com/
https://aderlass-kunstverlag.bandcamp.com/

freedom // obsession // death

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Review: Mindkult - Lucifer's Dream
Geschrieben am 12.08.2017, 12:35 von TerminalVelocity

Mindkult - Lucifer's Dream

Ich muss ja gestehen, dass - meiner tief empfundenen Liebe zu tiefgestimmten Gitarren und okkult angehauchten Lavawalzen zum Trotze - beim Thema Doom meine Gedanken eher zu alten Großmeistern wie Saint Vitus oder gleich Sabbath abschweifen und sich ein bisschen Wehmut einschleicht ob der eher durchwachsenen Releases der Gegenwart und jüngeren Vergangenheit.
Electric Wizard? Hatten mit Dopethrone auch ihre letzte Großtat vor mehr als zehn Jahren. Reverend Bizarre? Längst aufgelöst, jeder einzelne Song auch heute noch ein so gut wie unerreichbares Brett. Pallbearer? Kann man gut hören, ist mir altem Sack aber stellenweise zu modern, auch wenn das mal wieder sehr kleinlich ist ob der musikalischen Größe der Band.

Vielleicht die beste Zeit, sich einmal mehr an etwas Unbekanntes zu wagen, noch dazu wenn die stilistische Einordnung mir doch ziemlich entgegenkommt.
Mindkult stammen aus Virginia, und ... Moment mal, die Mehrzahl ist fehl am Platze, denn es handelt sich um eine One-Man-Show! Einziges Mitglied ist "Fowst", dessen recht cleane, wenig voluminöse aber deshalb noch lange nicht unangenehme Stimme so klingt, als hätte sich Thilo Wolff von Lacrimosa komplett dicht geraucht und beim Versuch, einen Eighties Smash-Hit zu produzieren, aus Versehen eine Doom-Scheibe aufgenommen.

Das alles klingt allerdings schräger und weitaus weniger empfehlenswert als es letztlich ist. "Lucifer's Dream" ist ein solides und gut durchhörbares Album geworden, auch wenn es nicht gerade einen Innovationspreis gewinnen wird.

Nach einem recht schwachen Start mit mittelmäßigen bis guten Songs aus weitestgehend vertrauten und kaum variierten Zutaten - Mid Tempo Classic Doom mit ausreichend Groove und Schwärze, um ein bisschen okkult zu wirken - stimmt Mister Fowst gegen Ende die Klampfe noch ein wenig tiefer, und ich kann vor meinem geistigen Auge die Basssaiten beim Nachschwingen beobachten. Der erdig-rostige Ton bis in den Mariannengraben heruntergestimmter Bassgitarren - da kommt Freude auf. "Howling Witch" gehört zu den lichten - pardon - schwärzesten Momenten der Platte und zeigt, dass man Mindkult nicht gleich abschreiben sollte, nur weil sie nicht gleich mit dem ersten Ton das Aha-Erlebnis bieten können. Dennoch - für eine uneingeschränkte Empfehlung reicht es nicht ganz. Zu wenig Variation, zu wenig gewisses Etwas.
Im Gegensatz zu den Elektrozauberern aus Dorset beispielsweise geht Mindkult diese fiese Mischung von vertontem Drogenrausch und Mordlust ab, auch wenn die obligatorischen Einspieler aus irgendeinem abgefuckten Horror- oder Heimatfilm auch auf "Lucifer's Dream" ihren Haken auf der Checkliste bekommen.

Anspieltipps: Howling Witch, Lucifer's Dream



Wertung: 7 / 10

Gesamtlänge: 40:42
Label: Throne Records
VÖ: 14. Juli 2017

Tracklist:
2. Nightmares 03:42
3. Behold the Wraith 09:21
4. Infernals 05:20
5. Howling Witch 05:08
6. Lucifer's Dream 09:06

Website: Mindkult Bandcamp

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Review: Affliktor - Affliktor
Geschrieben am 11.08.2017, 19:03 von Raven

Affliktor - Affliktor

Die Gitarrenlegende Toby Knapp hat eine neue Band gegründet. Warum sich der Virtuose aber gerade diesem Bereich widmet, ist mir nicht ganz schlüssig, denn Affliktor liefern uns auf ihrem Debut astreinen Black Thrash Metal. Zwei großartige Genre die vereint absolut knallen, allerdings ja nun nicht gerade mit ihren progressiven, anspruchsvollen Gitarrensolos herausstechen. Nun ja vielleicht wollte der Herr ja mal ein paar härtere Töne anschlagen.

Der Opener schmettert uns nämlich auch direkt, ohne Kompromisse, harte Riffs und treibende Drums entgegen. Der Gesang erinnert an den Stil der 90er und auch die Soundqualität scheint aus diesem Jahrzehnt zu stammen. - Ich lehne mich jetzt einfach mal weit aus dem Fenster und behaupte, dass dies absolut so gewollt war, denn mit Toby Knapp haben wir hier schließlich ein Fachmann am Werk. So oder so, ich für meinen Teil stehe auf diese blecherne, rohe Art des Black- bzw. in diesem Fall Black Thrash Metals.

"Born To The Breeder" macht vor allem durch seine Midtempo-Passagen auf sich aufmerksam. Doch zum Ende des Songs spitzten sich meine Lauscher besonders. Hier erinnert das Riff nämlich deutlich an den Anthrax Song „Indians“. Zufall oder nicht - geil ist es zweifellos.

Die Mischung aus Black Metal geshredder, thrashigen Riffs und abgefahrenen Gitarrensolos zieht sich durch das gesamte Album. Der Song "Chaos Magick Totality" wäre hier wohl aber das Parade-Beispiel dafür. Wie der Titel schon vermuten lässt herrscht in den gut vier Minuten wirklich das totale Chaos - dies ist aber in keinster Weise negativ gemeint. Es macht den Song erst richtig interessant und man kann in dem Durcheinander immer noch einen roten Faden erkennen.

Zum Schluss bietet uns "Nothing Shall Arise" nochmal ordentlich thrashige und eingängige Riffs und einen ebenso eingängigen Text. Erbarmungslos walzt der Song auf einen nieder und lässt einem keine Chance still sitzen zu bleiben.

Insgesamt hat "Affliktor" genau das geliefert, was man erwartet hat, wenn man bedenkt, dass ein Gitarrengenie sich diesem Genre angenommen hat. Nämlich roher Black Thrash untermalt mit bizarren Gitarrensolos. Eine Kombination die in diesem Fall perfekt funktioniert und um das Label einmal zitieren zu dürfen: "Black/thrash metal never sounded this exciting." - Und damit haben sie absolut Recht.

Anspieltipp: Born To The Breeder, Chaos Magick Totality, Nothing Shall Arise


Wertung: 9.0 / 10




Gesamtlänge: 32:54
Label: Transcending Obscurity Records
VÖ: 20. Oktober 2017



Tracklist


1.  Storms of Demogorgo
2.  Born To The Breeder
3.  Backwards Into Hell
4.  Chaos Magick Totality
5.  Burn The Earth
6.  The Singularity
7.  Planet Rogue
8.  Nothing Shall Arise
9.  Pazuzu Invoked


Website der Band: Affliktor bei Facebook



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IN FLAMMEN Open Air 2018 - Germany´s hellish Gartenparty
Geschrieben am 11.08.2017, 09:21 von Hate-Blood-Murder

IN FLAMMEN Open Air 2018
12.-14.07. Torgau / Entenfang

confirmed:

DREAD SOVEREIGN (IRL)
NECROWRETCH (FRA)
VENENUM (D)
MOSAIC (D)

3 Tage / 39 Bands / 666% METAL & NO COMMERCE

VVK startet am: 01.09!
Tickets unter: www.in-flammen.com

Der VVK startet am: 01.09!
Infos & Tickets unter: www.in-flammen.com



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Review: Pagan Altar - The Room of Shadows
Geschrieben am 07.08.2017, 16:20 von ALUCARD

Pagan Altar
The Room of Shadows
Temple of Mystery Records
Vö: 24.08.2017 (Cd/Mc)/27.09.2017 (Vinyl)



Kurz die Eckdaten: Das Album wurde schon vor längerer Zeit geschrieben ("originally written thirteen Years ago" laut Label), ist aber irgendwie nie richtig fertig geworden und erfuhr seine finale Bearbeitung erst nach dem Tod von Sänger Terry Jones im Jahr 2015. Weitergehen wird es wohl mit Pagan Altar nicht mehr, somit ist "The Room of Shadows" nicht nur das letzte Album mit Terry als Sänger sondern auch das letzte Pagan Altar Album überhaupt. Als Abschiedsvorstellung wollen die PA Mitglieder Diccon Harper, Alan Jones und Andy Green zusammen mit den Sessionmusikern Brendan Radigan (Vocals–Magic Circle) und Andres Arango (Bass–Cauchemar, Metalian) eine einzige finale Show als Time Lord im Rahmen der Veröffentlichung von "The Room of Shadows" beim Wings of Metal Festival in Montreal am 9.September 2017 spielen.

Beim Album bekommt man genau das was man erwartet wenn man UK und DOOM liest. Kein Gejammer, kein unnötiger Ballast, kein Zierrat, kein Blendwerk. Einfacher, sehr gut gemachter, kraftvoller Doom mit Tendenz zur reinen metallischen Lehre. Und auch leicht folkige Einflüsse sind zu verzeichnen, wenn bei "The Room of Shadows" plötzlich Ian Anderson um die Ecke käme und seine Querflöte bearbeitet, ja dann würde das weder stören noch verwundern. Die Anfangsminuten vom darauffolgenden "The Ripper" wurden wahrscheinlich dazu erschaffen um Steine zu erweichen, anderns kann ich mir die hochdramatische Anklage inklusive dem grossartigen, mehrstimmigen Gesangspart nicht erklären.
Verdrogtes Hippiegeleier braucht man nicht zu befürchten, dazu steht das Material dem traditionellen Heavy Metal viel zu nahe.
Gitarrenfreunde kommen ebenfalls auf ihr Kosten, sowohl die Lead-als auch die Sologitarrenarbeit kann überzeugen. Die diversen Soloausflüge fallen nicht störend auf da sie passend integriert sind und von jemandem gespielt werden der genau weiss was er da macht.
Eingebettet in ein klares Klangbild ohne Übertreibungen ist "The Room of Shadows" ein Werk das jeder Doomhead im Schrank haben sollte. Echt schade das das stärkste Album der Engländer auch ihr letztes ist. Besonders hervorzuheben ist nichts da jeder Song seine eigenen magischen Momente hat was dafür sorgt das er problemlos für sich selber stehen kann, das Album aber trotzdem als Ganzes am besten wirkt.

„The Room of Shadows“ erscheint auch als limitierte Vinylversion mit sieben Räucherstäbchen dessen Duft die Band in den 1980er Jahren auf der Bühne verwendet hat.

1. Rising of the Dead
2. Portrait of Dorian Gray
3. Danse Macabre
4. Dance of the Vampires
5. The Room of Shadows
6. The Ripper
7. After Forever

http://www.paganaltar.co.uk/
https://de-de.facebook.com/Pagan-Altar-301743109887693/

9 von 10 Punkten



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Review: Fvneral Fvkk -  The Lecherous Liturgies
Geschrieben am 05.08.2017, 15:27 von ALUCARD

Fvneral Fvkk - The Lecherous Liturgies

Kurzer Blick in die Personalakte: Diese trve Trvppe besteht aus Mitgliedern von Ophis, Fäulnis und Crimson Swan. Wer jetzt ein neues extremes Highlight erwartet den muss ich enttäuschen. Sorry Boys, ist leider so...

Das hier ist viel geiler. Unerwartet grossartiger Epic Doom dringt aus den Boxen, garniert mit Klargesang zum niederknien. Ich denke mal Solstice waren hier ein grosser Einfluss. Die Gitarrenarbeit trägt dabei deutliche Ophiszüge, nur können die Saiteninstrumente hier freier atmen, erscheinen dadurch etwas leichtfüssiger und passen bestens dazu.
3 Songs sind zu hören die viel zu schnell durchlaufen und ein sofortigen Wiederholungsreflex auslösen. Und egal wie oft man die Scheibe schon durchlaufen lassen hat, man kann sich einfach nicht satthören.
In diesen drei Songs kämpfen die Gitarrenlinien mit dem Klargesang darum wer die erhabenere, sehnsüchtigere Stimmung erzeugt. Ich kann keinen Gewinner ausmachen, beide agieren auf höchstem Niveau. Dazu begleitend noch das kraftvoll klassiche Drumming das ich hier nicht unter den Tisch fallen lassen möchte.
Und viel mehr brauchts auch nicht um das Doomerherz höher schlagen zu lassen, ausser die Hoffnung das das hier keine einmalige Sache ist sondern weitergeführt wird.

So, join the Church of the Holy Fvkk and enjoy the transgressions of this first EP!

9 von 10 Punkten



1.Erection In The House Of God 06:03
2.Underneath The Phelonion 05:54
3.Fvkking At Fvnerals (bonus track) 06:07

Cantor Cinaedicus – Invocations & Enticements
Decanus Obscaenus – Ropes & Chains
Vicarius Vespillo – Diggings & Burials
Frater Flagellum – Beatings & Whippings

https://fvneralfvkk.bandcamp.com/releases

Solitude Productions/Bleeding Heart Nihilist Productions
Vö:07.07.2017

(4 Antworten)

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Review: Accept - The Rise Of Chaos
Geschrieben am 03.08.2017, 19:42 von Raven

Accept - The Rise Of Chaos

Es gibt einfach Bands die mich immer wieder aufs Neue begeistern können. Oft sind es genau diese Bands, die mich schon von Kindheitstagen an begleiten und seitdem ich denken kann nichts anderes machen als scheiße geile Musik. Accept ist genauso ein Band, weshalb ich mich auch riesig gefreut habe ihr neues Album "The Rise Of Chaos" reviewen zu dürfen.

Was ich von dem Album erwarte, ist genau das was ich oben schon erwähnt habe: nichts anderes als einfach nur scheiße geile Musik. So gesehen ein recht simpler Wunsch und doch gibt es Bands die mit zu viel Firlefanz diesen einfach nicht erfüllen können.

Schon nach den ersten Songs von "The Rise Of Chaos" hatte ich Gewissheit. Die Veteranen liefern ab - und zwar so richtig. Eingängige Riffs und Texte die leicht ins Ohr gehen und dennoch etwas zu sagen haben, lassen einen wünschen genau in diesem Moment vor der Bühne zu stehen und ordentlich abzugehen. Naja dies geht ja zum Glück auch im Wohnzimmer.

Der Opener „Die By The Sword“ präsentiert uns einen kraftvollen Einstieg und gleich zu Beginn zeigt uns Mark Tornillo mit seiner markanten Stimme, wo der Hammer hängt.

Besonders angetan hat es mir der Song "Hole In The Head". Ein genialer Refrain, groovige Riffs und ein stimmiges Solo machen ihn zu einem echten Ohrwurm. Weniger ist manchmal mehr und genau das ist hier der Fall.

Auch "Analog Man" zählt zu diesen Songs. Mit seinem einfachen Aufbau, kernigem Riff und einer Bassline die gleichermaßen simpel wie genial ist, erinnert er mich an frühere Accept Zeiten.

Ein weiterer Punkt weshalb ich Accept so zu schätzen weiß. Nach all den Jahren immer noch so überzeugen zu können und sich dabei selbst und der Musik treu zu bleiben ist eine beachtliche Leistung und mit „The Rise Of Chaos“ konnten sie dies wieder einmal bestätigen. Ein absoluter Pflichtkauf, der jedes Heavy Metal Herz höher schlagen lassen dürfte.


Anspieltipp: Hole In The Head, Analog Man, What’s Done Is Done


Wertung: 9,0 / 10




Gesamtlänge: 46:22
Label: Nuclear Blast
VÖ: 04. August 2017



Tracklist


1.   Die by the Sword
2.   Hole in the Head
3.   The Rise of Chaos
4.   Koolaid
5.   No Regrets
6.   Analog Man
7.   What's Done Is Done
8.   Worlds Colliding
9.   Carry the Weight
10. Race to Extinction

Website der Band: Accept bei Facebook

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Review: Paganizer - Land Of Weeping Soul
Geschrieben am 02.08.2017, 21:57 von Nabu

Paganizer - Land Of Weeping Souls

Wer seit fast 20 Jahren im Geschäft ist weiss wie der Hase läuft - allerdings sollte drauf geachtet werden das Kollege Löffelohr nicht im Kreis rennt. Solide Musik zu machen welche die Erwartungen erfüllt, ist bei weitem nicht so schwierig wie ein Album zu produzieren, welches auf ganzer Linie überzeugen kann. Und genau an diesem Stolperstein bleiben die Schweden hier hängen.

Ihr kennt alle diese Alben welche man nur im Zeitraum des Hörens wahrnimmt. Macht man die Anlage aus verpufft das Album still und heimlich im Nichts. Zugegeben, ganz so schlimm ist es bei „Land Of Weeping Souls“ nicht. Die Schweden sind regelrechte Death Metal Veteranen und liefern ab. Ein ordentliches Geballer ohne Schnörkel welches für meinen Geschmack viel zu glatt ist. Songs bleiben - bis auf wenige Ausnahmen - kaum im Ohr und die wirklich geilen Passagen kann ich an einer Hand abzählen. Und das obwohl man eigentlich bei allen Songs von richtig fettem Sound zu gedröhnt wird. Qualitativ hochwertig, saubere Produktion. Nur halt leider zu unscheinbar.

Dabei fängt es so gut an. „Your Suffering Will Be Legendary“ hat nicht nur einen geilen Titel  sondern überzeugt auch fetten Beats, dreckigen, brutalen Riffs und Rogga’s Growls die gefühlt aus der Hölle kommen. Ebenso schlägt zum Albumende hin „The Burried Undead“ nochmals eine ordentliche Welle. Hier nimmt zwecks Nackenverstümmelung teilweise etwas Tempo raus um die entstandenen Freiräume mit mörderischen Riffs zu füllen. Untermal wird das Ganze von treibenden Drums die wohl sogar George Fisher’s Nackenmuskulatur auf die Probe stellen würde.

Leider reichen diese zwei Songs nicht aus um den Eindruck eines wirklich guten Albums zu vermitteln. Totalausfälle fehlen glücklicherweise und jeder Paganzier-Fan wird sich hier die Finger lecken (genauso wie jeder andere der sich für schnörkellosen, knallharten Death Metal begeistern kann) - wer sich aber etwas mehr erhofft, sollte zur Sicherheit erstmal reinhören.

Anspieltipp: Your Suffering Will Be Legendary, The Burried Undead, Prey To Death


Wertung: 6.5 / 10




Gesamtlänge: 34:51
Label: Transcending Obscurity
VÖ: 5. August 2017



Tracklist


1.  Your Suffering Will Be Legendary
2.  Dehumanized
3.  Forlorn Dreams
4.  Land of Weeping Souls
5.  The Insanity Never Stops
6.  Selfdestructor
7.  Death Addicts Posthumous
8.  The Buried Undead
9.  Soulless Feeding Machine
10. Prey to Death

Website der Band: Paganizer bei Facebook

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Review: Rage - Seasons Of The Black
Geschrieben am 02.08.2017, 15:06 von Raven

Rage - Seasons Of The Black

Rage melden sich zurück. "Seasons Of The Black" ist bereits das zweite Studioalbum, welches uns die 2015 neu formierte Band um Frontmann Peavy auf den Tisch knallt. Insgesamt zählen wir aber schon den 22. Langspieler. - Wirklich fleißig die Herren - hoffen wir, dass hier unter der Quantität, die Qualität nicht leiden musste.

"Seasons Of The Black" legt mit dem gleichnamigen Opener einen energiegeladenen Start hin. Aggressive Riffs donnern uns entgegen und bringen die Nackenmuskulatur in Fahrt.

Genauso kraftvoll geht es bei "Blackened Karma" weiter. Ein absoluter Ohrwurm mit eingängigem Refrain und schönem Gitarrensolo.

"Septic Bite" konnte mich mit seinen düsteren, thrashigen Riffs sofort überzeugen. Ein Song der definitiv hängen bleibt und einen nicht still auf dem Stuhl sitzen lässt.

Auch "All We Know Is Not"  kann zu meiner Überraschung neben, wieder sehr thrashigen Parts, mit einem genreuntypischen Breakdown aufwarten. Macht definitiv Bock auf mehr.

Aber genug von den ganzen Thrash hier und Thrash da Gefasel. Kommen wir nun zu einem - für mich - typischen Powermetal Song. Verspielte Solos, kitschiger Refrain und ein ruhiger mit Akustikgitarre untermalter Part zeichnen "Justify" aus.

Zuletzt wird uns mit "Farewell" noch eine Ballade präsentiert. Toller Refrain, eingängiges Riff - ein schöner und gelungener Abschluss.

"Seasons Of The Black" hat einiges zu bieten: von Powermetal typischen Solos über eingängige Refrains und Balladen bis hin zu thrashigen, aggressiven Riffs, die jedem Moshpit einheizen würden. Ein abwechslungsreiches Album voller Überraschungen. Meine anfänglichen Bedenken konnten getrost begraben werden.

Anspieltipp: Seasons Of The Black, Blackened Karma, Septic Bite


Wertung: 8.0 / 10




Gesamtlänge: 51:46
Label: Nuclear Blast
VÖ: 28. Juli 2017



Tracklist


1.   Season Of The Black
2.   Serpents In Disguise
3.   Blackened Karma
4.   Time Will Tell
5.   Septic Bite
6.   Walk Among The Dead
7.   All We Know Is Not
8.   Gaia
9.   Justify
10. Bloodshed In Paradise
11. Farewell

Website der Band: Rage bei Facebook

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Review: Wintersun - The Forest Seasons
Geschrieben am 31.07.2017, 21:08 von Raven

Wintersun – The Forest Seasons

Wintersun sind zurück! Nach einer fünfjährigen Pause präsentieren uns die Finnen das langersehnte, dritte Album. Unter dem Motto „The Forest Seasons“ soll der Langspieler die vier Jahreszeiten wiedergeben, weshalb uns diesmal auch „nur“ vier Songs geboten werden. Meiner Meinung nach, ein äußerst interessantes Konzept - bleibt abzuwarten wie es umgesetzt wurde.

Beginnen wir also mit dem Frühling: die ersten Blümchen strecken sich den warmen Sonnenstrahlen entgegen und frisches Grün bedeckt die Bäume. Wirklich nichts für mich - aber für viele ist er ja nun mal eine der schönsten Jahreszeiten, weshalb ich von „Awaken from the Dark Slumber (Spring)“, der den Opener dieses Albums bildet, genau eben jenes beschriebene Bild in meinem Kopf erwarte.
Auf das kurze, verspielte Intro folgt ein eher wuchtiger Einstieg in den gut 14 Minuten langen Song. Harte Riffs gepaart mit verträumten Keyboard-Klängen begleiten uns durch den Frühling. Wie man es von Wintersun kennt, hat man auch hier wieder den angenehmen Wechsel zwischen Growls und cleanem Gesang; ruhigeren und schnelleren Parts. Der Song an sich ist zwar ganz gut gelungen - wirkt zeitweise aber etwas hektisch und unstrukturiert und konnte meinen Erwartungen leider nur anfänglich standhalten.

Kommen wir zum Sommer. Ebenfalls eine Jahreszeit mit der ich nicht viel anfangen kann - zu warm, zu sonnig, zu viele Menschen mit zu wenig Kleidung. Aber er hat ja auch seine schönen Seiten die „The Forest That Weeps (Summer)“ wunderbar zum Ausdruck bringt. Im Gegensatz zum Frühling werden wir hier mit einem etwas einfühlsameren Start in das Stück eingeführt. Der Song schickt uns, begleitet von wunderschönen cleanen Passagen, auf eine Reise über grüne Wiesen und weite Felder. Der gesamte Song ist einfach nur stimmig und besteht aus vorwiegend ruhigen Parts, teils unterbrochen von eingängigen Riffs.

"Eternal Darkness (Autumn)" läutet nun den Herbst ein und begrüßt uns mit frostigen Klängen und drückender Stimmung - also ganz nach meinem Geschmack. Hier wird das Ganze viel atmosphärischer, die Riffs haben deutlich mehr Kälte, das Keyboard rückt etwas in den Hintergrund und den Drums werden ordentlich eingeheizt. Allerdings habe ich hier wieder das gleiche Problem, wie beim Opener zuvor. Der Song an sich hat einen tollen Aufbau und ist gut abgemischt, nur leider konnte er mich nicht durchgehend fesseln und es fehlt mir ein wenig an Wiedererkennungswert.

Jetzt sind wir also am Ende unserer vier Jahreszeiten Reise angelangt. "Loneliness (Winter)“ hat mich zum Schluss noch einmal wirklich überraschen können. Fast komplett in clean gesungen, mit einem eingängigem Refrain und wunderschönen Keyboard-Passagen hatte ich den gesamten Song über Gänsehaut. Tiefgründig mit einem Hauch von Melancholie, genauso stell ich mir einen finnischen Winter vor. Einfach großartig und für mich ein echtes Highlight.

Auf „The Forest Seasons“ hatte ich mich, als treuer Wintersun-Fan schon seit Monaten gefreut und wurde nicht enttäuscht. Zwar konnten mich „Spring“ und „Autumn“ nicht vollkommen überzeugen, aber das machen die anderen beiden Songs dafür mehr als wieder gut. Ein absoluter Pflichtkauf für jeden Fan und Freunden des Symphonic Melodic Death Metals.




Anspieltipp: The Forest That Weeps (Summer), Loneliness (Winter)

Wertung: 8.0 / 10




Gesamtlänge: 54:00
Label: Nuclear Blast
VÖ: 21. Juli 2017

Tracklist

1. Awaken from the Dark Slumber (Spring)
2. The Forest That Weeps (Summer)
3. Eternal Darkness (Autumn)
4. Loneliness (Winter)


Website der Band: https://www.facebook.com/wintersun/[/URL]

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Review: Seer - Vol. III & IV: Cult of the Void
Geschrieben am 29.07.2017, 14:51 von ALUCARD

Seer
Vol. III & IV: Cult of the Void
Art of Propaganda
Vö:07.07.2017



Auf Eins und Zwei folgt Drei und Vier, das haben wir alle schon in der Schule gelernt. Daran halten auch Seer fest. An der Basismischung haben sie im Vergleich zu I&II nicht viel geändert, war ja auch nicht zwingend nötig. Wer also den Vorgänger schätzt der findet sich auch hier sofort zurecht. Neulinge der Band können auch ruhig hier erstmal weiterhören, es ist nicht erforderlich sich zuerst mit der ersten Ausgabe zu beschäftigen um dann mit dem aktuellen Output fortzufahren. Kann man aber trotzdem gerne tun, angeraten sei es.

Der Einstieg überrascht mit recht garstigen Stimmen, selbige tauchen auch den öfteren mal in den weiteren Songs auf und übernehmen gerne mal diverse Passagen. Somit kommt der dann folgende Klargesang unerwartet, passt aber bestens. Ich habe das Gefühl das Sänger Bronson Lee Norton hier im Vergleich etwas an sich gearbeitet hat und mehr aus sich rausholt. Zumindest sind mir stimmliche Parrallelen zu Glenn Danzig oder Michael Poulsen beim Erstling nicht aufgefallen.
Musikalisch gesehen alles wie gehabt, Doom vs. Sludge im Breitwandformat. Vergleiche zu älteren Bands fallen aus, Orientierungspunkt ist eine Mischung aus Pallbearer und Baroness.

Kritik? Ja, leider auch. Mir sind die Songs teilweise zu lang, irgendwie kommen sie nicht zum Ende. Meistens kommt immer noch eine Wendung, Drehung oder Wiederholung die das alles in die Länge zieht. Das ist irgendwie wie bein einem kleinen Kind das ins Bett soll und dann immer wieder noch was neues erfindet um doch noch wach zu bleiben. Irgendwann ist es einfach zu viel...
Und ich kann mit dem zweiten Teil des Albums nichts anfangen. 3x instrumentales Geklimper bei dem ich nicht mal von vollwertigen Songs sprechen würde und mit " संसार " ein Song der mich auch irgendwie ratlos zurück lässt. Durch seine reduzierte, folkige Art passt er nicht zum Rest der Scheibe.
Ich hoffe nur das das nicht die Vorschau auf den nächsten Teil ist denn dann kommen Seer und Ich in eine schwierige Beziehung.
Die ersten vier Songs sind richtig gut, wenn auch etwas lang. Mit allem danach werde ich nicht warm. Vol.I bis III waren meine Teile, Vol.IV wird es schwer haben.
Vol.III: 8 von 10, Vol.IV: 5 von 10 = 6,5 Punkte plus einen halben fürs schicke Artwork.

Vol. III
1. Ancient Sands (Rot Preacher)
2. Acid Sweat
3. They Used Dark Forces
4. Burnt Offerings
Vol. IV
5. I: Tribe of Shuggnyth
6. II: Spirit River
7. III: Passage of Tears
8. संसार

https://artofpropaganda.bandcamp.com/album....-void-2

7 von 10 Punkten

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Review: skelethal - ...Of The Depths
Geschrieben am 29.07.2017, 13:45 von Nabu

Skelethal - …Off The Depths

Skelethal - eine französische Death Metal Band mit einer skurrilen Diskographie. Obwohl die Band bereits seit fünf Jahren existiert veröffentlichen die Herren erst jetzt ihr Debüt. Dies bedeutet aber nicht, dass es sich hierbei um die erste Veröffentlichung handelt. Die beiden Zottelbären haben neben einer Demo, einer Split und zwei EPs auch bereits eine Compilation veröffentlicht. Warum auch nicht.

Der erste Song auf dem Album, der mich interessiert aufhorchen lässt, ist „Spectral Cemetery“. Geiler Rhythmus - fetter Nackenbrecher, eingängiges aber nicht langweiliges Riffing und die Vocals holt Sänger Gui auch schön weit unten raus. Passt erstmal. Und klingt irgendwie vertraut nach schwedischem Death Metal.  Leider flacht das Ganze danach wieder etwas ab und erst „Morbid Ovation“ kann kurz vor dem Ende mein Interesse erneut wecken. Lustigerweise wieder mit den exakt selben Vorzügen wie der Song davor. Mitreissender Beat, geile Riffs, passende Vocals. Und wieder drückt sich mir irgendwie schwedischer Todesstahl in den Kopf. Notiz an mich selbst: coole Idee fürn Bild.

Leider fehlt es Skelethal komplett an einem Alleinstellungsmerkmal. Soll heißen: Wir haben hier ein recht solides Death Metal Album welches aber leider, bis auf wenige Ausnahmen, kaum den Sprung aus dem Gedankenhintergrund des Hörers in den Vordergrund eben Jenes schafft. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass die größte Stärke dieser Band wirklich die Tatsache ist, dass sie wie guter, alter, Death Metal aus Schweden klingt. Das ist keinesfalls schlecht - nur leider auch nicht wirklich gut. Zumindest für alle diejenigen, welche eine Band suchen die einen eigenen, wiedererkennbaren Klang hat.

PS: Das Dismember-Cover (aha! Schweden!) „Soon to be dead“ ist ziemlich gut gelungen.

Anspieltipp: Spectral Cemetery, Morbid Ovation


Wertung: 7.0 / 10




Gesamtlänge: 46:08
Label: Hell’s Headbangers Records
VÖ: 23. Juni 2017



Tracklist



1.  Sons of Zann
2.  Spectral Cemetery
3.  Chaotic Deviance
4.  Glimpse of the Great Purpose
5.  Catharsis
6.  Pantheon of the Abyss
7.  Scaly Smelly Flesh
8.  Outer Conviction
9.  Morbid Ovation
10. Soon to Be Dead (Dismember cover)
11. Macabre Oblivion

Website der Band: Skelethal bei Facebook

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Review: Vanum - Burning Arrow
Geschrieben am 28.07.2017, 16:33 von ALUCARD

Vanum
Burning Arrow
Eisenwald Records
Vö:25.08.2017



Vanum ist ein Projekt von K. Morgan (Ash Borer, Predatory Light) und M. Rekevics (Fell Voices, Vilkacis, Vorde). Und bei dem Hintergrund könnt ihr euch denken wohin die Reise geht: Black Metal.
Aber der unterscheidet sich von dem der Stammbands, sonst wäre das ja auch irgendwie unsinnig.
Roh und ursprünglich klingt das Material, reduziert aufs Wesentliche wie bei einem Duo üblich. Dabei orientiert man sich weder am Uk Black Metal noch schaut man gen Nordeuropa. Klanglich würde ich das eher in England oder Irland verorten. Denn es hat die selbe sehnsüchtige und dennoch kämpferische Aura wie Black Metal Sachen die häufiger von der Insel kommen. Griechenland wäre auch noch ein Land das rein akustisch passen würde.
Vor allem in "Watcher in the Eastern Sky" schwebt durch die Gitarrenarbeit eine gewisse positive, aber auch willensstarke Emotionalität mit durch die Boxen. Aber auch die anderen beiden Tracks verwöhnen des Hörers Ohr mit gelungenen langen instrumentalen Passagen die sich schwelgerisch zwischen kühler Raserei und bildgewaltigem Midtempo bewegen.
So richtig ist nicht ersichtlich wer hier für was verantwortlich ist, so kann ich zur Stimme nur sagen das sie sich sehr erholsam vom normalen Black Metal Keif&Growl abhebt da sie eher im Bereich von heiserem Schreien liegt. Das funktioniert so lange gut wenn der Gesang immer wieder von längeren, gesangslosen Passagen abgelöst wird. Ist der Textanteil ( gefühlt) etwas höher wie in "Spring of Life" dann fällt auf das sie doch etwas limitiert in ihrer Gestaltung daherkommt und man sich etwas mehr Abwechslung wünscht.
Eingefangen wurden die drei Songs in einem sehr guten natürlichen Klangbild das trotz seiner Rohheit genug Raum für die einzelnen Instrumente lässt. Dazu noch ein gelungenes Coverartwork, was will man mehr.

1.Watcher in the Eastern Sky 08:58
2.Immortal Will 06:46
3.Spring of Life 09:05

https://vanum-usa.bandcamp.com/album/burning-arrow

9 von 10 Punkten



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Kino: Happy Deathday
Geschrieben am 27.07.2017, 20:47 von Nabu





Meinungen? Billiger Ideenklau oder hat der Film Potential?

Ich finde das Ganze hat schon was. Würde ich mir wohl anschauen.

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Vorstellung der Neuen
Geschrieben am 27.07.2017, 20:33 von Raven

Hallo Zusammen,

ich wollte mich nun endlich mal vorstellen.
Ich bin Raven, 26 Jahre jung, in Hamburg angesiedelt und mich konnte der gute Nabu dafür begeistern hier ein wenig mitzumischen  :p  
Ich wurde schon seit meiner Kindheit mit Metal beschallt und habe mich nach all der Zeit auf Pagan, Black, Viking, Melodic Death und Folk spezialisiert. Auch im Heavy und Power Metal Bereich kenn ich mich sehr gut aus.

Ich freue mich hier aufgenommen worden zu sein und trage meinen Hell is Open Zipper ab jetzt mit noch mehr stolz.  :D

Skal Raven

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Review: W.I.L.D. - Purgatorius
Geschrieben am 27.07.2017, 16:56 von ALUCARD

W.I.L.D.
Purgatorius
Overpowered Records/Cargo
Vö:28.07.2017



Ich prophezeie, das ist meine persönliche Überraschung des Jahres. Da kommt nix mehr was mich so unerwartet treffen kann.

W.I.L.D.? Kannte ich überhaupt nicht, Metal Archives kennt noch zwei weitere Alben der Band die sich 2011 in Frankreich gegründet hat. W.I.L.D. steht dabei für "Wake Initiated Lucid Dream". Ohne dieses Hintergrundwissen habe ich zuerst Powermetal oder Teutonenstahl erwartet. Doch es sollte ganz anders kommen...

Die Band spielt Death Thrash, klingt aber trotzdem nicht so wie man es erwartet. Denn hier passiert nix was sich irgendwo an alte, verstaubte Genrebands anlehnt, die Jungs gehen ihren eigenen Weg.
Und den beschreitet sie voll motiviert, unglaublich mit wie viel Kraft, Energie und Frische die Franzosen zu Werke gehen, die Scheibe früh am Morgen gehört macht dich wacher als drei Tassen Kaffee. Und neben dieser Agilität und Vitalität haben sie auch noch eine Menge Ideen die sie in ihre Songs einbauen. Trotz diverser Breaks und Tempoverschiebungen innerhalb der einzelnen Songs geht aber der eigentliche Songfluss nie verloren, songwriterisch ist das hier ganz grosses Kino. Deswegen verzichte ich auch auf eineTrack-by-Track Analyse, daran könnte ich nur scheitern. Es muss sich einfach jeder Mal selbst anhören was hier nach dem Endzeitintro abgeht.

Erwähnenswert ist auch das die Jungs trotz teils überschäumender Energie und Spielfreude es nie übertreiben sondern genau wissen wann es genug ist. Das alles funktioniert natürlich nur wenn man die Power auch auf die Platte transportiert, hier hat man dankenswerterweise alles richtig gemacht. Zwar ein modernes Klangbild, aber an keiner Ecke übertrieben getriggert oder künstlich verstärkt. Sänger Jérôme Thilly hat das zur Musik passende Organ und schreit und growlt sich in bester Manier durch die Tracks unter Ausnutzung seines kompletten stimmlichen Volumens.

Grossartig finde ich auch die Tatsache das es W.I.L.D. schaffen trotz der Richtungswechsel und leichten Verschachtelung der Tracks vom ersten Durchlauf an zu begeistern und den Hörer an sich zu binden. Der hat, nachdem das Album erstmals duchgelaufen ist, einfach keine andere Wahl hat als den Repeatknopf zu betätigen um diese wilde Fahrt nochmals zu erleben. Denn auch wenn der Kopf vielleicht nach nicht alles erfasst und verarbeitet hat, die Ohren geben auf jeden Fall das direkte Signal an den Finger weiter: Nochmal!!!

So richtig fallen mir keine vergleichbaren Bands ein die eine ähnliche Mischung aus knallig modernem Deathmetal und überdreht heftigem Thrash Metal spielen, eventuell wären Machine Head oder The Black Dahlia Murder ein Anhaltspunkt.

Sollte jeder mal antesten, für mich macht diese Album alles richtig. Druckvoll und kreativ zelebrieren die Jungs eine famose Mischung aus Death und Thrash in allerfrischester Darreichungsform. Dabei wechseln sie, für den Hörer problemlos nachvollziehbar, scheinbar mühelos von melodischem Midtempo in vogelfreies Hals über Kopf Gebretter und wieder zurück. Die Songs an sich werden dadurch aber nicht zerstückelt sondern bleiben weiterhin als Energieträger erhalten.  


1. A Beginning that isn't one
2. Drugs by Way of Food https://www.youtube.com/watch?v=yi_HT70hmDo
3. Purgatorius
4. Washout
5. The Cave
6. Trapped
7. The Blind Man
8. A Painful Past
9. Holy Grail https://www.youtube.com/watch?v=IuMLywSSStk
10. A Ray of Hope
11. An End That isn't One

http://www.wild-official-band.com/

9,5 von 10 Punkten

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BLESSMON - "Imperial Hordes" CD! OUT NOW!
Geschrieben am 27.07.2017, 10:47 von TotalDeathRecords

OUT NOW!!!!

Total Death Records presents:

NEW: TDR-014 BLESSMON(Austria) - "Imperial Hordes" CD

The new album from this Styrian War Machine!!!
FAST, BRUTAL and OLD SCHOOL Black Metal Attack in the vein of early Marduk, early Immortal, early Dark Funeral and Setherial!!!!
ULTRA RECOMMENDED!!!


My Webpage

https://www.facebook.com/Blessmon-196236250451670/

Order your copie: total-death-records@web.de

Labels and Distros get in contact for possible trades or wholesale prices!!!!!

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Review: Task Force Beer – Meaning of Life
Geschrieben am 26.07.2017, 12:43 von ALUCARD

Task Force Beer
Meaning of Life
Eigenproduktion
Vö: 05/2017



Nächstes Album aus der Reihe "Eigentlich mag ich kein Grindcore aber das hier geht" für mich. Denn Grindcore an sich ist einfach nicht mein Ding, was in letzter Zeit allerdings so auf dem Reviewradar auftaucht kann mich dann doch begeistern, ich denke da nur an die aktuelle Fubar Platte.

Und auch die Jungs hier aus Trier konnten sofort einen Platz in meinem Herzen erobern auch wenn ich das bei dem Bandnamen anfangs so nicht erwartet hab. Liegt erstens wohl daran das das hier kein Blödelgrind ist und zweitens auch öfters mal schwer in Richtung extremer Death Metal schwenkt, spätestens mit "Slow Death" hat man eh jeden Deathmaniac mit ins Boot geholt.

Zwei Sänger sorgen für beste Unterhaltung, gesanglich wird alles geboten was die menschliche Stimme hergibt, von Growls bis Screams ist alles dabei. Stellenweise klingt es mal wie Donald Duck auf Drogencocktail und auch Schweinchengeräusche sind kurz zu vernehmen, stört mich aber irgendwie überhaupt nicht. Die Gitarrensolo´s hätte ich jetzt nicht gebraucht, aber wenn die Jungs Spass dran haben...

Grindprofis werden wahrscheinlich mit der Personalliste der Band vertraut sein, den Jungsspunde sind hier keine am Werk. Die Biertaskforce besteht aus ehemalige Mitgliedern von Boiler und Massacre the Wasteland plus Teilnehmer von den momentan brachliegenden Katatonie.

Optimales Klangbild gibts auch noch on Top. Natürlich tönendes Schlagzeug, klarer knarziger Bass und feist schreddernde Gitarren: alles da was das Herz begehrt. Not bad dafür das das Scheibchen im Proberaum aufgenommen wurde.

Anspieltip? Eigentlich alles. Eventuell "Home" mit den netten Samples aus dem Bildungsfernsehen. Oder erwähntes "Slow Death". Oder der Einstiegssong "T.F.B." als Richtungsgeber fürs ganze Album. Checkt die Scheibe einfach mal an.

01. Intro 01:09
02. T.F.B. 02:37
03. First Kiss 01:42
04. Home 02:46
05. Darkness 01:29
06. Inner Demon Fight 01:03
07. Puutarha 01:53
08. Enemy (Intro) 00:48
09. Slow Death 04:09
10. Mothra 00:41
11. Not My Fault 03:03
12. Meaning of Life 02:04
13. Violence for Silence 00:11
14. Last Kiss 02:25
15. Post Aus Puutarha 02:03

Oos-Gitarre
Pinch-Gitarre
Matze-Bass
Kring-Schlagzeug
Daniel-Gesang
Mario-Gesang

https://tfb-grind.bandcamp.com/releases

8,5 von 10 Punkten

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Review: Narbeleth - Indomitvs
Geschrieben am 25.07.2017, 17:26 von Raven

Narbeleth - Indomitvs

Black Metal aus Kuba - dies bekommt man nicht alle Tage auf den Tisch. Leider muss ich gestehen, dass ich von dem Ein-Mann-Projekt "Narbeleth" noch nie etwas gehört habe und dass obwohl mit "Indomitvs" bereits das vierte Studioalbum veröffentlich wird.

Also werde ich das Verpasste nachholen und mich - ganz unvoreingenommen - mit dem neuen Silberling auseinandersetzten.

Zugegeben, unter kubanischem Black Metal hatte ich mir etwas völlig anderes vorgestellt. Ich hatte damit gerechnet von kaltem, gnadenlosem, ursprünglichem Black Metal im Stil der 90ger Jahre überrannt zu werden.
Überrascht war ich also, als mir von dem Opener "Herald of the Dawn" plötzlich eher warme, melodische - fast in Richtung Pagan Black Metal gehende - Klänge entgegenströmten. Der Song hinterlässt direkt eine atmosphärische Stimmung und konnte mich sofort fesseln.

Der folgende Song " The First To Rise" knüpft nahtlos an seinen Vorgänger an. Ein angenehmer Wechsel zwischen ruhigen, melancholischen Parts und mitreißenden Riffs. Auch der Gesang unseres Künstlers fügt sich perfekt in die Musik ein und hat einen angenehmen dunklen Ton, ohne in Gekreische auszuarten.

Mit "Daudmellin" kommt dann doch eine etwas frostigere Stimmung auf. Das Cover von Arckanum, welches auf dem Antikosmos Album zu finden ist, wurde hier gut umgesetzt und bietet eine schöne Abwechslung.

Ab hier fängt "Indomitvs"  an etwas an Tempo zuzulegen. "Sinister Laberynths of Human Soul" hat deutlich mehr Wumms. Die Riffs sind kälter, die Drums treibender und das Atmosphärische wird etwas zurückgedrängt.

Den Abschluss bildet "The Distortion of Life". Hier wird nochmal ordentlich draufgepackt und ein sehr eingängiger Song geboten, von dem mir noch stundenlang die Melodie im Kopf blieb. (Im Black Metal eher eine Seltenheit).

Indomitvs hat mich vollkommen überzeugen können. Ein durch und durch stimmiges Album, welches für jeden Black Metal Fan - der sich nicht gerade auf Raw Black Metal fixiert hat - einen Lauscher wert sein sollte.

Anspieltipp: Herald Of The Dawn, The First To Rise, The Distortion of Life


Wertung: 9.5 / 10




Gesamtlänge: 35:33
Label: Folter Records
VÖ: 29. September 2017



Tracklist


1. Herald of the Dawn
2. The First to Rise
3. The Lower Point of the Star
4. Daudmellin (Arckanum Cover)
5. When the Sun has Died
6. Sinister Laberynths of Human Soul
7. Via Profane Crafts
8. The Distortion of Life


Website der Band: Narbeleth bei Facebook

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Review: Urn - The Burning
Geschrieben am 23.07.2017, 17:29 von TerminalVelocity

Urn - The Burning

Dass Skandinavien die weltweit höchste Dichte an Metalkapellen bietet, dürfte hinlänglich bekannt sein. Um so anstrengender ist es selbstredend, in der Masse der Bands und Veröffentlichungen den Überblick zu behalten.

Urn sind schon seit über zwanzig Jahren am Start, auch wenn das Lineup in dieser Zeit bereits einige Veränderungen erfahren hat. Ein reger Austausch in Sachen Personal scheint dabei mit den Landsmännern von Barathrum zu bestehen, bei denen Basser und einziges noch aktives Gründungsmitglied Sulphur ebenfalls schon kurzzeitig musizierte. In ihrer langen Geschichte ist die Zahl von Veröffentlichungen trotzdem überschaubar geblieben, "The Burning" ist erst der vierte Longplayer. Qualität statt Quantität? Das wäre jedenfalls ein begrüßenswertes Konzept.

Bereits nach kurzem Einhören in das neue Material wird klar wo die Einflüsse der Band liegen: klassischer Eighties Thrash und Speed a'la Venom oder auch Anthrax, gepaart mit ebenfalls eher traditionellem Schwarzmetall alter Schule, ohne Schnörkel und progressive Spielereien, mit einem guten Schuss Pech und Schwefel, gestülpten Kreuzen
und gequälten Seelen. Ein bisschen fühlt man sich auch an die jüngsten Darkthrone-Scheiben erinnert, wobei Urn polierter und weniger abgefuckt daherkommen. Die großzügig  eingesetzten Soli sind in jedem Fall eins der Highlights von "The Burning", Phil Campbell könnt es nicht besser zelebrieren. Auch wenn auf weite Strecken vorangestürmt bzw. geprügelt wird ein paar ruhige, doomige Momente gibt es auch, in allererster Linie im Titelsong. Ansonsten machen Urn kaum Gefangene, keine Zeit zum Innehalten, keine verträumten Instrumentals (bis auf das Intro, aber das kommt auch eher unheilvoll und boshaft daher).

Jetzt ist genannte Stilkombi weder innovativ noch sonderlich mein Fall, aber wie dröge wäre das Rezensentendasein, wenn nicht die eine oder andere Platte zur Wundertüte mutierte. "The Burning" ist jedenfalls alles andere als Standardkost. Scheiß drauf dass die Mischung bereits tausend mal zelebriert wurde, scheiß drauf dass kein Schwein diese Band kennt - die Scheibe ballert gut 90 Prozent aller Veröffentlichungen gleicher Prägung in Grund und Boden, und das nicht zuletzt auch aufgrund der
Tatsache, dass da überaus fähige Musiker am Werke sind. Von hymnischen Paganriffs, über die erwähnten, thrashigen Soli bis hin zu hektisch klirrendem Schwarzmetallgeschrammel - Urn beherrschen all das in Perfektion und wissen es zudem auch noch gekonnt zu kombinieren. Die Stimmigkeit mit der die Stile ineinander greifen ist eine der großen Stärken der Platte.

Viel Licht, wenig Schatten. Wenn man kleinkariert sein möchte, dann ließe sich im Abwechslungsreichtum der einzelnen Songs sicher noch ein Quäntchen Potenzial herbeidiskutieren, wie immer ist das in Anbetracht der Stärken der Platte Jammern auf sehr hohem Niveau.

Anspieltipps: Celestial Light, Sons of the Northern Star, The Burning



Wertung: 8,5 / 10

Gesamtlänge: 40:27
Label: Iron Bonehead Productions
VÖ: 28. Juli 2017

Tracklist:
1. Intro - Resurrection  (instrumental) 01:27
2. Celestial Light 04:58
3. Hail The King 03:36
4. Morbid Black Sorrow 05:13
5. Sons Of The Northern Star 04:17
6. Nocturnal Demons 04:04
7. Wolves Of Radiation 04:36
8. All Will End In Fire 04:18
9. Falling Paradise 03:23
10. The Burning 04:35

Website: Urn Official Facebook



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Review: MRTVI - Negative Atonal Dissonance
Geschrieben am 21.07.2017, 20:04 von Raven

MRTVI - Negative Atonal Dissonance

MRTVI beschert uns nach einer zweijährigen Pause ein neues Album, welches bereits das Zweite des 2014 gegründeten Ein-Mann-Projektes ist. Auf „Negative Atonal Dissonance” wird uns äußerst experimenteller Black Metal geboten und obwohl es nur drei Songs beinhaltet, kann es eine Laufzeit von gut 42 Minuten vorweisen. Meine Neugierde wurde also sofort geweckt.

Der Opener "As Consciousness Is Harnessed To Flesh Pt. 1" spiegelt direkt wieder was ich unter experimentellen Metal verstehe. Der knapp 8 Minuten lange Song besteht aus bizarren Lauten, monotonen Sprechgesang und erzeugt eine düstere, drückende Atmosphäre. Die dort aufgebaute Spannung macht eindeutig Lust auf mehr und man wird nicht enttäuscht.

"As Consciousness Is Harnessed To Flesh Pt. 2" schlägt dir - nach dem eher ruhigen Vorgänger - erstmal richtig ins Gesicht. Der ständige Tempowechsel, die reißenden Drums und  markanten Riffs machen den Song abwechslungsreich und interessant. Nach ca. dreiviertel des Songs gibt es allerdings einen kleinen Break und es beginnt ein völlig neuer Part. Hier geht es weniger aggressiv und eher doomlastiger weiter.

Der Schluss bildet das knapp 20 Minütige "Negative Atonal Dissonance" und ich muss leider gestehen, dass das Album hier stark abbaut. Der Song dehnt sich wie Gummi und bietet so gut wie keine Abwechslung mehr. Auch wenn wir hier von Experimental Black Metal sprechen, ist mir dieser Song dann doch eine Spur zu abstrakt und hat keinen Wiedererkennungswert.

Fazit: Wenn man auf Experimental Black Metal steht und/oder offen für etwas Anderes ist, sollte man auf jeden Fall einmal in „Negative Atonal Dissonance” reinhören. Allerdings ist dies kein Album was man nebenbei so laufen lassen sollte - man muss es auf sich wirken lassen.
Anspieltipp: As Consciousness Is Harnessed To Flesh Pt. 2


Wertung: 7.0 / 10




Gesamtlänge: 41:35
Label: Transcending Obscurity Records
VÖ: 30. Juli 2017



Tracklist

1. As Consciousness Is Harnessed To Flesh Pt. 1
2. As Consciousness Is Harnessed To Flesh Pt. 2
3. Negative Atonal Dissonance


Website der Band: MRTVI bei Facebook

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Review: Gravesite - Neverending Trail of Skulls
Geschrieben am 21.07.2017, 15:43 von ALUCARD

Gravesite
Neverending Trail of Skulls
Xtreem Music
Vö:01.08.2017



Genaugenommen könnte ich auch einfach das Review vom Debütalbum hier via Copy&Paste reinstellen, denn so wirklich viel hat sich nicht verändert. Die Italiener sind ihrer Grundrichtung treu geblieben und spielen weiterhin klassischen Death Metal mit Versatzstücken aus dem Oldschool- und dem Amideath Sektor. Ich würde meinen das die Kompositionen an sich etwas komplexer und "erwachsener" geworden sind was natürlich für eine längere Beschäftigungszeit beim Hörer sorgt. Und da wird es schwierig, was mir immer noch fehlt sind die besonderen Momente, die Songs wollen bei mir einfach nicht hängenbleiben. Wenn ein Track durchgelaufen ist hat man ihn eigentlich auch schon wieder vergessen, das recht gleichbleibende Geröchel vom Sänger sorgt da auch für wenig Abwechslung. Die Gitarrenfraktion orientiert sich grösstenteils am für das Genre übliche Standardmaterial und kann die Songs nur schwer beleben.
Somit bleibt es am Ende ein gutes Album für die Laufkundschaft die mit der Band vertraut ist und schon das Erstlingswerk im Schrank hat. Neue Fans wird man damit schwer anlocken, auch weil die Konkurrenz immer noch ziemlich gross ist und teilweise auch schon einen Schritt weiter gedacht hat. Gravesite schauen da zuviel zurück und kauen mir zu oft das (V)erbrochene ihrer Vorgänger wieder. Klingt eventuell schlimmer als das Material ist, aber ich finde hier wenig was es nicht schon auf den gefühlt 666 anderen Alben gibt die sich im selben Bereich bewegen. Für das Debütwerk gab es damals 7 von 10 Punkten, mehr werden es hier auch nicht.  

1.Neverending Trail of Skulls
2.Postmortem Fetal Extrusion (Coffin Birth)
3.Sewer Freaks
4.Global Disease Madness
5.Forced to Cannibalism
6.Atrophied Organs
7.Town of the Re-animated
8.Swallowed in Darkness

https://xtreemmusic.bandcamp.com/album/neverending-trail-of-skulls

7 von 10 Punkten

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Review: Zaraza - Spasms Of Rebirt
Geschrieben am 20.07.2017, 21:47 von Nabu

Zaraza - Spasms Of Rebirth

Die Geschichte meines Reviews zum dritten Album der kanadischen bzw. ecuadorianischen Band Zaraza ist zu gleichen Teilen traurig wie auch deprimierend. Für mich wohlgemerkt. Und das obwohl die Scheibe relativ interessante Klänge zu bieten hat und die Band sich keine wirklich großen Fehler erlaubt. Leider ist „Spasms Of Rebirth“ eines dieser Alben, welches sich mit dem Ende des letzten Liedes komplett aus seiner Erinnerung verliert.

Was ist also das Hauptproblem? Ganz einfach: obwohl die Songs teilweise sehr ungewöhnlich sind scheitern sie doch fortlaufend daran beim Hörer einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Völlig gesichtslos, ohne Ecken und Kanten zieht die Musik quasi teilnahmslos an uns vorbei. Dies ist traurig weil Musik, die in mühsamer Handarbeit mit echten Instrumenten geschaffen wurde, den Hörer immer in irgendeiner Form abholen sollte. Deprimierend ist dabei, dass man durchaus raushören kann was bei den beiden Herren an Potential vorhanden ist. Es mangelt weder am musikalischen Verständnis noch an der technischen Kompetenz. Ich kann beim besten Willen nicht sagen was hier schief gelaufen ist. Fest steht: Spasms Of Rebirth ist ein gutes Album. Wer von schlechter Musik redet tut der Band auf jeden Fall unrecht. Allerdings ist die Musik - in dieser Form - leider völlig irrelevant.

Nur „Blood.ov.Psychiatrists“ konnte sich in meinen Hirnwindungen festkrallen. Hier funktioniert die Mischung aus Doom und Sludge mit einem Hauch Industrial sehr gut. Ist wohl auch dem Text geschuldet der äußerst gut zum düsteren, bedrückenden Sound passt. Kleiner Auszug: „

„One day, one glorious day
We will finally create...judgement day
We will rip up their prescription pads
And we will finally crack open their skulls“

Äusserst stimmig. Aber das wars dann leider auch schon. Vielleicht sind die Herren nach fast 15 Jahren (letztes Album kam 2012) auch einfach noch ein wenig eingerostet. Ich hoffe wirklich, dass man da in Zukunft noch ordentlich nachlegen kann.

Anspieltipp: Blood.ov.Psychiatrists


Wertung: 6.0 / 10




Gesamtlänge: 38:30
Label: Independent
VÖ: 17. Juli 2017



Tracklist


1. Church of Gravity
2. Maskwearer
3. Imti Raymi
4. Blood.ov.Psychiatrists
5. Roadkill to You
6. Wulkan

Website der Band: Zaraza bei Facebook

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Review: DECAPITATED - Anticult
Geschrieben am 19.07.2017, 20:58 von The Lu 999

OriginDeathmetal aus Polen ist nun wahrlich kein Novum mehr, sind doch Namen wie Vader, Azarath oder eben Behemoth so ziemlich jedem ein Begriff; so steht es auch mit Decapitated. Ich muss zugeben, dass die Herren bisher ziemlich an mir vorbei gegangen sind, was mich aber nicht abschreckte mir das neueste Machwerk „Anticult“ mal etwas genauer anzuhören.
„Impulse“ macht den Opener und ich hörte im ersten Durchlauf definitiv nicht das, was ich anfangs erwartet habe. Waclaw ‘Vogg’ Kieltyka erschafft, als Einstieg ins Album, mit seinen Klampfen eine düstere, bedrohliche Atmosphäre bevor die Brachialkelle ausgepackt wird und es Thrash/Death, Death/Thrash, Technical Thrash‘n‘Death oder sonst irgendwelche Schubladenbezeichnungen, die man heutzutage so alles kennt, aufs Gehör gibt. Das Ganze klingt nicht ultrainnovativ aber doch grundsolide!
Fakt ist, die Herren können spielen, die Produktion ist super und das Songwriting hat seinen ganz eigenen Stil. Drummer Michal Lysejko wirkt auf mich bei den ersten zwei Songs entweder etwas gebremmst oder ich vermisse einfach zu sehr eine ballende Doublebass. Hubert Wiecek zieht mit seinem Bass auch eine derbe Kerbe durch das musikalische Fundament und alles klingt genau so, wie es klingen muss: dick und brutal!  :rock:
„Kill the Cult“ als dritter Song ballert schon eher nach meinem Geschmack und bewegt echt zum Mitwippen. Die Vocals von Rafał ‘Rasta’ Piotrowski passen zu dem Gesamtprodukt sehr gut. Ich persönlich bin kein großer Fan dieser Art Vocals ala Ektomorf oder Soulfly und so habe ich auch bei Decapitated mit selbigen das gleiche „Problem“ wie ich es beispielsweise bei genannten Bands oder auch Meshuggah habe.
Es passt, genau wie bei Meshuggah, alles exakt zusammen und ergibt ein verdammt starkes Gesamtbild, aber Fan werde ich von diesen Vocals wohl nie. Wie dem auch sei, es geht nicht darum, was man mal irgendwo vielleicht besser gehört hat oder man besser finden würde, sondern auf das Produkt. Und das ist ordentlich dick!
Mit „Earth Scar“ haben die Polen einen Song aufs Album gepresst, der alles hat, was ein Hit braucht. Grandioses Stück Musik, was da aus der Anlage donnert.
Den Abschluss der Scheibe stellt „Amen“ dar. Eine Walze, die man, wenn sie nicht so „fröhlich“ klingen würde, schon fast als Doom-Song einstufen könnte. Wieder enorm auf Atmosphäre getrimmtes Abschlussstück, welches das Album sehr gut abrundet.


Fazit: Decapitated liefern mit „Anticult“ ein sehr gut produziertes und vor allem sehr starkes Album ab. Für mich war die Band komplettes Neuland und ich bin recht angenehm überrascht. Der Technische Aspekt ist allgegenwärtig in allen Songs, mal deutlicher, mal unterschwelliger, aber immer präsent. Es batzt alles wie sau und der geneigte Deathmetal/Thrashmetal/“Metalcore“-Hörer kommt mit dieser Scheibe voll auf seine Kosten. Genannte Kritikpunkte sind auf sehr hohem Niveau und definitiv eine sehr subjektive Sache und schmälern das Gesamtprodukt in keinster Weise. Live kommt das Ganze sicher nochmal eine Schippe heftiger rüber und so kann ich getrost sagen, dass die Polen ein brachial gutes Album auf den Markt geschmissen haben, welches dem Genre-Fan und jedem anderen Musikgenießer sicher gefallen wird.


Line-Up:

Waclaw ‘Vogg’ Kieltyka - guitars
Michal Lysejko - drums
Hubert Wiecek - bass
Rafał ‘Rasta’ Piotrowski - vocals

Tracklist:

1. Impulse
2. Deathvaluation
3. Kill The Cult
4. One Eyed Nation
5. Anger Line
6. Earth Scar
7. Never
8. Amen

Bewertung: 8 von 10

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Review: Edguy - Monuments
Geschrieben am 19.07.2017, 14:35 von Raven

Edguy - Monuments

Das Warten hat ein Ende: nach einer dreijährigen Pause gibt es endlich wieder etwas von Edguy auf die Ohren.

Meine anfängliche Enttäuschung, dass es sich hierbei „nur“ um eine Compilation zum 25jährigem Jubiläum der Band handelt, wurde sofort zunichte gemacht, als ich von den Kleinen und Großen Extras des Package erfuhr. Dieses besteht nämlich - wie ich vorerst angenommen hatte - nicht nur aus einer Doppel-CD mit ausgewählten Hits der Bandgeschichte. Zur allgemeinen Freude haben uns die Jungs, sowohl 5 brandneue Songs, als auch ein bereits 1995 gefertigtes, nie veröffentlichtes Stück auf die Scheiben gepresst.

Zu den bereits bekannten Songs muss ja nun nicht mehr viel gesagt werden. Edguy haben hier wirklich eine schöne und bunte Mischung aus ihrem Repertoire zusammengestellt.

Wollen wir uns also den neuen Songs zuwenden: das Doppel-Album beginnt gleich mit einem neuen Stück. „Ravenblack“ bietet den perfekten Einstieg - mit einem sehr kurzen, düsteren Intro und seinen kraftvollen, eingängigen Riffing hinterlässt der Song sofort einen guten Eindruck. Mit „Wrestle The Devil“ folgt ein echter Ohrwurm. Der Refrain ist genauso einfach wie genial und lädt sofort zum Mitsingen ein. „Landmarks“ sticht mit seinem Tempo hervor und kann durch seinen mitreißenden Rhythmus überzeugen.

Zu guter Letzt bildet „Reborn In The Waste“ von 1995 einen würdigen Abschluss. Die Soundqualität kann den neueren Songs gegenüber natürlich nicht standhalten. Allerdings bekommt man einen schönen Eindruck wie Edguy mal geklungen hat - zumindest für diejenigen, die sie so noch nicht kannten.

Alles in allem ist „Monuments“ eine würdige Zusammenfassung der letzten 25 Jahre von Edguy und dürfte jeden Fan zufrieden stellen. Nicht zuletzt, weil im Jubiläums Package noch eine DVD enthalten ist, die ein komplettes Konzert aus Sao Paulo von 2004 und einige Videoclips beinhaltet.

Anspieltipp: Ravenblack, Wrestle The Devil


Wertung: 8.5 / 10




Gesamtlänge: 2:30:15
Label: Nuclear Blast
VÖ: 14. Juli 2017



Tracklist


CD 1
1.  Ravenblack
2.  Wrestle the Devil
3.  Open Sesame
4.  Landmarks
5.  The Mountaineer
6.  9-2-9
7.  Defenders of the Crown
8.  Save Me
9.  The Piper Never Dies
10. Lavatory Love Machine
11. King Of Fools
12. Superheroes
13. Love Tyger
14. Ministry of Saints
15. Tears of a Mandrake

CD 2
1.  Mysteria
2.  Vain Glory Opera
3.  Rock of Cashel
4.  Judas at the Opera
5.  Holy Water
6.  Spooks in the Attic
7.  Babylon
8.  The Eternal Wayfarer
9.  Out of Control
10. Land of the Miracle
11. Key to My Fate
12. Space Police
13. Reborn in the Waste


Website der Band: Edguy bei Facebook



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Review: Order - Lex Amentiae
Geschrieben am 19.07.2017, 14:04 von ALUCARD

Order
Lex Amentiae
Listenable Records
Vö:28.07.2017



Die 2013 in Norwegen gegründeten Order präsentieren mit "Lex Amentiae" ihr Debütalbum, dahinter verbergen sich aber keine unbekannten Mitglieder. Hinter dem aussagelosen Bandnamen stecken Manheim (ex-Mayhem), Billy Messiah (ex-Mayhem) und Anders Odden (Cadaver, Satyricon Livegitarrist). Stu Manx (Gluecifer) ersetzt das 2014 verstorbene Gründungsmitglied René Jansen.

Gründungsziel ist das spielen von "filthy, raw nordic Black/Death Metal". Aufgrund von Altersmilde bekommt der Hörer aber kein infernalisches Gebretter um die Ohren geblasen, der gesammelte Erfahrungsschatz der einzelnen Bandmitglieder sorgt aber dafür das sie wissen wie man druckvollen und finsteren Black Metal auch ohne Dauerblastbeats umsetzt. So bekommt die Anhängerschaft der Norweger tiefschwarze Hymnen wie "Prophet" oder "Viktimized" zum anbeten. Mittig platzierte überrascht "Dugma" mit knackiger Kürze und ordentlich Tempo. Das abschliessende "Order" zerrt ordentlich an den Nerven, hier muss jeder selbst entscheiden ob er sich auf das unbequeme, grösstenteils auf Sprechgesang basierende Stück einlassen möchte. Im Rahmen eines Liverituals könnte aber genau dieser Song durch seine stetigen Wiederholungen bestens dazu beitragen um die Massen zu paralysieren.
Als gelungen kann ich auch das Celtic Frost Cover "Procreation (of the wicked)" bezeichnen, die Band hat die eisige Stimmung des Originals bestens umgesetzt. Hilfreich war hier wahrscheinlich auch die Tatsache das man mit Anders Odden einen ehemaligen Celtic Frost Livegitarristen in seinen Reihen hat.

Fazit: Ein tiefschwarzes, diabolisches Werk das völlig auf irgendwelchen verblendeten Zirkuszauber und Mainstreamambitionen verzichtet und sich auf die Stärken beruft die man aufgrund der Besetzung hat. Starkes, zielorientiertes Songwriting führt dann zu Black Metal in seiner reinsten Form der aber auch immer wieder Elemente vom klassichen Death Metal mit einbaut. Hier sei als Hörprobe einfach mal "Viktimized" empfohlen.

TRACKLIST:
1) WINTER 05:22
2) PROPHET 04:42
3) TORQUEMADA 04:36
4) DUGMA 02:48
5) PROCREATION (OF THE WICKED) 04:50
6) VIKTIMIZED 08:10
7) FOLLY GRANDEUR 05:15
8) SAVAGE 07:18 *
9) ORDER 07:07
* exclusive Digipack bonus track

https://listenable-records.bandcamp.com/album/lex-amentiae

8,5 von 10 Punkten

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Masters of the Unicorn 2017
Geschrieben am 19.07.2017, 13:08 von UnDerTaker

Masters of the Unicorn 2017
Von 1. September um 17:00 bis 2. September um 23:59
Bubenmühle 5, 35041 Marburg, Deutschland


Tickets auf 300 LIMITIERT!

VVK 15 €
erhältlich unter:
http://mastersunicorn.bigcartel.com/product....rn-2017 (Zahlung mit PayPal)
oder Email an mastersunicorn@web.de (Überweisung)
und bei Musik Attack in Marburg und Gießen (zzgl. VVk Gebühr)

AK 20 €
Tagestickets nur an der Abendkasse


Es spielen für euch:

Obscure Infinity
https://www.facebook.com/obscureinfinitygermany

Collision
https://www.facebook.com/collisiongrind/

Bloodjob
https://www.facebook.com/bloodjob/

Wound
https://www.facebook.com/wound.deathmetal/

Age of Woe
https://www.facebook.com/ageofwoe/

Hamerhaai
https://www.facebook.com/Hamerhaai/

Cyness
https://www.facebook.com/cyness666/

Incarceration
https://www.facebook.com/incarceration/

Red Stone Chapel
https://www.facebook.com/redstonechapelband/

Black Mood
https://www.facebook.com/blackmoodband/

Abjured
https://www.facebook.com/wastetowngrind/

Purgatory
https://www.facebook.com/Purgatory666

Death Strike
https://www.facebook.com/Death-Strike-167679447659/



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Morbid Angel sagen alle Termine für Juli/August 2017 ab
Geschrieben am 18.07.2017, 09:41 von UnDerTaker

morbid%20angelMorbid Angel sagen ihre kompletten Festivaltermine für Juli/August 2017 ab. Ein Mitglied der Band hat "Probleme" mit seinem Ausweis und dies wird auch nicht bis August gelöst sein können. Aus diesem Grund sieht sich die Band gezwungen alle Festivaltermine abzusagen. Dies sei in der 30-jährigen Geschichte der Band noch nie vorgekommen.
Davon sind nun Festivals wie das Party.San Open Air, Stonehenge, Brutal Assault u.a. betroffen. Die nächste Europatour der Band wird im November 2017 stattfinden.

Hier das Statement der Band:
QUOTE
World Management and Morbid Angel would like to announce that due to unfortunate and last minute, unforeseen problems with a passport for one of the members of the band, as a result the Summer Festival dates slated for late July and August will have to be cancelled. In well over 30 years we have never had an incident like this, nor have we ever cancelled shows in our past. We have been advised by The US State Department / Passport Agency that a new passport will not be forthcoming in time for any of the upcoming festivals. Morbid Angel are extremely unhappy about this loss of shows and want to apologize to all the Fans, Promoters, and Vendors in Europe! We are working to have this issue remedied for the future and are looking forward to coming back to Europe and playing for all of our fans in November!!!


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Review: Sierpes - Visiones Caóticas
Geschrieben am 17.07.2017, 14:45 von ALUCARD

Sierpes
Visiones Caóticas
Morbid Skull Records
Vö:09.06.2017



Südamerikanischer Extremmetal ist ja bekannterweise öfters eine Spur überdrehter als man das aus Europa gewöhnt ist. Wenn dieser dann auf den Spirit der ersten nordischen Black Metal Welle trifft ensteht ein Gebilde wie Sierpes.
Der Albumname ist passend gewählt, als chaotisch kann man das gebotene Material durchaus bezeichnen. Aber kontrolliert chaotisch, das sei noch hinzugefügt. Das Duo aus Kolumbien bewegt sich im Black Metal Kosmos und besteht aus Melissa (Vocals & Drums) und Muerto (Guitars & Bass).
Klangliche Orientierungshilfe wäre der frühe nordische Black Metal, roh und simpel. Wer also eins (roher, nordischer BM) und eins (Zweipersonenband) zusammenzählt und dann gleich an Darkthrone denkt der liegt gar nicht falsch, denn akustische Parallelen sind durchaus vorhanden, vor allem wenn die Gitarren melodisch im Rasierapparatmodus surren und vom Schlagzeug angetrieben werden (Black Holocaust, Doctrina Pagana). Aber es geht auch typisch südamerikanisch wild zu Werke und man streift des öfteren die Grenze zum Black Thrash.
Das die Genre`s Punk und Black Metal durchaus einige Berührungspunkte haben zeigt sich wenn es ruppiger zugeht, da kommt man auch dem klassischen Nieten-und Hardcorepunk aus dem Heimatkontinent nahe.
Sängerin Melissa hat das dazu passende Organ und faucht sich gekonnt durchs Material, richtig gut klingt das wenn die Texte auf spanisch vorgetragen werden.
Angenehm fällt auch der Sound aus, die Band wählte einen Klang der zwar noch deutlich den Undergroundstatus unterstreicht, trotzdem aber sauber und kraftvoll klingt.
Alles in allem ein feines Album mit deutlich südamerikanischem Anstrich plus frühem norwegischen Black Metal. Überwiegend roh und primitiv, das aber durchweg positiv und weit weg von sinnbefreitem Geholze. Wie schon eingangs erwähnt, kontrolliertes Chaos mit einer frostigen Note.

1.- Intro / Tempus Mortis
2.- Black Holocaust
3.- Sierpes
4.- Visión Caótica
5.- Peste
6.- Eterno esplendor de la muerte
7.- Ciclo Cósmico https://soundcloud.com/morbid-skull-records/sierpes-ciclo-cosmico
8.- The Age (Typhon cover)
9.- Doctrina Pagana https://www.youtube.com/watch?v=7nuGwpnHVrI
10.- Outro

Kompletter Albumstream: https://www.youtube.com/watch?v=gFtnZmaFIlk

8,5 von 10 Punkten

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Zombie-Großmeister George Romero ist tot
Geschrieben am 17.07.2017, 12:34 von UnDerTaker

Regielegende George Romero ist tot. Der Mitbegründer des modernen Horrorfilms ("Die Nacht der lebenden Toten") starb im Alter von 77 Jahren an den Folgen einer kurzen, aber schweren Lungenkrebserkrankung. Er sei am Sonntag friedlich eingeschlafen und habe dabei die Filmmusik von "Der Sieger" mit John Wayne gehört, einem seiner Lieblingsfilme, ließ seine Familie mitteilen. Seine Frau Suzanne Desrocher und seine Tochter Tina seien bei ihm gewesen.

Quelle: Spiegel.de

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Konzertbericht: Protzen Open Air 2017
Geschrieben am 16.07.2017, 17:09 von UnDerTaker

Der Bericht und die Fotos vom wieder sehr gelungenen Protzen Open Air 2017 vom 22. + 25.06.2017 im beschaulichen Örtchen Protzen in Brandenburg sind online.

Am Start waren übrigens die Bands: Asphyx, Decembre Noir, Viu Drakh, Deserted Fear, Ektomorf, Into Darkness, Manos, Milking the Goatmachine, Torturized, Wojczech, Revel in Flesh, Sabiendas, Obscurity, Master, Demonbreed, Cliteater, Harmony Dies, Facebreaker, Arroganz, Schirenc plays Pungent Stench, ISLAY, Disaster K.F.W., Atomwinter, Bearded Bastards

Hier... geht es zum ausführlichen Bericht.
Die 332 Fotos vom großartigen Protzen Open Air findet ihr nach Tagen aufgeteilt bei uns in der Bildergalerie




viu drakhSchirenc plays Pungent Stench



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Musikdienst Soundcloud in der Krise
Geschrieben am 15.07.2017, 22:49 von UnDerTaker

Der Musikdienst Soundcloud hat fast die Hälfte seiner Mitarbeiter entlassen. Jetzt kämpft das Start-up ums Überleben. Könnte klappen, sagt selbst einer der Gefeuerten.

http://www.zeit.de/digital....ssungen

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Rock und Metal Shows im MS CONNEXION COMPLEX
Geschrieben am 15.07.2017, 13:56 von DJ Doom

Hier ein Überblick über die anstehende Rock und Metal-Shows im MS CONNEXION COMPLEX MANNHEIM

22.07.17 Born From Pain

23.08.17 Battle Beast + SpiteFuel + Hop-Scotch

10.09.17 Living Colour

10.09.17 (Floor 2) American Headcharge + Once Human + In Death

16.09.17 Desaster + Root + Arkhon Infaustus + mehr

03.10.17 The Vision Bleak + Nocte Obducta + Saille

08.10.17 Mayhem (De Mysteriis Dom Sathanas Show) + Supports

17.10.17 The Birthday Massacre + Sirenia + The Agonist

20.10.17 Bonfire + Support

28.10.17 Rantanplan

04.11.17 Pain + Corroded + Sawthis

VVK unter: https://www.adticket.de/MS-Connexion.html

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Samael
Geschrieben am 14.07.2017, 16:32 von UnDerTaker

hegemonySAMAEL's neues Album "Hegemony" wird am 13.10.2017 via Napalm Records veröffentlicht.
In der Zwischenzeit haben die Schweizer die digitale Single "Angel Of Wrath" herausgebracht.

Anhören könnt ihr die Scheibe hier. Entscheidet selbst wie euch der Stil von SAMAEL reinläuft...












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Protzen Open Air Festival 2018
Geschrieben am 12.07.2017, 10:13 von UnDerTaker

protzen%20open%20air%202018%20bannerDas Protzen Open Air hat für die 2018er Auflage die ersten 10 fetten Bands verkündet. Und hier hat sich der Veranstalter Mario nicht lumpen lassen und sechs angesagte Bands aus dem Ausland, sowie vier deutsche minder geile Bands gebucht. Weitere Bands werden folgen.
Das Festival findet vom 22. Juni 2018 – 24. Juni 2018 am gewohnten Ort in brandenburgischen Protzen statt.
Der Vorverkauf startet am 08.01.2018! Und hier heißt es schnell sein, denn im letzten Jahr war das POA bereits nach 3 Tagen ausverkauft!!!

Aktuelles Billing:
Illdiposed (DK)
Humiliation (Malaysia)
Dew Scented (D)
Just Before Dawn (SWE/DK/UK)
Inhume (NL)
Revolting (SWE)
Bloody Invasion (D)
Demonical (SWE)
Betalmand (D)
Xicution (D)

Hier... schon mal offizielle das Facebook-Event zum Festival.

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Rockharz 2018
Geschrieben am 11.07.2017, 08:15 von UnDerTaker

Das Rockharz hat erste Bands für 2018 verkündet.
Das Festival findet von 4. - 7.7.2018 statt.
Lest das Statement hier:
» Während hier auf dem Acker die Spuren unserer diesjährigen Heimsuchung entfernt werden, läuft selbstverständlich die Planung für unser Jubiläums-ROCKHARZ bereits seit Monaten auf vollen Touren. Besonders freuen wir uns, daß wir Euch schon jetzt fünf absolute Hochkaräter für das kommende Jahr ankündigen dürfen. Ein absolutes Highlight werden mit Sicherheit HAMMERFALL, mit denen zusammen wir den “HARZ ON FIRE” setzen und eine einmalige ROCKHARZ-Feuershow loslassen werden! Auch die anderen Bands gehören zu den gernst gesehenen Gästen bei uns, deren Shows in der Vergangenheit immer zu den Höhepunkten des jeweiligen Festivals gezählt haben! EISBRECHER, die, derzeit erfolgreicher denn je, in Kürze ein neues Album herausbringen, KNORKATOR deren Shows bei uns IMMER der absolute Knaller sind und die Stimmung auf den Siedepunkt treiben! Ebenso die Erfinder des Gothic-Metals, die legendären PARADISE LOST und die schrägen, herausragend eigenständigen Publikumslieblinge EQUILIBRIUM sowie die fantastischen AMORPHIS sind mit von der Partie! Wir können’s kaum erwarten! ROCKHARZ 2018 ‘s gonna get you! «

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Pro Pain: Gary bei Überfall in Brüssel schwer verletzt
Geschrieben am 07.07.2017, 00:15 von UnDerTaker

Gary von der US Band Pro Pain wurde letzten Montag in Brüssel von einer Gang ausgeraubt und schwer verletzt. Er liegt mit Kopfverletzungen und hohem Blutverlust im Krankenhaus. Aus diesem Grund muss die Band die Gigs in Roeselare (7. Juli) und Osnabrück (8. Juli) absagen.
Die Polizei hat wohl einige der Angreifer identifizieren können.

Lest hier das Statement der Band:
» This past Monday night, Gary was the victim of a Robbery and Attempted Murder in Brussels. He was pick-pocketed of cash, credit card, and passport, struck on the head with an ice pick and then subsequently attacked by a gang of individuals. The police have confiscated more than one weapon and they have established the identities of some of the suspects. Gary was quickly admitted to ICU after suffering head trauma (including several fractures to his face and jaw) and massive blood loss. Since then he has stabilized and is trying his best to recover, but future surgery may be necessary. We regret to inform the fans that the shows scheduled for Roeselare (July 7th) and Osnabruck (July 8th) are now officially cancelled. We will make sure to keep you all informed of any other cancellations and on Gary's progress.
Thanks for your support at this difficult time.
Pro-Pain «

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WannaCry etc Patch von MS für nicht mehr unterstützte Systeme
Geschrieben am 05.07.2017, 10:52 von UnDerTaker

Hallo,
falls noch nicht bekannt, es gibt von Microsoft ausnahmsweise ein Update auch für nicht mehr unterstützte Betriebssysteme wie Windows Server 2003 SP2 x64, Windows Server 2003 SP2 x86, Windows XP SP2 x64, Windows XP SP3 x86, Windows XP Embedded SP3 x86, Windows 8 x86, Windows 8 x64.
Den Download findet man am Ende des unten verlinkten Artikels.

Für nicht mehr unterstützte Betriebssysteme: https://blogs.technet.microsoft.com/msrc....attacks

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Iron Maiden dürfen "Hallowed Be Thy Name" nicht mehr live sp
Geschrieben am 01.07.2017, 17:37 von UnDerTaker

Ganz an mir vorbei gegangen.

Quelle: Metalhammer

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Zuletzt ließen Iron Maiden noch verlauten, sie hätten ‘Hallowed Be Thy Name’ und ‘Tears Of A Clown’ aus der Setlist gestrichen, um etwas Frische reinzubringen. Doch nun ist bestätigt, dass es einen ernsten Hintergrund gibt, weswegen auf ‘Hallowed Be Thy Name’, immerhin der am dritthäufigsten live gespielte Iron Maiden-Track, verzichtet wird.

Aktuell werden die Briten der Website Metal Insider zufolge von einem Band-Manager verklagt, da sich Iron Maiden sowohl für ‘Hallowed Be Thy Name’ als auch für ‘The Nomad’ musikalisch und textlich bei deren 1974er-Album bedient hätten. Brian Quinn habe 1969 den Song ‘Life’s Shadow’ geschrieben, der später von Bob Barton aufgenommen wurde.
Selbst Iron Maiden flattern die Nerven, wenn zwei neue Songs in die Live-Setlist rutschen. Steve Harris und Nicko McBrain sprechen über den 2017er-Auftakt ihrer "The Book Of Souls"-Tournee.

Vor einigen Jahren gab es bereits eine Einigung über die Song-Rechte zwischen Steve Harris und dem Texter Bob Barton (“Ich bin zufrieden damit, wie ich mit mit Iron Maiden einigen konnte”), was Brian Quinn, den Komponisten dieses Songs, nun dazu verleitet hat, bei Harris und Dave Murray seine Tantiemen einklagen zu wollen. Angeblich geht es um drei Millionen englische Pfund.

Das Management von Iron Maiden ließ diesbezüglich verlauten, dass es zwischen den beiden Originalschreibern des Songs ‘Life’s Shadow’ zu einem Streit gekommen sei. “Dann trat noch ein gewisser Barry McKay Erscheinung – als Vertreter für Brian Quinn (aka Brian Ingham) und hat angekündigt, in Kürze Beweise vorlegen zu können. Unsere Verteidigung ist auf ein Gerichtsverfahren vorbereitet.”

Warum erst jetzt, 35 Jahre nach Erscheinen von THE NUMBER OF THE BEAST, solch ein Fass aufgemacht wird, kann man sich zu Recht fragen.

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Review: Bliss of Flesh - Empyrean
Geschrieben am 28.06.2017, 18:10 von ALUCARD

Bliss of Flesh
Empyrean
Listenable Records
Vö: 07.07.2017



Ich muss zugeben ich bin nicht vertraut mit Dante`s "Göttlicher Komödie". Es sei aber gesagt das das nicht zwingend erforderlich ist um an dem neuen Album der Franzosen seine Freude zu haben, den zu verkopft oder anstrengend gehen sie nicht zu Werke.

Die Jungs haben sich als Oberthema selbigem Literaturklassiker angenommen, "Empyrean" ist dabei schon der dritte Teil. Mir war die Band vorher durch die Lappen gegangen und ich kenne also auch nicht die Vorgängerwerke. Aber das was ich hier zu Ohren bekommen gefällt mir gut, die Franzosen bewegen sich in der Zwischenetage von Black und Death Metal. Insgesamt mit mehr Gewichtung auf Death Metal, aber eben auch nicht so viel das sich der Schwarzwurzler wieder verschreckt in sein Trveheim zurückziehen würde. Doch es ist auch kein klassischer Death Metal, die Franzosen sind eher modern orientiert unterwegs, deutlich Zeichen dafür ist auch das knackig saubere Klangbild das dafür sorgt das die Tracks sich kraftvoll durch die Gehörgänge schieben. Die schwarzmetallische Seite kommt zuerst bei "EMPYREAN-Last Kingdom" richtig ans Tageslicht, ein fein verstörender Song der so auch aus der Waffenschmiede von Niklas Kvarforth kommen könnte. Das darauf folgende und mit dem Vorgängersong irgendwie zusammenhängende  "EMPYREAN-Miserere Mei" startet verhalten, überzieht den Hörer dann aber mit einer tiefschwarzen Hülle und packt ihn mit seiner zwingend, erdrückenden Art tief im Innersten.
Aber das ist wie gesagt nur eine Seite der Band, Tracks wie der Albumopener "Ascension" huldigen deutlich dem modernen Melodic Death mit schwedischer Prägung.

Also ein Album das zwischen den Stühlen steht und trotzdem nicht unentschlossen wirkt. Die Franzosen verbinden Black und Death Metal gekonnt zu einer Einheit und packen das Resultat in ein modernes Gewand. Hier und da werden die einzelnen Elemente etwas zu lange ausgearbeitet, man hätte das Ganze vielleicht etwas kompakter gestalten können. Ansonsten nix zu meckern, "Ascension" könnte ein Hit in der ModernDeathMetal Gemeinde werden, das gleiche gilt für "Last Kingdom" in der Schwarzwurzeldisco.

Die Tags vom Label zum Album auf der Bandcampseite sind unter anderem Belphegor, Immolation und Marduk. Kann man so stehenlassen...

1.ASCENSION
2.PENITENT
3.AGNUS DEI
4.EMPYREAN Last Kingdom
5.EMPYREAN Miserere Mei
6.APOSTASY
7.EXERCITUS CAELORUM
8.RENUNCIATION  

https://listenable-records.bandcamp.com/album/empyrean

8 von 10 Punkten

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Review: Lifeless - The Occult Mastery
Geschrieben am 27.06.2017, 19:51 von Nabu

Lifeless - The Occult Mastery

Death Metal Bands haben es heutzutage gar nicht so leicht. Irgendwie war doch schon alles da und die meisten Versuche etwas Innovatives zu kreieren scheitern kläglich. Gut für Lifeless, dass sie sich auf die guten, alten Elemente konzentrieren die seit Jahrzenten wunderbar funktionieren. Man muss das Rad schließlich nicht immer neu erfinden.

„The Occult Mastery“ fällt sofort durch den unglaublichen Groove auf der sich durch das ganze Album zieht. Obwohl die Band nicht mit harten Beats und fetten Riffs geizt, schimmert doch hier und da etwas durch, was mich entfernt an Southern Metal erinnert. Klingt jetzt vielleicht etwas komisch - funktioniert in der Praxis aber ganz ausgezeichnet. Songs wie „Progenies of a Cursed Seed“ beweisen dies problemlos. Geile Midtempo-Passagen die hier und da mit einem Groove-Feuerwerk aufgelockert werden und sich mit zügigeren, walzenden Parts abwechseln. Zweifelsfrei sehr, sehr geil.
Leider vermag nicht jeder Song einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen wobei wir beim Hauptproblem des Albums wären: obwohl Lifeless hier ein überdurchschnittliches Werk abliefert sind einige Songs doch sehr gesichtslos und schaffen es nicht dem Hörer länger im Gedächtnis zu bleiben. Dies ist in Anbetracht der sehr hohen Qualität des Sounds wirklich schade. Fans von groovigem Death Metal sollten hier aber trotzdem mindestens ein Ohr riskieren. Ich für meinen Teil werde zukünftige Releases der Band mit Spannung verfolgen.



Anspieltipp: Progenies of a Cursed Seed, Delusions of Grandeur, Insanity Reigns


Wertung: 7.5 / 10




Gesamtlänge: 37:13
Label: FDA Records
VÖ: 07. Juli 2017



Tracklist


1. Prelude Kali Yuga
2. The Occult Mastery
3. Progenies of a Cursed Seed
4. From Chaos Our Order Shall Rise
5. Delusions of Grandeur
6. Rites of Desolation
7. Interlude Dystopia
8. Insanity Reigns
9. Throes of Dawn



Website der Band: Lifeless bei Facebook

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Review: Blackevil - The Ceremonial Fire
Geschrieben am 27.06.2017, 19:44 von Nabu

Blackevil - The Ceremonial Fire

Das Review zum Blackevil Debüt ließe sich im Prinzip mit drei Worten schreiben: Fett. Geil. Pflichtkauf. Da dies dann aber doch etwas zu kurz wäre und dem Leser nicht zwangsläufig genügend Informationen liefert, versuche ich euch im Folgenden zu beschreiben warum ich hier das Gefühl habe, neun Punkte seien vielleicht doch noch nicht genug.

Dass man mit Blackevil keinen Preis für innovative Namensgebung gewinnt ist klar - sieht man sich aber die Jungs an wird deutlich, warum der Name gut passt. Und die Musik ist da keine Ausnahme. Auf „The Ceremonial Fire“ erwartet den Hörer tiefschwarzen, richtig bösen Thrash Metal. Und das in einer Qualität die mir die Gänsehaut bis in den hart bangenden Nacken treibt. Ich weiß nicht ob ihr das kennt: ihr macht ein Album an und mit dem ersten Ton denkt ihr euch „Ja! Ja!! JAA!!! Genau DAS ist es!“. Diese Reaktion konnte der Opener „Between Fire And Fire“ bei mir auslösen. Ein richtig geiles Riff, fette Drums und böse Vocals. Gut, die Exkursionen des Sängers in die etwas höheren Stimmlagen muss jetzt nicht jeder mögen - ich persönlich finde sie aber immer äußerst passend. Außerdem haben wir im Gegensatz dazu kurze, mehrstimmige, tief gehaltene Einschübe. Passt alles in allem wunderbar zusammen.

Komplett ausrasten musste ich dann beim Song „Seven Bridges, Seven Gates“ Ein Thrash Metal Meisterstück das Seinesgleichen sucht. Bereits der im Midtempo gehaltene Anfang dürfte untrainierte Nacken problemlos zum Bersten bringen. Die Sangesart von Abyss führt dazu, dass der Song eine leicht surreale, bedrohliche Stimmung verbreitet. Der Rhythmus bleibt durchgängig im absolut tödlichen Midtempo-Bereich mit einigen kleinen Ausnahmen. Die Riffs variieren leicht, sind aber durchgängig richtig fett. Absolut großartig!

Leider ist das Album nicht völlig makellos. „The Ancient Sword“ beispielsweise ist zwar besser als ein durchschnittlicher Song, fällt aber neben den sonst mehrheitlich absolut großartigen Tracks etwas aus der Reihe. Allerdings wird dies einem eingefleischten Thrasher völlig Wurst sein. Denn spätestens mit „Ritual Coven FIre“ kocht die Stimmung wieder über. Die Jungs demonstrieren hier wie Thrash Metal gemacht wird und beweisen, dass sie absolute Meister ihres Handwerks sind.

Lange Rede, kurzer Sinn: wer sich auch nur ansatzweise für Thrash Metal begeistern kann, kommt um dieses Album nicht herum!


Anspieltipp: Between Fire And Fire, Seven Bridges, Seven Gates, Ritual Coven Fire


Wertung: 9.0 / 10




Gesamtlänge: 43:25
Label: FDA Records
VÖ: 07. Juli 2017



Tracklist


1. Eschaton
2. Between Fire and Fire
3. Heavy Forces Marching On
4. Bethlehemian Blasphemies
5. Seven Bridges, Seven Gates
6. The Ancient Sword
7. Black Magick Riders
8. Ritual Coven Fire
9. Under the Black Sail of Burning Cross


Website der Band: Blackevil bei Facebook

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Review: Dead - A Dirty Mind Is A Joy Forever
Geschrieben am 27.06.2017, 19:36 von Nabu

Dead - A Dirty Mind Is A Joy Forever

Wer sich seit über 25 Jahren im Business halten kann und konstant Musik veröffentlicht muss ja irgendwas richtig machen - im Falle der bayrischen Band Dead ist das zweifelsfrei ihre gekonnte Mischung aus klassischem Death und Grindcore. Und da was Gutes nicht urplötzlich schlecht wird erstaunt es auch nicht, dass das aktuelle Album „A Dirty Mind Is A Joy Forever“ ein weiteres Mal überzeugen kann.

Wobei ich ehrlich gestehen muss, dass ich mir eine lange Zeit während des Hörens die Frage gestellt habe, wie zum Henker man auf die absurde Idee kommt seine Band Dead zu nennen. Nicht dass es schon abertausende Bands mit demselben Namen gibt - nein, auch der eine oder andere Musiker hat ja bekanntermaßen diesen Namen für sich beansprucht. Gut, vermutlich war das damals noch etwas anders - aber egal, werde ich jemals die Gelegenheit haben mit der Band zu quatschen werde ich sie fragen. Versprochen.
Kommen wir also zum einzigen was wirklich zählt: Musik! Die gute Qualität des Albums ist ja in der Einführung schon etwas durchgeschimmert. Allerdings muss man dazu sagen, dass es nicht unbedingt für alle geeignet ist. Warum? Die Mischung aus diversen Grind und Deathfacetten ist zwar äußerst unterhaltsam - allerdings bietet sich auch etwas Angriffsfläche für Kritik. So könnte man der Band vorwerfen, dass die Songs in der Regel alle gleich aufgebaut sind: Startsegment, langsamer Part, schneller Part, Endsegment. Oder umgekehrt. Kann man beanstanden, muss man aber nicht.

Man könnte nämlich auch behaupten, dass die Mischung aus den langsamen, trägen Riffs, die mit ihren teils schrillen Noten schon fast in die Richtung des Brutal und Slamming Death Metals gehen und den schnelleren, grindlastigen Parts höchst explosiv und unterhaltsam ist. Für diesen Standpunkt spricht unter anderem die Tatsache, dass man sich bei der hauseigenen Mischung nicht einfach nur den genretypischen Standartelementen bedient, sondern mit kleinen musikalischen Spielereien den Sound für den Hörer doch durchweg interessant hält. Beispiel gefällig: „Risking The Beer MILF“. Geile Riffs, trotz einigen Rhythmuswechseln durchgängig headbangbar (ich verlange übrigens, dass dieses Wort im Duden aufgenommen wird) und richtig böse Vocals von ganz tief unten - gefällt richtig gut!

Wer sollte sich also mal mit Dead auseinandersetzten? Definitiv jeder der Spaß mit geilem Death/Grind hat und die Lokalhelden gerne unterstützt. Auf!



Anspieltipp: Snakey Brown, Ass Metal, Risking The Beer MILF, A Dirty Mind Is A Joy Forever


Wertung: 8.0 / 10




Gesamtlänge: 37:00
Label: FDA. Records
VÖ: 07. Juli 2017



Tracklist


1.  Good to Be Back (Intro)
2.  Snakey Brown
3.  Call of Beauty
4.  Ass Metal
5.  Butcher Baby
6.  Risking the Beer MILF
7.  Easy Meat
8.  JSTNTHRFCKNGHNGVR
9.  A Dirty Mind Is a Joy Forever
10. The Witch + Outro


Website der Band: Dead bei Facebook

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URN
Geschrieben am 25.06.2017, 19:42 von Exorzist

 Die Finnischen Black-Thrasher URN haben das Releasedatum zu ihrem kommenden Album auf Iron Bonehead Productions bekannt gegeben. Das neue Album trägt den Titel "The Burning" und ist der vierte Output der Band.

Tracklisting for Urn (Finland)'s The Burning
1. Intro - Resurrection
2. Celestial Light
3. Hail The King
4. Morbid Black Sorrow
5. Sons Of The Northern Star
6. Nocturnal Demons
7. Wolves Of Radiation
8. All Will End In Fire
9. Falling Paradise
10. The Burning

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Review: Fellwarden - Oathbearer
Geschrieben am 23.06.2017, 17:32 von ALUCARD

Fellwarden
Oathbearer
Eisenwald
Vö:16.06.2017



Hinter Fellwarden steckt The Watcher. Selbiger hat mit seiner Hauptband Fen vor kurzem erst das wuchtige "Winter" Album auf die schwarzmetallische Gemeinde losgelassen. Nun folgt mit "Oathbearer" ein weiteres Kleinod im Genreteich, bei Fellwarden hat Meister Watcher aber fast alle Fäden selbst in der Hand. Abgesehen vom Schlagzeug für das Havenless verantwortlich war hat der Bandchef alles selbst eingespielt.

Mit Fellwarden wandeln wir auf melancholischen, schwarzmetallischen Pfaden. Zwar sind auch Ausbrüche zu verzeichnen, grösstenteils geht es hier aber gemächlich und gediegen zu Werke. Und genau darin liegt die Stärke des Werkes. Statt eines weiteren seelenlos vorbeirumpelnden Albums gilt das Motto: In der Ruhe liegt die Kraft. Die Songs werden nachvollziehbar aufgebaut, die Stimmungswechsel erfolgen sinnvoll und passend. Durch den dezent unterlegten Synthteppich und den teils auftauchenden Klargesang erschaffen sie eine verträumte Stimmung die auch mal ins hymnische dreht.
Dabei vergessen sie aber nie das das Album unter Black Metal eingeordnet werden soll, als Gegenpol agieren garstiges Gekeife und frostige Atmosphäre. Doch auch eine gewisse naturromantische Stimmung weht durch das Album, des öfteren hat man Bilder von herbstlichen, nebelverhangenen Wäldern vor Augen. Dann gibt es aber auch Momente in denen die Bilder eher tageslichtlose, menschenleere Fjorde hervorrufen. Das sich dabei auch altertümliche, mystische Wesen zeigen ist eingeplant. All das setzt natürlich einen Hörer voraus der sich mit dem Werk beschäftigt und es in seinen Kopf lässt.

Klanglich als ungefähre Orientierung: frühe Empyrium, Primordial, Falkenbach, Mithotyn, Summoning ohne ihre ganzen elektronischen Helfer und die Stimmung der ersten beiden Dimmu Borgir Werke.

Anspieltip: Guardian Unbound

01:Guardian Unbound
02:Sun of Ending
03:In Death, Valiant
04:Wayfarer Eternal
05:A Cairn-Keeper’s Lament
06:Sorrowborn

The Watcher – All vocals, stringed instruments and keys
Havenless – Drums

https://fellwarden.bandcamp.com/album/oathbearer

8,5 von 10 Punkten

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Sanctuary live in Erfurt
Geschrieben am 21.06.2017, 14:47 von Nocturnal Empire

SANCTUARY ( Seattle/ WA - USA )
- Progressive Heavy/Power Metal formed in 1985

Lineup:
Warrel Dane - Vocals
Lenny Rutledge - Guitars
George Hernandez - Bass
Dave Budbill - Drums

Facebook Link: https://www.facebook.com/sanctuaryfans/?fref=ts
Webseite: http://www.enterthesanctuary.com/
Videoclips: https://www.youtube.com/watch?v=v5NCBaPE3k0 / https://www.youtube.com/watch?v=r_IrbeZfJII

Supportband:
Mesmerized ( Kassel/ Hessen - Deutschland )
- Progressive Power Metal
Facebook: https://www.facebook.com/mesmerizedks/
Webseite: http://www.mesmerized.de/

Vorverkauf ( ab 20,00 Euro )
über www.nocturnalempire.de und über www.metaltix.com oder gebühren- und Versandfrei direkt im From Hell erhältlich.
Erhöhter Abendkassepreis!



Facebook Event: https://www.facebook.com/events/1663612997274398/

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Review: Desultory - Through Aching Aeons
Geschrieben am 19.06.2017, 23:47 von Styx

Desultory - Through Aching Aeons

Nach der Reunion und einem Album im Jahre 2010 wurde es sehr still um die Jungs von Desultory. Es wurden vereinzelt Shows gespielt und über die Jahre auch hin und wieder verkündet, dass man dabei ist ein neues Album zu fertigen. Lange Zeit war es dann still bis Ende Februar die Ansage kam, dass die Band sich auflösen wird, man aber noch das Album veröffentlicht. Desultory hauen zum Abschluß auch noch mal eine ordentliche Platte raus. Desultory haben es leider nie in die obere Riege der Swe-Death-Metal Elite geschafft, waren aber immer eine Band, die besser als keine andere Schweden-Death-Band den schmalen Grad zwischen Härte und Melodie gefunden haben. Dies beweist auch der majestätische Opener Silent Rapture. Slither hingegen ist einer der kürzeren Songs auf dem Album und geht direkt nach vorne los. Divine Blindness lockert das Gesamtbild des Albums etwas auf und beginnt mit einem ruhigen Keyboard-Intro. Der Track Our Departure beendet das Album und bildet den passenden Abschluss für das Album und die Band. Insgesamt haben Desultory ein starkes Album abgeliefert, dass  etwas Zeit braucht um sich in voller Blüte zu offenbaren und seine technischen Raffinesen und seine kleinen Verspieltheiten aufweist. Es ist ein Album das Old-School ist, aber doch frisch klingt. Kurzum gesagt: Ein starker Abgang einer Band, die nie die Aufmerksamkeit bekommen hat, die sie verdient hätte.


Wertung: 9,0 / 10




Gesamtlänge: 44:00
Label: Pulverized Records
VÖ: 23.06.2017

Tracklist
01. Silent Rapture
02. Spineless Kingdom
03. Through Aching Aeons
04. In This Embrace
05. Beneath The Bleeding Sky
06. Slither
07. Divine Blindness
08. Breathing The Ashes
09. Our Departure

Website der Band: https://www.facebook.com/Desultory-50447918404/

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NOAF 2017
Geschrieben am 19.06.2017, 18:49 von Seelischer_Brandstifter

http://www.noaf.de

25.08.+26.08.2017

Running Order:
Freitag:
Igel vs. Shark
Dust Bolt
Nasty
Bullet
Crowbar
Solstafir
Soilwork

Samstag:
t.b.a.
Far from Ready
I’ll be damned
Horisont
Adept
Havok
Ignite
Paradise Lost

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Review: Entrench - Through The Walls Of Flesh
Geschrieben am 18.06.2017, 15:24 von Nabu

Entrench - Through The Walls Of Flesh

Die schwedischen Thrasher von Entrench konnten mich mit ihrem 2014er Album „Violent Procreation“ (Review findet ihr HIER) mit ihrem rauen aber doch abwechslungsreichen Stil für sich gewinnen. Voller freudiger Erwartungen habe ich ihr jüngstes Werk in den Player gelegt und jetzt Achtung, Spoiler: es ist noch besser als der Vorgänger!

Um das Negative gleich mal aus dem Weg zu räumen - für meinen Geschmack ist das Album etwas zu kurz geraten. Knappe 40 Minuten lassen mich mit dem Wunsch nach mehr zurück. Schade, aber darüber kann man in Anbetracht der Tatsache dass das vorhandene Material ordentlich ballert getrost hinwegsehen. Denn bereits der allererste Track macht den Sack zu und räumt alle (eventuell vorhandenen) Zweifel aus dem Weg. „The Coming Storm / Dawn Of War“ ist eine fast 9-minütige Walze die das Album mehr als gebührend eröffnet. Da nur sehr spärlich Gesang vorhanden ist kann man sich voll und ganz auf die Instrumente konzentrieren. Und eines sei hier gesagt - wer bei diesem Song nicht umgehend in Bewegung gerät hat kein Herz für Musik.

Das passende Gegenstück zum furiosen Einstieg finden wir mit „Fragments / Shadow Of Death“ am Ende des Albums. Hier nimmt sich die Band ein weiteres Mal über 8 Minuten Zeit um das bis hierhin gebotene Thrash-Feuerwerk passend ausklingen zu lassen. Mit richtig fetten Riffs, treibenden Drums und der nötigen Variation wird Throught The Walls Of Flesh gebührend abgeschlossen.

Und was findet sich nun zwischen Anfang und Ende? Am besten lässt sich das am Song „The Warmonger Sacrament“ beschreiben. Für mich fasst dieses Lied den Stil der Band und des Albums am besten zusammen. Schneller, teils rotziger, rauer Thrash Metal ohne Schnörkel. Ein MUSS für jeden Fan!



Anspieltipp: The Coming Storm / Dawn Of War, The Warmonger Sacrament, Fragments / Shadow Of Death


Wertung: 8.5 / 10




Gesamtlänge: 37:29
Label: I Hate
VÖ: 17. Juli 2017



Tracklist


1. The Coming Storm / Dawn of War
2. Enter the Fray
3. Iron Coffin
4. Dead End
5. The Warmonger Sacrament
6. White Light Precedes Black Rain
7. Fragments / Shadow of Death

Website der Band: Entrench bei Facebook

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WEDERGANGER / URFAUST - Split
Geschrieben am 15.06.2017, 20:44 von ALUCARD

WEDERGANGER / URFAUST
Split
Van Records/Soulfood
Vö: 09.06.2017



Auf Laster und Kjeld folgen Urfaust, Wederganger haben scheinbar Gefallen am Splitformat gefunden.
Und eigentlich war es ja nur eine Frage der Zeit bis sich die aufstrebende holländische Truppe mit der Institution aus dem selben Land zusammentut.

Und der Sprössling zeigt`s den Ziehvätern ordentlich. Beide Wederganger Tracks kommen in der typischen Darreichungsform, sprich das Gemisch aus Klagemönchgesang und herben Growls & Screams. "Heengegaan" startet verhalten, stürmt schwarzmetallisch weiter um dann im groovend treibenden Midtempo zu verweilen. "De gebrokene" fährt die wohl krassesten Vocals auf die man bisher von den Jungs vernommen hat, durch das teilweise fies schleppende Tempo schimmert der Track sehr nordisch inspiriert.

Nun die Urfaust Seite. "Zelfbestraffingsten denz en occulte raabsels" zeigt die Jungs in bekannter Form und wieder etwas weiter weg vom letzten Album, man hat fast schon Lifelover & Co im Hinterkopf. On Top natürlich wieder der Gesang den man nur hassen oder lieben kann. Wobei er hier auch etwas gezähmt wirkt, passt aber perfekt zur leicht depressiv/suizidale Atmosphäre.
Und dann kommt "Hypnotisch Bevel - De Daimonische Mensch"...
Ich weiss gar nicht ob das ein richtiger Titel ist oder nur ein überlanges Outro. Eventuell passt das Songtitelwort "Hypnotisch" am besten, tranceartiges Getrommel trifft auf Ambientsoundscapes. Darüber schreit IX völlig unverständliches Zeug. Aber irgendwie läuft der Track völlig an mir vorbei....

Also klarer Punktsieg für Wederganger die mal wieder alles richtig machen und zwei blitzsaubere Songs abliefern.
Urfaust könne mit dem ersten Track noch problemlos mithalten, Nummer zwei läuft ins Leere.

TRACKLIST
1. WEDERGANGER - Heengegaan  (5:51)
2. WEDERGANGER - De Gebrokene  (3:26)
3. URFAUST- Zelfbestraffingsten Denz En Occulte Raabsels (6:10)
4. URFAUST - Hypnotisch Bevel - De Daimonische Mensch  (7:31)

https://wederganger.bandcamp.com/album/wederganger-urfaust-split

Wederganger 10 Punkte / Urfaust 7 Punkte : 8,5 von 10 Punkten

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Wolfenstein 2 The New Colossus
Geschrieben am 15.06.2017, 10:19 von Seelischer_Brandstifter

Wolfenstein 2 The New Colossus

https://youtu.be/G-klH7uCxXA

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Review: Anathema - The Optimist
Geschrieben am 13.06.2017, 16:54 von ALUCARD

Anathema
The Optimist
Kscope
Vö: 09.06.2017



Das Album führt die Story vom 2001er Album "A Fine Day To Exit" fort, dieses endete einst damit das jemand verschwand. Wer allerdings erwartet das hier auch ein musikalischer Schulterschluss zu Werken der mittleren Phase der Liverpooler stattfindet wird enttäuscht.

Anathema setzen ihren eingeschlagenen Weg fort, orchesterartige Arrangements treffen auf Alternative- und Prog Rock. Teilweise übertreiben sie es aber etwas mit der Schwülstigkeit der Songs und kratzen hart am gesichtslosen Pop, bestes Beispiel ist hier der Abschlusstrack "Back to the Start".
Dabei hat man mit "Leaving it behind" den stärksten und kraftvollsten Song an den Albumstart platziert der sofort hängenbleibt und sich im Ohr festsetzt. Dann begleitet man den Protagonisten, den Optimisten, auf seiner Reise durchs Land. Abgerundet wird das durch Feldaufnahmen von genau den Plätzen um die es in dem jeweiligen Song geht, passend dazu gibt es im Booklet auch noch Fotografien der Orte. Dabei geht es mal mehr, mal weniger dynamisch zu Werke. Wie schon erwähnt wird es stellenweise schon verdächtig popig, auf der anderen Seite stehen aber spannend ausufernde Alternativerocker die ihre Strukturen bis zum Postrock ausbreiten. Die durchweg eher pessimistisch dunkle Stimmung wird noch durch eine Vielzahl von Pianopassagen verstärkt.

Wem die Entwicklung der Engländer in den letzten Jahren gefallen hat der wird auch hier wieder ein persönliches Highlight finden, wer in der "Alternative 4" Phase (oder noch früher) steckengeblieben ist für den wird es hier wenig spannendes zu entdecken geben.
Um den Kreis zum 2001er Ideengeber zu schliessen: Auf dem damaligen Artwork war ein am Strand abgestelltes Auto zu sehen an dem sich jemand (der Optimist?) seiner Sachen erledigt hat. (Die Koordinaten des Intros vom 2017er Werk, "32.63N 117.14W", führen direkt zu dieser Stelle.). "The Optimist" ist jedenfalls kein Album für den Strand oder die Fahrt dahin. Aber es eignet sich perfekt für die nächtliche Heimfahrt über die verlassene Autobahn.

1. 32.63N 117.14W
2. Leaving It Behind
3. Endless Ways
4. The Optimist
5. San Francisco
6. Springfield https://www.youtube.com/watch?v=8y1ROzCUpbU
7. Ghosts
8. Can’t Let Go
9. Close Your Eyes
10. Wildfires
11. Back To The Start

ANATHEMA ARE:
Vincent Cavanagh - Vocals, Guitar, Keys
Daniel Cavanagh - Guitar, Keys, Vocals
John Douglas - Acoustic/Electronic Percussion
Lee Douglas - Vocals
Jamie Cavanagh - Bass
Daniel Cardoso – Drums

http://www.anathema.ws/

7 von 10 Punkten

(1 Antworten)

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Heute: Rotting Christ / Svart Crown - Wiesbaden, Schlachthof
Geschrieben am 13.06.2017, 10:22 von UnDerTaker

13.06.17 DI / EINLASS 20:00 / BEGINN 20:30 / AK 19,00 € / VVK 15,00 €

ROTTING CHRIST / SVART CROWN
Black / Dark Metal Konzert im KESSELHAUS

Rotting Christ gehören nicht nur zu den bekanntesten, sondern auch zu den dienstältesten griechischen Metal-Bands. Zur Zeit ihrer Gründung 1987 gelten sie sogar als die erste hellenische Black Metal-Band überhaupt. Drei Jahre nach ihrem letzten Album „Kata Ton Δaimona Eaytoy“ meldeten sich die Athener im letzten Jahr mit ihrem nach wie vor aktuellen Album „Rituals“ zurück. Die Band um Mastermind Sakis Tolis erschafft aus den tiefsten Tiefen salomonischer Bocksanbetung nur die schönsten Rituale - eine düstere Welt atmosphärischen Black Metals. Symphonisch, okkult, radikal und dabei voller eingängiger Melodien.

SVART CROWN
https://www.facebook.com/SVARTCROWN/

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Suri und ich sind am Start!

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Review: Origin - Unparalleled Universe
Geschrieben am 11.06.2017, 21:06 von The Lu 999

Die Amis sind wieder da! Und wie sie das sind. Seit nun mehr als 20 Jahren machen die Herren jetzt schon Krach und der kann sich heute auch noch mehr als sehen bzw. hören lassen.  
Hyperspeed-Drums von Ausnahme-Drummer John Longstreth sind ja für den geübten Originhörer keine Überraschung mehr, aber was der hier wieder veranstaltet ist grandios! Zusammen mit Paul Ryan an der Klampfe und Mike Flores am Bass startet der Opener "Infinitesimal to the Infinite" gleich mal mit einem total abgedrehten Gitarren-Sweap-Gravity-Drum-Intro und zeigt sofort, wo bei diesem Album die Messlatte hängt. Nämlich ganz weit oben und man hat kaum Zeit zum Luft holen.
Jason Keyser growlt und kreischt ebenfalls wieder alles aus sich raus und es passt einfach wie Arsch auf Eimer.
Die weiteren Songs reihen sich auch nahtlos an diesen Geschwindigkeitsrausch an, und man bekommt Gitarrengefrickel vor dem Herrn um die Ohren gedroschen, was es in dieser Form nur sehr selten gibt. Die Figuren die von den Drums zu hören sind lassen, mit Muss, den einen oder anderen Drum-Fan-Schlüpfer feucht werden. Absolut irre und nie so wirklich vorhersehbar. Ebenso sei hier die Arbeit am Bass erwähnt, dem man von Zeit zu Zeit immer mal eine Lücke für ein Minisolo lässt.  :huepfer:
Die Vocals ziehen einen dann zusätzlich in ihren Bann, es wechselt zwischen Growls und kreischigen Screams um das alles dann auch einfach mal übereinandergelegt serviert zu bekommen. Total krank wär meine Diagnose.
Jedoch nach dem dritten Durchlauf hört man auf einmal nicht mehr nur ausschließlich Geballer. Die Jungs haben stellenweise so einen wahnsinnigen Groove mit eingebaut, der einen automatisch mit zucken lässt. Diese tauchen während des Albums auch immer wieder mal in verschiedensten Formen auf, sodass man auch den roten Faden immer wieder findet, wenn man ihn denn mal verloren haben sollte.  ;)
Die spacigen Elemente der „Omnipresent“-Platte wie bei „Continuum“ kriegt man hier auch wieder zu hören aber bei weitem nicht so fokussiert, sondern eher unterschwellig mit in die Songs eingebaut, was sehr mundet.
Das muntere Ballertheater zieht sich, wie angesprochen, durch bis man circa zur Hälfte des Albums gekommen ist. Mit „Invariance Under Transformation“ wird irgendwie der Groovepart der Platte angestimmt. Alles ist keineswegs weniger schnell oder weniger verspielt, aber der Grundgroove ist deutlich schwerer und fetter!
Den Abschluss des Werkes macht dann der Zehn-Minuten-Brecher „Unequivocal“. Was soll man dazu sagen? Ein Übersong. Es ist alles vereint, was das Herz begehrt mit einem dermaßen epischen Finale, da bleibt kein Auge trocken.
Aber halt, Abschluss? Nix da. Die Herren haben noch einen Coversong mit im Gepäck und zwar von niemand geringerem als „Brujeria“.  :rock:
Soviel zum Overview. Ein paar kleine persönliche Kritikpunkte will ich nicht unerwähnt lassen, obwohl selbige stark vom jeweiligen Geschmack, Gehör oder Frühstück abhängen.  :oo:
Die Bassdrum hämmert das komplette Album durch, und das meine ich wörtlich. Und das in einer Lautstärke, naja… ein kleines Bisschen weniger, wäre sicher mehr gewesen. Desweiteren ist der Gesamtsound eher roh. Es gibt Leute die mögen das so, und es gibt meine Meinung dazu  :p


Fazit: Das Album scheppert! Und zwar von Anfang bis Ende. Das muss man mögen, wenn man sich an diese extreme Art der Musik heranwagt. „Unparalleled Universe“  klingt frisch und verspielt und ich meine, dass sich die Herren, was die Songs angeht, wieder auf ihre Wurzeln konzentriert haben. Alles klingt irgendwie roher und extremer als noch auf der „Omniresent“. Der Song „Aftermath“ ist gedanklich immer irgendwie im Hinterkopf, wenn ich dieses neue Material jetzt höre.  :pfeif:  Eine Empfehlung ist die neue Scheibe aber definitiv, denn Origin zeigen einmal mehr, wie extrem, durchgedreht und doch hart strukturiert Musik sein kann.

Tracklist:
1. Infinitesimal to the Infinite
2. Accident and Error
3. Cascading Failures
4. Mithridatic
5. Truthslayer
6. Invariance Under Transformation
7. Dajjal
8. Burden of Prescience
9. Unequivocal
10. Revolucion

Line-up:
Paul Ryan - guitar and backing vocals
John Longstreth - drums
Mike Flores - bass and backing vocals
Jason Keyser - lead vocals

Wertung: 8,5 Punkte
Releasedatum: 30.06.2017



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Baden in Blut Open Air
Geschrieben am 09.06.2017, 19:24 von Seelischer_Brandstifter

Baden in Blut Open Air

Location: NEW LOCATION! Basler Str. 45 79576 Weil am Rhein
Date: Sat. 15.07.2017
Doors: 11:45
Price: 45€
Bands: BLACKSLASH, REVEL IN FLESH, HARAKIRKI FOR THE SKY, MANTAR, HEIDEVOLK, KRISIUN, MOONSPELL, DEATH ANGEL and CALIBAN!

http://www.metal-maniacs.eu/baden-in-blut/

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Stage Kill Tour mit HAMMERCULT, CRIPPER/MAAT und Supports
Geschrieben am 09.06.2017, 14:26 von galarr

Metal FM & Rotten And Poor Promotion präsentieren die Tour Termine:
07.10.2017 – Moers, Bollwerk*
08.10.2017 – Leipzig, Felsenkeller*
20.10.2017 – Greifswald, Klex**
21.10.2017 – Hannover, Lux**
22.10.2017 – Köln, MTC**
27.10.2017 – Markneukirchen, Music Hall**
28.10.2017 – Berlin, Cassiopeia**

**with Cripper *with Maat

Tickets für Köln gibt es auf www.koelnticket.de
FB-Event: https://www.facebook.com/events/1971615583070901/?ref=br_rs
Flyer: https://scontent.xx.fbcdn.net/v....9ACCAC9

Nach einem ausverkauften dritten Rotten And Poor Stage Kill Festival im Januar 2017 in Berlin mit u.a. Bands wie DESTRUCTION oder ASPHYX, geht das Festival, das von der gleichnamigen Werbeagentur Rotten And Poor Promotion zum ersten Mal im Jahre 2014 veranstaltet wurde, im Oktober 2017 auf Tour durch Deutschland.

Als Headliner sind auf dieser Tour die Thrash Metaller von HAMMERCULT am Start. Die Band wurde 2010 in Israel gegründet, gewann im Jahr 2011 den Wacken Metal Battle, war mit Bands wie KREATOR, SEPULTURA, MUNICIPAL WASTE oder NAPALM DEATH auf Tour und gilt mittlerweile als Anführer der israelischen Metal Bewegung. Ihre letzten beiden Alben STEELCRUSHER (2014) und BUILT FOR WAR (2015), sowie ihre aktuelle EP LEGENDS NEVER DIE (2016), auf der die Band ihre Cover Versionen von Bands wie SLAYER, MOTÖRHEAD oder RUNNING WILD präsentieren, waren von großem Erfolg gekrönt.

Als Co-Headliner dieser Tour bestätigt sind die deutschen Thrash Metal Überflieger CRIPPER, welche 2005 in Hannover gegründet wurden und mittlerweile zu einem der angesagtesten deutschen Thrash Metal Acts mutiert sind. Auch sie waren bereits mit Bands wie OVERKILL oder ONSLAUGHT unterwegs.

Als letzte Band des 2017er Stage Kill Tour Line Up‘s ist eine neue Band aus dem Bereich des Heavy Thrash Metals bestätigt, die erst im Jahr 2016 das Licht der Welt erblickte. DAILY INSANITY nennt sich das Projekt um die unbekannten 3 Bandmitglieder, die seit über 25 Jahren im Musikgeschäft unterwegs sind.
Die Rotten And Poor Stage Kill Tour 2017 stellt die ersten Shows der Band dar und wird damit abermals Geschichte schreiben. Mehr Informationen gibt es hier noch nicht. Nur eins: „PREPARE FOR TOTAL MAYHEM!“

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Review: Svartsyn - In Death
Geschrieben am 05.06.2017, 17:27 von ALUCARD

Svartsyn
In Death
Agonia Records
Vö:09.06.2017



Svartsyn is a swedish Word for "pessimism". Und ich würde mal behaupten das keines der vorangegangenen Alben dem Begriff mehr Recht wurde als "In Death". Das Tempo wurde etwas zurückgenommen, Dauergeballer weicht stellenweise mittelschnellem Geschleife was das ganze noch intensiver macht. Der Drumsound wurde angenehm in den Hintergrund gemischt so das er noch präsent ist aber sich nicht so in den Mittelpunkt drängt. Dafür legte das schwedische Duo mehr Wert auf hörbaren Basssound und abwechslungsreicheres Gitarrenspiel. Es regieren also nicht nur die Kreissägengitarren, immer wieder wird ein Riff mit eingebaut oder eine kleine eisige Melodie aus den Saiten gezaubert. Über allem liegt erneut das herrlich giftige Organ von Ornias, selbiger ist übrigens auch verantwortlich für die Gitarre und den Bass. Gepflegt Pech & Schwefel geifernd legt man so einen Teppich aus Dunkelheit über den Hörer und erzeugt, getreu dem Bandnamen, eine bitterböse pessimistische Stimmung. Und das gelingt ihnen ganz ohne übermässiges Schauspiel oder Extravaganzen, das arrangieren atmosphärisch dichter Black Metal Songs liegt dem Nordvolk scheinbar einfach im Blut.

Was fehlt zur Höchstpunktzahl? Nun, einerseits hat Ornias zwar das perfekte Organ für die Musik, aber auf Albumlänge ist die recht gleichbleibende Stimmlage doch etwas zu wenig. Gleiches gilt für das Album in der Gesamtansicht: Anfangs ist das alles packend und begeisternd, aber spätestens im letzten Drittel stellt sich dann doch so etwas wie ein Gewöhnungseffekt ein und es reisst einen nicht mehr ganz so mit. Trotzdem bleibt es am Ende ein sehr gutes Album und der passende Soundtrack für stimmungsvoll zeremonielle Stunden am heimischen Opferaltar.  

Tracklist:
1. Seven Headed Snake https://www.youtube.com/watch?v=2bn_RFA-yHI&feature=youtu.be
2. Dark Prophet
3. With Death
4. Inside The White Mask
5. Wilderness Of The Soul
6. Black Thrones Of Death https://www.youtube.com/watch?v=2oDPw1xQxaQ&feature=youtu.be
7. Exile In Death

Line-up:
Ornias - vocals, guitars and bass.
Hammerman - drums.

https://agoniarecords.bandcamp.com/album/in-death

8,5 von 10 Punkten

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Star of Madness
Geschrieben am 04.06.2017, 17:26 von Exorzist

Zwei Jungs mit der Mission die Fahne des Oldschol Swedish Deathmetals ganz weit nach oben zu halten, beschlossen Ende 2015 zusammen sich dieser zu widmen. STAR OF MADNESS war geboren. Produzent und Mastermind Frank Kölbl (Ex-Schistosoma, Tonehammer Profiles) der zusammen mit GMF (Mucupurulent) an den Vocals und Leadgitarre in kürzester Zeit das Material für das Erstlingswerk THE TRUTH BENEATH zusammen stellte.

Ich muss sagen, dass Album hat mich schwer begeistert. Richtig gut gemachter SweDeath, der mit tollen Melodien und kraftvollem Gesang definitiv punkten kann. Wer die Combo nicht kennt, sollte hier wirklich mal reinhören. Habe das Album jetzt schon 3-4mal durchbrummen lassen und das Ding wird immer besser!  :rock:

https://starofmadness.bandcamp.com/album/the-truth-beneath



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Neuentdeckungen
Geschrieben am 04.06.2017, 17:03 von ALUCARD

Freunde von klassichem Metal / US Metal, ich habe drei Empfehlungen für euch. Normalerweise nicht ganz so meine Baustelle, aber das hier läuft bei mir gut rein. Kein Knödelgesang, keine überzogenen Gitarrenquietschereien. Gut gemachter klassischer Heavy Metal ohne Gepose und Schauspielerei.

Nummer 1: Stereo Nasty aus Kildare (Irland).




Nummer 2:  Eternal Champion aus Wimberley (Texas)




Nummer 3: Burning Shadows aus Columbia (Maryland)




Und in den Startlöchern stehen schon Walpyrgus aus Raleigh (North Carolina). Gibt aber momentan erst einen Song zum antesten, der ist allerdings schon sehr vielversprechend.  



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Review: Allochiria - Throes
Geschrieben am 04.06.2017, 16:08 von ALUCARD

Allochiria
Throes
Art of Propaganda
Vö:17.03.2017



Das Label beschreibt die Jungs aus Athen als Post-Sludge, mir gefällt der "File-under" Tag Black-Sludge auf der bandeigenen Bandcampseite besser.

Denn zusammenfassend gesehen passiert hier mehr "black" als "post", auch wenn es sich schwer umschreiben lässt. Die Griechen bauen massive Soundgebirge vor einem auf und lassen diese wieder einstürzen, das laut-leise Schema wird bestens ausgereizt. In den ruhigen Momenten liegt eine dunkle, bedrohliche Stimmung, entlädt sich diese dann bleibt kein Stein auf dem anderen. Trotz der schroffen und kantigen Art und dem steten Wechsel zwischen den Klangwelten wirkt das Ergebnis immer noch irgendwie organisch. Die Songs befinden sich im Fluss, die einzelnen Elemente gehen ineinander über und ergänzen sich. Eine "normale" Stimme als Gegenpol zum heiseren Fauchen von Sängerin Irene wäre eine nettes Detail gewesen, so bleibt es gesanglich recht eingleisig. Ich muss allerdings erwähnen das ich erst jetzt im Rahmen der Besprechung gemerkt hab das hier eine Sängerin am Werk ist. Bei "Lifespotting" war es mir zwar aufgefallen, ich hatte aber eine Gastsängerin dahinter vermutet. Respekt!

Ein Album das etwas Zeit und die passende Stimmung braucht, dann sehr empfehlenswert für alle die Sludge nicht über Körnchenanzahl von Wüstenstaub definieren sondern Wut, Verzweiflung und Dunkelheit suchen.

1. Thrust
2. Little Defeats, Tiny Victories
3. Cracking Fractals
4. Lifespotting
5. Counting Fives
6. Denouement

Vocals: Irene
Guitar: John
Drums: Stef
Guitar: Steve
Bass: Ted

http://music.allochiria.com/album/throes
https://artofpropaganda.bandcamp.com/album/throes

7 von 10 Punkten

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Ursinne
Geschrieben am 29.05.2017, 20:44 von Exorzist

 Ursinne die Band um Dave Ingram - Vocals, Lyrics (ECHELON, ex-HAIL OF BULLETS, ex-BOLT THROWER, ex-BENEDICTION, DOWN AMONG THE DEAD MEN)und Jonny Pettersson - All instruments and artwork (HENRY KANE, WOMBBATH, JUST BEFORE DAWN, HEADS FOR THE DEAD) präsentieren einen neuen Song auf der No Clean Singing Seite. Der Song stammt vom kommenden Album Devil May Care, welches am 20.August über Transcending Obscurity Records erscheint.

Testet die neue Death Metal Supergroup HIER an!

Track list:
1. Devil May Care
2. I, Serpentine
3. Bullet Bitten (Written for, and dedicated to, the legendary Lemmy Kilmister)
4. The Chimes of Midnight
5. Crazy Horses (THE OSMONDS Cover ft. Count MoriVond from Danse dE Sade)
6. Talons
7. Underworld
8. Turning Japanese (THE VAPORS Cover also ft. Jonny Pettersson on vocals)
9. Hollow Hearse
10. Something Wicked This Way Comes (With acknowledgement to the great Bard of Avon, William Shakespeare.)
11. Monsters in the Parasol (Bonus Track ft. Kam Lee - QUEENS OF THE STONE AGE Cover)
12. Spellbound (Bonus Track - SIOUXSIE AND THE BANSHEES Cover)

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Review: Neige Et Noirceur - Verglapolis
Geschrieben am 27.05.2017, 18:06 von ALUCARD

Neige Et Noirceur
Verglapolis
Dusktone
Vö:31.05.2017



Ordentliches Tempo legt das kanadische One Man Projekt da vor, Mitte 2016 erschien "Les Ténèbres Modernes". Nun liegt mit "Verglapolis" schon ein neues Album vor. Das ist halt der Vorteil eines Einzelkämpfers, du musst auf niemanden warten oder auf irgendwas Rücksicht nehmen.

Allerdings ist das hier kein Fliessbandprodukt, das neue Werk unterscheidet sich doch etwas vom Vorgänger. Anhänger vom reinen Black Metal wird man damit aber immer noch nicht bekehren, denn Alleinherrscher Spiritus setzt weiterhin auf elektronische Unterstützung. Diese äussert sich allerdings nicht durch eine schlecht programmierte Drummachine wie man das von vielen Einmannbands kennt sondern unterstreicht äusserst gelungen die klirrend kalte Atmosphäre der einzelnen Songs. Dadurch hat das meistens nicht mehr viel mit Black Metal an sich zu tun sondern klingt eher wie ein alptraumartiger Soundtrack.

Beim Hörgenuss mit den empfohlenen Kopfhörern umgibt einen so eine beklemmende Dunkelheit, die Musik zeichnet menschenfeindliche Landschaften in deinen Kopf aufgrund ihrer negativ abweisenden Art. Stellenweise sind es wie gesagt gar keine richtigen Songs sondern eher frostige Soundcollagen ohne Halte- und Orientierungspunkt für den Hörer, man könnte auch Antimusik sagen.
"Pluie verglaçante et brouillard de glace" entreisst einen dann aus diesem Alptraum indem es mit gewohnt schwarzmetallischem Drumming aufwartet. In Kombination mit dem hymnisch anklagenden Gesang ergibt sich eine Sogwirkung die einen dann doch wieder in das Tal der Finsternis entführt.
Dort angekommen bittet "Énergie noire" zum finalen Tanz, passend zum Songnamen verströmt auch dieser keinerlei Hoffnung sondern verstört mit wüstem Getrommel und einem Gesang der direkt aus dem Höllenschlund zu kommen scheint und kälter ist als jede Polarnacht.
Das darauf folgende "Ruines électriques" ist ein Titel aus der Feder von Bête Lumineuse, einem kanadischen Experimental Noise/Drone/Ambient Projekt, und so klingt es dann auch. 12 rein elektronische Minuten stellen nochmal alle Hörgewohnheiten auf den Kopf und loten die musikalische Toleranzgrenze des Hörers neu aus. In Zusammenhang mit ersten Drittel des Albums passt das durch seine menschenfremde Art und Darreichungsform aber perfekt als Albumabschluss.

Ein Album das die Begriffe Songstruktur und Songwriting und die klassische Erwartungshaltung an ein Album komplett in Frage stellt, durch seinen abweisenden und inhumanen Charakter aber mehr Black Metal ist als so manche Kaspertruppe die sich so in dem Genreteich bewegt.

Inspiration und thematischer Überbau des Albums ist übrigens der Eissturm in Kanada von 1998, mehr dazu erfahrt ihr z.B hier: https://out-of-canada.olehelmhausen.de/eisstur....en-sarg . Könnte eventuell ganz wichtig sein um im Albumkontext die Atmosphäre des Werkes zu verstehen und nachzuvollziehen.  

1- Le monde est une forêt noire
2- L ’hiver de force
3- Nordet / les premières neiges
4- Pluie verglaçante et brouillard de glace
5- Énergie noire
6- Ruines électriques*
* Ruines Électriques is the work of Bête Lumineuse

https://dusktone.bandcamp.com/album/neige-et-noirceur-verglapolis
http://www.zimondofin.com/zimondofin.com/neigeetnoirceur/

8,5 von 10 Punkten

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Beastcraft - The Infernal Gospels Of Primitive Devil Worship
Geschrieben am 25.05.2017, 12:56 von ALUCARD

Beastcraft
The Infernal Gospels Of Primitive Devil Worship
Pulverised Records
Vö:07.04.2017



Eigentlich war das Kapitel Beastcraft nach dem Tod von Trondr Nefas schon geschlossen. Doch dann "entdeckte" man wohl noch alte Demoaufnahmen und flink wurde daraus noch ein vollwertiges Album gezimmert. Somit also noch der "final Call from the Grave".

Ob man aus dem Ausgangsmaterial wirklich nochmal ein Album erstellen musste kann jeder selbst entscheiden. Ich finde auf einer Compilation im Rahmen einer abschliessende Best-of Platte hätte man das Demomaterial sicher auch gut unterbringen können. Denn für ein reines Album ist mir das hier zu wenig. Schnelles Tempo ist eh nicht so das Revier der Norweger, da wird es schnell hektisch und ruppig. Verweilen sie im Midtempo und darunter, dann kann man sich das gut anhören, als Beispiel sei "Deathcraft And Necromancy" genannt. Dann entwickeln sie einen hypnotischen Sog dem man sich schwer entziehen kann. Gleiches gilt auch für "Reborn Beyond The Grave" und das irgendwie unfertig wirkende "The Beast Descends".
Der Rest ist typisch norwegischer Blackmetal im recht rohen Klangkleid. Allerdings finde ich nichts herausragendes, alles irgendwie schonmal andernorts gehört. Auf mich wirkt das auch sehr uninspiriert, der gleichförmige Gesang kann da auch nicht mehr viel rausreissen. Sind dann halt doch nur Demoaufnahmen die verwendet wurden denen eine finale Aufarbeitung sicher gut getan hätte.
Bis auf zweieinhalb Grosstaten nichts was ich zwingend nochmal hören muss, da hatte das gelungene Albumartwork mehr versprochen. Der zweite Teil des Albumtitels ist da schon passender, "primitive Devil Worship".
Bleibt noch ein bitterer Beigeschmack von Leichenfledderei, ich bin mir nicht sicher ob Urgehal Fronter Trondr Nefas das freigegeben hätte.

Tracklist:
1. Aapenbaring
2. Demonic Perversion
3. Deathcraft And Necromancy
4. The Fall Of The Impotent God
5. Her Highness Of Hell
6. Reborn Beyond The Grave
7. Waging War On The Heavens
8. The Devil's Triumph
9. The Beast Descends

http://www.deathcibel.com/beastcraft/
https://pulverised.bandcamp.com/album....worship

6 von 10 Punkten

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Review: Pale King - Monolith Of The Malign
Geschrieben am 21.05.2017, 23:00 von ALUCARD

Pale King
Monolith Of The Malign
Soulseller Records
Vö: 21.04.2017



Schwedentodtruppen gibts ja im Moment mehr als man hören kann, diese Jungs biedern sich aber keinem Trend an.

Das Debütalbum der Schweden bei dem auch Leute von Wombbath aktiv sind feiert eher den melodischen Death Metal ab für den das skandinavische Land einst berühmt war und dessen Siegeszug sich dann auf die ganze Welt verteilte. Viele Bands von "damals" gibts gar nicht mehr oder sie haben sich stark verändert, man vergleiche nur mal die frühen Göttergaben von In Flames mit dem heutigen Material.
Da ist es doch gut das es doch noch Bands gibt die den alten Spirit weitertransportieren und die Flamme am Leben erhalten.
Doch Pale King finden sich nicht mit der Funktion eines Kopiergerätes ab indem sie nur altbekanntes wiedergeben, sie schaffen es das das Material trotz der klassischen Trademarks frisch und unverbraucht klingt. Sie fügen der Grundstruktur neue Sichtweisen hinzu und transportieren das Ergebnis problemlos in die Neuzeit. Innovationspreis gibts dafür zwar keinen, wer aber mit der Blütephase des Genres grossgeworden ist der muss das Album antesten. Und auch Liebhaber der englischen Fraktion rund um My Dying Bride und Paradise Lost sollten "Monolith Of The Malign" eine Chance geben, es wird sich nicht als Fehler erweisen.
Auf verweichlichende oder verwässernde Elemente wurde grundlegend verzichtet, Hauptträger des Ganzen ist immer noch unverkennbar Death Metal. Aber eben mit starker Prägung in Richtung Melodic Death aus der "guten, alten Zeit". Eckpfeiler wären neben den schon genannten Institutionen Katatonia, Amorphis, Dark Tranquillity, At the Gates und Soilwork. Von allen sollten allerdings die Frühwerke als Orientierung dienen.

Tracklist:
1. The Last Hour
2. Ominous Horrors
3. Monolith Of The Malign
4. The Curse
5. Dark Intentions
6. Inflicting Misery
7. Resurrected
8. A Haunted Palace

Line-up:

Jonny Pettersson – Guitar, Vocals, Keys
Håkan Stuvemark – Guitar
Hannah Gill – Bass
Jon Rudin – Drums

https://www.facebook.com/PaleKing666
https://soundcloud.com/paleking666/sets/monolith-of-the-malign

7,5 von 10 Punkten

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Unaussprechlichen Kulten - Occult Death Metal aus Chile
Geschrieben am 20.05.2017, 18:42 von UnDerTaker

kultenDie Occult Death Metallers Unaussprechlichen Kulten haben den neuen Track "Sacrificio Infanticida" veröffentlicht. Der Song stammt vom kommenden 4. Album "Keziah Lilith Medea (Chapter X)" welches am 2.6.2017 via Iron Bonehead Productions in die Läden kommt.
Die Chilenen beweisen mit dem neuen Album, dass sie es nach 20 Jahren immer noch drauf haben und kein bisschen von ihrem Weg abweichen..

Trackliste:
1. Unholy Abjuration of Faith
2. The Woman, The Devil and God's Permit
3. Dentro Del Círculo
4. Firma El Libro De La  Muerte
5. Sacrificio Infanticida
6. Sabbatical Offering
7. The Mark Of The Devil
8. Lujuria Carnal Con Incubos



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Review: Fin - Arrows Of A Dying Age
Geschrieben am 10.05.2017, 20:09 von Nabu

Fin - Arrows Of A Dying Age

Die Schwarzmetaller Fin aus den Vereinigten Staaten von Amerika konnten bis heute noch nicht meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Das Duo hat in den letzten drei Jahren drei Alben veröffentlicht - was die Quantität über die Qualität aussagt sei jetzt mal dahingestellt. Klar ist, dass Fin bei mir eine Art Zwist ausgelöst hat. Zum Einen mag mich das Album zu begeistern, zum Anderen trauere ich verschenktem Potential hinterher.

„Arrows Of A Dying Age“ liefert mit elft Tracks und einer Laufzeit von knappen 50 Minuten einen ordentlichen Umfang ab. Wäre die Scheibe rein instrumentell hätte sie sich vermutlich umgehend in die Liste meiner Top-Alben dieses Jahres gespielt. Fin liefern knallharten, eiskalten Black Metal der sich nicht zu verstecken braucht. Wäre da nicht der komische bzw. unpassende Klang der Vocals. Aber Achtung: viele, besonders jene die der Meinung sind das „truer“ Black Metal schlecht produziert klingen MUSS, werden mir hier widersprechen. Es gibt Bands die ähnlich klingen und damit voll ins Schwarze treffen. Nur hier finde ich den Kontrast zwischen Instrumenten und Stimme zu krass. Dieser „gebt mir das billigste Mikro was ihr finden könnt, ich nehme in einem riesigen Keller die Vocals auf“ Klang passt hier einfach nicht aufs Album. Zumindest ist das meine Meinung.

„Arrows Of A Dying Age“ ist also prinzipiell ein solides Album, welches noch viel mehr hätte werden können. Trotzdem lässt man den Durchschnitt hinter sich und wird die Fanbase mit diesem Release mehr als nur zufrieden stellen können. Eine Empfehlung zur Hörprobe wird hiermit ausgesprochen!




Anspieltipp: The Sight, The Archer, Clarity In These Winds


Wertung: 7.8 / 10




Gesamtlänge: 48:24
Label: Folter Records
VÖ: 28. April 2017



Tracklist

1.  Manias
2.  The Sight
3.  Strings of Discourse
4.  A Wall of Stone
5.  Hold Fast…Thy Lament
6.  The Archer
7.  With Spear, Arrow, and Oath
8.  Arrows of a Dying Age
9.  Clarity in these Winds
10. With Hammering Glance
11. Outlaws


Website der Band: Fin bei Facebook

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Review: Corpus Christii - Delusion
Geschrieben am 10.05.2017, 16:27 von Nabu

Corpus Christii - Delusion

Die Tatsache dass es sich bei Corpus Christii um ein Urgestein der portugiesischen Black Metal Szene handelt ist unumstößlich. Genau wie der Fakt, dass mich die Musik der Band noch nie besonders abgeholt hat und somit ihre fast 20 jährige Schaffenszeit für mich nie wirklich interessant war. Und nun Achtung, Spoiler: sie ist es auch weiterhin nicht. Warum Delusion trotzdem ein starkes Album ist und sich Fans freuen können erfahrt ihr im Folgenden.

Der Opener „The Curse Within Time“ zeichnet schon ein ganz gutes Bild von dem was der Hörer auf Delusion zu erwarten hat. Eher etwas träge, dafür aber umso stimmiger und düsterer verstehen sich die Portugiesen sehr gut darauf mit ihren Songs eine dunkle, bedrückende Atmosphäre zu erzeugen ohne dabei gleich in ein anderes Genre zu verfallen. Die „ruhigeren“ Parts legen das dreckige Black Metal Gewand nie ab. Zur rechten Zeit ist immer ein schnelles, kaltes, klirrendes Riff zur Stelle, welches die schon fast doomigen Parts auflockern und den Hörer daran erinnern was bzw. wen er sich hier eigentlich anhört. Generell also ein sehr gutes Rezept - welches auch souverän umgesetzt wird.

Mein persönlicher Favorit findet sich in „Near The End“. Vermutlich weil der Song etwas aus diesem Schema ausbricht und den Fokus größtenteils auf repetitives Riffing und treibende Drums setzt - genau wie ich es mag.

Mit dem mittlerweile achten Full Lenght Album liefern Corpus Christii ein solides Album ab, welche Fans mehr als nur zufriedenstellen wird. Ich persönlich habe nach wie vor keinen Draht zu der Band gefunden und werde dies wohl auch nicht mehr. Nichts desto trotz  sollten Interessenten an „Delusion“ nicht vorbeigehen ohne gründlich reinzuhören!




Anspieltipp: The Curse Within Time, Near The End, Carrier Of Black Holes


Wertung: 8.0 / 10




Gesamtlänge: 41:53
Label: Folter Records
VÖ: 28. April 2017



Tracklist


1. The Curse Within Time
2. Chamber Soul
3. Become the Wolf
4. I See, I Become
5. Facing Concrete Mountains
6. Seeker of All
7. I Am the Night
8. Near the End
9. Carrier of Black Holes

Website der Band: Corpus Christii bei Facebook

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Interview mit Henri Sattler von God Dethroned [EN]
Geschrieben am 10.05.2017, 14:04 von UnDerTaker

henri sattlerGod Dethroned sind mit neuer Mannschaft zurück und haben mit “The World Ablaze” ein fettes Album am Start. Grund genug für uns mit dem Bandleader Henri Sattler ein Interview über God Dethroned, seine weiteren Projekte wie To The Gallows oder Winter Of Sin und seiner Gitarrenfirma Serpent King Guitars zu führen.

Das in Englisch verfasste Interview findet ihr hier...



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[BlackMetal] Thakandar - Hinter dem Schatten
Geschrieben am 07.05.2017, 17:45 von Thakandar


"Sterbende Erde" VÖ: 20.10.2017 (Einheit Prod. / Soulfood)

Hi, ich bin Sebastian, lead vocalist von Thakandar.
Das Album erzählt die Geschichte einer untergegangen Zivilisation in einer möglichen, hypothetischen Zukunft einer postapokalyptischen Welt. Die Menschheit hat sich in ihrer Entwicklung übernommen und durch gesellschaftliche Probleme und Verschwendung ihrer Ressourcen ihren eigenen Untergang herbeigerufen.
Nun sind die letzten versprengten Reste der Menschen auf der Suche nach einem Ort, wo ein Überleben noch möglich ist, da die Welt weitestgehend zerstört und unwirtlich ist. Verfolgt von den Geistern ihrer Vergangenheit und bedroht von einer Macht, die sie nicht verstehen, die sich auf Grund der Dekadenz der Menschheit gegen sie gewandt hat, müssen sie aber nun erkennen, dass die Heilung nicht durch das Erreichen eines gewissen Ortes möglich ist, sondern die Menschen ihre Verdorbenheit überall verbreiten wo sie hingelangen.

Bezüge zur Literatur:
Stephen King - Der Dunkle Turm
Dan Simmons - Die Hyperion Gesänge / Endymion

Einen ersten Track “Hinter dem Schatten” ist bereits auf YouTube verfügbar:

https://www.youtube.com/watch?v=VJ2f8oClWlY


Rock on!  :rock:
www.thakandar.de | www.facebook.com/Thakandar | www.einheit-produktionen.de | www.soulfood-music.de


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Review: Parasite - The Depths of Human Nature
Geschrieben am 07.05.2017, 14:13 von ALUCARD

Parasite
The Depths of Human Nature
Garage Records
Vö:04.03.2017



Nein, das sind nicht die schwedischen Metaller aus denen später Hexenhaus und Memento Mori hervorgingen, sondern eine der anderen 10 Bands mit gleichem Namen wie Metalarchives mir verrät. Die hier kommen aus Oberfranken und zocken im Grenzgebiet von Grindcore, Deathmetal und Hardcore. Klingt beim lesen erstmal krachig und rumpelig, ist es aber nicht.
Parasite arbeiten sich nicht wüst holzend an ihren Songs ab sondern haben ein Augenmerk auf Abwechslung. Hier regiert nicht nur der Vorschlaghammer, des öfteren gibt es fein groovende Momente bei denen die Handbremse ordentlich durchgezogen wird. Und ein Song wie "Sweet Revenge" geht locker flockig auch als Melodic Death Metal durch. Das gleich darauf folgende "Backyard Burial" beweist das man durchaus mit Elementen vom Metalcore arbeiten kann ohne peinlich zu sein. Solche Momente finden sich auf der Scheibe öfters, was allerdings andernorts in Form von Beatdowns einfach nur nervig ist funktioniert hier sehr gut. Ansonsten werden die Tracks von Drummer Max ordentlich vorangetrieben ohne zu stumpf zu werden, Gitarrist&Sänger Grinnof veredelt Shizzle`s Bassläufe noch mit flotten Melodiefragmenten wenn er die ganze Fuhre nicht grad rifflastig voranschiebt. Dabei verschiebt er sein Stimmvolumen gerne zwischen Screams und Growls. Gleiches gilt auch für die Tracks an sich, einen Song primitiv einfach nur runterzuholzen ist nicht der Stil von Parasite. In die Titel werden immer wieder dynamische Veränderungen eingebaut die den Hörer ordentlich bei Laune halten. Da sie schön zwischen den Schubladen hin-und herwechseln nutzt sich die Platte logischerweise auch nicht so schnell ab.
"The Depths of Human Nature" vereint die Lager Death und Grind bestens auf einer Scheibe, selbiges sollte auch live gut funktionieren. Kann also jeder problemlos mal antesten.

PARASITE - 'The Depths of Human Nature' Album Trailer
https://www.youtube.com/watch?v=N0tXtkGvBHg

1. The Return
2. S.O.R.E.
3. Menace
4. Trust Fails
5. Doomsday Device
6. Secrets of the Bosses
7. Survival Food
8. Sweet Revenge
9. Backyard Burial https://www.youtube.com/watch?v=jHXYz4VKdp8
10. Zero Brain Function https://www.youtube.com/watch?v=22E27_idTgc
11. Mainstream Multimedia Massacre
12. 731
13. Violent Reporting
14. Blackout
15. Cold War
16. Deceptive Headache (live)

https://www.facebook.com/parasiteinvasion/

7,5 von 10 Punkten

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Review: Gods Forsaken - In A Pitch Black Grave
Geschrieben am 04.05.2017, 18:20 von Styx

Gods Forsaken - In A Pitch Black Grave

Einige der besten Projekte/Bands, die ich in den letzten Jahren hören durfte kamen aus der Feder von Anders Biazzi. Dazu gehören Blood Mortized und Just Before Dawn. Nachdem letzten Blood Mortized Album hat der Sänger die Band verlassen und das Band Karussel hat sich auch noch etwas bewegt und nach ein paar Gigs verschwand und einem letzten Demo Song löste sich die Band auf. Pelle und Gustav haben Reek Of Martyr gegründet und Anders hat sich Brynjar Helgetun (Liklukt) und Jonny Petterson (Ashcloud/Just Before Dawn/Wombbath) geschnappt und die Band Gods Forsaken gegründet. Lasst euch nicht von den Pseudonymen der Band Mitglieder täuschen (Dr. Caligari ist Jonny, Mr. Schweick ist Anders und Mr. Harbinger ist Byrnjar).
Was uns hier erwartet ist räudiger Old-School-Schweden-Death der aber nicht als direkte Fortsetzung von Blood Mortized gesehen werden soll, dennoch ist Anders typisch düsterer und melodischer Gitarrenstil vorhanden, der die Platte auflockert und mit der ein oder anderen Überraschung aufwartet und die klassischen Metal Einflüsse von Mr. Schweick ans Tageslicht bringt. Neben dem Youtube-Track „Born Of Blasphemy“ möchte ich den Leuten auch „Ashes Of The Dead“, den Titeltrack und „An Odyssey Of Broken Bones“ ans Herz legen. Eine großartige Platte die sich nicht hinter den großen Namen zu verstecken braucht und definitiv den Weg in meine Jahres Top 10 finden wird.

Wertung: 8,5 / 10




Gesamtlänge: 42:07
Label: Soulseller Records
VÖ: 09.06.2017

Tracklist
01. In A Pitch Black Grave
02. By Hate He Comes
03. Born Of Blasphemy
04. Ashes Of The Dead
05. Black Winds Of Genocide
06. Curse Of The Serpent
07. Souls Torn Apart
08. An Odyssey Of Broken Bones
09. Chronicles Of A Maniac

Website der Band: www.facebook.com/godsforsakenSWE



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Review: Paroxsihzem - Abyss of Excruciating Vexes (MC)
Geschrieben am 04.05.2017, 16:48 von ALUCARD

Paroxsihzem
Abyss of Excruciating Vexes
Krucyator Productions
Vö: 26.05.2017



Ganz neu ist das hier nicht, "Abyss of Excruciating Vexes" ist 2016 schonmal bei Hellthrasher Productions erschienen. Damals als Cd und als Vinyl, erscheint die EP nun via Krucyator Productions als Tapeversion.

Erstaunlich ist das die Songs nicht aus einer finnischen Gruft entstiegen sind sondern im kanadischen Toronto ausgebrütet wurden. Denn die Songs klingen stark nach Material was sonst eher im allertiefsten skandinavischen Untergrund beheimatet ist. Wütender Death Metal, immer an der Türschwelle zum Black Metal stehend und verhallter Klang weit weg von einer Überproduktion. Dazu noch fies tief röchelnde Vocals und Songstrukturen die des öfteren mal ins chaotische abzudriften drohen.

Alles in allem ein wüstes Gerumpel in dem man sich erstmal zurechtfinden muss. Wenn man dann immer noch Gefallen daran findet dann ist der Weg nicht mehr weit bis zu den offenbarenden Momenten die einen in den Bann ziehen wenn zum Beispiel "BZ Experiment" den Hörer zwischen DeathDoom, Black Metal Raserei und derben Geklöppel hin-und herschleudert. Allerdings sollte man bereit sein typische Hörgewohnheiten und saubere Klangvorstellungen hinter sich zu lassen. Das eingängigste Stück ist dabei der siebenminütige Opener "Dillanties Torture" der zwischenzeitlich in eine hypnotische Parallelwelt von schleppendem Black Metal und deathdoomiger Lava verfällt.

Bonusapplaus bekommt der Drummer von mir, unfassbar was Abyss hier teilweise abliefert. "Human Drumcomputer" wäre ein passender Zweitname...
Anspieltip: "Dillanties Torture"

Track List
Side A: 1. Dillanties Torture 2. Bellicose Psychosis 3. BZ Experiment
Side B: 4. Isolation 5. Dead Cunt Maniac (Arkhon Infaustus cover)
Spielzeit: 24:32

https://paroxsihzem.bandcamp.com/
https://krucyator.bandcamp.com/album....edition

Impugnor - Guitar/Bass
Abyss - Drums
Krag - Vocals

8,5 von 10 Punkten

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Distro-Neuheiten!
Geschrieben am 04.05.2017, 09:50 von TotalDeathRecords

DISTRO NEWS:


OPHICVS(USA) - "Machine Gun Reaper" CD (Austenitized Rec.) 8,-€
Machine Gun Reaper is the 3rd Full Length Black Heavy Metal assault from Ophicvs ! Prepare of a onslaught of cult black rock 'n' roll!!! ULTRA RECOMMENDED!!!!

SEGES FINDERE(Brazil) - "Warmastered by Deathkorps" Digipack CD (Elegy Rec.) 9,-€
Smashing through the front with merciless terror! War metal firing with absolute hatred and violence! CULT INTOLERANT GROTESQUE WAR BLACK METAL!!!!
ULTRA RECOMMENDED!!!!

LUSTRATION(Australia) - "Jesus Bethlemitus Maledictus" CD (Forgotten Wisdom Prod.) 8,-€
Jesus Bethlemitus Maledictus is 7 tracks of Black/Death Metal audio terror! Crawling invocations dealing with occultism and atlantean subjetcs, on low poundings drums, gathering for chaotic and primitive Metal! CULT ALBUM!!!

DEUS IGNOTUS(Greece) - "Hexapterygon" CD-Digibook (III Damnation Prod.) 9,-€
Clocking only a bit over half an hour, this second full-length album from Greek duo Deus Ignotus is as short as brutal; a complete and utter devastation of senses from start to finish, an old-school brutal Occult Black Metal that takes influences from the massive War Metal scene, too!They are moving into fast pace patterns, their sound is brutal and dirty Black Metal that will remind you maybe of a more technical version of VON! ULTRA RECOMMENDED!!!!

BLACK INVOCATION(Brazil) - "Chaos - Triumph - A New Beginning" CD (
Abrasax Rec.) 8,-€
The debut album (including the first demo "BLACK INVOCATION" from 2001) from this great horde! KILLER Raw, Old School Black Metal Attack with direct riffs and aggressive vocals! For the true underground maniacs! GREAT!!!!

THROMOS(Germany) - "Vergessene Tiefen" CD (Necro Genocide Rec.) 8,-€
The new album from the GERMAN UNDERGROUND CULT HORDE!!!
Old School Satanic Occult Black Metal for fans of old Moonblood!!!
ULTRA RECOMMENDED!!!!

MALAFLAME(Italy) - "Cá del Diaol" CD (War Kommand Prod.) 8,-€
Fast, Old School Black Metal from Italy with the new Via Dolorosa singer!
KILLER RELEASE!!!

KHEPHRA(Italy) - "I 9 volti del demonio" CD (War Kommand Prod.) 8,-€
Italian Cult BM- Band since 1993! The new album comes with 14 tracks - more as 60 minutes of PURE OLD SCHOOL BLACK METAL! GREAT!!!!!

MARIANA NANNIS(Argentina) - "Patagonia" CD (Slava Prod.) 8,-€
The death rides on the Patagonian wind! An ultimate compilation containing all the recordings by this BERSERKER BLACK METAL masters from the cold south of Argentina! Pure Patagonian Evil emerging from the depths of the glaciers. Morbid, lustful and filthy black metal with a crust/doom/punk veil for the followers of old Mortuary Drape, Root, old Heretic, old Samael & Hellhammer! A fist of fury in the face of the poser faggot scene of nowadays! METAL ARGENTINO! A total of 33 sordid tracks, two of which are previously unreleased, puked on exquisite gold-surfaced CD and comes with full-coloured cover, plus an A4 folded double-sided lyric sheet! Limited edition of 666 hand-numbered copies! ULTRA RECOMMENDED!!!!

TUDOR (Cze) - "Bloody Mary" CD (Slava Prod.) 8,-€
TUDOR’s 1992 classic opus is finally released on CD for the first time ever! The legendary black thrashers, TUDOR that together with MASTER’S HAMMER, TORR, ROOT and others created the Czech metal history. Those of you who missed out on the original pro-done tape from those days are now in luck to get the CD version with the addition of 2 bonus tracks! Full-coloured 8-page booklet w/ total different cover artwork/layout! GREAT OLD SCHOOL ATTACK!!!


ALLES NEUWARE!!!
KEINE CD'Rs!!!


Bei Interesse und/oder für komplette Liste Mail an:
total-death-records@web.de


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SEPULTURA - Machine Messiah
Geschrieben am 03.05.2017, 21:38 von ElWiz



Von "Beneath The Remains" bereits angefixt, fegte 1991 mit "Arise" ein Orkan über mich hinweg, der SEPULTURA einen Herrscherstatus bescherte. Bis heute ist dieses Album der Meilenstein der Band geblieben. Leider konnte schon der Nachfolger nicht mehr mithalten, danach verzettelte man sich in Punkto Soundinnovation und personelle Querelen taten ihr Übriges, um das Interesse an der Band vollends zu verlieren. Ich wußte immer, daß es die Band gibt, das war's dann auch. Aber '91, da waren SEPULTURA echt Gott !
Jetzt sind wir im Jahr 2017 und SEPULTURA veröffentlichen mit "Machine Messiah" endlich das Album, das "Arise" mindestens ebenbürtig ist. Mit besagtem Klassiker sind massenhaft Erinnerungen verbunden,weshalb er seinen Status auch auf ewig halten kann. Aber in Punkto Abwechslungsreichtum ist "Machine Messiah" überlegen. Unfaßbar, was Kisser und seine Mannschaft auf diesem Album veranstalten. Vom getragenen Opener an fesselt man den Hörer an die Anlage. Unbändige Härte des Thrash Metals wird ganz selbstverständlich mit Streicherarrangments oder einer Hammondorgel verwoben, und alles paßt perfekt. Jeder Song ist bis ins letzte Detail perfekt arrangiert. Und die Drums haben eine Wucht, die Mauern niederreißt ! Dazu vollbringt Derrick Green eine Gesangsleistung, die sämtliche Facetten abdeckt. Der Mann kann wirklich hervorragend singen, brüllt sich im nächsten Moment aber wieder die Seele aus dem Leib ( wobei er hier zeitweise etwas an Rob Flynn von Machine Head  erinnert ). All diese musikalischen Glanzleistungen wurden in ein ebenso glasklares wie brutales Soundgewand verpackt, wodurch das Gesamtbild schließlich endgültig perfektioniert wird.
Ob "Machine Messiah" die nostalgische Bindung an "Arise" übertreffen kann, wage ich zu bezweifeln, aber musikalisch halte ich das  Album für das neue Meisterwerk der Band.Seit Wochen läuft die Scheibe mehrmals täglich und von auch nur der kleinsten Abnutzung fehlt jede Spur. Ob das auch wirklich noch Thrash Metal ist, das ist mir sowas von furzegal. Es ist ein Killer !
Dieses Jahr zeigt Nuclear Blast dem "wahren Underground" wohl mal beide Stinkefinger und haut nach der IMMOLATION mit "Machine Messiah" gleich nochmal ein richtiges Überalbum raus ! Ich fühl mich wieder wie anno 91, was SEPULTURA angeht. Back to the "Roots", am Arsch ! Die Band war nie mächtiger ! Pure Begeisterung ! Anspieltipps ? Die ganze verdammte Platte !!!

Wertung ( ohne wenn und aber ): 10 / 10 !

> 10 Tracks / 46:05 Min
> Tracklist:

01. Machine Messiah
02. I Am The Enemy
03. Phantom Self
04. Alethea
05. Iceberg Dances ( instr )
06. Sworn Oath
07. Resistant Parasites
08. Silent Violence
09. Vandals Nest
10. Cyber God

> Release: bereits erschienen

> Label: Nuclear Blast

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Summon mit Death-/Doom Metal aus Portugal
Geschrieben am 02.05.2017, 13:11 von UnDerTaker

summonDie Ende 2016 gegründeten Portugiesen SUMMON veröffentlichen am 30.6.2017 ihre Debüt EP "Aesthetics of Demise" als Kassette via Iron Bonehead Productions. Der erste Output der Death-Doom Combo wird vier Songs enthalten.
Mit "Sacred Pestilence" könnt ihr euch bereits einen ersten Song online anhören.
Frei nach SUMMON: "Death is our guide, and we are his scythe..."

Trackliste:
1. Blood Obscure Temple
2. Consummation
3. Darkness Circle
4. Sacred Pestilence



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MORFIN - Consumed By Evil
Geschrieben am 02.05.2017, 10:21 von ElWiz



Es passiert in sämtlichen Metal - Genres, fällt mir aber schon besonders im Death Metal auf: Bands musizieren vermehrt "retrogewandter", dh sie versuchen den Stil ihrer Vorfahren möglichst exakt zu kopieren. Manche haben einfach Bock auf diesen Sound, andere verkaufen es als Hommage an die jeweiligen Vorbilder. Mit die größten Vorreiter waren ja bekanntlich Chuck Schuldiners DEATH und genau dieser Band wurde in den letzten Jahren gerne nachgeeifert. Als Hommage funktionierte das zB beim GRUESOME - Debüt hervorragend. Unter denen, die scheinbar einfach tierisch Bock auf die Mucke haben, stechen qualitativ va SKELETAL REMAINS heraus, nicht weniger cool schepperten deren Labelmates MORFIN auf ihrem ersten Album "Inoculation" ( 2014 ). Jetzt legen MORFIN ihren Zweitling "Consumed By Evil" nach. Mittlerweile stehe ich der Tatsache, daß sich die Zahl der "Nacheiferer" rapide steigert, eher skeptisch gegenüber, doch die Amis gehören zu den Bands, die diese Bedenken flugs wegwischen können, denn sie zeigen hiermit nun auch zum zweiten Mal, daß sie a) wirklich auf diesen Sound abfahren und b) sie es auch wirklich können. Zwar ist meine Begeisterung wohl nicht mehr ganz so groß wie zu Zeiten von "Inoculation" und ich hatte auch keine riesigen Erwartungen an die Band, bin jedoch sehr positiv überrascht worden. Ausgestattet mit einem fetten Sound servieren uns Kalifornier ein Album, das dem Debüt in Nichts nachsteht.Zwar krankt alles wieder an der Originalität, es bleibt ein riesiger DEATH - Worship, aber das Ganze macht tierisch Bock, bietet tolle Songs und somit ist es wieder eine Empfehlung für alle, denen die Vorbilder oder eben auch SKELETAL REMAINS gut reingehen. Ein cooles Detail ist, daß man wie schon beim Vorgänger, wieder ein cooles Bass - Instrumental auf der Platte hat. Fände ich geil, wenn man dies als Trademark für kommende MORFIN - Alben beibehalten könnte.
Anhande dessen, daß man zum zweiten Mal nix Neues macht und dieses Jahr schon einige wirklich starke Scheiben hervorgebracht hat,belasse ich es diesesmal bei ganz fetten 7,5 / 10 Punkten. Jeder muß für sich entscheiden, ob er "Consumed By Evil" braucht, wenn er schon diverse Werke der erwähnten Bands besitzt - ich für meinen Teil kann das mit "JA" beantworten, mit etwas weniger Objektivität wäre die Platte bei mir sicher elegant über die 8er -Marke gehüpft. Ach ja, das Coverartwork ist sehr cool, wenn auch nicht mehr so schön blutig wie das letzte.
Das Versprechen "for fans of early DEATH" ist auf jeden Fall kein leeres. Definitiv nicht !

Wertung: 7,5 / 10

> 9 Tracks / 35:22 Min

>Tracklist:

1. Reincarnated
2. Embodiment
3. Slowly Dismembered
4. Demonic Infestation
5. Illusions Of Horror
6. Posthumous
7. Contorted Truths
8. Carcinogenic Parasite
9. Consumed By Evil

>Release: 5. Mai 2017
>Label: FDA Records

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Handouttexte PSOA 2017
Geschrieben am 01.05.2017, 19:05 von Exorzist

Habe die BAndliste für das Handout vorliegen, wer ist denn alles dabei dieses Jahr ? Slaypi und Steven fallen ja leider raus ...

Bitte mal um Meldung, wen ich alles mit aufnehmen soll/kann!

(36 Antworten)

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Gods Forsaken
Geschrieben am 01.05.2017, 15:53 von Exorzist

Blood Mortized sind ja leider Geschichte, aber mit Gods Forsaken tritt eine Band auf den Plan. Den neuen Song Born of blasphemy vom kommenden Album "In a pitch black grave" könnt ihr euch HIER rein ziehen.

From the members of Just before Dawn comes death metal legion Gods Forsaken. Driven by the urge to play filthy old school Swedish death metal with no frills, the trio set out to record an album that takes the best parts of the late 80s, early 90s metal scene. The songs attracted record label Soulseller Records, who will release their full length debut “In a pitch black Grave” during 2017. Expect an arsenal of raw, buzzsaw driven death metal from members of bands like Blood Mortized, The Grotesquery and Wombbath.

The Crew

Growls:Caligari
Guitars/bas:Schweick
Drums:Mr.Harbinger



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LUX DIVINA
Geschrieben am 28.04.2017, 17:31 von ALUCARD

Neuentdeckung meinerseits:

LUX DIVINA aus Spanien
Black Metal, geht aber viel weiter als normaler Black Metal und bindet viele andere Elemente mit ein ohne zu verwässern.

Anspieltip: Saturnum In Aquario Ascendentem https://www.youtube.com/watch?v=CKdRtwNRN88

The Hidden Treetops https://www.youtube.com/watch?v=Tnw29rHAk_4

The Long Fingers Of The Willow https://www.youtube.com/watch?v=RXqRex32KYY

Alle aus dem im letzten Jahr erschienenem Album "Walk Within the Riddle"

https://www.facebook.com/luxdivina.official



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Live-Video: Kreator (feat. GHOST & Drangsal) im Circus HalliGalli
Geschrieben am 28.04.2017, 12:11 von UnDerTaker

kreatorJoko und Klaas haben sich nicht nur Kreator und ihre Buddies Ghost und Drangsal auf die Bühne gewünscht, die beiden wollten es sich außerdem nicht nehmen lassen auch höchstpersönlich die Special Effects zu übernehmen.





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RESURGENCY - No Worlds... Nor Gods Beyond
Geschrieben am 27.04.2017, 11:33 von ElWiz




Die Zeiten, in denen quasi jeder FDA - Release ein Garant für 'ne Knallerplatte war, die man nahezu blind kaufen konnte,  sind für mich leider schon länger vorbei. Wo es immer mehr gesignte Bands wurden, da wurde die Musik meiner Meinng nach immer gesichts- / identitätsloser.  Bei der Ankündigung und dem kurzen Reinhören der neuen RESURGENCY - Scheibe wurde ich aber wieder mal hellhörig. Klang recht amtlich und ich hab mich tierisch auf "No Worlds...Nor Gods Beyond" gefreut. Insgesamt ist das auch ein recht heftiges Death Metal - Brett geworden, die Musik überrollt den Hörer wie ein D-Zug; nur ist das ebenso Fluch wie Segen: wenn man diesen Zug verpaßt, dann nimmt man halt einfach den nächsten. Macht keinen großen Unterschied. Bei all der Masse an Releases reicht es heute wohl nicht mehr, wenn eine Band 'ne richtig gute Platte rausbringt. Man geht unter und ich befürchte, genau dieses Schicksal droht RESURGENCY. Klar werden Fans von DEICIDE, MORBID ANGEL & Co ihre Freude an der Platte haben, das steht außer Frage ! Aber wie oft werden sie sich die Scheibe nach der anfänglichen Begeisterung noch anhören und eben nicht besagte Vorbilder aus dem Regal vorziehen ? Genau das ist das Problem. "No Worlds..." ist eine solides Genrealbum, dh Death Metal amerikanischer Prägung, der überwiegend im Eiltempo durchbrettert. Saumäßig spaßig, handwerklich sicher astrein, aber eben nichts Herausragendes.
Freunde des beschriebenen Sounds sollten aber ruhig mal ein Ohr riskieren. Vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach nur zu hoch.

Wertung: 7 / 10

> Tracklist:
01. Thresholds Of Infinite Pain
02. Progenitors Of Suffering
03. No Worlds Nor Gods Beyond
04. Upset Sun In Shades Deforms
05. Celestial Commemoration
06. Emancipation By Knowledge
07. Permutation Rites
08. Through The Gate Inside Not
09. Quartered Mental Existence

> Release: 21.4.2017 ( CD/ltd Digi ) bzw 16.6. ( LP )

> Label: FDA Records

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PSOA Orga 2017
Geschrieben am 26.04.2017, 20:22 von Exorzist

Unser feiner Platz auf dem Gelände ist wieder reserviert. Mieze hat uns den gleichen Platz wieder klar gemacht, damit dürfte auch ein betrunkener Weg zum Camp nicht schwierig sein.
Dixie ist auch wieder bestellt, Kohle dafür wird wieder vor Ort eingezogen :winken:

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Review: Neocaesar - 11:11
Geschrieben am 18.04.2017, 17:48 von Styx

Neocaesar – 11:11

Eine ganze Weile ist es schon her wo wir eine wirklich gute Sinister Platte erhalten haben. Viele Leute werden sich hier nun fragen was hat Sinister mit Neocaesar zu tun. Die Antwort ist ganz einfach: Alle Mitglieder von Neocaesar waren einst Mitglieder in Sinister. Wie klingt dieses Album nun? Auch hier gibt es eine einfache Antwort die Scheibe selbst klingt mehr nach Sinister als es Sinister heute tun, was eindeutig auch am Trademark Sound von Bart und der Stimme von Original Sänger Mike liegt. Ich möchte hier nicht den Eindruck erwecken das es sich hier um ein anderes „All-Star-Projekt“ handelt. Neocaesar sind eine eigene Instanz, die für sich selbst steht, aber wie eben schon vorher erwähnt, ohne den eigenen Stil zu vernachlässigen! Das soll heißen das Album geht eindeutig Richtung Sinister’s Hate und ist für mich dessen legitimer Nachfolger. Nach dem Intro wird dies schon eindeutig mit „From Hell“ unter Beweis gestellt. Wie sonst kann man den auch Song Nummer 5 mit dem Titel „Sworn To Hate“ auffassen? Im Großen und Ganzen ist Neocaesar hier eine grundsolide Platte gelungen, bei der ich nicht gedacht hätte, dass sie so gut wird, da ich große Hoffnungen  bei diesem Line Up hatte. Wie man aber sieht wurden meine Erwartungen mehr als erfüllt. Neben den oben genannten Songs „From Hell“ und „Sworn To Hate“, seien auch noch „Vahalla Rising“, „Angelic Carnage“ und „Blood Of The Nephilim“ als Anspieltipps genannt.
Die Band hat diese Platte selbst finanziert und mit Nuclear Blast eine Distribution gefunden, die das Album hier vertreibt. Falls jemand Interesse an der CD hat wäre es gut, wenn Ihr die Band direkt unterstützen könntet und Platte direkt bei Bart unter der eMail neoceasar.merchandise@gmail.com bestellt. Für mich bis jetzt die Platte des Jahres.

Wertung: 9,0 / 10




Gesamtlänge: 43:55
Label: Eigenproduktion
VÖ: 26.02.2017

Tracklist
01. Initial Novum (Intro)
02. From Hell
03. Victims Of Deception
04. Invocation Of The Watcher
05. Sworn To Hate
06. Valhalla Rising
07. Prelude To Darkness
08. Angelic Carnage
09. Sigillorum Satanas
10. Blood Of The Nephilim


Website der Band: www.facebook.com/Neocaesar.official

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Review: Disbelief - The Symbol of Death
Geschrieben am 17.04.2017, 14:14 von ALUCARD

Disbelief
The Symbol of Death
Listenable Records
Vö:21.04.2017



Umbesetzungen im Bandgefüge waren schon öfters der Tod so mancher Band, in den seltensten Fällen führten Veränderungen im LineUp zu Verbesserungen.
Bei den 1990 gegründeten Hessen ist aus der Gründungsformation nur noch Bandkopf Jagger übrig, am zweitlängsten dabei ist Bassist Joe Trunk (seit 1995). Bei den restlichen Positionen knirschte es immer wieder im Bandgetriebe und es kam zu Umbesetzungen. Die aktuelle Formation besteht seit 2013/2014, wünschenswert wäre das das eine stabile Zusammensetzung ist.

Der Albumopener "Full of Terrors" läuft noch keine Minute und es steht fest: Das sind immer noch zu 100% Disbelief. Das war schon das faszinierende bei den letzten Alben, trotz ständig wechselnder Belegschaft klang das Ergebnis immer eindeutig nach Disbelief. So auch "The Symbol of Death". Ich weiss nicht wie Jagger das macht, eventuell betreibt er zusammen mit Joe Trunk ein geheimes Chemielabor in dem Disbelief DNA gezüchtet wird die dann jedem neuen Bandmitglied eingeimpft wird. Das Endergebnis klingt in jedem Fall unverwechselbar nach Disbelief.

Und obwohl die Tracks den eindeutigen Disbelief Signature Sound haben und eine Einheit bilden, so klingen sie nicht alle gleich und sind deutlich unterscheidbar. Jeder Song hat seine eigene Note, erzählt seine eigene Geschichte und hat sein eigenes Wesen, fügt sich aber problemlos dem klanglichen Überbau ein. Ist der harte Panzer nach einer kurzen Warmhörphase geknackt dann offenbaren sich dem Hörer immer neue Details, Verzierungen und Verästelungen innerhalb der Songs.

Und Sänger Jagger scheint die neue Besetzung auch zu motivieren, er läuft zu Höchstform auf und leidet sich wieder in allerbestens bekannter Weise wie ein waidwundes Tier durch die Songs und schöpft dabei vollständig aus seinem stimmlichen Volumen.

Insgesamt steht "The Symbol of Death" "Navigator" näher als "66sick" oder "Protected Hell", entspannende Momente sind eigentlich nicht vorhanden. Die Songs drängen permanent unbequem aus den Boxen und erzeugen dadurch ein konstantes drücken in der Magengegend, ähnlich dem Gefühl im Bauch bei einer Achterbahnfahrt bei dem der Körper der Meinung ist das hier irgendwas nicht stimmt. Aber wie bei der Achterbahn möchte man auch bei "The Symbol of Death" sofort wieder einsteigen und nochmal fahren weil das Ergebnis im Kopf durchweg positiv besetzt ist.  

Das hier ist das Album was die Fans zum 20jährigen Jubiläum erwartet und verdient haben statt dem irgendwie unfertig wirkenden "Heal", "The Symbol of Death" wäre das standesgemässe Werk gewesen um die Feierlichkeiten anzugehen.

Jeder der Disbelief mag kann das Album ungehört kaufen und wird es wieder lieben, die Hessen sind sich hunderprozentig treu geblieben. Das ausgereifte Songwriting und die fähigen Musiker sorgen dafür das es trotzdem wie ein neues Album klingt und nicht nur wie ein schablonenhaftes runterspielen der Trademarks nach Schema F.
Die Bewegungen im Bandkarussell und der Labelwechsel haben sich in keinster Weise negativ ausgewirkt, Disbelief sind lebendiger und kraftvoller als je zuvor.

1 .Full of terrors
2. The Unsuspecting One
3. The Symbol of Death
4. Embrace the Blaze
5. To Defy Control
6. Rest in Peace
7. Evil Ghosts
8. One by One
9. Nothing to Heal
10. The Circle
11. Into Glory Ride
12. Shattered
13. Anthem for the Doom

https://listenable-records.bandcamp.com/album/the-symbol-of-death

9,5 von 10 Punkten

(2 Antworten)

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INFERNÄL MÄJESTY - No God
Geschrieben am 16.04.2017, 12:50 von ElWiz

Thrash Metal - Zeit, Kinners ! Aber sowas von !!!



Der eine oder andere wird sich vielleicht noch an die Zeiten um '86 rum erinnern. INFERNÄL MÄJESTY waren anno dazumal quasi bereits legendär, bevor ihr Debüt "None Shall Defy" überhaupt der breiteren Masse bekannt war. Besonders in Erinnerung ist mir da ein Satz aus dem Metal Hammer geblieben: "INFERNÄL MÄJESTY sind bereit, SLAYER vom Thron zu stoßen." Oder so ähnlich. "None Shall Defy" gilt heute unstrittig als großer Klassiker des Thrash Metal ( der dieses Jahr übrigens 30 Jahre alt wird ), für die Weltherrschaft hat es aber seinerzeit nicht ganz gereicht.Das war sicher auch der Tatsache geschuldet, daß die Band zwischen den einzelnen Releases, aus welchen Gründen auch immer, recht lange Pausen eingelegt hat.1987,1998,2004 und jetzt 2016. Dieser Releasetakt trug sicher auch dazu bei, daß so mancher, mich eingeschlossen, die Band nach "None Shall Defy" schlicht aus den Augen verloren hat."No God" ist jetzt die Platte, mit der INFERNÄL MÄJESTY einiges an Boden gut machen könnten, denn sie ist ein amtlicher Killer. SLAYER - Anklänge sind vertreten - gleich nachzuhören bei der Gitarrenarbeit des Openers "Enter The World Of The Undead". Oft erinnert die Band aber auch an die von mir geschätzten ONSLAUGHT, wobei vor allem die Vocals an deren Sy Keeler erinnern - ebenso wie dieser verfügt Fronter Chris Bailey über eine adäquate Reibeisenröhre, wie es sich im Tharsh gehört. Dritte wesentliche Zutat ist das Einbringen von angenehm dosierten melodischen Parts, die an Bands wie HEATHEN denken lassen. Obendrauf kommt dann noch wohldosierter Einsatz von fetten Double Bass - Drums, einer unumstößlichen Genrepflicht ! Alles in allem ergibt sich daraus eine recht eigenständige Mixtur, die sich zu keiner Sekunde vom Thrash Metal lossagt - auch nicht dann, wenn man der Musik einen leichten schwarzen Touch verpaßt ( na, wer entdeckt die Stelle ? ) . Durch all die vielfältigen Schattierungen finde ich persönlich "No God" sogar weitaus spaßiger als den Debütklassiker. Sowas wie  WARBRINGER wird zu Staub zerbröselt und mal kurz in einem Zug durch die Nase gejagt. Bis jetzt sind INFERNÄL MÄJESTY 2017 das, woran sich jeglicher Thrash zu messen lassen hat. Über 1 Stunde nahrhafteste Genrekost zu servieren, ohne den geringsten Hauch von Langeweile als Beigeschmack aufkommen zu lassen, das schaffen nur die besten Köche !

Wertung: 9 / 10

> Tracklist (11 Tracks /61:14 Min )

01. Enter The World Of The Undead
02. In God You Trust
03. Signs Of Evil
04. Another Day In Hell
05. Kingdom Of Heaven
06. No God
07. False Flag
08. Nation Of Assassins
09. House Of War
10. Systematical Extermination
11. Extinction Level Event

> Release: 14.04.2017

> Label: High Roller Records

(3 Antworten)

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EXTREMITY - Extremely Fucking Dead
Geschrieben am 16.04.2017, 09:32 von ElWiz



Ein kleines bißchen ist die sogenannte Old School Death Metal - Gemeinde ja schon gesplitted: da gibt es zum einen die Seite, die den traditionellen, puren Stil, der die Zeit von Ende der 80er bis Mitte der 90er stark prägte, bevorzugt . Zum anderen erfreut sich ja diese tief im Underground verwurzelte,morbid - düstere Ausrichtung wie sie zB von Bands wie GRAVE MIASMA, DEAD CONGREGATION oder CRUCIAMENTUM zelebriert wird, einer großen Anhängerschaft. Die Amis von EXTREMITY verstehen es, gleich beide Lager glücklich zu machen. Als erstes nimmt der Hörer diesen typisch ranzigen, modrigen Gruftsound wahr, der für obige Bands so typisch ist. Auch vom Gesang her haut man in diese Kerbe, wobei die Stimme ganz ohne Hall daherkommt. Musikalisch zeigt man sich noch vielfältiger und walzt beispielsweise ,va bei "Bestial Destiny" gut erkennbar, in typischer BOLT THROWER - Manier alles platt."Extremely Fucking Dead" überzeugt echt auf ganzer Linie, so daß ein Namedropping der Bands, in denen die beiden Herren und die beiden Damen bisher aktiv waren, eigentlich komplett unnötig ist. Aber vielleicht wird der ein oder andere hellhöriger, wenn er hier Namen wie AGALLOCH,VASTUM oder REPULSION liest... genügend Aufmerksamkeit kann man EXTREMITY gar nicht verschaffen! Immerhin schafft es die Band, in ihrem düsteren Sound einen richtigen Gute Laune - Groover wie "Crepuscular Crescendo" zu gebähren.
Wie gesagt, die Scheibe hier ist ein ganz dickes Ding, dessen einziges Manko darin besteht, daß es "nur" eine EP ist, die ein äußerst atmosphärisches Intro plus 5 richtige Songs auffährt - ich will mehr davon. Ladies & Gentlemen, ein Album bitte ! Bis das kommt, laß ich wertungsmäßig noch ein bißchen Luft nach oben.

Wertung: 8,5 / 10

> Tracklist ( 6 Tracks / 26:58 Min ):

1. Intro ( mortuus est valde )
2. Crepuscular Crescendo
3. Bestial Destiny
4. Chalice Of Pus
5. Fatal Immortality
6. Extremely Fucking Dead

> Release: bereits erschienen ( 7.4.2017 )
> Label: 20 Buck Spin

(2 Antworten)

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LIFE OF AGONY - A Place Where There's No More Pain
Geschrieben am 12.04.2017, 18:57 von ElWiz

"River Runs Red" , das 1993 erschienene Debütalbum von LIFE OF AGONY war eines dieser Überalben jener Zeit. Eine Platte, die ebenso wie die großen TYPE 0 NEGATIVE, den Soundtrack zum Weltschmerz der jungen Generation zu lieferte. Musikalisch verband die Band die Wut ihrer Hardcorewurzeln mit Melancholie und Verzweiflung. Gekrönt wurde die Mischung aus Wut und Leiden durch die prägnante wie einzigartige Stimme von Keith Caputo. Während man auf dem Zweitling "Ugly" den bekannten Stil, wenn auch schon etwas gemäßigter, weiterführte, schlug man beim dritten Album  "Soul Searching Sun" eine rockigere, wenig wütende Richtung ein - im Vergleich zum Debütklassiker versprühte das schon fast eine positive, lebensbejahende Einstellung. Dann wurde es still um LIFE OF AGONY, das 2005er - Interimsalbum "Broke Valley" ist komplett an mir vorbeigerauscht, live hat mich die Band ( seinerzeit auf demSummer Breeze ) entäuscht und so stand irgendwann eher nur noch die Verwandlung von Keith in Mina Caputo in meinem Focus. Musikalisch dachte ich, wäre es vorbei gewesen. Aber: Nope !



"A Place Where There's No More Pain" ist wirklich toll geworden. Vielleicht ist es ja nur meine enge Bindung an das Debüt, doch so findet das neue Album hoffentlich auch seinen Weg in andere Fanherzen der 90er. Man versteht es hervorragend, die Stärken des Erstlings mit der kontrolierten Eingängigkeit von "Soul Searching Sun" zu verknüpfen. Das eine oder andere fehlt mir aber dann doch: die große Theatralik in Caputos Stimme ist so nicht mehr da, die gesangliche Leistung ist aber immer noch ganz großartig und klingt auch definitiv nach LOA. Im Zuge der geschlechtlichen Wandlung hat sich nichts verändert; man erkennt Mina sofort als Keith wieder. Das andere ist, daß die Scheibe reichlich geile Songs bietet, aber halt nix an Großtaten wie "Through And Through", " This Time" etc ranreicht. Insgesamt ist LIFE OF AGONY aber wirklich ein Album gelungen, das den Bandnamen zu tragen verdient.Keiner hat erwartet, daß man "River Runs Red pt2" serviert bekommt, denk ich. Die ersten vier Songs habe ich mittlerweile ins Herz geschlossen und auch nach diesen gibt es nicht viel Grund zur Klage. Gut, "A New Low" muß man mögen, zeitweise empfinde ich hier den Chorus als etwas nervig, dann wiederumkommt ein Durchlauf, in dem mich der Drive des Songs mitreißt. Mit dem anschließenden "World Gone Mad" sowie va dem, mit TYPE O NEGATIVE - Gedächtnispart beginnnenden "Bag Of Bones" - einem weiteren Fave für mich und mit der am meisten nach alten LOA klingenden Tracks ) hat mich die Band gleich wieder im Griff.
Für mich persönlich würde die Wertung aus vielerlei Gründen sicher mindestens 'nen Punkt höher liegen, aber generell halte ich trotzdem noch gute 7,5 für angebracht. "A Place Where There's No Pain"  ist zudem noch eine dieser Platten, die sich mit jedem Durchgang mehr in die Hirnwindungen frisst. Das etwas Rauhe des Debüts schimmert ebenso durch wie das Zugängliche der Spätwerke. Ich freu mich echt wie ein Großer über dieses Veröffentlichung und hoffe, daß es möglichst vielen Fans der Band ebenso geht.

Wertung: 7,5 / 10

> Tracklist:
( 10 Tracks / 40:34 Min )

01. Meet my maker
02. Right this wrong
03. A place where there's no more pain
04. Dead speak kindly
05. A new low
06. World gone mad
07. Bag of bones
08. Walking catastrophe
09. Song for the abused
10. A little spot of you

> Release: 28.04.2017
> Label: Napalm Records

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Bericht zum Braincrusher Festival 2017
Geschrieben am 12.04.2017, 16:35 von Exorzist

Braincrusher Festival, 31.03./01.04.2017, Hirschaid, Eintritt: VVK 44 €

Bands: THE RUINS OF BEVERAST, GRAVEYARD (ESP), DROWNED, VENENUM, PURGATORY, BLOOD INCANTATION (US), CRUCIAMENTUM (UK), ARROGANZ, KRATER, REVEAL (SW), VIDARGÄNGR, GOATH, BETRAYAL, EMPYREAL

Ein Festival mit vielen coolen Bands aus der Black- und Death Metal Szene, lockte uns nach Hirschaid, genauer gesagt zum Braincrusher Festival 2017. Bands wie CRUCIAMENTUM, BLOOD INCANTATION, VENENUM, THE RUINS OF BEVERAST, ARROGANZ, KRATER ... spielen nun mal nicht gerade an jeder Steckdose. Also schnell ein Hotel gebucht und mit 7 Mann/Frau für zwei Tage auf nach Hirschaid.

Hirschaid ist ein kleines Städtchen in der Nähe von Bamberg, bietet einige Restaurants, Eisdiele, eine Therme und einen sehr schönen und großen Biergarten. Dieser wurde bei dem sonnigen und warmen Wetter von sehr vielen Fans und Bands, vor allem am Samstagmorgen und -mittag, ausgiebig besucht. Die Jahnhalle liegt etwas am Rande der Stadt, wodurch die laute Musik glücklicherweise niemanden stört. Die Halle selbst wird wohl üblicherweise für Sport genutzt, erfüllte aber für das Festival auch seinen Zweck.

Der Einlass verlief schnell und reibungslos, jeder bekam sein schickes Stoffbändchen an den Arm getackert und schon war man drin im Geschehen. Die Security und die Thekenbedienungen waren sehr nett und geduldig und hatten sichtbar Spaß bei der Sache. Im hinteren Teil der Halle war an etlichen Tischen das Merchandise der Bands aufgebaut und einige CD und Shirt Verkäufer waren ebenfalls am Start. Für das leibliche Wohl wurden direkt an der Theke Pizza und Fleischkäsebrötchen für faires Geld angeboten. Eine 0,5 l Bierflasche schlug mit 3,50 Euro zu Buche, recht günstig war Jacky-Cola & Co. zu haben. Leider mussten wir jedoch für unsere geliebte Weinschorle ganze 5 Euro berappen. Auch wenn die Schorle in 0,5L Bechern ausgeschenkt wurde noch ein stolzer Preis. Na wenigstens gab es überhaupt welche und diese wurde am ersten Abend auch ordentlich vertilgt.

 Sehr schön waren die große Bühne und die aufwändige Lichttechnik, die teils tolle Effekte auf die Bühne  und ins Publikum zauberte. Soundmäßig wurde auch ordentlich aufgefahren und die Anlage hatte mächtig Bums. Überwiegend war der Sound auch sehr gut abgemischt und so kann man den Herren an der Technik hier mal ein Lob für die gute Arbeit aussprechen.

In den Pausen konnte man draußen vor der Halle bei dem schönen Wetter abhängen, quatschen und neue Leute kennenlernen. Wobei es bei diesem Billing auch viele Bekannte aus allen Ecken von Deutschland dorthin zog und man wieder mal Gelegenheit hatte sich auszutauschen und das eine oder andere Bier zu zischen. So waren geschätzte 250 Metalfans in der Halle am Abfeiern und für den Veranstalter dürfte die Sache aufgrund der zusätzlichen Getränkeeinnahmen hoffentlich wohl kein Minusgeschäft gewesen sein. Ein wirklich feines Underground-Festival was hoffentlich weiterhin Bestand hat und von Euch unterstützt wird!

Besten Dank auch an Veranstalter Norbert für die GL-Plätze und die komplette Crew für die gute Umsetzung dieses Festivals. Viele Grüße gehen noch an: Renè, Geli, Dreier, Peter und Lutz / Erik / Ralf  & Andreas / Sebastian / Jarne / Dani und wen wir sonst noch alles getroffen und hier nicht aufgelistet haben. Cheerz!

Die über 100 Fotos vom Festival gibt es HIER!

Hier noch unsere Eindrücke von den durchweg starken Auftritten der Bands:

Freitag 31.03.2017

 Unsere erste Band des Abends waren die englischen Deather von Cruciamentum, die vier Herren machten gleich mal wieder direkt Laune und konnten viele Zuhörer für sich verbuchen. Der tight vorgetragene morbide Death Metal konnte mit druckvollem Sound absolut überzeugen und lies so einige Matten im Publikum rotieren. Leider ging es nicht ohne technische Probleme ab, eine gerissene Saite der zweiten Klampfe musste repariert werden, in der Zwischenzeit spielten Cruciamentum zwar unbeirrt weiter, aber man konnte unschwer vernehmen wie wichtig die zweite Klampfe bei der Band ist. Nach erfolgter OP der Gitarre wurde direkt mit “Piety Carved from Flesh“ wieder ein absoluter Brecher serviert, der die Größe dieser Band gekonnt aufzeigte. Klasse Auftritt, der irgendwelchen Umständen geschuldet, leider etwas zu früh am Abend gespielt werden musste.

Als nächstes folgten dann Reveal aus Schweden. Deren abgefahrener Stilmix (aus weiß der Teufel was allem) war jetzt überhaupt nicht so unser Ding und konnte nach der geilen Show von Cruciamentum in unseren Ohren überhaupt nichts reißen. Das gewollt gelangweilte Auftreten von Sänger Ghost trug auch nicht gerade zu mehr Begeisterung hinzu, einzig die Art Taschenlampe welche am Mikro befestigt war, konnte etwas Aufmerksamkeit erregen. Ich denke, die meisten wussten auch nicht so recht, was sie damit anfangen sollten, was einige gequälte Ausdrücke in den anwesenden Gesichtern widerspiegelte....

Venenum sind mit ihrem neuen Album Trance of Death wieder in aller Munde und konnten dementsprechend auch eine Menge Leute in den Saal ziehen. Mit schwarzer Schminke unterstütze man auch noch optisch den Gesamteindruck des angeschwärzten, düsteren Death Metal. Leider war der Sound nicht ganz so optimal um die filigranen Soundstücke besonders hervor zu heben, aber nichtsdestotrotz gab es hier eine volle Breitseite originellen Death Metal auf die Ohren. Den anwesenden gingen die technisch einwandfrei gespielten Songs gut runter und so durfte sich die Band auch über eine Menge positiver Reaktionen des Publikums erfreuen.

 Die Nossener Deather von Purgatory durften am Freitag die Headliner Position übernehmen und eines Headliners würdig, hämmerte sich die Band in bitterböser Manier durch ihr Set. Mit klarem und gut abgemischten Sound gab es ein derbes Geschoss nach dem anderen auf die Lauscher. Sänger Dreier growlte wieder mächtig zwischen der Rhythmusabteilung und Drummer Lutz befeuerte die Doublebass ohne Ende. Ich habe die Band ja schon öfters gesehen und kann attestieren, dass dieser Gig mit zu den besten gehörte welchen ich bisher beiwohnen durfte. Dem Bier, Kippen und Gelaber geschuldet, waren doch einige mittlerweile nur noch vor der Halle und verpassten so einen glanzvollen und garstigen Auftritt von Purgatory. Ein toller Abschluss des ersten Abends!


Samstag 01.04.2017

Die Franken von Empyreal durften den Samstag auf dem Braincrusher einläuten. Trotz bestem Wetter, waren schon einige Fans anwesend um sich mit dem eingängigen Material der Band auf den neuen Tag einzustimmen. Der melodische Blackened Death Metal machte schon mal Laune und wurde von dem Fünfer mit Herzblut dargebracht. Schöner Einstieg! (Pit)

Mit Betrayal aus Aschaffenburg gab es technisch sehr versiert gespielten Death Metal auf die Lauscher. Meist straight forward, aber auch immer wieder mit schönen groovenden und atmosphärischen Parts aufgelockert, präsentierte sich der Vierer in bester Spiellaune. Mit fettem Sound im Rücken konnte man die (leider zu wenige) Fans gut in Stimmung in bringen. Eine gute Show, die ein paar Banger mehr im Saal verdient gehabt hätte, also früher raus aus dem Biergarten das nächste Mal..... (Pit)

Zu Vidargängr war endlich auch wieder mehr los in der Halle. Atmosphärischer Black Metal stand jetzt auf dem Speiseplan und mit Kerzenständern auf der Bühne wurde die Grundstimmung der Songs passend unterstrichen. Überwiegend pfeilschnell gezockt und mit den typischen verspielten Gitarrenlinien versehen, konnten die Leipziger etwas an Düsternis  an dem noch jungen Tag zurück bringen. Leider war der Sound nicht so optimal, sodass die Gitarren zu matschig klangen. Insgesamt gesehen ein guter Auftritt, für mehr hätte der Sound besser passen müssen.

 Arroganz aus Cottbus waren als nächstes am Start. Mit cooler Bühnenausstattung in Form von Kisten, Knochen, Schädeln und Kerzen lies der Dreier feinsten Blackened Death Metal vom Stapel. Der Sound war hier genial und drückte wie die Sau, gerade bei den doomigen runter gestimmten Anteilen haute einem der Bass entzückend in die Magengrube. Die Songs gingen Live m.E. sogar noch besser ins Ohr als auf Platte, was nicht zuletzt an der engagierten Weise lag wie man die Songs hier präsentierte. Sänger Dreier von Purgatory gesellte sich bei einem Song mit dazu und veredelte mit seinen tiefen Growls zusätzlich noch die eh schon geniale Performance von Arroganz. Eine tolle Show und ein echtes Highlight am Samstag.

Furious Black Metal war bei Krater Programm. Zur Show hatten sich wieder viele Fans vor der Bühne versammelt, welche mit schicken Feuerschalen schön drapiert wurde. Krater sind ja schon einige Jahre aktiv und das zeigte sich auch auf der Bühne, eingespielt und tight servierte die Band besten Black Metal aus deutschen Landen und konnte nicht nur die BM-Fraktion in der Halle überzeugen. Der Sound war wieder top, die Bühnenperformance ebenso, von daher Daumen hoch für Krater.  (Pit)

Technischer Death Metal der besonderen Art, dafür steht der Name Blood Incantation. Die aus den USA stammende Band ist mit ihrem neuen Album “Starspawn“ im Underground sehr angesagt und so verwunderte es auch nicht, dass die Bude richtig gut gefüllt war. Spieltechnisch war das ein echter Leckerbissen, ganz großes Kino was die Herren da ablieferten, dazu wieder ein amtlicher druckvoller Sound der die tolle und absolut tighte Performance noch abrundete. Aktives Stageacting, eindrucksvolle Growls und dazu noch technisches Gefrickel an der Klampfe, dass muss man dem Fronter Paul Riedl erst mal nachmachen. Die Band erntete sehr viel Applaus für ihre Show und konnte wohl ihren Status auch hier weiter ausbauen.

Drowned aus Berlin spielen düsteren Death Metal und  haben mit dem letzten Album “Idola Specus“ ein tolles Album heraus gebracht. Leider konnte mich das Material Live nicht so überzeugen an dem Abend, irgendwie fehlte hier die richtige Stimmung dazu. Alles beileibe nicht schlecht, aber irgendwie wollte der Funke nicht richtig überspringen. Persönlich war mir das auch etwas zu statisch auf der Bühne, da fehlt mir Live doch irgendwie der letzte Kick. Ist halt meine persönliche Meinung, ich denke es gab sicherlich genug andere im Saal die das ganz anders gesehen haben.

Die Spanischen Deather von Graveyard laufen mir immer sehr gut rein und das war auch an diesem Abend nicht anders. Mit einer guten Songauswahl, die natürlich schwerpunktmäßig auf dem neuen Album “...for Thine Is the Darkness“ lag, aber auch ältere Kracher wie One with the Dead oder Faces of the Faceless beinhaltete, legten die Spanier einen tollen und authentischen Gig auf die Bretter. Fronter Julkarn kommt immer sehr sympathisch rüber und durchlebt die Songs förmlich auf der Bühne. Ohne großen schnickschnack wurde hier ein passionierter Death Metal Gig abgerissen der einfach nur Laune machte. Eine verdammt coole Show, welche mit dem Live-Hammer "Blood of Vengeance" in gebührender Form beendet wurde.

The Ruins of Beverast durften als Samstags-Headliner als letztes die Bühne entern. Der Show sahen wir schon mit Vorfreude entgegen, da uns deren großartiger Gig auf dem Party.San 2015 noch in guter Erinnerung ist. Als die ersten Töne zum Übersong Daemon erklangen gab es kein Halten mehr und es ging direkt ab in die Halle, drinnen angekommen mussten wir feststellen, dass der Sound mal gar nichts konnte. Alles war vermatscht und kaum unsauber aus den Boxen, was man so eigentlich das ganze Wochenende kaum gehört hatte. Zum Glück hatte der Mischer das nach 1-2 Songs im Griff und so konnte man den genialen Klängen der Band mit sauberem und transparent abgemischtem Sound lauschen. Es ist schon beeindruckend was Alexander von Meilenwald hier mit seinen Mitstreitern ablieferte, auch wenn der Meister schon etwas arrogant wirkt, da keinerlei Beziehung zum Publikum aufgebaut wird. Leider fehlte mir an dem Abend etwas die Magie und die nötige Atmosphäre, welche diesen Mix aus Ambient, Black Metal, Doom und Death Metal zu einem ganz speziellen Erlebnis wachsen lässt. Trotzdem waren The Ruins of Beverast ein feiner Headliner und ein würdiger Abschluss für ein tolles Underground Festival.



Verfasst von Mitch & Pit



(2 Antworten)

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Death Metal Mayhem: Wound & Decrepid (uk) - Frankfurt
Geschrieben am 12.04.2017, 11:46 von UnDerTaker



Wound (Death Metal aus Wiesbaden)
https://fda-records.bandcamp.com/album/engrained

Decrepid (Death Metal aus London)
https://decrepid.bandcamp.com/

exZess, Leipziger Str. 91, Frankfurt

Facebook Event

(3 Antworten)

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Review: Torturized - Omnivore
Geschrieben am 12.04.2017, 09:43 von UnDerTaker

Torturized - Omnivore

Längere Schaffenspausen sind bei Underground Bands ja keine Seltenheit, schließlich hat man ja neben dem musizieren (leider) noch diverse andere Verpflichtungen. Und so hat es auch bei den Magdeburgern von Torturized 5 Jahre gedauert, bis man wieder ein neues Lebenszeichen von sich gibt. Dieses hört auf den Namen „Omnivore“ und zeigt von Anfang an gleich auf, dass das warten sich gelohnt hat! Schon der Opener "Abhorrent Intemperance“ zeigt gleich das gesamte Klangspektrum der Band auf. Hier gibt es Highspeed Genknüppel, Behemoth Atmosphäre und Killer Mid-Tempo Parts, für die so manche etablierte „große“ Band töten würde. Darüber thront der brutale, verständliche Gesang von Brüllwürfel Lu, der mir zwar manchmal etwas zu offensichtlich sein Idol Travis Ryan (Cattle Decapitation) imitiert, damit aber keinesfalls den positiven Gesamteindruck schmälert. Und so ballert sich das Quintett durch zehn weitere Stücke, die mal mehr, mal weniger Eindrucksvoll durch die Gehörgänge schießen. Und das ist auch das einzige Problem, das ich mit „Omnivore“ habe. Während die erste Hälfte des Albums einfach alles brutal zerballert, geht dem Album gegen Ende hin etwas die Luft aus, was auch ein wenig an der Gleichförmigkeit der Stücke liegt. Das stellt aber nur meine persönliche Meinung dar und ist letztlich meckern auf hohem Niveau. Zumal der abschließende Titeltrack dann auch nochmal aufhorchen lässt.
Fazit: Wer auf sauber produzierten Hochgeschwindigkeits Death Metal steht, der kann mit „Omnivore“ nur wenig bis gar nichts falsch machen. Die dicke (mir etwas zu saubere) Produktion und das bedrohliche Artwork runden diese Eigenproduktion(!) perfekt ab. Eine wahre Bereicherung für den (deutschen) Death Metal Underground!

*** Verfasst von BöseDän

Wertung: 8,5 / 10




Gesamtlänge: 37:38 Min.
Label: Eigenproduktion
VÖ: 01.03.2017


Tracklist
1. Abhorrent Intemperance
2. Dehumanization
3. Flourished in Agony
4. Obsessive-Compulsive Disorder
5. Chasma
6. Convergence
7. Uncrowned King
8. Putrescence
9. Pale Relict
10. Abulic Fold
11. Omnivore

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Kino: Teaser Trailer Thor 3 Ragnarok
Geschrieben am 11.04.2017, 19:07 von Seelischer_Brandstifter

https://youtu.be/3spcOfHK6dE

Der Trailer verspricht ziemlich viel. Könnte gut werden.
Kinostart November 2017

(1 Antworten)

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Review: Disharmony - The Abyss Noir
Geschrieben am 09.04.2017, 17:43 von ALUCARD

Disharmony
The Abyss Noir
GrimmDistribution
Vö:20.04.2017



Eine griechische Band veröffentlicht auf einem weissrussischen Label? Das hatte ich auch noch nicht...
Mir war die Truppe mit dem nichtssagenden Bandnamen unbekannt, es gibt noch sieben weitere Bands mit diesem Namen. So ist Verwechslungsgefahr vorprogrammiert und man wird eventuell Opfer seiner eigene unkreativen Namenswahl. Denn selbst in Griechenland gibt es eine zweite Truppe mit dem selben Namen, die ist allerdings im Black/Death Metal unterwegs und steht bei Iron Bonehead unter Vertrag.

Nun aber zu "unseren" Disharmony. Sonderlich schnell scheint man nicht zu sein, seit der Gründung 1996 erschienen bis jetzt drei Demos und ein Album.
Aber was für ein Albumeinstieg, das Titelstück "The Abyss Noir" lässt einen ordentlich die Kinnlade runterklappen. Judas Priest, Saviour Machine, Iced Earth, das sind die ersten Gedanken die einem durch den Kopf gehen wenn Sänger Christos Kounelis loslegt. Und auch die musikalische Hintermannschaft verwöhnt mit kraftvoll klassischem Metal mit leichter Melodeathkante. Wahnsinn.
Schade das man dieses Level nicht halten kann, danach verflacht das restliche Material etwas und steckt in Beliebigkeit fest. Die Komponenten sind die gleichen, aber irgendwie finden sie nicht richtig zusammen. Dazu kommt noch Gesang bis in Eunuchenhöhe (z.B. in "Delirium"). "This Caravan" flirtet mit progressivem Metal, ist aber weder Fisch noch Fleisch.
Und dann noch eine Coverversion, "Disposable Heroes" von Metallica. Ist denen echt nix besseres eingefallen? Musste das sein wenn doch erkennbar das Potential für weit mehr da ist. Und dann noch Metallica...
Die Schmacht/Power Ballade "A Song For A Friend" reisst das Ruder leider auch nicht mehr herum und lässt mich etwas enttäuscht und ratlos zurück. Saustarker Einstieg mit einem absoluten Übersong, danach das abdriften in Belanglosigkeit plus eine unnötige Coverversion. Man könnte meinen der Bandname würde sich bewahrheiten, Disharmonie. In meinen Augen verschenktes Potenzial...

Titelsong "The Abyss Noir" im Stream via No Clean Singing: http://www.nocleansinging.com/2017....ss-noir

01. The Abyss Noir
02. Vain Messiah
03. Delirium
04. This Caravan
05. Disposable Heroes (Metallica cover)
06. A Song For A Friend

Vocals – Christos Kounelis
Guitars – John Karousiotis
Guitars – Stefanos Georgitsopoulos
Bass – Panagiotis Gatsopoulos
Drums – Thanos Pappas

https://grimmdistribution.bandcamp.com/album....ir-2017
https://www.facebook.com/disharmony.gr

6 von 10 Punkten

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Blackhearts Movie
Geschrieben am 09.04.2017, 17:04 von ALUCARD




Dokus mit Black Metal Thematik gibts ja genug, diese hier ist aber etwas anders. Sie beschäftigt sich nicht mit dem was war sondern befasst sich mit der Gegenwart. Hier werden drei Bands begleitet die für Konzerte nach Norwegen fahren.
-From the Vastland, die Band des Iraners Sina.
-Luciferian aus Kolumbien
-Near Mataron aus Greichenland
Letztere sind glaube ich der grösste Streitpunkt. Die Band erklärt sich zwar als unpolitisch, hat aber mit Kaiadas ein Parlamentsmitglied der rechtgerichteten griechischen Partei Goldene Morgenröte in der Band. Selbiger ging während der Dreharbeiten wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung ins Gefängnis.

Schaut euch am besten mal den Trailer an: https://vimeo.com/151896819

DVD BONUS TRAILER: https://vimeo.com/199642240

http://www.blackheartsfilm.com/

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Review: The Wizards - Full Moon in Scorpio
Geschrieben am 09.04.2017, 11:54 von ALUCARD

The Wizards
Full Moon in Scorpio
Fighter Records
Vö:16.05.2017



Feines Ding kommt da aus Spanien. Und das ist schon das zweite Album der Band die bisher völlig an mir an mir vorbeigegangen ist. Glücklicherweise hat sich das jetzt geändert, denn ich mag das Teil echt.
Angesiedelt ist "Full Moon in Scorpio" irgendwo im Bereich von Hardrock, Heavy Metal, etwas Doom und Classic Rock. Das alles erreicht des Hörers Ohr aber völlig ohne Retromief oder Okkultgedöhns, die Jungs biedern sich nicht dem immer noch aktuellen Hype an.
Sehr erfrischend vital feuern sie ein grossartiges Melodiefeuerwerk ab, das noch mit einer völlig natürlichen Leichtigkeit. Nichts wirkt erzwungen oder gekünstelt, da macht es echt Spass zuzuhören.
Und mit Ian Mason haben die Spanier einen Sänger in ihren Reihen dessen Stimmvolumen in der Schnittmenge von Meat Loaf, Glenn Danzig und Ian Astbury liegt.
Damit passt er natürlich bestens zur Musik, dadurch das er sich nicht genau festlegt und sich federleicht zwischen den genannten Personen bewegt kommt auch keine Langeweile auf.

Das Album besteht quasi nur aus Ohrwürmern die sich sofort festsetzen, begeistern und (bis jetzt) auch keinerlei Abnutzungserscheinungen aufweisen. Was halt an der schon erwähnten Leichtigkeit liegt mit der die Jungs ihre Songs präsentieren. Und am sehr guten Songwriting mit schönen Melodiebögen und kleinen Verzweigungen innerhalb der Songs ohne das der Titel an sich aus den Augen verloren wird.

Einzigster Kritikpunkt: Zum Ende hin sind mir die Gitarrensolo`s doch etwas zu lang geraten, gefühlt werden hier die Titel nur unnötig gestreckt. Das war es aber schon...

Also jeder der sich in der Ecke The Cult, Wishbone Ash, Danzig, Horisont und Artverwandtem wohlfühlt muss das Album antesten.
Anspieltip: Avidya, Calliope (Cosmic Revelations), Stardust, Who are You, Mr. Gurdjieff?

Tracklist:
1. Avidya
2. Calliope (Cosmic Revelations)
3. Odinist
4. Stardust
5. Leaving the Past Behind
6. Halftones to Eternity
7. Who are You, Mr. Gurdjieff?
8. When We Were Gods

THE WIZARDS:
Ian - Vox
Fel - Guitar
Jorge - Guitar
Eneko - BassGuitar
Dave - Drums

http://www.facebook.com/TheWizardsRock
https://thewizardsofrock.bandcamp.com/
https://fighter-records.bandcamp.com/album/full-moon-in-scorpio

9 von 10 Punkten

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