Hell-is-open

 


Heavy B-Day Slaypi
Geschrieben am 18.11.2017, 16:47 von Exorzist

Wünsche unserem Obergrunzer Slaypi "Alles Gute zum Geburtstag" !  :saufen: Hoffe du hast einen amtlichen Abriss vor heute Abend und lässt dich schön beschenken  :poppen:

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Review: Aosoth - V: The Inside Scriptures
Geschrieben am 16.11.2017, 17:21 von ALUCARD

Aosoth
V: The Inside Scriptures
Agonia Records
Vö:17.11.2017



Versuch einer Annäherung meinerseits, ich werde grandios scheitern...
Denn die Musik der Franzosen ist schwer in Worte zu fassen, das muss man selbst hören. So geht es zumindest mir, deswegen kommt das Review erst so kurz vor Veröffentlichung. Den die Promo habe ich schon länger vorliegen, es gelang mir aber nie das Gehörte in ein passendes schriftliche Format zu transformieren.

Wobei ich der Meinung bin das das neue Album eine Spur zugänglicher ist als seine Vorgänger, gleich im ersten Song "A Heart To Judge" bekommt der Hörer nachvollziehbare, melodische Verläufe zu hören die einem nicht gleich einen Knoten in die Gehörgänge zaubern. Das sollte natürlich alles im Kontext zum restlichen Klangkosmos der Jungs gesehen werden, von "catchy" melodischem Black Metal ist man immer noch ein ganzes Stück entfernt.
Insgesamt gesehen ist die Scheibe natürlich wieder eine Herausforderung der man sich stellen muss, Anhänger der Truppe wollen das aber auch nicht anders. Es braucht wieder einige Zeit und gewisse, passende Momente um in das Album hineinzufinden. Doch wie gesagt, der Einstieg war nie einfacher als auf "V: The Inside Scriptures".
Auch der zweite Song "Her Feet Upon The Earth, Blooming The Fruits Of Blood" verbirgt hinter seiner Dissonanz einen sogartigen Drive dem man sich schwer entziehen kann. Ordentlich abarbeiten kann sich der Hörer am folgenden, sich schwer durch die Boxen schleppenden "The Inside Scriptures". Obwohl Aosoth oberflächlich mit den sperrigen Elementen sparsam umgehen ein finsterer Brocken der erst gar nicht versucht dem Hörer eine Zugangsfläche zu bieten.
Ganz anders wirkt "Premises Of A Miracle" das schon fast klassisch schwarzmetallisch durch die Boxen fegt und tempomässig den vorangegangenen Track deutlich übertrifft. Und die Franzosen übertreiben es auch hier nicht und lenken das Material trotz Ecken und Kanten gekonnt in hörbare Gefilde. Immer etwas an der Schwelle zum Chaos spielend lassen sie den Hörer in der Gewissheit das sie das Chaos beherrschen und, immer wissend was sie da tun, in ihren Händen halten.
Gefühlt hat sich allerdings so etwas wie "Altersmilde" eingeschlichen, hörbar auch im Einstieg von "Contaminating All Tongues". Melodisch groovend tritt der Track hervor und kann so auch "simpler" gestrickte schwarzmetallische Seelen begeistern. Im Verlauf wird das Tempo zwar noch arg gedrosselt und kurz in Richtung Sludge verschoben, findet aber schnell wieder zurück in die ursprüngliche Fahrspur und entzückt das finstere Herz.
"Silver Dagger And The Breathless Smile" schliesst das Album in ähnlicher Weise ab, ist aber doch eine Spur kantiger und spielt etwas mit den verschiedenen Geschwindigkeitsstufen. Sehr gelungen finde ich den temporeduzierten Mittelteil ab Minute 3.30, dort entfalten sie eine hypnotische Stimmung die noch lange nachhallt. Doch der Mann mit den unruhigen Füssen hinter dem Drumkit sorgt dafür das die Masse nochmals ordentlich in Fahrt versetzt wird, auch hier blitzen zum Ende hin immer wieder schwer melodisch treibende Momente durch.  

Klanglich ist die Scheibe wieder ein Fest für Freunde von trocken kraftvollem Sound der deutlich das Songmaterial an sich in den Vordergrund stellt. Und zum Thema "die Musik steht im Vordergrund" passt auch der dezente Hinweis im Promoschreiben: "there are no Bandpictures available at the Request of the Band itself. Please utilize the Albumartwork instead."

Nun bleibt es abzuwarten wie es mit der Band weitergeht, laut Labelinfo ist ""V: The Inside Scriptures" a closing Chapter of Aosoth's musical and lyrical Concept." Der etwas zugänglichere Einschlag darf von mir aus ruhig beibehalten werden, ich finde das eine sehr gute Entwicklung. Sicher wird es Fans geben die das anders sehen, ich denke aber das man sich so auch Hörerschichten öffnet denen das Material bisher zu komplex war.

1. A Heart To Judge
2. Her Feet Upon The Earth, Blooming The Fruits Of Blood
3. The Inside Scriptures
4. Premises Of A Miracle
5. Contaminating All Tongues
6. Silver Dagger And The Breathless Smile

https://agoniarecords.bandcamp.com/album/v-the-inside-scriptures
Albumstream bei YouTube: https://youtu.be/VnmjvFX36Pk

8,5 von 10 Punkten

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Das WAY OF DARKNESS FESTIVAL bittet wieder zum Tanz!
Geschrieben am 15.11.2017, 20:51 von Exorzist

 Das WAY OF DARKNESS FESTIVAL ist zurück. Wer kennt es noch, dieses mit viel Herz veranstaltete Festival welches alljährlich im fränkischen Lichtenfels stattfand und nach 6 Jahren seine Pforten schloss? Hier wurden heftige Shows gespielt, viel Bier getrunken und gute Zeiten verbracht. Die Lichtenfelser Stadthalle hat im Rahmen dieses großartigen Festivals über die Jahre namhafte Bands wie Possessed, Sodom, Asphyx, Destruction, Morgoth, Entombed, Pungent Stench, Grave, Dying Fetus, Kataklysm, Unleashed, Napalm Death Vader, Marduk und unzählige mehr beherbergt. Es ist also an der Zeit dieses Original wieder zum Leben zu erwecken und zu einer erfolgreichen Veranstaltung zu machen. Das Jahr 2018 wird zur Wiedergeburt dieses großartigen Festivals, wieder in Lichtenfels und wieder in der bekannten Stadthalle. Es wird wieder um Death, Thrash und Black Metal gehen – die volle Breitseite. Wer es noch kennt sollte wiederkommen, wer es neu erleben will, kommt auch. Ruft es in die große Runde: das WAY OF DARKNESS ist zurück. Endlich!

Bitte liked die Facebookpage um über alle News auf dem Laufenden zu bleiben:
https://www.facebook.com/Wayofdarknessfestival

Festivaltickets, Tickets für die Schlafhalle und Campingtickets gibt es ab sofort hier: www.wayofdarkness.de

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Review: Damnation Defaced - Invader From Beyond
Geschrieben am 14.11.2017, 17:54 von Nabu

Damnation Defaced - Invader From Beyond

Wer in den letzten zehn Jahren in der deutschen Metalszene unterwegs war dürfte schon das Eine oder Andere Mal etwas von Damnation Defaced gehört haben - selbst wenn es, wie in meinem Fall, nur der Name war. Nun habe ich aber endlich die Gelegenheit mich auch mit der Musik der Jungs auseinanderzusetzen.

Es stand ziemlich schnell fest, dass die Band in mir keinen neuen Fan findet. Ihre Art des melodiösen, leicht progressiven Death Metals mit Einflüssen des Post Hardcores packt mich einfach nicht. So ganz und gar nicht. Nichts desto trotz haben sie mit „Invader From Beyond“ ein Album aufgestellt, welches Fans der Band und des Genres mehr als nur zufrieden stellen dürfte. Schon mit dem Opener wurde alles richtig gemacht. Nach einem Intro - welches für mich keine Daseinsberechtigung hat, vermutlich verstehe ich den Gedanken dahinter nicht - startet „Goddess of Machines“ mit einem derartigen Groove, dass sich nur gelähmte Körper nicht bewegen. Die elektronischen Ergänzungen und der in meinen Augen leicht kitschige Refrain sind zwar Geschmackssache, passen aber wunderbar in den Song. Guter Start!
Einen ähnlichen Ansatz finden wir auch bei „The Observer“. Unglaublich grooviger Rhythmus, treibende Riffs, ein paar Dosenklänge dazwischen und fertig ist ein geiler Song. Das Ganze bewegt sich eher langsam und bringt so einen angenehmen Bruch in das bis hierhin doch relativ schnelle Album.
Leider verlieren die Songs in der zweiten Hälfte ihre Ecken und Kanten. Obwohl die Musik das hohe Niveau halten kann, schaffen es die Lieder nicht sich in meinem Kopf festzusetzen. Einzig und alleine „Embraced by Infinity“ bleibt mir präsent - allerdings nur, weil mir dies als Abschluss des Albums irgendwie unpassend erscheint. Im Refrain hätte der Gesang nicht vom bösen Growl auf halb-cleane Post-Schreie (gibt’s die Bezeichnung?) wechseln müssen. Und der Trommler hätte auch mit den goldenen Tellern etwas sparsamer umgehen können. Aber das sind Kleinigkeiten die vielleicht nur mir negativ auffallen. Apropos Drummer: über das ganze Album hinweg fällt auf das Damnation Defaced unglaublich geschickt darin ist die Songs um das Schlagzeug herum zu bauen. Der Beat treibt, Vocals und Saiten betten ein und schliessen ab. Funktioniert super. Fans sollten „Invader From Beyond“ nicht verpassen.


Anspieltipp: Goddess of Machines, The Observer, All Comes to Its End


Wertung: 7,5 / 10




Gesamtlänge: 42:25
Label: Apostasy Records
VÖ: 06. Oktober 2017



Tracklist


1.  Niom: 004d004f0049004e
2.  Goddess of Machines
3.  Invader from Beyond
4.  Mark of Cain
5.  The Observer
6.  The Key to Your Voice
7.  Rendezvous with Destiny
8.  All Comes to Its End
9.  Back from Apathy
10. Creator's Fall
11. Embraced by Infinity

Website der Band: Damnation Defaced bei Facebook

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Review: Bunker 66 - Chained Down in Dirt
Geschrieben am 14.11.2017, 17:43 von Raven

Bunker 66 - Chained Down in Dirt

Musikalisch überrascht zu werden, wird mit der Zeit immer schwerer. Zuviel Einheitsbrei verdirbt derzeit so manches Genre und die Perlen in der trüben Suppe zu finden ist quasi reine Glückssache geworden.

Umso begeisterter ist man, wenn es eine neue Platte tatsächlich schafft, einen so richtig aus den Socken zu hauen. Und manchmal muss es noch nicht mal was Neues, bahnbrechendes sein, um in den Vordergrund zu gelangen. Die guten, alten Zeiten aufleben lassen reicht oft völlig aus und genau das tun Bunker 66 mit ihrer neuen Scheiben "Chained Down in Dirt".

Feinster Blackened Thrash der alten Schule schlägt einem schon mit den ersten Tönen entgegen. Das gesamte Album ist praktisch eine einzige "Back to the Roots" Party. Und diese geht richtig ab. Bereits der Opener lässt das Herz höher schlagen - oder in diesen Fall den Nacken kreisen. Zu gleichen Teilen irritiert und überrascht war ich jedoch anfänglich von dem Gesang, denn damit hatte ich nicht gerechnet. Erwartet habe ich Gekreische à la Impaled Nazarene oder aber auch einen rauen Gesang, wie er beispielsweise bei Venom zu finden ist. Doch Sänger „Damien Thorne“ überzeugt mit einem interessanten Wechsel zwischen cleanen Vocals und einer Art „Lemmy mit Kehlkopfentzündung“ Stimme. Klingt komisch - funktioniert aber hervorragend.

Fette Riffs und treibende Drums begleiten den Hörer durch das ganze Album. Aber auch kreischende Gitarreneinlagen, wie in „Her Claws of Death“ und „Wastelands of Grey” sind zu finden. Dies alles wird in einer einwandfreien Soundqualität geliefert, welche - wie früher üblich bzw. technisch nicht anders möglich - mit einem dumpfen Filter überzogen wurde. Genau dieses Detail lässt einen zusätzlich dieses “Old School Feeling” aufkommen und ist sozusagen die Kirsche auf dem Sahnehäuchen.

Fazit: „Chained Down in Dirt” ist für mich, zum Ende des Jahres hin, nochmal ein leider viel zu kurzes Highlight, denn mit knapp 23 Minuten Laufzeit wird dem Höhrer nicht sehr viel geboten. Aber dennoch sowohl für Fans der Band als auch für Anhänger des Blackendes Thrash wirklich nur zu empfehlen.

Anspieltipp: Satan's Countess, Her Claws of Death, Evil Wings


Wertung: 9,0 / 10




Gesamtlänge: 23:42
Label: High Roller Records
VÖ: 01. Oktober 2017



Tracklist


1. Satan's Countess
2. Black Steel Fever
3. Chained Down in Dirt
4. Taken Under the Spell
5. Her Claws of Death
6. Wastelands of Grey
7. Power of the Black Torch
8. Evil Wings

Website der Band: Bunker 66 bei Facebook

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Braincrusher Festival 2018
Geschrieben am 13.11.2017, 21:34 von Exorzist



Die schwedische Blackened Death Metal Institution von Necrophobic werden das Braincrusher Festival am Samstag Abend als Headliner zum Beben bringen. Das komplette Billing kann sich bisher mehr als nur sehen lassen. Es gibt aber auch nicht so schöne Nachrichten, denn leider mussten Possession aus Belgien ihren Gig in diesem Jahr absagen. Mann kann aber davon ausgehen, dass ein entsprechender Ersatz demnächst noch präsentiert wird.

Das Braincrusher Festival findet vom 23. März bis 25. März 2018 in Hirschaid / Jahnhalle statt. Weiter Infos findet ihr HIER!



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Review: Ossuary Insane - Demonize The Flesh
Geschrieben am 13.11.2017, 19:59 von Nabu

Ossuary Insane - Demonize The Flesh

„Demonize The Flesh“ ist ein Re-Release des 98er Debüts von Ossuary Insane - zumindest unter diesem Namen. Die Band hat mit ihrer Musik damals einige Leute wohl derartig beeindruckt, dass es sich Blood Harvest und Regain Records zur Aufgabe gemacht haben, die komplette Diskografie der Band neu aufzulegen - auf Vinyl. Grundsätzlich ein nobler Gedanke und schöner Dienst am Fan. Nur hat man sich da vielleicht nicht die richtige Band ausgesucht.

Ich will hier auf keinen Fall die Band schlecht reden. Ossuary Insane spielten damals sehr soliden Death Metal der bestimmt auch heute noch seine Liebhaber findet. Nur reicht es halt leider bei weitem nicht aus, um irgendeine Augenbraue hochzucken zu lassen (bei den Leuten welche die Jungs nicht eh schon kannten, versteht sich). Dazu kommt, dass wir auf dieser Version nur sechs der ursprünglichen elf Songs haben.

Machen wir’s kurz: „Demonize The Flesh“ ist eine schöne Sache für Hardcore-Fans (der Band) die ihre Sammlung komplettieren wollen. Aber ansonsten bringt die Veröffentlichung leider nicht viel mit. Der Opener „Fallen To The Pits“ kann da noch am ehesten herausstechen. Die reißenden Rhythmen und die dezenten Beatwechsel erzeugen einen angenehmen Sog und lassen sich gut hören. Die restlichen Songs verlaufen sich jedoch ohne großen Widerstand in der grauen, gesichtslosen Death Metal Masse. Nur der angenehm stramme Bass fällt durchgehend positiv auf und vermag mir im Kopf zu bleiben.

1998 mag das ordentlich gebumst haben, aber heute lockt man damit keinen Todesmetaller aus der Opfergrube. Manche Dinge sollte man einfach ruhen lassen.


Anspieltipp: Fallen To The Pits


Wertung: 5,5 / 10




Gesamtlänge: 23:12
Label: Regain Records
VÖ: 29. September 2017



Tracklist

1. Fallen To The Pits
2. Inverted In Darkness
3. Imprecial
4. The Olde Ragged Cross
5. Von Pagan Blut
6. Excruciate with Flames


Website der Band: Ossuary Insane bei Facebook

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Review: Arckanum - Den Förstfödde
Geschrieben am 13.11.2017, 19:26 von Raven

Arckanum - Den Förstfödde

Es ist soweit: die schönste aller Jahreszeiten ist gekommen. Und wie kann man diese triste, düstere und kalte Stimmung, die sich mit dem Einzug des Winters breit macht, noch untermalen? Genau - mit der richtigen Musik. Deshalb erscheint es mir gerade passend, mich der neuen Platte von Arckanum zu widmen, welche bereits vor einigen Wochen erschienen ist.
Zu Beginn muss ich gestehen, dass ich mich mit "Den Förstfödde" leider etwas schwer getan habe. Warum werde ich später erklären und fange erst einmal beim gleichnamigen Opener an. Mit seinen knapp zehn Minuten bildet er einen relativ langen Start, der durchweg eher einem Intro gleicht. Schleppend und düster kriecht er vor sich hin und ist dabei - obwohl recht minimalistisch gehalten - dennoch sehr eingängig.
Aber wenn ich nun schon beim Thema "schleppend" bin, komme ich jetzt zu den - in meinen Augen - störenden Faktoren des Albums: der folgende Song "Nedom Etterböljorna" hat definitiv seine Momente. Es wird ordentlich Spannung aufgebaut und jeden Moment erwartet man einen Übergang, der jedoch nie Eintritt. Er wirkt vielmehr wie eine Art "Zwischensequenz" - was er vermutlich auch sein mag - dafür aber viel zu gestreckt wurde. Und auch dem später folgenden "Ginmors Dott" ergeht es nicht anders, obwohl dieser ebenfalls nicht schlecht klingt. Jedoch empfinde ich hier die Dauer von gut vier Minuten als viel zu lang - nehmen beide Songs doch etwas zu sehr die Luft aus dem Album.
Der erste "richtige" Song wird uns also erst mit "Likt Utgårds Himmel" geboten. Hier holt Künstler "Shamaatae" alles raus und präsentiert uns mit einem angenehmen Wechsel zwischen ruhigen und schnellen Passagen, ein richtig vielseitiges Stück.
Auch mein klarer Favorit auf dem Album "Låt Fjalarr Gala" konnte mich sofort fesseln. Die eingängigen Riffs und der mitreißende Rhythmus überzeugen und auch der düstere Gesang fügt sich perfekt in das Stück ein.  
Zusammengefasst ist "Den Förstfödde" ein solides und gelungenes Album und hat, trotz schleppender Phasen, einiges zu bieten.

Anspieltipp: Likt Utgårds Himmel, Låt Fjalarr Gala


Wertung: 7,0 / 10




Gesamtlänge: 46:32
Label: Folter Records

VÖ: 29. September 2017



Tracklist


1. Den förstfödde
2. Nedom etterböljorna
3. Likt Utgårds himmel
4. Ofjättrad
5. Ginnmors drott
6. Låt Fjalarr gala
7. Du grymme smed
8. Kittelns beska

Website der Band: Arckanum bei Facebook

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Aetherian – The Untamed Wilderness
Geschrieben am 12.11.2017, 18:02 von Exorzist

Review: Aetherian – The Untamed Wilderness

Aus Griechenland kommen ja so einige gute und bekannte Bands wie z.B. Dead Congregation, Ravencult oder Rotting Christ. Melodischer Death Metal aus Griechenland war mir bis dato aber noch nicht geläufig. Die im Herbst 2013 gegründeten Aetherian könnten mit ihrem Debutalbum aber dafür sorgen, dass auch Melo-Death Fans neben ihrer Urlaubsplanung auch mal musikalisch einen Trip durch den Mittelmeeranrainerstaat wagen.

Zum ersten Mal sind mir die vier Herren mit ihrer ersten Singleauskopplung im Videoformat zum Song “The Rain“ Mitte 2016 aufgefallen. Was unter anderem auch daran lag, dass mir der dunkle und kratzige Gesang von Sänger und Basser Panos Leakos äußerst gut ins Ohr ging und sich direkt fest setzen konnte. Jetzt liegt uns endlich das gesamte Debutalbum vor und die Ausrichtung des Songmaterials hat sich gegenüber der Single glücklicherweise nicht geändert. Die Band verzichtet dankenswerter Weise auf Einflüsse der griechischen Folklore und konzentriert sich ganz auf  den Kern der Sache, nämlich feinste Melodien und ungebändigtes straightes Riffing. Was im Song Dark Earth absolut überzeugend und großartig dargeboten wird, ein Song wie aus dem Melo-Death Handbuch. Fetziges Riffing, tolle Breaks und glanzvolle Übergänge, ruhige Passagen unterstreichen den melancholischen, düsteren Charakter des Songs und über allem thront der klagende aber auch wütende, düstere Gesang. Catchy und virtuos vorgetragen entwickelt sich dieser Song zu einem absoluten Ohrwurm welcher immer wieder gehört werden will. Das nachfolgende As the Veil Fades geht es etwas ruhiger an, bleibt aber im vorgegebenen Spektrum und kann wieder durch seine feinen Leads glänzen. Black Sails ist mir etwas zu verspielt und in seinem Songwriting nicht ganz so zwingend wie seine Vorgänger, der Song hat seine Momente wäre aber etwas gestraffter sicher besser zur Geltung gekommen. Seeds of Deception kann durch seine straightere Ausrichtung wieder Boden gut machen und mit seinem forcierten Tempo und den gut angelegten Breaks überzeugen. Bei Shade of the Sun geht es ab und an auch mal ein bisschen derber zur Sache, wobei die Band  immer klar in melodischen Bereichen bleibt und nie in traditionelle Death Metal Sphären vorstößt. Die Gitarrenarbeit ist wirklich vom Feinsten und auch das variable Drumming muss hier erwähnt werden, handwerklich gibt es bei den Griechen wahrlich nichts zu meckern.  Clouds Gathering versteht sich wohl eher als rein akustische Überleitung zum folgenden The Rain und nicht als eigenständiger Song. Wobei wir wieder bei der ersten Singleauskopplung gelandet wären, genau der richtige Song für die verregneten Herbsttage und melancholische Stunden. Tolles im Vordergrund agierendes und erhabenes Riffing bildet die Grundstruktur, die Leadgitarre zaubert einige tolle Momente und der im Gegensatz stehende düstere, kratzige Gesang setzt dem ganzen dann noch die Krone auf. Der Abschlusssong The Path macht noch mal etwas Dampf und kann mit seinen coolen Riffs Akzente setzen, auch Sänger Panos ist wieder voll in seinem Element und die gesamte Truppe macht hier noch einmal eine verdammt gute Figur und lässt dieses richtig gute Melo-Death Album gebührend ausklingen.

Fazit: Ein feines Debutalbum welches über weite Strecken wirklich großartige Songs intensiv und frisch präsentiert und mit toller Gitarrenarbeit und gut positionierten Arrangements glänzen kann. Sänger Panos Leakos gefällt mir mit seinem rauen, kratzigen Organ besonders gut und die Band hebt sich damit auch schon mal aus der üblichen Masse ab. Wer auf gut produzierten, eingängigen Melo-Death steht, melancholische Momente im Songwriting liebt, der sollte hier definitiv rein hören. Eigentlich sollte die Band jeder mal antesten der mit melodischen Songs etwas anfangen kann, dass hätte sich die Band für diese coole Album wirklich verdient.

Anspieltipp: Dark Earth, The Rain, Shade of the Sun.
Wertung: 8,5 / 10
Gesamtlänge: 54:16 Minuten



Tracklist:
1.Wish of Autumn Twillight
2.Dark Earth
3.As the Veil Fades
4.Black Sails
5.Seeds of Deception
6.Shade of the Sun
7.Clouds Gathering
8.The Rain
9.The Path

Website der Band: https://www.facebook.com/Aetherianband/
VÖ: 24.11.2017
Label: Lifeforce Records


Anspieltipp Dark Earth




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Midnight - Alles um die US Black-/Thrash Combo
Geschrieben am 12.11.2017, 13:30 von UnDerTaker

midnightDie US
Black-/Thrasher Midnight aus Cleveland haben den neuen Song "Crushed by Demons" vom kommenden 3. Album "Sweet Death and Ecstasy" online gestellt. Die Scheibe soll am 15.12.2017 via Hells Headbangers erscheinen.

Checkt den Song hier bei uns an:




Das Review zu "No Mercy for Mayhem" aus 2014 findet ihr hier:
http://www.hell-is-open.de/cgi-bin....;t=5617

Das Review zur Split "Midnight/Shitfucker" von 2015 findet ihr hier:
http://www.hell-is-open.de/cgi-bin....;t=6239

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NORNS - Pazuzu MLP
Geschrieben am 11.11.2017, 17:38 von Sol Records

>>> OUT NOW on DEVIANT RECORDS <<<



The MLP comes in a limited edition of 200 copies.

Mastered at Blackvox Studio Finland

Listen to the full EP: Norns - Pazuzu Full Stream

Order HERE

contact:
info@deviant-records.de
www.deviant-records.de

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Review: Procession - Doom Decimation
Geschrieben am 11.11.2017, 16:06 von ALUCARD

Procession
Doom Decimation
High Roller Records
Vö:31.10.2017



Seine Heimat vergisst man nicht. Auch wenn Frontmann Felipe mittlerweise in Schweden beheimatet ist, das Album wurde wieder in Chile aufgenommen. Denn wie sagt er selbst: "An Adress means nothing, we are Procession from Chile".

Und, der Titel lässt es vermuten, an der Ausrichtung hat sich nichts geändert. Purester Doom Metal durchströmt die Boxen. Das Klangbild durchzieht deutlich das Blut der Genreahnen, nur klingt es besser als vieles was die "alten Helden" fabrizieren. Den der Körper wird nicht durch Herzschrittmacher künstlich am Leben gehalten, er kann selbstständig laufen. Angetrieben wird er dabei durch Beimischungen von klassischem Heavy Metal und Hardrock. Und natürlich Doom wie er lebendiger und kraftvoller nur noch selten zu finden ist. Keine trantütigen Arrangements, keine zähen Passagen, kein erzwungenes Sabbath-worshiping. Auch die Grastüte bleibt daheim, hier regieren Nieten und Leder.

Und trotzdem gibt es noch eine Menge Gänsehautmomente, zum Beispiel der Gesangspart in "Amidst the Bowels of Earth" ab Minute drei nachdem der Song etwas zurückfahren wurde. Oder der Einstieg in "Lonely are the Ways of Strangers", herzzerreissend. Ebenso die Gesangslinien in "As They Reached The Womb"...
Auch die Hardstahlkocher bekommen genug Material, hier sei "When Doomsday has come" oder "All Descending Suns" empfohlen. Bei letzterem darf man gesanglich ruhig mal in Richtung Iced Earth denken.

Also Doomheads und Hartmetaller, ihr seht schon: Das ist ein Album an dem ihr nicht vorbeikommt. Zu diesen Songs können sich problemlos beide Lager in den Armen liegen und das Material bedingungslos abfeiern. Dem reinen Engtanzdoomer ist es eventuell eine Spur zu metallisch, aber ihr wisst ja aus dem Werbefernsehen: "Sind sie zu stark dann bist du zu schwach".


1. The Warning
2. When Doomsday Has Come
3. Lonely Are The Ways Of Stranger
4. Amidst The Bowels Of Earth
5. Democide
6. All Descending Suns
7. As They Reached The Womb
8. One By One They Died

Albumstream@Noisey

Line-up:
Felipe Plaza - guitars, vocals
Jonas Pedersen - guitars
Claudio Botarro - bass
Uno Bruniusson - drums

http://www.facebook.com/doomprocession

8,5 von 10 Punkten

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DESERTFEST Berlin 2018
Geschrieben am 10.11.2017, 16:57 von UnDerTaker

graveyardNeben den bereits bekannten Bands, hat das DESERTFEST Berlin 2018 noch neue Zugänge im Billing bekanntgegeben:
»
GRAVEYARD (SWE)
"Lights Out, you no longer have to choose between Innocence & Decadence: Gothenburg’s psychedelic preachers of classic heavy rock will bring the Hisingen Blues and much more musical mushroom magic to Desertfest Berlin in 2018!” - METAL HAMMER

ELDER (USA)
"By charting an unparalleled progressive path through realms of sound all their own, Elder have made themselves one of the most essential heavy bands in the world. The work they're doing right now is crucial and, if we're lucky, will influence others for years to come." - THE OBELISK

CHURCH OF MISERY (JP)
"Brutal greeny leafy psychedelic boogie straight outta Tokyo. Don’t miss out on seeing this serial killing machine at Desertfest!" - SPARK ROCK MAGAZINE

THE BLACK WIZARDS (POR)
"While still at the age where most are mere magic apprentices, these four Portuguese wizards are able to cast of spells of fuzz, groove and rocking out all over their songs. They have a trick to amplify the spells too – the acid fumes, bluesy, funky rhythms and occult vibes that flow from their new record ‘What The Fuzz!’ hit even harder when the band steps on stage. Clearly there’s some ancient (from the 70s, most likely!) black wizardry at work, so let yourself go and shake out those psych jams." - LOUD! MAGAZINE

MAIDAVALE (SWE)
”What is interesting about MaidaVale is that, though both their influence and style are clearly rooted in the ’70s, the band’s character exists outside of that treasured timewarp. The music is passionate yet playful and doesn’t slip into the muddied waters of overdone nostalgia.” - IRON FIST MAGAZINE

VONAVIBE (GR)
"The powerhouse quartet from Athens stormed through the "road to deserfest" contest gathering a massive 4500 facebook poll votes which gave them qualification for the contest's final stage at Street Mode Festival where their dynamic stage appearance and emblematic riffs convinced the stern judges that they rightfully deserve a slot at Desertfest Berlin 2018" - STREET MODE FESTIVAL
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Location: Arena, Berlin - Kreuzberg
Date: May 4th - 6th 2018

Somit sieht das aktuelle Line Up wie folgt aus:
MONSTER MAGNET
GRAVEYARD
NEBULA ( re union show! )
EYEHATEGOD
ELDER
CHURCH OF MISERY
JEX THOTH
THE BLACK WIZARDS
PLANET OF ZEUS
DEATH ALLEY
DOPELORD
YURI GAGARIN
THE NECROMANCERS
MAIDA VALE
VONAVIBE
+ many more to be announced soon!

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Watain - Alles zu den Black Metallern
Geschrieben am 09.11.2017, 12:06 von UnDerTaker

 Das neue WATAIN Album “TRIDENT WOLF ECLIPSE” kann ab sofort vorbestellt werden, zeitgleich wurde der Clip zum Song "NUCLEAR ALCHEMY" online gestellt.

“TRIDENT WOLF ECLIPSE” erscheint am 05.01.2018 als LP, Standard CD, limitiertes CD Digipak, Digital und als auf 3000 Stück limitiertes Box Set.

Folgt dem Link, dort könnt ihr euch die verschiedenen Versionen anschauen und auch den Clip zu "NUCLEAR ALCHEMY" antesten. http://smarturl.it/TRIDENTWOLFECLIPSE



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Review: Rimfrost - A Clash Under The Northern Wind
Geschrieben am 06.11.2017, 17:23 von ALUCARD

Rimfrost
A Clash Under The Northern Wind
Non Serviam Records
Vö:11.11.2017



Eineinhalb Jahre nach dem letzten Album gibt es ein neues Lebenszeichen vom schwedischen Black Metal Kommando Rimfrost. Und was für eines...

Fast elf Minuten geht die Single die als erster Einblick in das kommende Album dienen soll. Und auf diesem überlangen Track spannen die Jungs problemlos den Bogen von erhaben voranschreitendem Black Metal über Pagan/Viking Elemente und melodischem Death Metal wie er so auch nur aus Schweden kommen kann bis hin zu einem epischen Ende. Eventuell ist das hier genau das richtige Futter für alle die die mit Amon Amarth schon vor längerer Zeit abgschlossen haben.
Die verschiedenen Passagen wurden so clever verknüpft das der Songfluss nie gestört wird. Zweiter Pluspunkt des gelungenen Songwritings ist das die 11 Minuten wie im Fluge vergehen und man sich wünscht der Track würde noch etwas weiterlaufen.

Minuspunkt der ganzen Sache: Scheinbar erscheint der Track erstmal nur Digital, wer also etwas in den Händen halten will muss sich wohl gedulden bis das Album erscheint.
Offizielle Hörproben gibt es bis jetzt noch nicht und werden zeitnah nachgereicht. Haltet die Augen und Ohren auf, wenn der Rest des Albums ebenso stark ist dann kommt was Grosses auf uns zu. Remember my Words...

01: A Clash Under The Northern Wind (10:47)

https://non-serviam-records.bandcamp.com/
https://www.facebook.com/Rimfrostofficial/

9,5 von 10 Punkten

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Review: Mork - Eremittens Dal
Geschrieben am 05.11.2017, 23:30 von ALUCARD

Mork
Eremittens Dal
Peaceville Records
Vö:13.10.2017



Mork vom Ork Kalauer verkneife ich mir jetzt einfach mal. Die Eckdaten zu der Scheibe: Black Metal aus Norwegen, Einmannprojekt, Coverartwork von Jannicke Wiese-Hansen. Wer jetzt schon an Kristian mit den Schwefelhölzern denkt der vier ikonenhafte erste Alben veröffentlichte und dann nur noch mit (s)einer sehr verqueren Denkweise von sich reden machte, der liegt gar nicht falsch. Der zweite Gedanke der einem bei den Eckdaten Norwegen und "reinem" ursprünglichen Black Metal kommen könnte ist auch nicht verkehrt, Mork bekam aus dieser Richtung sogar den Ritterschlag indem Nocturno Culto meint “Many have tried, many have failed. Mork nails it”.

Und genau zwischen den beiden prägenden Grundpfeilern des Genres hat es sich Meister Thomas Eriksen, der Mann hinter Mork, gemütlich gemacht. Das leugnet man auch nicht, selbst das Label sagt: "The album is primarily inspired by the works of Darkthrone & Burzum."
Aber er kopiert nicht einfach sondern bringt auch eigenen Ideen ein. Und dadurch klingt es trotz der bekannten Zutaten spannend und unterhaltsam, soweit man das in dem Genre sagen kann. An die übergrossen Vorbilder kommen Mork zwar nicht ran, aber ich glaube das war auch gar nicht der Antrieb von Thomas Eriksen. Sondern eher dem alten Sound zu huldigen und zu beweisen das intensive Klänge kein fettes Studioequipment und unzählige Spuren benötigen wenn die Grundsubstanz stimmt.
Stellenweise ist es mir allerdings eine Spur zu brav und linientreu, ich vermisse das Unberechenbare, das Böse, das Bedrohliche in der Musik. Es gibt Vertreter, vor allem im südamerikanischen Raum, die da eine Spur mehr Chaos und Unbezähmbarkeit mit reinbringen. Mork machen ihre Sache gut, aber es ist mehr ein schwelgen in der Erinnerung an alte Zeiten als der Versuch des Heraufbeschwörens der damaligen diabolischen Energie. Oder ist man als Hörer mittlerweile so abgestumpft?

Anhänger klassischer schwarzmetallischer Klänge können bedenkenlos zugreifen und werden das Werk sicher ins Herz schliessen. Mir persönlich fehlt irgendwas was mich beim Hören tief in meiner Seele packt und versucht ins Dunkle zu ziehen.
Gäste sind auf dem Werk auch zugange, Dimmu Borgir`s Silenoz lieh zwei Songs seine Stimme und 1349’s Seidemann hat noch Bassspuren hinzugefügt.


1. Hedningens Spisse Brodder
2. Holdere Av Fortet
3. Forsteinet I Hat
4. Eremittens Dal
5. I Hornenes Bilde
6. Likfølget
7. Et Rike I Nord
8. I Enden Av Tauet
9. Mørkets Alter
10. Gravøl

http://peaceville.com/bands/mork/
https://www.morkisebakke.no/

7,5 von 10 Punkten



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Review: Necrovorous - Planes Of Decay
Geschrieben am 04.11.2017, 20:01 von Nabu

Necrovorous - Planes Of Decay

Die alten Griechen, die haben in der Antike einiges geleistet: Geometrie und Algebra, Wasserpumpen, Kriegsmaschinen und tatsächlich auch die erste Dampfmaschine. In jüngster Vergangenheit siehts dann aber weniger rosig aus - auch Musiktechnisch setzten sie - mit einigen offensichtlichen Ausnahmen - keine wirkliche Standards. Und wenn, dann schon gar nicht im Death Metal.

Umso ungehaltener machte sich in mir eine freudige Erregung breit, als mir Necrovorous den Opener „The Sun Has Risen In A Land I No Longer See“ entgegenwirft. Wobei mir der Song eher ins Gesicht geprügelt wird. Angenehm schnörkellos wird ordentlich geknüppelt. Keine falsche Bescheidenheit, keine unnötigen Ausflüge ins Technik-Hochgebirge. Einfach nur geiles, ordentliches Geballer. Und das Beste daran kommt erst noch: so bleibt es (fast) die ganze Zeit. Die Band geht in einem äußerst vernünftigen Rahmen mit Tempo- und Rhythmuswechseln um und bleibt so aufs Wesentliche konzentriert, ohne dabei monoton oder einfallslos zu wirken.

Besonders gut kommt dies bei „Faces Of Addiction“ zur Geltung. Obwohl der sehr sanfte Start anderes vermuten lässt, walzt der Track ungehalten den Hörer nieder und setzt dabei geschickt verschiedene Rhythmen ein um die Nackenmuskulatur durchgehend bei Laune zu halten - sehr, sehr fein!
Ebenfalls erwähnen möchte ich an dieser Stelle „Red Moon Rabies“ - in einer knappen Minute richtet die Band hier ein grösseres Massaker an, als so manche gestandene Genregrösse in einen Vielfachen der Zeit.

Nevrovourus ballern. Und zwar so richtig hart. Totalausfälle fehlen auf dem Album komplett. Nur „Lost In A Burning Charnel Ground“ passt in meinen Augen nicht so richtig auf das Album. Mit seiner eher ruhigen, melancholischen Gangart lockert er die Stimmung zwar angenehm auf und bricht mit den restlichen Tracks, allerdings wäre das in dieser Form gar nicht nötig gewesen. Aber was solls, sicherlich können viele Fans dem Song nur Gutes abgewinnen. Und so stellen uns die Griechen mit ihrem zweiten Werk ein mehr als nur solides Geballer in die Regale welches Genrefreunde ohne echte Schwierigkeiten begeistern sollte.


Anspieltipp: Faces Of Addiction, Red Moon Rabies, The Noose Tightens


Wertung: 8,0 / 10




Gesamtlänge: 43:24
Label: Dark Descent Records
VÖ: 29. September 2017



Tracklist



1.  The Sun Has Risen in a Land I No Longer See
2.  Cherish the Sepulture
3.  Eternal Soulmates
4.  Plains of Decay
5.  Psychedelic Tribe of Doom
6.  Faces of Addiction
7.  Red Moon Rabies
8.  Misery Loves Dead Company
9.  Lost in a Burning Charnel Ground
10. The Noose Tightens


Website der Band: Necrovorous bei Facebook

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Review: Hexx - Wrath of the Reaper
Geschrieben am 03.11.2017, 17:45 von Raven

Hexx - Wrath of the Reaper

Hexx - Urgesteine des Power/Thrash und Death Metals. In der Tat eine interessante Mischung die die Herren hier an den Tag legen. Nachdem die ersten beiden Alben von 1984 und 1986 sich mit dem Power und Thrash Metal befassten, wechselten sie das Genre und produzierten 1991 dann ein astreines Death Metal Album. Doch nach einer 26-jährigen Pause, wo lediglich eine Demo und eine Split erschien, wollte man wohl zu den Wurzeln zurückkehren und mit "Wrath of the Reaper" alte Zeiten wieder aufleben lassen. Und was soll ich sagen, dass ist den Amerikanern mehr als gelungen.

Schon der Opener "Macabre Procession of Specters" verfrachtet einen zurück in die 80ger Jahre der Speed bzw. Thrash Metal Zeiten. Sobald die ersten Töne erklingen, denke ich dabei an Bands wie Anthrax und Metallica (in ihren Anfängen), die diese Szene geprägt haben und genau das lassen Hexx hier wieder aufleben. Markante Riffs, kreischende Solos und der dreckige, raue Gesang vom Frontmann harmonieren einfach perfekt.

Genauso positiv geht es auch mit den folgenden Songs weiter, wobei es mir "Slave in Hell" besonders angetan hat. Die super eingängigen Lyrics machen aus dem Stück einen absoluten Ohrwurm und man wird quasi dazu genötigt, die Boxen auf Anschlag zu drehen und mitzugrölen.

Auch "Voices" wird seinen Platz in meiner „Alltime Favourite Playlist“ finden. Die mehr als fette Bassline steht im Prinzip für sich selbst. Die shreddigen Riffs, der simple aber ausdrucksstarke Refrain und das stimmige Solo tragen ihren Rest dazu bei. Das alles hat den Speed Metal damals ausgemacht - und es funktioniert auch heute noch bestens.


Hexx haben mit "Wrath of the Reaper" die Thrash und Speed Metal Höhepunkte der 80ger Jahre ins 21. Jahrhundert geholt. Für Fans der alten Schule ist dieses Album also ein absoluter Pflichtkauf.


Anspieltipp: Macabre Procession of Specters, Slave in Hell, Voices


Wertung: 8,5 / 10




Gesamtlänge: 51:40
Label: High Roller Records
VÖ: 15. September 2017



Tracklist


1.  Macabre Procession of Specters
2.  Screaming Sacrifice
3.  Slave in Hell
4.  Swimming the Witch
5.  Dark Void of Evil
6.  Unraveled
7.  Voices
8.  Exhumed for the Reaping
9.  Circle the Drain
10.Wrath of the Reaper
11.Certificate of Death

Website der Band: Hexx bei Facebook

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Review: Caronte - Yoni
Geschrieben am 03.11.2017, 17:03 von Nabu

Caronte - Yoni

Caronte ist der italienische Name für Charon - den Mann, der in der griechischen Mythologie die Verstorbenen zum Preis von zwei Münzen über den Fluss Styx ins Totenreich geleitet. Der Fährmann. Und eines kann ich euch versichern - wenn dies der Soundtrack für die Überfahrt ist, beantrage ich die griechische Staatsbürgerschaft. Und zwar gestern.

Wobei die Jungs ja eigentlich aus Italien kommen - ob das eine Rolle spielt? Egal, ich schweife ab. Eines muss erstmal geklärt werden: Doom Metal gibt’s hier nicht wirklich. Caronte bewegt sich im doomigen Stoner Rock. Dabei hämmern sie nicht so hart wie beispielsweise Kyuss, allerdings würde ich sie im Plattenregal bedenkenlos neben Pentagram stellen. Oder halt in die Box mit den düsteren Rockbands der 60er und 70’er Jahre. Denn was uns die Italiener hier präsentieren, ist im Prinzip ein Best Of dieser Zeit. Das ganze Album ist, wenn man das so sehen will, ein Lobgesang auf die Bands die das, was wir heute als Doom Metal kennen, überhaupt ermöglicht haben. Nehmen wir als Anschauungsbeispiel „Promethean Cult“ - kerniges, trockenes Riffing, teils rituelle Rhythmik, Gesänge zwischen Ritualmord und LSD-Trip - der Song packt den Hörer und denkt nicht daran ihn wieder loszulassen. Atmosphäre ohne Ende.

Aber Achtung: wer daran nicht richtig viel Gefallen findet, wird mit Yoni nicht unbedingt glücklich. Die Italiener fahren eine klare Linie und weichen von dieser auch nicht ab. Wer ein Faible für doomigen Stoner Rock hat und die „gute alte Zeit“ noch einmal hoch leben lassen möchte (ich persönlich kenne die angesprochenen Jahrzehnte nur aus Erzählungen) darf sich Yoni im Speziellen und Caronte im Allgemeinen nicht entgehen lassen. Wer mit staubtrockenem Riffing und schleppenden Beats nicht sonderlich viel anfangen kann, wird hier jedoch nicht fündig werden.


Anspieltipp: Promethean Cult, The Moonchild, V.I.T.R.I.O.L


Wertung: 8.0 / 10




Gesamtlänge: 49:32
Label: Ván Records
VÖ: 06. September 2017



Tracklist


1. ABRAXAS 07:12  
2. Ecstasy of Hecate
3. Promethean Cult
4. Shamanic Meditation of the Bright Star
5. TOTEM
6. The Moonchild
7. V.I.T.R.I.O.L

Website der Band: Caronte bei Facebook

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Autonome Waffen: Eine Revolution der Kriegsführung,
Geschrieben am 03.11.2017, 14:48 von UnDerTaker

Vom Computer zum RoboCop ist es heute nicht mehr weit.

Hier mal ein interessanter Artikel da:

https://www.gmx.net/magazin....2454560

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Coole neue Metal Musik
Geschrieben am 03.11.2017, 14:08 von UnDerTaker

Hier eine Band die fetten düsteren Death (Black) an den Tag legt und mir echt gut gefällt.
"The Stench Of The Earth" wird am 24.11.2017 via Testimony Records auf CD und LP veröffentlicht.


crypts%20of%20despairDie düster Death Metaller CRYPTS OF DESPAIR aus Litauen haben einen neuen Song vom kommenden Album
"The Stench Of The Earth" veröffentlicht.
Checkt hier den Song "Path To Vengeance" an:

Einen bereits veröffentlichten weiteren Track namens "Dead Light" könnt ihr hier eibenfalls anhören.

Tracklist:
1. The Stench Of The Earth
2. Path To Vengeance
3. Pits Of Endless Torment
4. 77
5. Fleshless Eternity
6. Enslaved In Blasphemy
7. Possessed By Astral Parasites
8. Ravage The Earth
9. Monuments Of Fear
10. Dead Light

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Review: Casket - Unearthed
Geschrieben am 03.11.2017, 09:45 von ALUCARD

Casket
Unearthed
Blow Jack Records
Vö:07.10.2017



Bei dem Bandnamen kann man schonmal durcheinanderkommen. Metal Archives kennt 9 Truppen mit der selben Bezeichnung, drei davon allein in Deutschland. Hier besprochen wird nicht das nordrheinwestfälische Einmannkommando und auch nicht die bayrischen Vertreter, letztere da sie ja scheinbar nicht mehr existieren. "Way to Happiness" fand ich damals recht gut, deswegen war mir der Name geläufig...

Aber hier soll es um die Reutlinger Division gehen, gefühlt taucht deren Name ja auf jedem dritten Flyer von Metalevents im südlichen Raum auf. Gegründet hat sich das Trio schon 1990 und kann somit auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Die Sache mit dem "U" im Albumtitel scheint so eine Art Running Gag zu sein, abgesehen vom 2002er Promo tragen alle Veröffentlichungen seit dem 1998er "Under the Surface" das "U" als ersten Buchstaben im Albumtitel.
Wer die Melodic, Oldschool, SweDeath, HM2 Anhäufungen der letzten Zeit satt hat der ist hier genau richtig. Vermischungsfreier Deathmetal wird geboten, als einzige Anreicherung schwenkt man ab und zu mal in Richtung Grind. Ansonsten bewegt sich der Dreier ruhelos um klassischen Deathkäfig und bearbeitet den Tempobereich von Schädelschleifern ala "March of the Overlord" bis hin zu nackenzerstörenden Tracks wie "Seas of Blood".
Klanglich legt man Wert auf basisch trockenen Klang und zeigt damit überproduzierten, leblosen Hochglanzplatten den aufrecht gestreckten Mittelfinger.
Kritik? Eventuell das das Organ von Sänger und Gitarrist Schorsch ruhig etwas variabler agieren könnte. Und das die direkt zündenden Elemente fehlen und damit bei den ersten Durchläufen nicht richtig viel hängenbleibt. Aber dann hört das Album halt nochmal...
Das gelungene Albumartwork von Danilo "Dača" Trbojević offenbart sich einem erst vollständig wenn man das Booklet komplett auseinanderfaltet.

1.Anacrusis 00:56
2.March Of The Overlord 04:52
3.Onwards To Destruction 04:10
4.Unearthed 03:53
5.Seas Of Blood 03:55
6.Kill The Red Lamb 04:43
7.To The Bone 06:04
8.Pathological Paradise 03:44
9.Endtime 07:25
10.Another Antler 04:46

https://casketdeath.bandcamp.com/album/unearthed

7,5 von 10 Punkten

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Review: Blaze of Perdition - Conscious Darkness
Geschrieben am 03.11.2017, 08:03 von ALUCARD

Blaze of Perdition
Conscious Darkness
Agonia Records
Vö:03.10.2017



Hier bekommt ihr einen weiteren Beweis dafür wie stark der osteuropäische Black Metal Underground ist. Und das er für viel mehr bereit ist als nur unter der Oberfläche zu schwelen.

Es sind zwar "nur" 4 Titel, diese bewegen sich aber zwischen 8 und 15 Minuten. Und die typischen Vibes die das als klares Machwerk unserer östlichen Nachbarn brandmarken sind deutlich vertreten.
Kein rasendes Tempo, meistens bewegt man sich im schnelleren Mittelfeld und verbreitet so strahlend schwarze Eleganz. Die überlangen Tracks werden stimmungsvoll ausgefüllt, ein Kunststück das man ja auch schon von den ähnlich gelagerten Mgla kennt.

Blaze of Perdition gelingt es dabei den Hörer nicht zu überfordern oder zu dominant im Raum zu stehen, sie hüllen dich eher mit ihrem Sound ein und führen dich durch das Album. Und diesem magischen Klängen kann man sich schwer entziehen wenn man ihnen einmal verfallen ist. "Conscious Darkness" klingt nichtmal überragend neu oder innovativ sondern kombiniert einfach die gegebenen Elemente geschickt und webt daraus einen dichten Klangteppich der einen gefangen nimmt.

Und so vergeht die dreiviertel Stunde Spielzeit recht schnell und man weiss am Anfang noch gar nicht so recht was da eigentlich passiert ist, man weiss nur das man es nochmal hören möchte. Und wenn ein Album das erreicht dann hat es ja eigentlich schon alles richtig gemacht. Wächst mit der Zeit immer weiter und hat das Zeug zum kommenden Klassiker.

1.A Glimpse of God
2.Ashes Remain
3.Weight of the Shadow
4.Detachment Brings Serenity

https://agoniarecords.bandcamp.com/album/conscious-darkness
BLAZE OF PERDITION - Conscious Darkness (Official Album Stream)

9 von 10 Punkten

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Review: Father Befouled - Desolate Gods
Geschrieben am 02.11.2017, 22:09 von Nabu

Father Befouled - Desolate Gods

Jede Band muss sich doch am Anfang ihrer Schaffenszeit die eine große Frage stellen: beugen wir uns einem akzeptierten Genre und versuchen dieses so gut wie möglich umzusetzen oder versuchen wir etwas völlig neues, bestenfalls noch nie dagewesenes zu erschaffen? Die Jungs aus Atlanta haben sich irgendwie für einen Mittelweg entschieden. Death/Doom scheint es oft zu sein, aber irgendwie will man da mehr daraus machen als es eigentlich ist. Und der Schuss geht ordentlich nach hinten los - leider.

Dass die Band fähig ist und ihr Handwerk versteht zeigt sich bereits im ersten Track, „Offering Revulsion“. Beginnend mit einem schmierigen, düsteren Riff mit Old School Charme und echt fiesen Vocals wechselt die Band über eine feine Midtempo-Verbindung mit eingängigen Riffs und reißender Rhythmik in einen sehr doomigen Part der so manches Metronom einschlafen lassen dürfte. Langsam, träge, düster - eigentlich alles richtig gemacht.  Nur leider reicht „gut“ heutzutage schon längst nicht mehr um sich von der Masse abzuheben. Da hilft es auch nicht, dass die nächsten Songs eher hinter dem Opener zurückbleiben.
„Vestigial Remains Of…“ zeigt uns mit gnadenloser Ehrlichkeit auf, dass Doom nicht einfach nur langsam spielen bedeutet. Ohne bedeutende Melodie pümpelt der Song vor sich hin und lässt den Hörer auf etwas warten - nur kommt da nix mehr. Wobei das nicht ganz richtig ist: der Titletrack, „Desolate Gods“, folgt zum Schluss noch. Hier vermag sich die Band zwar noch einmal etwas zu steigern, aber auch beim letzten Versuch reicht es nicht, um aus der Masse herauszustechen.
Das ganze Album klingt irgendwie schon nett, aber halt auch austauschbar. Irgendwie scheint man alles schon mal irgendwo gehört zu haben. Ich wage zu behaupten, dass die Band mit etwas mehr Fokus ein weitaus besseres Album auf die Beine gestellt hätte.


Anspieltipp: Offering Revulsion, Ungodly Rest, Desolate Gods


Wertung: 5,5 / 10




Gesamtlänge: 30:09
Label: Dark Descent Records
VÖ: 23. Juni 2017



Tracklist


1. Exsurge Domine (Intro)
2. Offering Revulsion
3. Mortal Awakening
4. Exalted Offal
5. Ungodly Rest
6. Divine Parallels
7. Vestigial Remains of...  instrumental
8. Desolate Gods


Website der Band: Father Befouled bei Facebook

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Review: Ophis - The Dismal Circle
Geschrieben am 31.10.2017, 17:04 von ALUCARD

Ophis
The Dismal Circle
Fda Records
Vö:20.10.2017



Erneut treten Ophis den Versuch an die Welt mit schwarzer Lava zu überziehen und dabei nur noch Asche zu hinterlassen. Und es gelingt ihnen wieder auf wunderschöne Weise.

Am Sound wurde dabei (glücklicherweise) nichts geändert, es ist immer noch zu 100% der typische Ophis Trademarkklang. Der sorgt erneut dafür das sie unverwechselbar tönen, wer die Vorgängeralben liebt der fühlt sich von der ersten Sekunde an zuhause.
Rein vom Gefühl würde ich sagen das die Death Metal Parts etwas zurückgeschraubt wurden und etwas mehr Platz für dezentere Instrumentierung da ist. Es scheint mir auch so das die stilleren Momente feiner ausgebaut wurden und noch besser akzentuiert kommen. Aber keine Angst, sie klingen trotzdem nicht wie Simon&Garfunkel, den Tritt in den Hintern bekommt ihr immer noch serviert.
Und trotzdem ist "The Dismal Circle" das bisher schwerste und erdrückendste Album in der Laufbahn der Band. Und der leichte Flirt mit dem Black Metal in "Shrine Of Humiliation" ist ein neues Element das mir sehr gut gefällt.

Textlich geht es erneut weit über das Tod&Teufel Schema hinaus, wie sorgfältig die Jungs arbeiten zeigt sich z.B. auch bei der Auswahl des Intro`s zu "Engulfed in white Noise": Die dort zu hörenden Schreie sind eine authentische Aufnahme von einem autistischen Jungen der einen Meltdown erleidet, eine Art Krampf bei dem das Gehirn des Betroffenen zu viele Sinneseindrücke nicht verarbeiten kann (nachzulesen im Interview im aktuellen Deaf Forever Magazin). Die Tatsache das es hier einen reelen Hintergrund gibt und das eben nicht nur aus der Sampledatenbank stammt macht die Sache noch eine ganze Ecke erdrückender.

Gänsehautmomente sind zahlreich, aber eigentlich geht das Material viel tiefer als nur über die blosse Haut. Die Atmosphäre zieht dir das Fleisch vom Leib und dringt bis auf die Knochen, dieses angsteinflössende Gefühl erzeugen nur die Hamburger glaubhaft und konsequent. Es gibt viele Bands die sich ähnlich positionieren oder an Ophis orientieren, aber diese packenden Momente zu erschaffen, das gelingt weiterhin nur den Jungs die hier mit "The Dismal Circle" erneut ein Meisterwerk vorlegen. Kann man schwer in Worte fassen, deswegen lasse ich das Review hier ausklingen. Das muss man selbst hören, erleben und fühlen.

1.Carne Noir 10:45
2.Engulfed In White Noise 13:23
3.Dysmelian 12:43
4.The Vermin Age 09:26
5.Ephemeral 06:54
6.Shrine Of Humiliation 09:39

https://fda-records.bandcamp.com/album/the-dismal-circle

9,5 von 10 Punkten

(1 Antworten)

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Graceless
Geschrieben am 30.10.2017, 18:55 von Exorzist

Death/Doom aus den Niederlanden kommt immer gut! Mit Graceless gibt es neues hässliches Futter aus der Riffkolonie.
Der Youtube Song macht mir jedenfalls schon mal ordentlich Spaß, bin mal auf das Album gespannt.



Mit Members von Soulburn, ex-Nailgun Massacre



(3 Antworten)

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Interview mit Lenny von Endseeker
Geschrieben am 29.10.2017, 16:26 von ALUCARD



Lenny von Endseeker wurde ausgequetscht, lest das komplette Interview hier: http://www.hell-is-open.de/info....017.php

(3 Antworten)

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Review: Werian - Lunar Cult Society
Geschrieben am 29.10.2017, 15:50 von ALUCARD

Werian
Lunar Cult Society
Eisenwald
Vö: 10.11.2017



"Lunar Cult Society" ist kein neues Album der deutschen Ausnahmeformation. Hier wurde das erste Demo "Werian" mit dem zweiten, "Among Humans", vereint.
Ersteres erschien 2011 auf Vinyl und 2013 als Tape, jeweils streng limitiert. "Among Humans" erblickte 2015 als MC erstmals das Licht der Welt, 2016 erschien eine Vinylversion. Beide Versionen waren wieder streng limitiert.

Somit macht diese Veröffentlichung Sinn, macht sie das Material so doch auch der breiteren Öffentlichkeit zugänglich und gibt auch denjenigen die Gelegenheit zum Kauf die die Band vorher nicht wahrgenommen haben oder zu langsam waren. Und gleichzeitig gräbt man so dubiosen Verkäufern auf Onlineplattformen das Wasser ab.

Da es sich um die ersten beiden Demo`s handelt ist eine dementsprechende Haltung beim Hörer vorausgesetzt. Glattpolierte Produktionen bekommt ihr woanders, das hier ist ganz nah am Ursprung. Von der Atmosphäre her liegt man vor allem beim ersten Demo an den Frühwerken von Burzum bis zu "Filosofem". Sprich, Black Metal der es tempomässig nicht so übertreibt und mit Gitarren als tonangebendes Instrument und der Aufbau von dunkler, hypnotischer Stimmung durch Wiederholungen.
Doch den eben angesprochenen Pfad verlassen sie des öfteren und schwenken in doomig psychedelisches Gewässer um was man anfangs so nicht erwartet, "Manus Mortua" vom ersten Teil sei hier als Anspielstation empfohlen. Für mich kommen diese langen, instrumentalen Passagen zu oft zum tragen und ich verliere die Aufmerksamkeit. Ich kann dem Songverlauf dann einfach nicht mehr folgen, wahrscheinlich "verstehe" ich die Songs einfach nicht. Mir sind die schwarzmetallischen Phasen lieber, dabei geht es ganz tief in die norwegischen Wälder. In Kombination mit dem erdig warmen Sound ein sehr schönes Erlebnis.

Am Ende ein zweigeteiltes Ergebnis. Sehr gute, ursprüngliche Black Metal Teile mit ausufernden instrumentalen, ritualartigen Passagen zu denen mir einfach die Zugangspunkte fehlen. Dennoch eine wichtige Veröffentlichung die zeigt wie lebendig und kreativ der deutsche Untergrund ist. Als Trostpflaster dient für mich der Bonussong: "Werian" in einer intensiven Liveversion, aufgenommen am 18.03.2017 im Nekrowerk Club, Nordhausen.

1.Werian 06:37
2.Manus Mortua 10:30
3.Conversion 09:26
4.Into the Twilight 05:04
5.Acid Mountain 14:53
6.Devourer 11:57
7.Among Humans 10:47
8.Werian (Alive) 07:22  

https://werian.bandcamp.com/album/lunar-cult-society

7 von 10 Punkten

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NECROTIC FLESH, HAILSTONE, INFECTED CHAOS - 09.12.2017 - CAT, Ulm
Geschrieben am 27.10.2017, 00:27 von Tyrant2303

Am Sa., 09.12.2017 spielen NECROTIC FLESH, HAILSTONE und INFECTED CHAOS im CAT in Ulm.
+ Aftershow-Party
https://de-de.facebook.com/catacombsofmetal

Einlass: 20 Uhr
Beginn: 21 Uhr
Eintritt: AK: 10€ / 8€ (ermäßigt)
Adresse: Prittwitzstraße 36, 89075 Ulm
http://www.cat-ulm.de

Info:

NECROTIC FLESH:
NECROTIC FLESH was founded in January 2001 by J doing the lead vocals and bass-guitar, Tobias at the drums and Willi at guitar and vocals.
Because lack of time, Willi left the band from December 2002 to the end of 2003 and was replaced by Jens Bernhard (DISREPUTE) at the sixth-string. During this time the first gigs were played.
2004 the band turned back to their original line-up and is still trying to recreate the good old Death Metal style like played in the best years end of the 80th, beginning of the 90th. NECROTIC FLESH is therefore trying not to avoid any stereotypes of the genre in music, lyrics and artwork.
In August 2005 we finished the recording of our first CD called "POSTMORTEM PLEASURES". Do this recording, we signed a deal with MDD-RECORDS (label/shop) to bring the sickness to you. A lot of gigs with big names (Lividity, Nile, Six Feet Under, Belphegor, Unleashed, Dismember, Behemoth,
Master, Vile, Impaled, Monstrosity, and many more) could be played!
November 2007, the second CD called "GORE GOURMET" was relesed by MDD- Records. 10 Tracks of sick and gory old school brutality... Willy left the band again in 2009 and was replaced by Toto.
At the end of 2012 Toto left the band and now 2013 Michi is playing guitar...
https://www.facebook.com/NecroticFlesh/

HAILSTONE:
Hailstone aus München stehen schon seit mehr als acht Jahren für melodischen Death Metal der traditionellen Machart aus deutschen Gefilden. Fest verankert in der frühen Ära der Stockholmer und Göteborger Schulen, versteht es das Quartett, brachialen Death Metal und epische Melodien gekonnt zu kombinieren und ihre Musik unter die Anhänger extremen Metals zu tragen. Das Quartett aus München hat sich bereits mit über 100 Shows quer durch die Bühnen der Republik und auch Europas gespielt. Bei Hailstone gibt es live nur eine Devise: Vollgas mit 110% Death Metal!
https://www.facebook.com/HailstoneMunich/

INFECTED CHAOS:
Infected Chaos nennt sich das österreichisch-süddeutsche Death-Metal-Abrisskommando, das 2013 aus den Überresten von Chaoreign gegründet wurde, ergänzt um frische Kräfte an Drums und Vocals. Bereits 2015 wurde das Debütalbum „The Wake of Ares“ von der Kette gelassen und konnte weltweit durchweg sehr positive Resonanzen einfahren. Bei zahlreichen Shows von Bozen bis Aalen – hier als Opening Act für die legendären Großmeister Possessed – wurden die Songs in die hungrige Meute geballert.
Seit Anfang 2017 ruht der Panzer, um mit frischen Songgranaten aufmunitioniert zu werden. Das neue Werk "Killing Creator" wird am 15. September 2017 einschlagen!
https://www.facebook.com/InfectedChaos/

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Review: Pesthammer - Trumpets of Dawn
Geschrieben am 26.10.2017, 22:45 von ALUCARD

Pesthammer
Trumpets of Dawn
Vö:15.10.2017



Deathmetaller genehmigen sich je nach Vorliebe den "Deathhammer" oder gehen gleich zum "Hammer smashed Face" über, Funeral Doomer greifen ab jetzt zum Pesthammer.
Funeral Doom aus deutschen Landen bekommt man dann auf die Lauscher, und trotz namhafter Konkurrenz im eigenen Land kann auch Pesthammer überzeugen. Das Ein-Mann Projekt ist in Hildesheim beheimatet, der Mann hinter der Band ist auch bei Kryptotype und Meuchelmord tätig.

Und schönerweise ist das nicht so schnarchiger Funeral Doom bei dem einem beim anhören die Füsse ganz automatisch einschlafen, sehr clever arrangiert mit feinen, dezenten Veränderungen im Songverlauf dröhnt es einem entgegen. Und der Mastermind und Alleinherrscher ist musikalisch auch nicht nur auf die Grundschule gegangen, handwerklich ist er weiter entwickelt als diverse Genrekollegen. Somit bekommt ihr hier nicht das langatmige abarbeiten einer Akkordfolge zu hören sondern "richtige" Lieder mit nachvollziehbarem Verlauf und dem vermeiden von zähen Momenten durch dezentes variieren der Grundstruktur.
Positiver Nebeneffekt ist auch die relativ normale Spielzeit der einzelnen Songs, das Material wird dadurch nicht so endlos in die Länge gezogen und kommt, dem Genretempo entsprechend, zum Punkt. Und wenn alles gesagt ist dann ist alles gesagt und wird nicht noch drei Mal wiedergekaut. Gesanglich ist auch alles im grünen Bereich. Klar bekommt ihr den bekannten schwarzen Schnorchelsound, aber der rödelt nicht so gelangweilt durch die Gehörgänge sondern hat ordentlich Volumen. Und er labert einen nicht die ganze Zeit voll und lässt so noch ordentlich Raum für die Instrumente.

Feines Ding das die Genrelandschaft ordentlich bereichert, könnte durchaus auch was für die "eigentlich höre ich gar kein Funeral Doom..." Gemeinde sein. Weil es eben die bekannten Schwachstellen umgeht und dadurch ein packendes Endresultat abliefert. Und dabei sollte man immer im Hinterkopf haben das das hier eine One Man Show ist die auch noch ohne Labelsupport auskommt. Respekt!!!
Und das Beste: Ihr bekommt die Scheibe momantan noch für lau, einfach mal via FB Kontakt aufnehmen.

1. Gathering of the Hordes of Madness 08:37
2. Black Widow 07:20
3. Trumpets of Dawn 07:30
4. The Constellation Corvus 08:00
  31:27

Kontakt: https://www.facebook.com/Pesthammerdoom/
Youtube: https://www.youtube.com/channel/UC2iFPxIoVIAdUYvS6wnQD4A

8,5 von 10 Punkten

(2 Antworten)

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Review: Osserp - Al meu pas s'alça la mort
Geschrieben am 24.10.2017, 16:40 von ALUCARD

Osserp
Al meu pas s'alça la mort
Abstract Emotions/Godbox/Kremon Recs/Blood Fire Death/Pickyourtwelve/No Humano/Brutal Arratia/The Braves/Hecatombe Recs/Wildwildeast Recs
Vö: 06.10.2017



Man lernt nie aus. Osserp zum Beispiel sind mir völlig unbekannt. Die Band hat sich 2013 in Spanien gegründet, der Bandname setzt sich aus den katalanischen Worten "Ós" (Bär) und "Serp" (Schlange) zusammen. Das erklärt dann auch das komische Albumcover, bekanntestes Mitglied dürfte Sänger Vali sein der auch bei Morbid Flesh tätig ist.
Er ist dabei einer von zwei Sänger was sich aber meiner Meinung nach nicht so deutlich bemerkbar macht. Eventuell bewegen sich die beiden ja in stimmlich ähnlichen Bereichen.
Musikalisch wildern die Jungs im Deathmetalwald zwischen HM2 befeuertem Material skandinavischer Machart, klassischem Death Metal und Old School Death. Anbei bekommt der Hörer noch Ausflüge in Richtung Grindcore (Amb el cap ben alt) und DeathDoom. Doch so richtig zwingend ist das alles nicht. Die Grundzutaten sind da und auch vom handwerklichen passt alles soweit, aber der zündende Funken fehlt. Teilweise sind die Wechsel innerhalb der Titel nicht ganz schlüssig oder unangebracht und stören den Songfluss. Und die Gitarrenarbeit kommt nicht über das Standardvokabular hinaus, das ideenlose Drumming kann da auch keine Ausrufezeichen setzen. Und das hier zwei Sänger am Werk sind hatte ich ja schon erwähnt, nur nutzt man dieses Potential nicht.
Als Zwischenmahlzeit ganz okay, ein sättigendes Hauptgericht ist das aber nicht. Zu farblos, zu mutlos agieren die Spanier und halten sich zu stark an Altbekanntem fest. Im übersättigten Genre erschafft man so kein Glanzlicht.

1.Entre regnes 04:27
2.Jo no ploro els màrtirs 03:44
3.Caça furtiva 04:56
4.La falç de saturn 07:23
5.Amb el cap ben alt 02:21
6.Sota la creu de gentil ft Hector (Nashgul) 03:43
7.El culte 04:21
8.De dalt del campanar 03:24
9.El buit ft Cosco (Rebuig) 05:43

Alex - drums
Dani - guitars
Xavier - voice
Vali - voice
Benja - bass

https://osserp.bandcamp.com/
https://www.facebook.com/osserp

6 von 10 Punkten

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Review: Seer - Vol. 5
Geschrieben am 22.10.2017, 13:29 von ALUCARD

Seer
Vol.5
Vö: 04.10.2017



Das ging fix. 3 Monate nach Vol.3&4 steht schon Nummero 5 vor der Tür. Erschienen die vorangegangenen Teile noch via Art of Propaganda scheint Vol.5 eine reine Onlineveröffentlichung zu sein.

Vol.4 konnte mich mit seinem Psych/Folk Ansatz ja nicht richtig begeistern und unsere Wege schienen sich zu trennen. Völlig unerwartet trifft mich jetzt der neue Teil. Wieder gibt es, der Tradition folgend, vier Titel. Zwei davon sind aber nur als richtige Lieder anzusehen. Das einleitende "The Seed of Man Descends Upon the God Tomb" weist dabei die Richtung, nix ist mehr mit akustischem Geklimper oder Lagerfeuerstimmung. Wuchtig doomend folgt "The Face of the Earth Was Darkened and a Black Rain Began to Fall" und verbreitet eine sakrale Stimmung, bestens dazu passend der anbetende Klargesang. In der Kombination bewegt sich die Musik stark in Richtung von klassischem Gothicrock, im Hinterkopf habe ich Type O Negative, die deutschen Durchstarter von Albez Duz und Vibes von den übermächtigen Fields of the Nephilim. Von der Machart ist das Material aber weniger rotweingetränkt als die klanglichen Paten, vor allem da in der zweiten Songhälfte immer wieder eine kalte, bedrohliche Seite durchschimmert. Erzeugt wird diese durch Tempoverstärkung, garstiges Growling und leicht chaotisch erscheinende Einsprengsel. Und als Ausklang bekommt der Hörer noch Orgelklänge irgendwo zwischen Hochzeitsmarsch und Horrorfilm. Spooky.

"A Primordial Entity Observes from Across the Cosmic Expanse" kombiniert die schwarzmetallischen Einflüsse noch stärker mit dem gothrockartigen Wesen des Unterbaus, aber auch die doomigen Anleihen sind vertreten. Über allem thront allerdings das nicht mehr aus dem Kopf gehende "It bears the sigil" das mantraartig wie eine Anrufung öfters wiederholt wird und dem Ganzen etwas sehr mächtiges, spirituelles und kraftvolles verleiht.
Aus dem Album geleitet uns dann das hörspielartige "The Mantra Is Recited Within the Catacomb of Shuggnyth", ein Titel mehr "richtige" Musik wäre mir lieber gewesen.

"Vol.5" habe ich so nicht erwartet und vorraussehen können, finde ich aber sehr gelungen. Für mich der stärkste und beste Teil der Reihe bis jetzt, aber wer weiss was die Wundertüte Seer noch so alles für die Hörer bereit hält. Wir sind wieder Freunde.

1.The Seed of Man Descends Upon the God Tomb 01:05
2.The Face of the Earth Was Darkened and a Black Rain Began to Fall 10:32
3.A Primordial Entity Observes from Across the Cosmic Expanse 04:39
4.The Mantra Is Recited Within the Catacomb of Shuggnyth 03:04

https://seerbc.bandcamp.com/album/vol-5

9 von 10 Punkten

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Review: Omega - Eve
Geschrieben am 20.10.2017, 15:33 von ALUCARD

Omega
Eve
Dusktone
Vö:01.10.2017



Die einzigen Omega die ich bisher kannte waren die Ostblockrocker aus Ungarn, um die soll es hier aber nicht gehen.
Die hier abgehandelten Omega kommen aus Italien, "Eve" ist dabei ihr Debütalbum. Wenn ihr vorab nichts davon vernommen habt dann ist das genau so gewollt. 2012 gründete sich die Truppe und hat vier Jahre abseits der Öffentlichkeit an dem Album gearbeitet. In Zeiten in denen jeder Furz den ein Musiker von sich gibt im Social Network verbreitet werden muss schon etwas besonderes.

Hat sich die Geheimniskrämerei denn ausgezahlt? Fällt mir noch schwer das zu beurteilen, vielschichtig und ambitioniert ist das Werk auf jeden Fall und ich denke das die vielen Jahre die in das Werk investiert wurden um daran zu feilen gut angelegt sind.
Auf "Eve" spannen die Italiener den Bogen von ambientgelagerten Soundflächen über tonnenschweren Doom bis hin zu Black Metal. Die Übergänge der einzelnen Elemente sind dabei fliessend und nachvollziehbar. Ein wichtiger Baustein des Ganzen ist auch der Gesang, wenn man hier noch von Gesang in seiner bekannten Form sprechen kann. Der Stimmeinsatz dient auf dem Album eher als weiteres Instrument, klassische Mikrofonarbeit die einem vorgefertigten Schema folgt sucht man vergebens.

Bei Songlängen von 12 bis 16 Minuten setzt das Werk beim Hörer von Anfang an eines vorraus: Die Bereitschaft sich mit dem Album zu befassen, sich damit auseinanderzusetzen und es zu verstehen. Kein Album für eine Autofahrt oder als Hintergrundmusik beim Kochen, Lesen oder vollziehen des Beischlafs. Denn hört man es unaufmerksam mit nur einem Ohr dann läuft es scheinbar planlos einfach vorbei. Erst wenn der Hörer sich hinsetzt und Zeit nimmt um die vielen Verästelungen und Veränderungen wahrzunehmen dann könnte sich "Eve" ihm völlig öffnen. Das braucht aber auch etwas Anlaufzeit, bedingt allein schon durch die Länge der einzelnen Stücke. Vor allem bekommt man dann erst richtig den etwas anderen Sound der einzelnen Instrumente mit, teilweise wurde der Klang der Gitarren zum Beispiel stark verändert und bearbeitet. Bei der überlangen Spielzeit der Tracks aufkommende Längen können sie leider nicht ganz vermeiden, hier wäre Achtsamkeit auf Abwechslung oder ein etwas strafferes Songarrangement besser gewesen als das alleinige Augenmerk auf das erschaffen der Atmosphäre.

Wem empfehle ich das nun? Eventuell Leuten die auch Omega Massiv oder Black Shape of Nexus im Schrank stehen haben. Weltoffenen Metallern mit Hang zu tiefschwarzen Tönen sei es ebenfalls ans Herz gelegt, eventuell ist das auch was für die Drone/Funeral Doom Fraktion. Am besten vorab mal auf der Bandcampseite antesten, aber wie gesagt nicht nebenbei sondern bewusst.

1.Arboreis 15:33
2.Sidera 12:20
3.Mater 12:51
4.Laudanum 16:29

https://dusktone.bandcamp.com/album/eve

7 von 10 Punkten

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Review: Arroganz - Primitiv
Geschrieben am 19.10.2017, 17:13 von ALUCARD

Arroganz
Primitiv
Fda Records
Vö: 29.09.2017



Grosse Geschütze die FDA da im Moment auffährt, Neuigkeiten gibt es ja unter anderem von Discreation, Endseeker, Ophis...
Und auch Arroganz reihen sich mit einem neuen Album ein, schafft es "Primitiv" für Aufmerksamkeit zu sorgen oder geht es eher unter?

Nun, der Einstieg mit "Pilgrim" ist nicht einfach und zerrt an den Nerven. Kein Intro, keine einleitenden Massnahmen, Dauerfeuer von der ersten Sekunde an. Kurz vor dem Erreichen der Zweiminutenmarke entspannt sich das Ganze etwas und die Krachwand weicht doomig inspiriertem Midtempo. Dann passiert leider nicht mehr viel und der Track läuft instrumental getragen aus.
"Obliviate" findet da schon eher den Weg in mein Herz, wer so nöhlend doomende Gitarren verwendet hat bei mir sowieso gewonnen. Hier könnte man mal kurz nachsehen ob sich da nicht vielleicht doch ein Track der neuen Labelpartner von Ophis auf das Album geschlichen hat. Tiefschwarz und eher langsam walzt sich der Track durch die Boxen und knipst auch die letzten Lichter aus. Der Track gewinnt noch etwas an Fahrt und verweist so auf Parallelen zu Celtic Frost bzw. deren Inkarnation Triptykon. Feines Teil.
Und dann verliere ich irgendwie den Faden. Zu dem achtminütigen "Strait Paths & Grave Walls" finde ich keinen Zugang und mag auch den Gitarrensound nicht. Und dann ist mir der Track zu zerfahren, ich kann seinem Verlauf einfach nicht folgen oder ihn nachvollziehen. "Another God, Dead" kommt schon besser, das könnte aber auch an seiner Kompaktheit liegen. Dem Albummotto kommt dieser Song am nächsten, "primitiv" ist dabei schon positiv besetzt aber so wirklich viel passiert nicht.
Mich fangen Arroganz erst mit "Cortége" wieder ein, eine dunkle Hymne die dennoch etwas nervös und ein Stückweit getrieben wirkt. Doomig strahlend, aber nicht vor Schönheit sondern voller Pessimismus und Negativität. Und dazu noch diese verzweifelt sehnsüchtige Gitarrenarbeit ab der vierten Minute, Gänsehautmodus is loading. Den später erfolgenden Tritt in den Hintern hätte ich jetzt nicht gebraucht.
"Sepulchral Cold" beendet das Album das, und bei so einem Songtitel kann man sich schon denken was einen erwartet. Nach fast zweiminütiger Vorlaufzeit brechen die ersten Riffs durch den Nebel und erschaffen eine erhabene Stimmung. Eine Minute später bewegt sich die Fuhre in Richtung blackened Doom mit der Betonung auf "black". Diverse Geschwindigkeitsschübe setzen herbe Nackenschläge und lassen den Song in nordische, schwarzmetallische Gefilde abgleiten. Wie in "Obliviate" fallen einem wieder Querverweise zu Thomas Gabriel Fischer Bands auf.

Auch die Gästecouch ist gut besetzt, hier findet der Hörer Johan Jansson (Interment, Ex- Demonical), Dreier von Purgatory und van der Lubbe (Grober Knüppel, Ex-Lemming Project, Ex-Sons Of Tarantula).

Ziemlich sperrig und mit vielen Kanten versehen sind leider die Widerhaken verloren gegangen mit denen sich die Tracks im Hörerohr festsetzen, mich kann "Primitiv" leider nicht ganz so begeistern wie "Tod&Teufel", vor allem im Mittelstück geht etwas die Spannung verloren.  

1.Pilgrim 04:46
2.Obliviate 07:39
3.Strait Paths & Grave Walls 08:18
4.Another God, Dead 02:53
5.Cortége 07:46
6.Sepulchral Cold 08:39

https://fda-records.bandcamp.com/album/primitiv

7,5 von 10 Punkten

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Metal in Mainz
Geschrieben am 18.10.2017, 10:10 von Slaypultura



Discreation
Bloodspot
Damnation Defaced

Einlass: 20 Uhr
Beginn: 21 Uhr
Eintritt: 7 €
Bierpreis: 1,90 € (für 0,33 l)
FB Event

Für alle, die von außerhalb von Mainz kommen sollten:
Das M8 ist ca. 15 Minuten zu Fuß vom Hauptbahnhof entfernt und das Konzert wird spätestens um 0 Uhr beendet sein. Von daher werden noch genug Züge Richtung Wiesbaden, Frankfurt, Darmstadt oder auch andere Städte fahren..

Und noch ganz wichtig:
Es wird eine Afttershowparty im Hardrockclub "Alexander The Great" geben, für die jeder der auf dem Konzert war, freien Eintritt bekommt:
http://www.atg-rockclub.de/

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NOX IRAE
Geschrieben am 17.10.2017, 21:47 von Exorzist

 Die Franzosen NOX IRAE präsentieren das Artwork und die Trackliste vom kommenden Album "here the dead live". Die CD soll hoffentlich noch vor Ende des Jahres über BARBARIAN WRATH Rec. erscheinen. Die beiden Songs "phantom parasite trauma" und "all is over" könnt ihr euch auf der NOX IRAE Bandcamp Seite anhören: https://noxirae.bandcamp.com/album/here-the-dead-live  

Tracklist:
1) Phantom parasite trauma
2) All is over
3) Knife under throat
4) Cold winds
5) Primordial lie
6) Supposed dead (CATACOMB cover)


As a reminder, NOX IRAE plays primitive old school Death/Thrash featuring Grief and Herostratos as well as 2 former CATACOMB members : Jérôme and Fred.

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Iku-Turso
Geschrieben am 16.10.2017, 10:34 von ALUCARD

Wer sich gerne im 90er Black Metal wälzt dem sei das hier empfohlen:

Iku-Turso aus Finnland

Klingt in allen Bereichen als wäre das direkt aus der Anfangszeit der 90er geborgen, feines Teil.





https://www.facebook.com/ikutursobm/



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Review: The Spirit - Sounds from the Vortex
Geschrieben am 12.10.2017, 16:58 von ALUCARD

The Spirit
Sounds from the Vortex
Eternal Echos
Vö:13.10.2017



Hinter dem nicht so wirklich aussagekräftigen Bandnamen verbirgt sich eine 2015 gegründete Black Metal Truppe aus Saarbrücken, scheinbar aus dem Nichts heraus haben sie das Debütalbum "Sounds from the Vortex" vorgelegt. Zumindest kann ich keine weiteren vorangegangenen Veröffentlichungen finden, im LineUp gibt es unter anderem Verbindungen zu Dethroned und der Livebesetzung von Melechesh.
Und ich falle gleich mit der Tür ins Haus und mache mich (wahrscheinlich) mal richtig unbeliebt:

"Why i am here
our Future is drear
I can see it clear
the End is near
Cosmic Fear"

Das ist ein Auszug aus dem Einstiegssong "Cosmic Fear". Aus welchem Reimbaukasten habt ihr den das geklaut? Wäre da echt nicht mehr drin gewesen? Uiuiuiu....
Aber nach dem Motto "Ist der Ruf erst ruiniert lebt sich`s völlig ungeniert" beweisen mir Saarbrücken´s Dunkelmeister dann das Gegenteil mit "The Clouds of Damnation": eisiges Götterriffing, treibendes aber nicht übertreibendes Drumming und ein Gesang der schon ein gewisses Alleinstellungsmerkmal hat. Wohltuend hebt dieser sich vom Standardgrunz der schwarzen Metallgemeinde ab während die restlichen Mitglieder das Terrain für den Rest des Albums abstecken. Und das heisst nordisch infizierter Black Metal im Geiste von Watain der auch die polnischen Aussenposten ala Mgla und Wędrujący Wiatr streift, Enthroned mit ins Boot holt und auch noch Richtung Kanada schaut, Forteresse z.B. dürften den Jungs nicht unbekannt sein. Aber auch in die Riege jüngerer Vertreter wie Uada oder Cantique Lépreux kann man sich problemlos einreihen. So hätte auch der Nachfolger zu "Stormblast" klingen können wenn Dimmu Borgir damals den ganzen Keyboardkleister weggelassen hätten.

Und trotz allem Namedropping klingt das Ergebnis völlig eigenständig und nicht nur wie eine Kopie der genannten Bands. Denn wie sagte schon Gustav Mahler: „Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers“. Und mit dem Album im Rücken giessen sie noch ordentlich Brennmaterial hinzu.
Das hier ist das Album das sich Liebhaber von skandinavischem Black Metal schon länger von ihren altbekannten Bands wünschen. Nur das es halt von einer recht neuen Truppe von umme Ecke stammt.
Wäre hier die Herkunftsbezeichnung NO, SW, DK oder FI würde man offene Türen einrennen, doch wie kennen wir es aus der Bibel: "Ein Prophet gilt nirgends weniger als in seinem Vaterland." Die Jungs zu ignorieren oder zu übergehen ist ein folgenreicher Fehler den ihr nicht begehen solltet, hinter der etwas "normalen" Fassade steckt ein intelligentes Werk voller Leidenschaft und Energie. Das braucht ein wenig Anlaufzeit bis man richtig "drin" ist, auch ich musste mich erst reinfinden und damit auseinandersetzen.
Abgesehen vom Einstiegssong bei dem man textlich weit unter den eigenen Möglichkeiten agiert ein Topwerk das mich noch länger beschäftigen wird.
Supported hier mal lieber die einheimischen Bands anstatt der drölfzigsten lustlos hingeworfenen Veröffentlichung aus dem fernen Ausland.

1. Sounds from the Vortex 02:29
2. Cosmic Fear 04:27
3. The Clouds of Damnation 07:15
4. Cross the Bridge to Eternity 06:15
5. Illuminate the Night Sky 05:44
6. The Great Mortality 05:35
7. Fields of the Unknown 06:17
Spielzeit: 38:02

http://www.thespirit.bigcartel.com/
https://thespiritmetal.bandcamp.com/releases
https://www.facebook.com/thespiritband

8,5 von 10 Punkten

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Review: Heresiarch - Death Ordinance
Geschrieben am 09.10.2017, 19:23 von Raven

Heresiarch - Death Ordinance

Es gibt Alben die leider so farblos sind, dass nichts oder nur wenig davon im Gehörgang hängen bleibt. Leider musste ich feststellen, dass es sich bei dem Debut von Heresiarch um genauso ein tristes Album handelt. Dies hatte ich nicht erwartet, denn für "Death Ordinance" haben sich die 2008 gegründeten Neuseeländer immerhin mehr als genug Zeit gelassen - können sie mit nur einer Demo und zwei EPs bis jetzt nicht wirklich viel vorweisen.

Doch vor einer Welle des Unmutes, komme ich zuerst zu den positiven Punkten die uns "Death Ordinance" bietet:

Nach einem etwas minimalistischen aber abgrundtief bösen Intro, mit einer Stimme die von ganz weit unten hochdrückt, führt uns der Opener "Consecrating Fire" in das Album ein. So richtig schön düster, beschert es einem eine drückende Atmosphäre und macht definitiv Bock auf mehr.

Auch der letzte Track "Desert of Ash" ließ mich aufhorchen. Mit ordentlich Doom im Gepäck und angenehmen (depressive) Black Metal Akzenten in Form von sehr düsteren Riffs, ist dies - und Achtung jetzt komme ich schon zu den negativen Seiten - der wohl einzige Song der aus der ansonsten trüben Masse hervorstechen kann.

Auch nach mehrmaligem, intensivem Zuhören, kann ich dem, ansonsten musikalisch gut abgestimmten Album, nichts abgewinnen. Zwar haben wir hier und da schöne kraftvolle Riffs und im Black Death Genre die typischen, scheppernden Schwarzmetall Drums, allerdings wird uns ansonsten nichts Eindrucksvolles geboten.

"Death Ordinance" dürfte für eingeschweißte Death Black Fans durchaus einen Lauscher Wert sein. Jedoch darf man kein kulinarisches Meisterwerk erwarten.


Anspieltipp: Desert of Ash


Wertung: 6,0 / 10




Gesamtlänge: 40:50
Label: Dark Descent Records
VÖ: 07. Juli 2017



Tracklist


1. Consecrating Fire
2. Storming upon Knaves
3. Harbinger
4. Ruination
5. The Yoke
6. Iron Harvest
7. Lupine Epoch
8. Righteous Upsurgence
9. Desert of Ash

Website der Band: Heresiarch bei Facebook



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Review: Threat Signal - Disconnect
Geschrieben am 09.10.2017, 11:42 von ALUCARD

Threat Signal
Disconnect
Agonia Records
Vö:10.11.2017



Die 2004 in Kanada gegründete Band hat 2006 ihr Debütalbum veröffentlicht, "Disconnect" ist nun schon Album Nummer 4. Mir war die Truppe vorher nicht wirklich bekannt, lediglich der Name war mir geläufig.
Die Labelinfo sagt was von modernem Thrash, da gehe ich aber nicht mit. Es ist in meinen Augen einfacher moderner Metal. Ich würde sogar so weit gehen es Stadionmetal zu nennen da es wohl auch genau darauf hinauszielt. Vergleichbare Verdächtige wären Fear Factory, Soilwork, neue In Flames und so weiter. Aber die genannten Bands alle in geschwächter Form, stellenweise geht es hier auch in Richtung Linkin Park ("Walking Alone") oder Sachen die damals unter dem Namen NuMetal verbrochen wurden.
Stadiontauglich eben. Oder auch die Mucke zu der Daddy Samstags mit seinem PickUp zum WalMart fährt um die Wochenendeinkäufe zu erledigen und sich "berauscht" von der Musik noch ein Sixpack Bud mehr in den Wagen legt weil er sich so wild und frei fühlt.
Wie sich das musikalisch ausdrückt? Getriggertes Drumming das teilweise nur einen Schritt vom Computerklang entfernt ist, melodie-und harmonietreue Gitarren und zweierlei Gesang. Einerseits mehr geschrien, als Gegenpart Klargesang. Der allerdings klingt gar nicht so verkehrt und hat schon Seele, ist also nicht nur so ein dünnes Stimmchen. Die Ecken und Kanten wurden geglättet, vom Gefühl her würde ich sagen das da hintergründig auch mit Keyboardflächen gearbeitet wurde, ich kann aber keinen Tastenspieler im LineUp finden.
Tut also niemandem weh und bringt die Festivalmasse sicherlich in Bewegung, mir ist das aber zu glatt, zu ordentlich und zu sauber.

1.Elimination Process
2.Nostalgia
3.Walking Alone
4.Exit The Matrix
5.Falling Apart
6.Aura
7.Betrayal
8.To Thine Own Self Be True
9.Dimensions
10.Terminal Madness
11. Eyes Sewn Shut*
*BOX CD exclusive.

https://agoniarecords.bandcamp.com/album/disconnect
THREAT SIGNAL - Elimination Process (Official 360 VR Video)
THREAT SIGNAL - Exit The Matrix (Official Lyric Video)

5 von 10 Punkten

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Review: Blut aus Nord - Deus Salutis Meae
Geschrieben am 08.10.2017, 23:34 von ALUCARD

Blut aus Nord
Deus Salutis Meae
Debemur Morti Productions
Vö:27.10.2017



Wow, 23 Jahre gibt es diese französische Truppe schon, und ich denke jeder der sich mit den extremeren Auswüchsen des Metals beschäftigt hat schon was von der Band gehört. Nun also das neueste Album, das wievielste das ist weiss ich grad nicht 100%ig.

Ich fange mal mit dem Coverartwork an. Damit kann man sich stundenlang beschäftigen und wird immer wieder neue Facetten entdecken. Sehr sehr gelungen und ein guter erster Eindruck. Kommen wir zur Musik...
Vor fast genau drei Jahren besprach ich "Memoria Vetusta III: Saturnian Poetry" ( http://www.hell-is-open.de/info/cd-review.php?cd_id=597 ) und habe die Band etwas aus den Augen verloren, seitdem hat sich offensichtlich einiges verändert.
Black Metal ist das nur noch im weitesten Sinne, eher Industrial oder droniger Noise. Klar, da sind Gitarren, da ist Drumming und auch sowas wie Gesang, aber richtige Songs?: Fehlanzeige. Eher Soundscapes oder Klangcollagen, eine klassische Songstruktur sucht man vergebens. Klingt eher wie ein Soundtrack zu einem Film. Der wäre der Musik nach aber sehr düster und irgendwie unmenschlich böse. Ich glaube das ist die Musik die bei Skynet laufen würde während sie die Terminatoren zusammenschrauben.
Aber der Ansatz wäre doch mal interessant und völlig neu: Einen Film zu drehen zu dem der Soundtrack schon vorhanden ist. Im Falle von "Deus Salutis Meae" würde das Resultat wahrscheinlich eine Art Endzeitfilm ergeben, menschenfremd und unterkühlt. Aber ich schweife ab....
Wie gesagt, "richtige" Songs sind das eher nicht sondern tiefstfinstere Klangkaskaden die irgendwo einen geringen Berührungspunkt zum Black Metal haben. Ansonsten sind es industrialdominierte Gebilde in denen auch ein klarer Verlauf nicht zu erkennen ist. Das "Vorbildalbum" in Sachen Kombination von Industrial und Black Metal ist für mich immer noch das Mz.412 Werk "Burning The Temple Of God" (eingeordnet als True Swedish Black Industrial). Da reicht "Deus Salutis Meae" nicht ran, trotz längerer Beschäftigung damit in verschiedensten Aggregatzuständen meinerseits zündet es einfach nicht. Mir ist das hier am Ende einfach zu wenig, vielleicht verstehe ich das Album aber einfach auch nicht...

1.δημιουργός
2.Chorea Macchabeorum
3.Impius
4.γνῶσις
5.Apostasis
6.Abisme
7.Revelatio
8.ἡσυχασμός
9.Ex tenebrae lucis
10.Métanoïa

https://blutausnord.bandcamp.com/album/deus-salutis-meae

5 von 10 Punkten

(2 Antworten)

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Review: Hyban Draco - Storms of Desolation
Geschrieben am 08.10.2017, 18:45 von Raven

Hyban Draco - Storms Of Desolation

Für Fans des (experimentellen) Black Metals ist bereits im März dieses Jahres neues Material erschienen. Ich setzte das Wort "experimentell" bewusst in Klammern, da sowohl bei Metal Archives, als auch beim Label das erschienene Werk als Black bzw. Melodic Black deklariert wurde. Warum ich damit nicht ganz einverstanden bin, werde ich noch erläutern. Doch hier schon mal vorweg: trotz genretechnischer Meinungsverschiedenheit von meiner Seite, haben  Hyban Draco mit ihrer aktuellen Scheibe „Storms Of Desolation“ musikalisch eine ordentliche Leistung abgeliefert.

Der Opener „Rivers of Flesh“ startet mit einem Hauch von Doom im Intro, zieht danach mit thrashigen Riffs ordentlich das Tempo an, um anschließend mit markanten Gitarreneinlagen den Black Metal in den Song zu holen. Allerdings haben mich die eingespielten, ruhigen Passagen immer wieder etwas aus dem Konzept gebracht, wirken sie für mich doch fast etwas deplatziert.

Das knapp 60 Minuten lange Album hat so viel zu bieten, dass ich Stunden damit verbracht habe es zu erkunden. Und jetzt zur Erläuterung meiner kleinen „Genrekorrektur“: man findet auf „Storms Of Desolation“ (wie im Opener) nicht nur melodische und thrashige, sondern auch Death Metal lastige Parts. Nur der eigentliche Black Metal gerät oftmals viel zu sehr in den Hintergrund.

„A Long Path“ ist hierfür ein gutes Beispiel. Abgesehen von kleinen Passagen, wo man den Black Metal erahnen kann, würde der Song auf einem Thrash Album weniger auffallen. Auch „The Falling Madness“ kann mit seinen fetten, dunklen Riffs zeitweise eher auf einem Death Metal Album untergebracht werden. Und der Anfang von „Nowhere Lights“ hätte auf jeden Heavy Metal Album seinen Platz gefunden.

Dies alles sind keineswegs negative Kritikpunkte. Das Album macht echt Laune und ist dadurch sehr abwechslungsreich. Allerdings sollte man für „Storms Of Desolation“ definitiv für experimentelle Musik offen sein, denn wer auf klassischen Black Metal steht, wird mit diesem Album nicht wirklich warm werden können.

Anspieltipp: Rivers of Flesh, The Falling Madness


Wertung: 7,0 / 10




Gesamtlänge: 54:00
Label: Darkwoods/Winter Demons
VÖ: 28. März 2017


Tracklist

1. Rivers of Flesh
2. Dark Sides in Heaven
3. A Long Path
4. Mortal Remains
5. Flames of Times
6. The Falling Madness
7. Nowhere Lights
8. Temple of Doom

Website der Band: Hyban Draco bei Facebook

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05/05/18 - Beyond the Mirror of Worlds II - Black Cilice
Geschrieben am 08.10.2017, 16:49 von Sol Records



- Beyond the Mirror of Worlds pt. II -
05/05/2018 at NekroWerk Klub, Nordhausen


After the memorable first edition featuring Cosmic Church, Blood Red Fog, Nawaharjan & Shroud of Satan,
it is time to once again dwell in morbid darkness and worship the Black Metal cult in the most direct,
ritualistic & sacrificial form given.

We are proud to announce BLACK CILICE from Portugal as participants in this offering,
celebrating the sinister insubstantial smoke with raw, relentless hymns of suffocating intensity.

More bands to be announced soon.

Date is Saturday, 05/05/2018. Location will once again be the NekroWerk Klub in Nordhausen (Thuringia).

Deviant Records presents:
Black Cilice (Portugal)

contact: info@deviant-records.de
Website: http://www.deviant-records.de
Facebook: https://www.facebook.com/events/382243632195616

Date: 05.05.2018
Location: NekroWerk Klub Nordhausen
Industrieweg 11, 99734 Nordhausen, Germany

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Hyperion – Seraphical Euphony
Geschrieben am 07.10.2017, 00:11 von UnDerTaker

Hyperion – Seraphical Euphony

English conclusion below

Lange hat das Album, das per privater Post und ohne Label-Gedöns zu mir kam, bei mir Zuhause gelegen und auf ein Review gewartet. Nun, da die Band sich anschickt bald ein neues Album zu veröffentlichen, habe ich mir endlich die Zeit dafür genommen bzw. im Urlaub nehmen können.
Wenn ich mit dem Album schon so spät dran bin, warum also nicht auch einmal ein Review von hinten beginnen? Here we go:
Das Album der Schweden endet mit einem 8-minütigen Song namens „Blood of the Ancients“, der sich zunächst als ein ca. 3 Minutenlanges anmutig melodisches Intro mit cleanen Gitarren darstellt. Danach geht es im Wechsel mit eben den zarten Tönen, begleitet von melancholischem cleanen tiefem Gesang, der schon gothic-ähnliche Züge aufweist, und dem einsetzenden Black Metallischem Gesang und schnellem Riffing weiter.
Aber auch am Anfang des Albums tut sich etwas, denn das atmosphärisch gespielte Intro “Remnants of the Fallen” baut sich langsam, begleitet von Trommelwirbeln, auf und marschiert mit dezenten Chorgesängen durch die Gehörgänge.
„Novus Ordo Seclorum” kommt überraschend schnell, getrieben von teils Burzum-ähnlichem Gitarrensound, schnellen Blastbeasts und Black Metallischem Gesang aus den Speakern. Auch wenn meine Beschreibung nach wildem Black Metal-Gehacke klingt, ist es doch so, dass in dem Ganzen eine ordentliche Portion Melodie und Atmosphäre enthalten ist. So wird es eher den Ensiferum, Pain und CoB Fans gefallen, denn den kratzigen Schwarzwurzlern unter euch.
Bei „Seraphical Euphony” sind auch einige Keyboardsounds zu vernehmen, die keineswegs stören und gut zu dem schnellen Gitarrenriffing und Black Metallischem Gesang passen. Ansonsten ist der Song sehr mit melodischem Einheitsbrei angefüllt.
„Moral Evasion” beginnt mit einem epischen Intro aus Klavier und Geigen (oder doch nur einem Keyboard?) und ist ein flotter Death Metal Song, der straight und melodisch zu Werke geht. Auch gesanglich bewegt man sich hier etwas mehr in Death Metallischen Gefilden.
Mit „Primal Cosmic Ascendancy” schlägt man, nach einem ruhigen Intro, in die gleiche Kerbe, aber mit einer Prise mehr Black Metal Anteil. Hier tauchen auch wieder dezente Keyboardklänge, auf die etwas an Dimmu Borgir erinnern.
“Zephyr of Grace” folgt anfangs in etwa seinen Vorgängern. Enthält aber im Mittelteil wunderschöne epische Gitarrenmelodien und stimmlich meint man kurzzeitig Nick Holmes von Paradise Lost zu hören.
Getrieben von Black Metallischen Gitarren und Gesang prescht „Empyrean Yearning” voran, wechselt aber (leider) auch hier in melodische Midtempo-Gefilde.

Fazit: Die Trademarks von Hyperion sind ausgefeilte, großartige Gitarrenmelodien, die unglaublich episch und atmosphärisch sein können. Aber auch Dumgewitter und schnelles Riffing im Burzum-Stil haben die Schweden in Angebot. Gesanglich reicht es von kratzigem Death Metal bis hin zu keifenden Black Metal Gefilden, aber auch einige wenige cleane Gesangsparts werden stimmig eingefügt. So gefällt Hyperion sicher Fans, die sich mit einem Mix aus Elementen von Pain, Ensiferum, Children of Bodom und Dimmu Borgir anfreunden können. Und über 52 Minuten Spielzeit hat die Band sehr viel Material für den Fan auf die CD gepresst. Diese Band wird uns sicher noch in Zukunft mit großartiger Musik versorgen!


[EN]:
English conclusion: The trademarks of Hyperion are great and sophisticated guitar melodies, which are extremely epic and atmospheric. But also blastbeats and fast guitar riffing in Burzum-style have the Sweds in their portfolio. The vocals reach from filthy death metal to cold black metal style, but also a few clean parts fits perfect to this record. I guess Hyperion will suit fans, who like a mix of elements of Pain, Ensiferum, Children of Bodom and Dimmu Borgir. With more than 52 minutes playtime the band has a lot of music for the fans on their record. Surely this band will bring us more great music within the future!


Wertung: 8,5 / 10




Gesamtlänge: 52:27
Label: Black Lion Productions
VÖ: 04.02.2016

Tracklist
1. Remnants of the Fallen
2. Novus Ordo Seclorum
3. Flagellum Dei
4. Seraphical Euphony
5. Moral Evasion
6. Primal Cosmic Ascendancy
7. Zephyr of Grace
8. Empyrean Yearning
9. Blood of the Ancients

Website: www.hyperion.nu

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Review: Antarktis - Ildlaante
Geschrieben am 02.10.2017, 17:49 von ALUCARD

Antarktis
Ildlaante
Agonia Records
Vö:06.10.2017



Grosse Namen sorgen für grosse Schatten. Und für eine gewisse Erwartungshaltung seitens des Hörers als auch des Reviewers. Können die Schweden die erfüllen?

Antarktis bestehen aus Björn Pettersson (In Mourning), Tobias Netzell (In Mourning, ex-October Tide), Daniel Jansson (Ikhon) und Jonas Martinsson (Me The Tiger, Necrosavant), der Promozettel sagt was von einer Mischung aus Metal und Postrock. Verfeinern würde ich diese Einordnung als Mischung aus düsterem Deathmetal an der Schwelle zum Doom mit Einschüben von Indierock oder eben Postrock.
Aufgrund des Erfahrungsschatzes der beteiligten Mitglieder ist hier kein Rohrkrepierer zu erwarten, jeder weiss was er kann und was er zu tun hat.
Da liegt andererseits vielleicht auch das Problem der Scheibe: Sie ist zu ordentlich, zu sauber und überraschungsarm.

Gedoppelter Gesang, schweres Riffing und Drumming ohne Hang zum Überschall, alles da. Und auch gut präsentiert und gespielt. Was mir aber fehlt ist die Seele des Albums. Die durch die Gitarren erzeugte Klangwand ist beeindruckend, auf Albumlänge aber nach einiger Zeit durch die ständigen Wiederholungen aber recht spannungsbefreit.

Das Klangbild der einzelnen Songs ist recht gleichmässig und die Songs dadurch schwer voneinander trennbar. Unterbrochen werden die Titel zwar immer wieder von stilleren Passagen, diese sind aber auch nicht so spannend arrangiert als das sie als Gegenpol zum wuchtigen Soundwall dienen könnten.  
Am besten gefällt mir da noch das titelgebende "Ildlaante" bei dem man eine Spur luftiger und zugänglicher zu Werke geht.

Wenn das Grundmaterial schon so schwer und drückend ist versucht man sich meistens am Gesang als Anker festzuhalten, leider ist der trotz teilweiser Doppelung doch ziemlich eintönig und kann das Ruder auch nicht mehr rumreissen. Schade, hier hätte man Ausrufezeichen setzen könne um dem Album noch eine andere, zweite, humanere Ebene hinzuzufügen. Diese Chance wurde vertan.

Fazit: Professionell eingespieltes Werk mit hochgradig qualifiziertem Personal , mir fehlt aber irgendwie die Seele des Albums.
Und ich vermisse Elemente die für Wiedererkennungswert sorgen, die Wucht und die Schwermütigkeit erdrückt alles Andere.
Vielleicht ist die natürliche, menschliche Seite auch etwas verlorengegangen weil die einzelnen Elemente in verschiedenen Studios eingespielt wurde.
So läuft das Album leider überraschend überraschungsarm durch. Dabei kann es durchaus überzeugen, aber wirklich viel bleibt am Ende nicht hängen.
Das Fazit im Zusammenhang mit der Schroffheit und der Kargheit des Materials zeichnen ein Bild das sehr gut zum Bandnamen passt, eventuell ist das ja sogar gewollt. Dann wurde das Ziel mehr als erfüllt.

1.Aurora
2.Svalbard
3.Notes From Underground
4.Ildlaante
5.Cape Meteor Pt 1
6.Cape Meteor Pt 2

https://www.facebook.com/antarktismusic/
https://agoniarecords.bandcamp.com/album/ildlaante

6,5 von 10 Punkten



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Interview mit Martin Schirenc von Pungent Stench, Hollenthon
Geschrieben am 01.10.2017, 20:17 von UnDerTaker

martin%20schirencUnsere Gastautorin Petra Welles aus Österreich hat am Rande des Protzen Open Airs mit Martin Schirenc von Pungent Stench bzw. Schirenc plays Pungent Stench sowie Hollenthon über die Zukunft von Pungent Stench, Hollenthon und die Metalszene in Österreich gesprochen.
Was die beiden Österreicher besprochen haben, könnt ihr hier... nachlesen.

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Review: Night Viper - Exterminator
Geschrieben am 01.10.2017, 14:37 von ALUCARD

Night Viper
Exterminator
Listenable Records
Vö:20.10.2017



Eingeordnet unter Heavy Metal, Frau am Mikro, der Rest der Truppe schaut irgendwie "retro" aus: Da denkt jeder doch gleich an die dreihundertste Auflage vom ausgenudelten female-fronted Metal, am besten noch mit okkultem oder mystischen Touch. Ist aber nicht so...

Night Viper orientieren sich deutlich am klassischen Heavy Metal der Frühzeit, kombinieren das noch mit reinem Hardrock und leichten Anflügen von Thrashmetal. Diese energiegeladene Mischung ist dabei deutlich auf Sängerin Sofie Lee zugeschnitten, ihre Sangesleistung ist das tragende Element des Albums. Ich möchte jetzt die Leistung der restlichen Musiker nicht schmälern, deren Performance verleiht dem Material ordentlich Antriebskraft und hält den Hörer über die komplette Albumlänge bei Laune. Aber nüchtern betrachtet ist es lupenreiner Hardrock/Heavy Metal der dem Genre jetzt nichts Neues hinzufügt. Klingt vielleicht negativer als es gemeint ist denn schlecht gemacht ist es nicht. Nur eben auch nicht so aussergewöhnlich wenn ihr versteht was ich meine.

Deutlichstes Unterscheidungsmerkmal ist wie erwähnt der Gesang von Madame Lee, deren stimmliche Klangfärbung mich öfters mal an Gossip`s Beth Ditto oder an La Roux Chefin Eleanor „Elly“ Jackson denken lässt. Auf jeden Fall versteht sie es den Songs durch ihren Gesang einen eigenen Stempel aufzudrücken. Zudem weiss sie wann sie die Krallen ausfahren muss und wann etwas dezentere Melodik hilfreicher ist. Etwas über den Rest hinaus ragen für mich zwei Songs: "Summon the Dead" und "On the Run". Der Rest ist auch sehr gut anhörbar, aber die zwei Tracks gehen sofort ins Ohr und bleiben hängen.

Als gelungen würde ich auch die Tatsache bezeichnen das sich über den Songeinstieg Gedanken gemacht wurde, manche Songs haben sogar eigene kleine Intro`s. Als Beispiel sei "Never Win" mit seinem gänsehauterzeugenden Gitarrengezupfe genannt oder der akustische Anfang vom fast siebenminütigen "All that Remains".

Fazit: Energiereiche Mischung aus Hardrock und Heavy Metal und einer Frau am Mikro die das auch stimmlich sehr gut umsetzt.
Das Material gehört auf die Konzertbühne und zündet in einer bierseeligen Menge mit Sicherheit noch stärker als in den heimischen vier Wänden.

Anspieltip: Summon the Dead, On the Run

1 No Escape 03:51

2 Summon The Dead 02:57

3 Never Win 04:10

4 Exterminator 03:46

5 On The Run 05:52

6 Ashes 04:45

7 Going Down 01:41

8 Lady Bad Luck 04:11

9 Revenge 03:47
10 All That Remains 06:55

https://www.facebook.com/nightviperband/

7,5 von 10 Punkten

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Review: Discreation - End of Days
Geschrieben am 30.09.2017, 15:48 von ALUCARD

Discreation
End of Days
Fda Records
Vö: 29.09.2017



Der Albumtitel bezieht sich hoffentlich nicht auf den Sängerwechsel, das Ende aller Tage steht dadurch jedenfalls nicht bevor.

Meiner Meinung nach hat sich etwas dunklerer Schleier über den Bandsound gelegt, eventuell kam der vorher aber auch nicht so zum tragen oder ich habe ich schlicht und einfach nicht erfasst. Das man immer wieder mal am melodischen Black Metal kratzt ist mir zumindest vorher noch nicht so deutlich aufgefallen und auch die groovebetonten Stellen kommen für mich irgendwie zielorientierter.
Das Songwriting bewegt sich gut ausgependelt zwischen anspruchsvoll und zugänglich, spätestens nach zwei-drei Durchläufen hat man die Tracks "drin" und kann sich dem Material hingeben.

Einen kurzen Hänger gibt es nur mit "Dark Possession". Der Song läuft irgendwie an mir vorbei ohne das gross was hängenbleibt, erst im letzten Drittel finde ich Gefallen daran.
Trostpflaster ist "Let's Watch The World Burn", ein Song der mich an eine Band erinnert mit der man sich die ersten drei Anfangsbuchstaben des Bandnamen teilt: Disbelief. Stimmlich sind schon Unterschiede, aber von der Charakteristik des Tracks kommt man den Dieburger Jungs schon recht nahe. Gefällt mir sehr gut, mein persönlicher "Hit" der Scheibe.
Das darauf folgende "El Magico" ist ein sehr gutes Beispiel dafür was ich mit der mehr herausgearbeiteten dunklen Seite der Band meine. Tonangebend ist immer noch das groovenden Fundament, zieht man das Tempo dann etwas an geht es schon in Bereiche in denen sich auch melodieaffine Schwarzwurzler wohlfühlen. Der Refrain der einer Anrufung gleich kommt ist da das Pünktchen auf dem I.
Die Gitarrenläufe von "Invisible Front" schliesst man sofort ins Herz, der flotte Track wird immer wieder von tempoärmeren Passagen durchbrochen und trägt dadurch zwei Herzen in seiner Brust. Doch den Jungs gelingt es das der Track trotzdem nicht zerrissen wirkt.

Das soll es gewesen sein mit meinem kurzen Einblick in die Platte, alles sei nicht verraten. Kauft die Scheibe und verschafft euch einen eigenen Eindruck. Das dezente Drehen an den Verstellschrauben des Bandsounds haben die Band stärker gemacht ohne die Grundmauern des Discreation Sounds einzureissen. Immer noch zu 100% Discreation, man hat sich lediglich etwas gedehnt und ist so etwas "breiter " geworden. Soll heissen die Jungs haben sich etwas mehr Platz für Einflüsse aus anderen Lagern erschaffen, am auffälligsten ist das über der Platte eine stärkere, dunkle Grundstimmung liegt die vorher nicht so deutlich hervor kam.  Ein Album das definitiv nicht die "End of Days" bedeutet. On Top bekommt ihr noch ein gelungenes Coverartwork von Roberto Toderico mit dem man sich auch mal länger beschäftigen kann.  

1.End Of Days 03:34
2.The Blood Mill 04:09
3.Dark Possession 05:32
4.Let's Watch The World Burn 05:22
5.El Magico 05:27
6.Invisible Front 04:43
7.The Pentagram 03:38
8.Where All Hope Has Been Silenced 04:42

https://fda-records.bandcamp.com/album/end-of-days

8,5 von 10 Punkten

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Visto
Geschrieben am 29.09.2017, 15:04 von ALUCARD

Zwar schon etwas älter, aber jetzt erst entdeckt.

Visto aus Finnland, feines Deathgerumpel ohne überschüssigen Ballast. Unüberfordernd, straight in your Face. Gefällt.



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OPHIS
Geschrieben am 29.09.2017, 14:45 von ALUCARD



Nun bekommen die Jungs auch mal eine eigene Schublade.

Das neue Album „The Dismal Circle“ kommt am 20.10.2017, mit "Carne Noir" bekommt man jetzt schon einen ersten Eindruck. Allerfeinster Stoff in typischer Ophis Machart.



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Festival- und Bandbericht: Masters of the Unicorn Open Air 2017
Geschrieben am 27.09.2017, 17:18 von UnDerTaker

Hallo,
der Festival- und der Bandbericht zum diesjährigen Masters of the Unicorn Open Air Festival, welches am 01.09.2017 + 02.09.2017 in Marburg stattfand, ist ab heute Online.

Ihr könnt gerne euren Kommentar zu unserem Bericht oder eure persönlichen Eindrücke hier hinterlassen.

Zu den Berichten geht's hier... lang.

150 Fotos vom Festival und dem legendären Partyzelt "Zum räudigen Wiesel" findet ihr dort...

WoundIncarcerationAge of Woe
Obscure InfinityDeath Strike

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Review: Las Casas Viejas - Goule/H
Geschrieben am 26.09.2017, 17:15 von ALUCARD

Las Casas Viejas
Goule/H
Alerta Antifascista Records
Vö:10.11.2017



Der Bandname bedeutet "Die alten Häuser", könnte sich aber auch auf den sogenannten "Casas Viejas Vorfall" beziehen. Die anarchistischen Aufstände von 1933 wurden von der Polizei unterdrückt und 24 Zivilisten getötet. (https://en.wikipedia.org/wiki/Casas_Viejas_incident)

Und so bedrückend wie die eventuell als Namensgeber fungierenden Vorfälle ist auch die Musik, das deutsch/österreichische Kollektiv bewegt sich in den finstersten Ecken des schwarzmetallisch gefärbten Postrock. Keine Hoffnungsschimmer, keine aufmunternden Worte, keine positiven Vibes. Durch diese von urbaner Kälte geprägte Landschaft führt uns das Sextett mittels einer atmosphärisch ineinanderübergehenden Mischung aus Black Metal, Screamo, Postrock/Postmetal, Doom und diversen anderen Elemente aus der Kategorie Schwermetall. Dreh- und Angelpunkt ist dabei der Gesang, mal schreiend, mal flüsternd, mal klar. Die Palette reicht von gesprochenem Erzählton in "Moribundus" bis hin zu fast schwarzmetallisch heiserem Geschrei wie in "Kein Ort 2: nicht keine Stadt und Lethargie".

Der als Dialog angelegte Text in "Moribundus" fesselt den Hörer sofort an sich während die Instrumente sich im Hintergrund langsam warmspielen. Nach etwas mehr als sechseinhalb Minuten expoldiert der Track dann direkt im Kopf des Hörers und zeigt die kalte, abweisende Seite der Band. Das Wechselbad der Gefühle durch das gelungene ausnutzen der laut/leise Dynamik rufen sie im Hörer noch öfters hervor, mir ist das zum Ende von "Moribundus" hin nur etwas zu sehr in die Länge gezogen.
"Kein Ort 1" startet mit einer dissonanten Geräuschkulisse und überrascht dann mit dem Gesang: Das könnte auch eine verlorengegangene Aufnahme aus den 20er/30er Jahre sein, hört es euch an und ihr wisst wie ich es meine...
Musste ich mich erst dran gewöhnen, gefiel mir dann aber richtig gut. Im Zusammenspiel mit der sludgig dröhnend mäandernden Rythmusfraktion eine sehr feine Sache. "Kein Ort 2" geht da schon derber zur Sache, gallig finster keift einem da die Sangesstimme entgegen bevor man in eine längere instrumentale Passage übergeht. Eruptionsartige Ausbrüche der kurzen, ruppigen Art unterbrechen das Ganze immer wieder und auch die flüsternde Erzählstimme aus dem ersten Song kommt wieder zum Zuge wenn man genau hinhört. Ich frag mich ja ob in einem "Keinort" auch der Keinohrhase wohnt...
Klaustrophobie ist bekanntermassen ja nicht die Angst vor Leuten die Klaus heissen sondern die Angst vor dem Aufenthalt in engen, geschlossenen oder überfüllten Räumen. LCV setzen das Thema im gleichnamigen Titel mit passenden Klängen um, getragen von dem heiseren Schreien flirren die Gitarren im Raum um den Hörer herum und verwirren die Sinne. Später kommen die Mauern näher und näher, doomig schwer wird der Raum immer kleiner und die Luft zum atmen knapp. Im Albumkontext zusammen mit "Erinnerung" der zugänglichste Song des Albums, einer der beiden Titel sei somit die Hörempfehlung zum Einstieg.
Das schon angesprochene "Erinnerung" beendet das Album flott postrockend und der Gesang aus dem ersten Keinort fängt den Hörer ein. Jetzt etwas melodischer und irgendwie melancholischer, verträumter. So wie Erinnerungen ja meistens auch sind...

Die sehr guten Texte findet ihr auch alle zum nachlesen auf http://med-user.net/~lascasasviejas/ .

1. Moribundus
2. Kein Ort 1: nicht die Stadt und Lethargie
3. Kein Ort 2: nicht keine Stadt und Lethargie
4. Klaustrophobie
5. Erinnerung

http://lascasasviejas.bandcamp.com/
http://doomrock.com/Musik....f5dee63
http://med-user.net/~lascasasviejas/
https://www.facebook.com/KeinOrt1/

8 von 10 Punkten

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GWAR - Neues Album "The Blood of Gods" - Wie gefällts?
Geschrieben am 22.09.2017, 19:20 von UnDerTaker

gwarDer Countdown läuft, und GWAR machen sich auf die Veröffentlichung ihres knochenbrechenden, leichenschändenden neuen Opus 'The Blood of Gods' gefasst, das am 20.10.2017 via Metal Blade Records erscheinen wird. Während die Welt weiter den Bach hinuntergeht, geben ihr die Alien-Overlords mit 'El Presidente' den Rest. Hoffentlich beschleunigt diese zweite Single vom Album den Vorgang! Checkt den Song unten an. Digitale Vorbesteller dürfen sich 'Fuck This Place' und 'El Presidente' sofort downloaden.

Zudem hat Beefcake the Mighty eine kurze Rede zur "Lage der Nation GWAR" gehalten, die ihr hier sehen sehen könnt: facebook.com

Zum Album selbst: 'The Blood of Gods' berichtet über den Aufstand der Menschen gegen ihre Schöpfer, außerdem die gewaltige Schlacht zwischen GWAR und den Streitkräften all derer auf dieser Welt, die einen dicken Stock im Arsch haben. Unterdessen stellt sich die Band den Sünden ihres folgenschweren Irrtums, angefangen bei Politik und Umweltverschmutzung über organisierte Religion bis zu Fastfood und Massentierhaltung. Die Menschheit wird als das dargestellt, was sie ist: eine parasitäre Krankheit, die ausgemerzt werden muss, bevor sie den Planeten endgültig auslaugt.

GWAR LEBEN, IHR SÄCKE!

'The Blood of Gods' wurde mithilfe von Ronan Chris "Lord God" Murphy aufgenommen, abgemischt und gemastert. Es erscheint am 20. Oktober via Metal Blade Records. Das Album kommt als Standard CD, farbige Doppel-LP und digital heraus.

The Blood of Gods:
1. War on GWAR
2. Viking Death Machine
3. El Presidente
4. I'll Be Your Monster
5. Auroch
6. Swarm
7. The Sordid Soliloquy Of Sawborg Destructo
8. Death to Dickie Duncan
9. Crushed By The Cross
10. Fuck This Place
11. Phantom Limb
12. If You Want Blood (You Got It) - AC/DC-Cover
GWAR äußern sich zur 'Lage der Nation' und lassen ihre neue Bombe 'El Presidente' platzen!



Quelle: Metal Blade Records

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Review: Desecraror - To the Gallows
Geschrieben am 21.09.2017, 18:02 von Raven

Desecrator - To The Gallows

Wenn man ein Wort sucht, das eine Verbindung zwischen Old School Thrash und Modern Thrash Metal beschreibt, könnte man dies am besten mit  Desecrator tun. Die Australier liefern uns auf ihrem Debut "To The Gallows" nämlich genau diese feine Mixtur und kombinieren das Alte mit dem Neuen und ich muss sagen: es funktioniert hervorragend.  

Schon der Opener "To The Gallows" schickt einen zurück in die späten 80er und erinnert mich - auch gesanglich - stark an die frühen Anthrax Zeiten. Mit ordentlichem Tempo heizen die Jungs dem Hörer bereits ab der ersten Sekunde richtig ein. Von den fetten Riffs und tobenden Drums wird man fast dazu genötigt die Boxen bis aufs Äußerste zu strapazieren - ja auch die Nachbarn dürfen sich daran erfreuen.

Die folgenden Stücke gehen ähnlich fetzig weiter. Ein paar Auffälligkeiten gibt es allerdings, hier trifft man eindeutig auf die modernen Elemente: beispielsweise ruhigere Parts wie in "Desert For Days" oder aber ein kleines Breakdown in "Red Steel Nation". Auch verspielte Gitarrensolos sind auf dem Album hier und da zu finden.

Völlig überrascht hat mich jedoch der Song "As I Die". Eine Ballade - die in diesem Genre nun wirklich nicht an der Tagesordnung steht - nimmt hier etwas den Wind aus den Segeln. Die klassische Gitarre und das kitschige Riff erinnern hier eher an eine typische Heavy Metal Schnulze. Ungewohnt, aber trotzdem schön gemacht und definitiv einen Lauscher wert.

Einen kleinen Bonus gibt es auf "To The Gallows" ebenfalls zu finden und zwar in Form eines "versteckten Songs" quasi direkt hinter dem letzten Track. "Brainscan" an sich gibt zum Schluss nochmal alles. Sowohl treibende, harte Riffs, als auch kreischende Gitarrensolos und mehrere Tempowechsel sind hier vertreten.
Nachdem der Song vorbei ist, schlagen uns ca. zwei Minuten Stille entgegen. Aber das Warten lohnt sich, denn hier bieten uns die Jungs nochmal eine Runde Old School und zwar vom Feinsten. Selbst die ansonsten hohe Soundqualität des Albums wurde angepasst und ist nun deutlich dumpfer und scheppernder.

Desecrator überzeugen in ganzer Linie. Das Album macht einfach Spaß und wird mit seinen kleinen Besonderheiten, auch nach mehrmaligem Hören, einfach nicht langweilig. Ein wahrlich gelungenes Debut und für jeden Thrasher ein absoluter Pflichtkauf.


Anspieltipp: To The Gallows, Red Steel Nation, Serpent`s Return


Wertung: 9,0 / 10




Gesamtlänge: 50:03
Label: Dinner For Wolves
VÖ: 27. Oktober 2017



Tracklist


1. To the Gallows
2. Desert for Days
3. Red Steel Nation
4. As I Die
5. Serpent's Return
6. Hellhound
7. Thrash Is a Verb
8. Down to Hell
9. Brainscan

Website der Band: Desecrator bei Facebook

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Review: Voodus - Serpent Seducer Saviour
Geschrieben am 17.09.2017, 18:23 von Raven

Voodus - Serpent Seducer Saviour

Black Metal - ein Genre, dass die Schweden drauf haben. Ich behaupte einfach mal, dass nicht nur meine Augen anfangen zu leuchten, wenn neues, schwarzes Material aus dem hohen Norden in Sicht ist - geht man doch schon davon aus, dass es einfach gut sein muss. Schuld daran sind Größen wie Marduk, Bathory, Dark Funeral und Co., die mit ihrer Musik dem schwedischen Black ein unverkennbares Gesicht gegeben haben. Aber gerade diese Ansicht macht es Newcomern schwer, die hohen Erwartungen des Hörers zu erfüllen und gleichzeitig nicht als billiger Abklatsch der bereits genannten Bands zu enden.

Die 2015 in Voodus umbenannte Band zählt zwar nicht mehr zu den Neulingen - existierte sie doch bereits seit 2004 unter dem Namen Jormundgand. Allerdings können die Jungs in ihrem ersten Abschnitt mit nur einem Album und zwei Demos nicht gerade viel vorweisen. Ob der Namenswechsel eine Art Neubeginn sein soll, um noch einmal frisch durch zu starten ist fraglich. Nun wird uns nach zweijährigem Bestehen die zweite EP präsentiert. "Serpent Seducer Savior" enthält zwar nur zwei Songs, aber bei einer Laufzeit von gut 20 Minuten wird uns doch ein bisschen Material geboten.

„Path Of Hekate“ startet angenehm schleppend, um dann mit deutlich mehr Tempo in ein eingängiges, kraftvolles Riff überzugehen. Der kurze Energieschub wärt aber nicht lange, denn der Song zeichnet sich größtenteils durch ruhigere, eher melodiöse Parts aus. Sehr atmosphärisch das Ganze, wozu der Sänger mit einer - für das Genre ungewohnt - warmen Tonlage durchaus beiträgt.

Der zweite und damit Letzte Song „Flesh Into Spirit“ steht dem Opener in nichts nach. Zu Beginn wurde mit überwiegend schnellen und kalten Riffs, Tempotechnisch deutlich zugelegt. Zum Ende hin finden wir aber wieder eher verspielte und vielseitige Klänge und besonders der Bass drückt hier ordentlich durch.

Obwohl die EP recht kurz ist, hat sie einiges zu bieten. Bei „Serpent Seducer Saviour” reden wir nicht von dem klassischen, schwedischen Black Metal im eigentlichen Sinne. Voodus haben ihren eigenen Stil gefunden, der mit seiner stimmigen, atmosphärischen Art überzeugt. Man kann nur hoffen, dass wir diesmal mit noch mehr Material rechnen können.

Anspieltipp: Path Of Hekate


Wertung: 7,0 / 10




Gesamtlänge: 19:12
Label: Shadow Records
VÖ: 18. September 2017


Tracklist


1.   Path Of Hekate
2.   Flesh Into Spirit

Website der Band: Voodus bei Facebook

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Morbid Evils - Deceases
Geschrieben am 17.09.2017, 16:24 von Nabu

Morbid Evils - Deceases

Wer kennt Rotten Sound? Bestimmt der Eine oder Andere. Schließlich hat sich die finnische Grindcore-Band in den letzten Jahrzehnten einen guten Namen machen können. Für Morbid Evils stellt ihr euch nun im Prinzip das komplette Gegenteil vor. Denn nichts anderes war der Plan von Frontmann Keijo Niinimaa. Und was soll ich sagen: er hat das Ziel erreicht. Denkt an Doom Metal, nur langsamer. Und minimalistischer. Und noch etwas langsamer. Schwer vorzustellen? Tatsächlich auch schwer zu hören.

Die Idee war einen möglichst langsamen, tiefen, minimalistischen Klang zu erreichen, welcher die düsteren, morbiden Texte optimal untermauert. So gesehen alles richtig gemacht. Bereits nach wenigen Takten des Openers „CASE I - Murder“ fängt das Herz des Doomliebhabers freudig an zu zucken. Der Sound ist so derartig minimalistisch gehalten, dass eine äußerst bedrückende, düstere Stimmung entsteht. Auch Keijo’s Stimme kann sich problemlos in das sonderbare Klangbild einfügen und trägt maßgeblich zum atmosphärischen Wert der Musik bei. Dummerweise wird zur Erhaltung eben jener Atmosphäre auch völlig auf jegliche Art der Abwechslung verzichtet - egal um welchen Aspekt der Musik es geht. Natürlich kann eine elegante Monotonie einen gewissen Charme haben - jeder Black Metal Fan wird das bestätigen - allerdings übertreiben es die Finnen hier doch ein wenig.

So liefert uns „Deceases“ ein äußerst interessantes Konzeptalbum, welches in seiner Art wohl einzigartig sein dürfte. Auch die Tatsache, dass sich die sechs Tracks wie ein einziges, langes Verderben anhören kann man sowohl als positiven als auch als negativen Punkt betrachten. Da mich aber nur vereinzelte Stelle auf dem Album aus diesem Strudel aus Finsternis, Tod und Verderben ausbrechen ließen tendiere ich eher zu Letzterem. Heißt das, dass „Deceases“ ein schlechtes Album ist? Nein, ganz im Gegenteilt. Es bedeutet nur, dass Morbid Evils ein äußerst spezifisches, musikalisches Bedürfnis befriedigt. Und wer nach diesem Verlangt, wird hier ein persönliches Highlight vorfinden. Für den Durchschnittshörer dürften die Finnen hiermit aber etwas übers Ziel hinausgeschossen sein.


Anspieltipp: CASE I: Murder, CASE IV: Tumour, CASE V: Death Breath


Wertung: 6,0 / 10




Gesamtlänge: 40:11
Label: Svart Records
VÖ: 25. August 2017



Tracklist


1. CASE I - Murder
2. CASE II - Dead Weight
3. CASE III - Evaporate
4. CASE IV - Tumour
5. CASE V - Death Breath
6. CASE VI - Abacinated

Website der Band: Morbid Evils bei Facebook

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Festival- und Bandbericht zum Party.San Open Air Festival 2017
Geschrieben am 17.09.2017, 13:07 von UnDerTaker

Hallo,
der Festival- und der Bandbericht zum diesjährigen Party.San Open Air Festival, welches vom 10.08.2017 - 12.08.2017 in Schlotheim stattfand, sind ab heute Online.

Ihr könnt gerne euren Kommentar zu unserem Bericht oder eure persönlichen Eindrücke hier hinterlassen.

Zu den Berichten geht's hier... lang.

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The Lurking FearMantarVital Remains
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Review: Unru / Tongue - Split
Geschrieben am 15.09.2017, 17:39 von ALUCARD

Unru / Tongue
Split
Supreme Chaos Records/Cargo
Vö:22.09.2017



Unru. Das einfach flüssig gelesen und ausgesprochen umschreibt das Wesen des Titels bestens. Der erscheint ziemlich getrieben und eben unruhig, nervös. Etwas Halt verleiht die coldwaveartige Gitarrenarbeit, ansonsten regiert undurchdringliche Dunkelheit. Das macht dieses Stück sehr intensiv und eindringlich. Zum Ende hin dröselt sich das etwas auf, schwenkt kurz etwas in Richtung DSBM bevor man zum letzten, alles vernichtenden Schlag ansetzt. Auf Bandcamp gibt es zur Platte das schöne Wort "manic fury" das das alles gut umschreibt und das ich schwer ins deutsche übertragen kann.
Tongue arbeiten da etwas zielgerichteter und präsentieren unverfälschten Black Metal bei dem auf zweiter Ebene noch Gitarren mitschweben die man sonst auch im Postrock/Postmetal zu hören bekommt. Dadurch ist das Material melodischer und zugänglicher als das ihrer Splitpartner. Geht meiner Meinung nach etwas in die Richtung die momentan als Cascadian Black Metal in aller Munde ist, also WITTR, Agalloch, Alda usw..

Zweimal BM aus dem heimischen Untergrund der zu gefallen weiss und beweist das neben dem Death Metal Hype auch der Black Metal aus deutschen Landen nicht zu unterschätzen ist. Kann problemlos zusammen mit der Ancst/King Apathy Splitplatte bestellt werden da selbes Label, selber Veröffentlichungszeitraum und ähnliche genetische Veranlagung. Und von mir auch die selbe Punktzahl.

1.UNRU - Intimhölle Regression 08:35
2.TONGUE - Omega Male 09:27  

https://scrmetal.bandcamp.com/album/unru-tongue-split
https://unru.bandcamp.com/
https://tonguebm.bandcamp.com/

9 von 10 Punkten

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NEKROVAULT
Geschrieben am 14.09.2017, 22:01 von Exorzist

...from the deepest vaults!
Now it´s time to unleash the first tunes of death & chaos!
"Engulfed by the grave" is the first song of our 4 Track EP, which will be released possibly in the end of 2017!
Now.....spread the plague of NEKROVAULT:



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Review: Ancst/King Apathy - Split
Geschrieben am 14.09.2017, 09:08 von ALUCARD

Ancst/King Apathy
Split
Supreme Chaos Records/Alerta Antifascista Records / Cargo
Vö: 22.09.2017



Die beiden Splitpartner waren schon gemeinsam auf Tour und vertreten die selben Werte, somit ist diese Scheibe nur logisch und auch sinnvoll.
Beide Bands sind mit zwei Songs vertreten, wobei jeweils einer ein Cover der anderen beteiligten Band ist. Da mir die Originale aber nicht so bekannt sind fallen Vergleiche zur Vorlage aus und es sind vier neue Songs für mich.

Ancst starten verhalten und bauen das Stück langsam auf, zu Beginn könnte man meinen das hier das Ambient Alter Ego der Band aufläuft, doch nach zweieinhalb Minuten dringen erste Gitarrengeräusche durch den Klangnebel und Ancst laufen im schwarzmetallischen Gewand auf. Wobei sie hier wieder die perfekte Verbindung zum Hardcore/Crust herstellen wie man das von der Band kennt. Also einerseits die Dunkel- und Erhabenheit des Black Metal, auf der anderen Seite die Energie und Entschlossenheit mit Hardcorebackground. Passt bestens zusammen, trotz der zwei Herzen in der Brust ist das Material nicht zerissen oder undefiniert. Mehr auf den Punkt kanalisiert ist Titel Nummer zwei: Drei Minuten wütet diese Bestie und beweist eindrucksvoll innerhalb dieser kurzen Zeit was die Band ausmacht.

King Apathy nähern sich dem Thema etwas ruhiger und melodischer, irgendwas mit "post" schwebt auch noch mit durch den Raum. Und auch Spuren von melodischem Deathmetal neuester Bauart meine ich zu vernehmen. Insgesamt ein sehr dicht arrangiertes und packend inszeniertes Stück Musik das für längere Beschäftigungszeit sorgt.
Nummer zwei dreht da schon mehr am Tempo- und Energieregler, hat aber auch einen mächtig düsteren Unterbau. Der entsteht durch die zu Beginn immer wieder mitschwingende summende Melodie im Hintergrund von der ich nicht sagen kann ob sie ihren Ursprung in einer Gitarre oder einem Keyboard hat. Später nimmt man das Tempo raus und es wird verspielter, der vorhin erwähnte "postirgendwas" Ansatz kommt auch hier wieder zum tragen bevor einem die letzte Minute nochmal ordentlich in den Hintern tritt. Und da ist dann auch wieder diese Melodie....

Tolle Split die zeigt wie vielfältig doch diese beiden Bands sich innerhalb ihres Geheges bewegen. Obwohl hier zwei Bands mit unterschiedlichen Herangehensweisen agieren klingt das Ergebnis zusammengehörend und stimmig. Beide Seiten sind gleichwertig, einen klaren Gewinner kann ich nicht ausmachen.

Eine Tour beider Bands in Zusammenhang mit der Platte findet im Herbst/Winter 2017 statt, keep your Eyes open!

A1. ANCST - Gehenna Of Fire
A2. ANCST - King Apathy
B1. KING APATHY - Disguise
B2. KING APATHY - Entropie
Spielzeit: 21:05

https://scrmetal.bandcamp.com/album/ancst-king-apathy-split

https://alertaantifascistarecords.bandcamp.com/album....er-2017

9 von 10 Punkten



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Reckless Manslaughter
Geschrieben am 13.09.2017, 19:41 von ALUCARD

Leimy und Co haben was neues am Start...

"Onwards Into Darkness" heisst das neue Demo, neben zwei Stücken im klassischen RM Gewand versteckt sich das Highlight am Ende: Funeralmaster. Ein DeathDoom Sahnestück, damit haben sich die Jungs selbst übertroffen. Finster ohne Ende, trotzdem melodisch und mit grossartigen Gitarrenläufen gesegnet. Antesten, sofort!

https://recklessmanslaughter.bandcamp.com/track/funeralmaster

Ganzes Demo: https://recklessmanslaughter.bandcamp.com/album/onwards-into-darkness



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Ursinne - Swim With The Leviathan
Geschrieben am 13.09.2017, 18:37 von Nabu

Ursinne - Swim With The Leviathan

Bei den Namen Jonny Pettersson und Dave Ingram dürfte sich für viele Death Metal Fans dieses Review bereits erledigt haben. Als gut befunden und blind gekauft. Für alle die, wie ich, nicht so gut im Namen merken sind: die beiden Herren haben in über 20 Jahren Erfahrungen in folgenden Bands gesammelt: Wombath, Ashcloud, Just Before Dawn (Pettersson), Bolt Thrower, Benediction, Hail Of Bullets und Echelon (Ingrem). Schon beeindruckt? War ich auch. Warum ich trotzdem von ihrem Projekt etwas enttäuscht bin und das Album nicht das Prädikat Blindkauf erhält erfahrt ihr im Folgenden.
Als erstes sollte erwähnt werden, dass sich auf dem 12-Song Debüt vier Covers finden. Diese sind durchweg solide, ihre Interpretation von „Turning Japanese“ markiert sogar mein persönliches Highlight auf dem Album. Trotzdem, und obwohl ich ein großer Freund von solchen Neuinterpretationen bin, hätten es wohl ein oder zwei auch getan. Naja, Geschmackssache.

Aufmerksame Leser werden schon entdeckt haben was in meinen Augen das größte Problem dieses Debuts ist, von dem vermutlich nicht nur ich sehr viel erwartet habe. Warum überzeugt mich von acht eigenen Songs keiner so sehr wie das Vapors-Cover? Darauf gibt es eine äußerst einfache wie auch traurige Antwort: obwohl die Beiden durchweg sehr soliden, schnörkellosen und knallharten Death Metal abliefern, fehlen doch die Passagen bzw. Songs die einen wirklichen Eindruck hinterlassen. Nach dem Hören habe ich nur „Turning Japanese“ und ganz weit hinten noch „Crazy Horses“ im Kopf. Beides Cover die in meinen Augen die eigentliche Arbeit in den Schatten stellen. Und das sollte nicht so sein.

Nichts desto trotz dürfte „Swim With The Leviathan“ besonders für Fans der oben genannten Bands durchaus interessant sein. Für mich ist das Debut von Ursinne leider eine kleine Enttäuschung.

PS: Nicht vergessen werden darf „Bullet Bitten“ - ein würdiger, wunderbarer Tribut an Lemmy.


Anspieltipp: Turning Japanese, Crazy Horses, Bullet Bitten


Wertung: 7,0 / 10




Gesamtlänge: 43:43
Label: Transcending Obscurity Records
VÖ: 20. August 2017



Tracklist


1. Devil May Care
2. I, Serpentine
3. Bullet Bitten (Written for, and dedicated to, the legendary Lemmy Kilmister)
4. The Chimes of Midnight
5. Crazy Horses (THE OSMONDS Cover ft. Count MoriVond from Danse dE Sade)
6. Talons
7. Underworld
8. Turning Japanese (THE VAPORS Cover also ft. Jonny Pettersson on vocals)
9. Hollow Hearse
10. Something Wicked This Way Comes (With acknowledgement to the great Bard of Avon, William Shakespeare.)
11. Monsters in the Parasol (Bonus Track ft. Kam Lee - QUEENS OF THE STONE AGE Cover)
12. Spellbound (Bonus Track - SIOUXSIE AND THE BANSHEES Cover)

Website der Band: Ursinne bei Facebook

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Decapitated Mitglieder in USA der Vergewaltigung beschuldigt
Geschrieben am 12.09.2017, 23:06 von UnDerTaker

decapitatedFür die polnischen Death Metaller geht der Wahnsinn in die nächste Runde.
Hieß es zunächst, dass die Band wegen der Entführung einer Frau verhaftet wurde, so lautet jetzt die Anklage auf Vergewaltigung. Die komplette Band soll laut Aussage der Frau, diese im Badezimmer des Tourbusses vergewaltigt haben. Auf Blabbermouth kann man den ganzen Vorgang sehr detailliert nachlesen. Unstrittig scheint zu sein, dass es mit der Frau zu sexuellen Handlungen gekommen ist. Dabei scheinen die Bandmitglieder unterschiedliche Aussagen über die Aktion getroffen zu haben. Es geht um Verweigerung von DNA Proben und mehr.
Laut Aussage des Anwalts der Band soll es wohl demnächst auch eine offizielle Darstellung der Band geben. Bisher war von Seiten der Band bekannt, dass die Frau freiwillig in den Bus gekommen sei und dieses auch wieder bei guter Laune verlassen habe.
Der Vorfall fand am 31.8.2017 nach dem Konzert in Spokane, Washington statt. Decapitated waren auf einer Nord-Amerika Tour um ihr 7. Album "Anticult" zu promoten.

Den Bericht in Englisch findet ihr auf Blabbermouth hier...

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Review: Ancestor - Age of Overload
Geschrieben am 12.09.2017, 15:05 von ALUCARD

Ancestor
Age of Overload
Eigenveröffentlichung
Vö:24.03.2017



Endlich mal wieder ein gutes Intro. Vor allem kommt es voll und ganz seiner Funktion als Einleitung nach, nicht mehr und nicht weniger. Unaufgeregt und kurz, dazu noch handgezupft und dankenswerterweise mal nicht die hunderste Variante von Kriegsgeräuschen.

Danach gibt es das was der Promosticker verspricht: Pure Old School Thrash. Der kommt in der ernsten, dunklen Art wie man das schon aus der deutschen Thrashanfangsjahren kennt. Trotzdem nicht so rumpelig und übertrieben Old School wie man vielleicht denken könnte, klanglich tobt die Scheibe schon ordentlich durchs Gemäuer. Das Tempolevel ist fast dauerhaft im oberen Bereich angesiedelt, das trockene Drumming leistet hier ganze Arbeit und ist der ideale Teppich für die direkten, knackigen Gitarrensalven.
Magischster Moment: "Winter Hurts" ab Minute 2:30. Ein Gitarrenspiel zum niederknien, ganz klassich im traditionellen Heavy Metal angesiedelt. Die Tatsache das der Wechsel hierhin aus voller Fahrt erfolgt macht die Sache noch überraschender.
Mit "Immortal Dreams" hat man noch eine Thrashhymne am Start die zum mitgröhlen einlädt. Mir gefällt der Gesang an sich auch gut, Sänger & Gitarrist Li Meng hat ein Reibeisenorgan das bestens zur rohen Mukke passt.
Könnt ihr ruhig mal antesten. Nix völlig neues oder umwerfendes, aber toll und unnervig präsentiert mit dem nötigen Undergroundvibe. Und das mag ich 10xmal lieber als irgendwelche glatten, leblosen Veröffentlichungen grosser Labels.

1.Ominous (Intro) 01:31
2.Immortal Dreams 03:40
3.The Prince 03:05
4.Winter Hurts 04:36
5.Into Madness 04:00
6.Holy Inquisition (Protector Cover) 03:17

https://ancestorcn.bandcamp.com/album/age-of-overload
https://www.facebook.com/AncestorCN/

7,5 von 10 Punkten



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Mastodon mit EP "Cold Dark Place" im September 2017 + Tour
Geschrieben am 12.09.2017, 10:46 von UnDerTaker

mastodonIn zwei Wochen erscheint am 22.September "Cold Dark Place" die neue EP von Mastodon! Wie das ganze so im Studio abläuft könnt ihr euch jetzt hier im neuen Performance Video anschauen.

Am 27.10 folgt dann auch noch eine limitierte 10" Picture Disc der EP.
Drei der Tracks "North Side Star","Blue Walsh", und "Cold Dark Place", wurden während der Session für Mastodon's 2014er Album "Once More 'Round The Sun" aufgenommen und von Nick Raskulinecz produziert. Der vierte Track "Toe To Toes", wurde während einer Session zum im März 2017 erschienenen "Emperor Of Sand"  aufgenommen und von Brendan O' Brien produziert.

Das Tracklisting der EP liest sich wie folgt:
1. North Side Star
2. Blue Walsh
3. Toe To Toes
4. Cold Dark place

Das Cover Artwort wurde von Richey Beckett designed.

Mastodon kommen nach ihren ersten Tourterminen bereits im November wieder. Diesmal aber mit einem besonderen Gast! Scott Kelly von Neurosis, wird Gast bei der Tour sein und wir können sicherlich einige noch nie Live performte Songs sehen bei denen Scott Kelly seinen Gesang bereits auf den Alben beigesteuert hat!
Hier die Termine für Deutschland:
10.11. Berlin - Huxley
14.11, Herford - Herford X
23.11. Leipzig - Haus Auense
25.11. München - Tonhalle



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Review: Overoth - The Forgotten Tome
Geschrieben am 11.09.2017, 18:12 von Raven

Overoth - The Forgotten Tome

Death Metal gibt es bekannter Weise ja in verschiedensten Formen. Von Brutal über Technical bis hin zu Melodic ist das Genre eines der Vielseitigsten überhaupt. Der Begriff „Epic“ im Zusammenhang mit dem Todesmetall ist mir allerdings neu und ließ mich interessiert aufhorchen, als mir die vom Label als Epic Death Metal angepriesene neue Scheibe von Overoth über den Weg lief. „The Forgotten Tome“ heißt das neue Werk und ist das zweite Album der 2005 gegründeten Band aus Nordirland.

Zugegeben war ich zuerst etwas skeptisch dem angegebenen Genre gegenüber. Ich konnte mir epische gar mit Orchester begleitete Parts in Kombination mit Death Metal einfach nicht vorstellen. Doch von diesem Vorbehalt musste ich mich bereits nach den ersten Songs verabschieden und mir eingestehen: diese Konstellation funktioniert tatsächlich.

Nach einem - wie nicht anders zu erwarten - kurzen, epischen Intro folgt "Sigil Of The Empty Throne" und schon hier konnte mich das Album catchen. Von Orchester begleitet wird uns ein absolut stimmiger Song geliefert, wozu der Frontmann ein großes Stück weit beiträgt - sticht er doch mit seiner markanten Stimme aus dem sonstigen Einheitsbrei hervor und fügt sich perfekt in das Gesamtbild ein.

Aber auch die folgenden Songs können überzeugen. "The Keeper" beispielsweise walzt einen ordentlich nieder. Groovige Riffs, drückende Double Bass und düstere Midtempo-Passagen, natürlich alles von dezenten Tönen begleitet, überzeugen im Ganzen.

Das Album hat musikalisch wirklich einiges zu bieten. Ein großer Pluspunkt ist, dass alle eingesetzten Instrumente von der Band selbst eingespielt wurden, was bei zwanzig an der Zahl ein ordentliches Stück Arbeit ist. Der knapp 2,5 Minuten lange Song „Leviathan Swallowed the Sun“ spiegelt dies wahrscheinlich am besten wieder. Mit dem atmosphärischen Choralgesang und dem zarten Geigenspiel ist es zwar ein harter, aber doch interessanter Kontrast zu den sonst düsteren Klängen.

„The Forgotten Tome“ kann die gesamte Zeit über den Hörer bei Laune halten und wird definitiv nicht so schnell langweilig, da man jedes Mal aufs Neue mehr Details entdeckt, die in die Songs eingearbeitet wurden. Ich hoffe Skeptiker, wie ich einer bin, werden diesem Album eine Chance geben, denn Overoth haben eindeutig bewiesen, dass eine epische Todeskombo sehr wohl gelingen kann.


Anspieltipp:


Wertung: 8,5 / 10




Gesamtlänge: 41:23
Label: Hostile Media
VÖ: 22. September 2017



Tracklist


1. Opus Obscura
2. Sigil of the Empty Throne
3. Winter of Iniquity
4. The Keeper
5. God of Delusion
6. The Forgotten Tome
7. Leviathan Swallowed the Sun
8. Mar the Gates
9. Harbinger of the End Times
10. Shadows in a Thousand Shades of Black

Website der Band: Overoth bei Facebook

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Review: Persecutory - Towards The Ultimate Extinction
Geschrieben am 10.09.2017, 23:44 von ALUCARD

Persecutory
Towards The Ultimate Extinction
Godz Ov War Productions
Vö:30.06.2017



Death Metal aus der Türkei, das hat man nicht alle Tage. Der Vierer aus Istanbul hat sich 2014 gegründet, "Towards..." ist das Debütalbum. Übersetzt bedeutet der Bandname "verfolgend" oder frei interpretiert "Verfolgungswahn". Im Zusammenhang mit dem Herkunftsland und der politischen Lage eine Steilvorlage auf die ich aber nicht eingehe, hier soll es um das gehen was wichtig ist: die Musik.

Und die kann mich begeistern, vom ersten Ton an. Kein Intro oder so, ab Sekunde Eins Vollgas. Feist bollernd vom Schlagzeug angetrieben legen sich die Jungs sofort ins Zeug und beweisen ihr Können. Dabei fällt einem neben den in der Magengegend rumrührenden Gitarrenläufen der Gesang auf. Dieser gibt den Songs eine sehr eigene Note und lässt die Lieder eher wie Anrufungen an eine finstere Macht erscheinen. Äusserst faszinierend, damit heben sie sich sehr stark von Einheitsgeröchel ab und können eine sehr starke persönliche Duftmarke absetzen.

Und mit einem Track wie dem Titelsong im Rücken kann man nur gewinnen: fast 12 Minuten vertonte Dunkelheit! Und diese Spielzeit bringen sie ohne Einleitungen, Zwischenspiele oder sonstige Verzögerungen über die Ziellinie, ebenso erwähnenswert ist der gleichzeite Verzicht auf irgendwelche andere streckende Elemente. Songwriterisch ganz ganz grosses Kino, einen Song mit dieser Spielzeit packend und begeisternd zu arrangieren gelingt nicht vielen Bands. Vor allem da sie sich nur in ihrem eigenen, selbstgesteckten Rahmen bewegen und nicht in andere Genreschubladen schauen. Was hier an melodisch groovenden Gitarrenläufen zu hören ist das verarbeiten andere Bands nicht mal in einem Album. Antestpflicht! Nehmt euch die Zeit, setzt euch hin und lasst euch auf den Song ein, lasst ihn (ein)wirken, wenn ihr ihn verinnerlicht habt dann lässt er auch euch nicht mehr los.

Schweres Erbe für die Tracks danach, doch sie stehen dem ebenbürdig entgegen. Heftig angetrieben macht "Till Relentless Salvation Comes" weiter, hektischer Gesang stiftet Verwirrung und Chaos. Ein derber Genickschlag der einen ordentlich durchwirbelt, schon in Richtung Black Metal geht und mit einem groovigen Schlusspart übers Ziel marschiert. Eigentlich ein Song der grob die Richtung für das restliche Album vorgibt, "Along The Infernal Hallways" schliesst sich dem an, ist aber irgendwie noch einen Zacken fieser und diabolischer. Die Türken bewegen sich weiterhin gekonnt im Spannungsfeld zwischen Deathmetal der düster wuchtigen Art und Black Metal ohne Mumpitz und faulem Zauber. Dead Congregation treffen auf Wolves in the Throne Room? Ich kann es schwer klassifizieren oder vergleichen, ungefähr müsst das als Richtungsanzeige aber passen.
Daraus schliesst man: die Jungs klingen nicht wie eine andere Band und entziehen sich irgendwelchen Parallelen, schaffen es also in der heutigen "alles schon mal gehört, alles schon mal dagewesen" Zeit sich Eigenständigkeit aufzubauen, allein das sorgt schon für Respekt.
Eventuell braucht es zwei, drei Durchläufe bis man in den Songs "drin" ist da sie sehr dicht arrangiert sind. Faszinieren können sie vom ersten Durchlauf an, das betätigen der Repeat Taste fällt nicht schwer. Hat man das Material erstmal verstanden kann man immer tiefer darin eintauchen und die Details erforschen. Zum Beispiel sollte man sich nicht vom teilweise etwas vordergründig bollernden Schlagwerk täuschen lassen, nebenbei passiert in Sachen Drumming eine ganze Menge.
Ich hoffe der türkische Underground gebärt mir noch mehr solcher Kreaturen...


1.Pillars Of Dismay 05:41
2.Towards The Ultimate Extinction 11:41
3.Till Relentless Salvation Comes 05:35
4.Along The Infernal Hallways 05:37
5.Awakening The Depraved Era 04:57
6.Hegemony Of The Ruinous Impurity 03:49
7.Maelstroms Of Antireligious Chaos (re-recorded version) 04:33

Line-Up
Tyrannic Profanator - Vox
Vulgargoat - Guitars & Back Vox
Infectious Torment - Guitars & Bass
A.D.B - Drums

https://persecutory.bandcamp.com/album/towards-the-ultimate-extinction
https://godzovwarproductions.bandcamp.com/album....inction

9,5 von 10 Punkten

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CRYPTS OF DESPAIR
Geschrieben am 07.09.2017, 21:09 von Exorzist

 CRYPTS OF DESPAIR aus Litauen haben einen Deal bei Testimony Records unterzeichnet.

Das Debut der Death Metaller, "The Stench Of The Earth", wird am 24. November 2017 auf CD und LP (limitiert auf 300 Stk) veröffentlicht.

Die Band wurde ursprünglich 2009 gegründet und 2016 mit neuem Line-up und neuem Elan wiederbelebt. Ausgestattet mit zwei Sängern präsentieren sich CRYPTS OF DESPAIR heavier und düsterer als zuvor.

Eine erste Hörprobe mit dem Titel “Dead Light” und Pre-Order-Möglichkeiten gibt es hier: https://testimonyrecords.bandcamp.com/album/crypts-of-despair-the-stench-of-the-earth

Neben der Veröffentlichung sind auch bereits diverse Live-Auftritte in Planung. Bereits am 16. September werden CRYPTS OF DESPAIR als Special Guest beim 15-Jahre-Jubiläumsgig von GRAVE MIASMA in London auftreten.

Tracklist:
1. The Stench Of The Earth
2. Path To Vengeance
3. Pits Of Endless Torment
4. 77
5. Fleshless Eternity
6. Enslaved In Blasphemy
7. Possessed By Astral Parasites
8. Ravage The Earth
9. Monuments Of Fear
10. Dead Light

(3 Antworten)

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SUFFOCATION - ...Of The Dark Light
Geschrieben am 07.09.2017, 13:58 von ElWiz





Das Jahr hat mir schon einige Scheiben beschert, die mich einfach nicht mehr loslassen und somit kam manche andere Platte zu kurz. Hier und heute jetzt ein paar Worte zu „...Of The Dark Light“, dem im Juni via Nuclear Blast veröffentlichten Werk der Ami Ur - Deather SUFFOCATION. Etwas Aufmerksamkeit hat die Band nämlich auf jeden Fall verdient, denn sie reiht sich nahtlos in die Riege der alten Recken ein, die in letzter Zeit mit starken Alben am Start waren. Insgesamt bleiben SUFFO ihrem bisherigen Stil treu. Die Band ist die Essenz dessen, was diverse sogenannte Brutal Death Bands auf die Spitze zu treiben bzw Deathcorecombos zu verschlimmbessern versuchen. Sollte sich also der eine oder andere an ebendiese Genrezweigchen erinnert fühlen oder  denken, man würde sich diesen gar anbiedern, so sei gesagt, daß es absolut legitim ist, wenn der Urvater einer musikalischen Stilrichtung deren zeitgemäße Elemente nutzt. Oder so. Kurz: Hier gibt‘s halt  Hochgeschwindigkeitsmucke auf den Schädel bis die Ohren bluten, allerdings kann man auch Zeit zum Durchatmen finden, wie es beispielsweise im Breakdowngewitter des Openers der Fall ist. Natürlich bleiben die ganz großen Meisterwerke wie „Effigy Of The Forgotten“ oder „Pierced Within“ weiterhin unerreicht, aber jeder, der mit den letzten Scheiben der Band klargekommen ist, findet auch hier sein Glück. Dies bedeutet aber halt auch, daß manchem das Soundgewand wiederum etwas zu klinisch und kalt sein wird, was mMn aber dem Sound der modernen SUFFO sehr gut zu Gesicht steht. Wie gesagt, SUFFOCATION muckern technisch versiert, treten überwiegend auf‘s Gaspedal und lassen sich nicht durch unnötigen Schnickschnack ausbremsen. Obligatorisch ist eine weitere Neueinspielung eines Songs der soundtechnisch total verhunzten „Breeding The Spawn“ auf dem Album vertreten ( „Epitaph Of The Credulous“ ). Mit dem Track „Return To The Abyss“ hat sich für mein Gehör auch noch ein Favorit herauskristallisiert.
Einmal mehr in ihrer langen Laufbahn gehen SUFFOCATION absolut souverän und konkurrenzfähig ins Ziel. Bevor sich also jemand die neue Scheibe irgendeiner Brutal Krawallkombo ins Regal holt, hat da vorher „...Of The Dark Light“ zu stehen !

8 / 10


> 9 Tracks / ca 35 Min
> Release: bereits erschienen
> Label: Nuclear Blast

> Tracklist:

1. Clarity Through Deprivation
2. The Warmth Within The Dark
3. Your Last Breaths
4. Return To The Abyss
5. The Violation
6. Of The Dark Light
7. Some Things Should Be Left Alone
8. Caught Between Two Worlds
9. Epitaph Of The Credulous

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THRESHOLD - Legends Of The Shires
Geschrieben am 06.09.2017, 19:57 von ElWiz





THRESHOLD sind seit ihrem 93er – Debütalbum „Wounded Land“ eine feste Größe im Progressive Metal – Zirkus,  qualitativ sicher eine der größten Konstanten und dies auf einem fast durchweg hohen Niveau. Mit ihrem 2012 veröffentlichten Album „March Of Progress“ haben die Briten dann sogar eins ihrer unumstrittenen Meisterwerke erschaffen, welches ebenso wie der Nachfolger vom ursprünglichen Frontmann Damian Wilson eingesungen wurde. Es ist für mich auch Wilsons Stimme, die immer einen ganz großen,prägenden Faktor im Gesamtsound der Band ausmachte, wobei jeder Sänger der Band mit größtem Können gesegnet war. Sei‘s drum, bevor man nun „Legends Of The Shires“ fertiggestellt hatte, verließ  Wilson THRESHOLD und man füllte den freigewordenen Posten mit Glynn Morgan, der bereits auf dem 94er -Zweitling „Psychedelicatessen“ ein Album lang die Nachfolge von Wilson antrat. Für mich persönlich, als großem Fan der letzten beiden Scheiben sowie dem Debüt, war der Sängerwechsel erstmal ein herber Schlag, doch jetzt ist „Legends Of The Shires“ da und THRESHOLD stopfen jedem Skeptiker das Maul, indem sie das Niveau der Vorgängerscheiben locker halten.
„Legends Of The Shires“ ist ein über 80 minütiges Konzeptalbum – das erste in der Bandgeschichte – in dessen Spielzeit keinerlei Langeweile aufkommt und mit dem die Band ihren Status als unangefochtener Platzhirsch des Genres einmal mehr untermauert. Sowohl über Lautsprecher, als auch über Kopfhörer verfügt die Platte über einen großartigen Klang und dem Hörer tun sich wunderbare musikalische Welten auf. Mühelos verbindet man Härte mit Melodie, Technik mit Eingängigkeit. Wo man zu Anfang vielleicht Wilson noch vermißt, verpufft das nach ein paar Durchläufen und man ist doch sehr angetan von Morgans Leistung, ist es auch gerade seine Stimme, die dem Album eine ganz eigene,besondere Note verleiht und „Legend Of The Shires“ doch deutlich von seinen Vorgängern abhebt, aber deren Level auch souverän hält. Es erübrigt sich wohl, noch Worte über die Fähigkeiten von Groom,West, Anderson und James zu verlieren. Es sind alles großartige Musiker. Wir bekommen einmal mehr ein in jeder Hinsicht fast perfektes Monumentalwerk serviert. Was genau einen erwartet soll bzw muß jeder Hörer für sich selbst erfahren, anhand der Vorabversion setze ich mich auch nicht näher mit dem Konzept des Albums auseinander, sondern erwarte hierfür sehnsüchtig meine LP – Version von „Legends Of The Shires“.
Im Vergleich zum direkten Vorgänger rückt das Progressive – Element wieder etwas mehr in den Vordergrund. So zeigt  die Band um die Kreativköpfe Groom und West mit ihrem neuen Werk, daß das Erbe von Bands wie RUSH oder alten GENESIS gesichert ist. Für mich zählt „Legends Of The Shires“ schon jetzt zu den besten Alben von THRESHOLD,was allein schon angesichts des übermächtigen Gesamtwerkes der Band, als absolute Empfehlung zu werten ist. Bevor ich hier endlos weiterschreibe, starte ich gleich die nächste Runde und laß mich nochmal von diesem Meisterwerk faszinieren.

Eine Wertung ?

9,5 / 10


> Release: 8. September 2017
> Label: Nuclear Blast
> Tracklist:

CD 1:
1. The Shire (Part 1) 2:03
2. Small Dark Lines 5:24
3. The Man Who Saw Through Time 11:51
4. Trust The Process 8:44
5. Stars And Satellites 7:20
6. On The Edge 5:20

CD 2:
7. The Shire (Part 2) 5:24
8. Snowblind 7:03
9. Subliminal Freeways 4:51
10. State Of Independence 3:37
11. Superior Machine 5:01
12. The Shire (Part 3) 1:22
13. Lost In Translation 10:20
14. Swallowed 3:54

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GORILLA MONSOON und COROVA in Koblenz, Florinsmarkt
Geschrieben am 05.09.2017, 23:27 von UnDerTaker

gorilla%20monsoonAm 30. September endet die Konzert-Sommerpause im Florinsmarkt in Koblenz und man präsentiert uns direkt wieder ein richtiges Brett.
GORILLA MONSOON aus Dresden schlagen in der heiligen Halle auf, supported von den Koblenzern COROVA.
Der Vorverkauf startet in Kürze, die Tickets gibt es dann wie gewohnt entweder an der Theke oder, falls dann noch vorhanden, am 30.09.2017 an der Abendkasse. Gespielt wird von  20:30 - 23:30 Uhr.
Vvk: 9,-   Ak: 11,-

Zum Facebook Event kommt ihr hier...

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Review: Schafott - The Black Flame
Geschrieben am 05.09.2017, 15:09 von ALUCARD

Schafott
The Black Flame
High Roller Records
Vö:25.08.2017



Black Thrash, Deutschland: Da fällt einem Desaster ein, Nocturnal und von der jüngeren Garde Nocturnal Witch (wann gibt es neues Ohrenfutter?), Speedwhore oder Division Speed. Dem kann man nun noch Schafott aus Sachsen hinzufügen. Die Jungs kommen nicht aus dem Undergroundhotspot Leipzig sondern aus Dresden. Als Landeshauptstadt hat man auch eine lebendige Undergroundszene, nur halt nicht so viel "Fame" wie "Hypezig".

Und auch wenn ich kein Sachse bin, die Stimmen im Intro sind sicher kein sächsisch sondern klingt eher wie was rückwärtsgespieltes. Feine Atmosphäre baut man damit auf jeden Fall auf. Und ab dann gibt es kein zurück mehr...

Hymnen Jungs, Hymnen gibt es hier!!!! BlackThrash galore, mal zum sofortigen mitbangen, mal braucht es etwas Einwirkzeit. Direkt zum Einstieg "Ostara", den Track sollte man im Lexikon unter Black Thrash verlinken da er ein Paradebeispiel dafür ist wie etwas klingen soll was die Genrebeschreibung hat. Mitsingchöre, messerscharfe Gitarrenläufe und unverbautes Drumming. Dazu allerfeinst rauhes Gebelle von Sänger Assassor der gleichzeitig auch noch Schlagzeuger ist.

"Eukalyps" ruft`s einem bei Titel Nummer 5 entgegen. All hail the Kräuterbonbon oder wie? Nee, nur ein Verhörer meinerseits der sich dann allerdings festgesetzt hat. Eigentlich heisst es "Eucharist"...Selbiger Song spannt aber schön den Bogen zum ursprünglichen frühen Black Metal mit doomiger Note. Das folgende "Total Cleansing" bekommt man so schnell nicht mehr aus dem Kopf, was für ein Song! Goile Gitarrenriffs, zackig und melodisch ohne Ende plus treibendem Drumming. Wie man es schafft so eine Gesangsleistung abzuliefern und gleichzeitig einen Song so anzufeuern ist mir ein Rätsel, zurück bleibt nur die Begeisterung darüber das es funktioniert.

Aber was soll ich mir noch weiter den Mund fusselig reden, ihr müsst das selber antesten.
Erwähnenswert ist auch das "drumherum", das Artwork und die Texte gehen hier Hand in Hand und sorgen damit auch für ein optisch stimmiges Bild. Nicht umsonst spricht der Promozettel bei der Arbeit von Patricia Huck von einer "perfect visualisation of the Lyrics", das geht hier viel weiter als nur ein schnödes abdrucken der Texte.
Anspieltipps: Ostara, Eucharistic Birth, Total Cleansing

1. Conflagration
2. Ostara
3. The Black Flame
4. Azazael's Dream
5. Eucharistic Birth https://soundcloud.com/high-ro....fficial
6. Total Cleansing
7. By The Lust Of The Witch https://www.youtube.com/watch?v=diJasiuxswU
8. Satan's Throne
9. Sow The Salt

Assassor - Drums, Vocals
Wraith - Guitars
Molester - Guitars
Nemesis - Bass

https://www.facebook.com/Schafott-317115871723020

9 von 10 Punkten

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Review: Obscurity - Streitmacht
Geschrieben am 03.09.2017, 19:43 von Raven

Obscurity - Streitmacht

Es gibt Bands die im Laufe ihres Bestehens ihren Stil neu erfinden oder gar das Genre wechseln. Ob dies nun einfach an einer musikalischen Neufindung liegt oder aber eine schlichte Anpassung an die allgemeine Masse ist, da diese Art von Musik gerade nicht genug Menschen anspricht, kann ich nicht sagen. Allerdings ist die Pagan/Viking Metal Szene in den letzten Jahren besonders stark betroffen gewesen. Diese Tatsache bedaure ich als leidenschaftlicher Pagan-Metaller sehr, denn nicht jede Veränderung ist für einen alten Fan ansprechend, auch wenn die Band davon eventuell profitiert.

Und genau darum bin ich mehr als froh, dass es noch Bands wie Obscurity gibt, die bereits seit 20 Jahren ihrer Musik treu geblieben sind. Diese stolze Zahl muss natürlich gefeiert werden und pünktlich zum Jubiläum werden wir mit einem neuen Album beglückt. "Streitmacht" heißt das Werk und bietet genau das, was man von den sieben Vorgängern bereits gewohnt ist: knallharten Metal ohne jegliche Kompromisse und natürlich den Einsatz von Sänger "Agalaz", der einem mit seiner Stimme in die Knie zwingt. Auch hier wurden wieder Elemente aus verschiedenen Genres verwendet. Zu finden sind kalte Riffs und treibende Drums aus dem Black und Death Metal. Kombiniert mit Texten aus dem Pagan und Viking Bereich, ergibt es eine einzigartige Mischung, die der Band seit Beginn einen so hohen Wiedererkennungswert verleiht.

Schon der Opener "793" ist ein echtes Highlight. Auf unnötigen Ballast, wie beispielsweise einem Intro, wurde hier ganz verzichtet. Ohne jede Vorwarnung kommt dem Hörer beim Abspielen eine mitreißende Kraft entgegen, die sofort zum Mitgrölen einlädt und einen Einmannmoshpit im Wohnzimmer zur Folge hat. Ein absolut gelungener Start.

Leider sind die darauffolgenden Songs nicht ganz so eingängig wie der Opener. Solide Arbeit mit großartigen Texten, aber das gewisse Etwas, um sich länger im Gehörgang einzuprägen, fehlt.

Dieser Zustand hält aber nicht allzu lange an. Mit "Todesengel" haben wir einen weiteren Höhepunkt. Ein für das Album doch eher sanfter Start, weckt sofort die Aufmerksamkeit des Hörers und auch sonst hebt sich der Song durch seine markante, eingängige Melodie hervor.

Ab hier fängt das Album an so richtig Spaß zu machen - das Beste kommt halt immer zum Schluss. "Herbstfeldzüge" hat es mir besonders angetan. Es punktet mit seinen groovigen Parts und einer grandiosen Bassline und läuft bei mir seitdem in Dauerschleife.  

Obscurity hat mal wieder Bewiesen, dass man sich als Band nicht immer wieder neu erfinden muss. Natürlich wachsen sie mit jedem Album und haben sich im Laufe der Zeit perfektioniert, aber sind doch ihrer Linie treu geblieben und liefern nach wie vor eine großartige Arbeit. Alte und junge Löwenfans werden also mal wieder um ein Kauf nicht herum kommen.


Anspieltipp: 793, Todesengel, Herbstfeldzüge


Wertung: 8,0 / 10




Gesamtlänge: 47:00
Label: Trollzorn
VÖ: 14. Juli 2017



Tracklist


1.   793
2.   Meine Vergeltung
3.   Streitmacht Bergisch Land
4.   Non Serviam
5.   Hinrichtung
6.   Todesengel
7.   Endzeit
8.   Herbstfeldzüge
9.   Ehre den Gefallenen
10. Was uns bleibt

Website der Band: Obscurity bei Facebook

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Review: King Parrot - Ugly Produce
Geschrieben am 03.09.2017, 16:31 von ALUCARD

King Parrot
Ugly Produce
Agonia Records
Vö:22.09.2017



Für jeden was dabei in der wilden Mischung der Australier, quasi die Haribo Colorado Mischung für Metalheads. Tönt nicht schlecht und hat ordentlich Energie, leider aber auch einen Makel. Dazu später mehr...


Die Jungs bewegen sich auf "Ugly Produce" zwischen Thrashmetal, Grindcore, simplem Deathmetal amerikanischer Prägung, Punk und Hardcore. Trotz der Vielfalt klingt das Ergebnis recht rund und strukturiert ohne den Hauch des kontrollierten Chaos zu verlieren.
Somit ist das eine Mischung der sowohl die Metalkutte gut steht als auch die Bermuda plus Basecap.
Zeitlich bewegen sich die Australier nur einmal über die 4-Minuten Marke, der Rest läuft zwischen eineinhalb bis drei Minuten ein. Ein kurzer krachiger Nackenschlag folgt dem nächsten, durch die Flexibilität innerhalb der Songs sorgen aber auch die kürzesten Eruptionen noch für eine längere Beschäftigungszeit. Vom dabei auf den Hörer übermittelten Energielevel liegt man irgendwie zwischen Espresso und Energydrink.

Und jetzt kommt das ABER....

Grösster Kritikpunkt meinerseits ist die Stimmlage vom Sänger, aber das ist eben Geschmackssache. Wie ein überdrehter Kreator-Mille schreit und tobt er sich durch die Tracks, meistens in überhöhten Stimmlagen die mir doch ganz schön auf die Nerven gehen und das anhören der Promo zu einer echten Geduldsprobe machen. Schade, den für mich schmälert das den Hörgenuss doch ordentlich und trübt den recht guten Gesamteindruck. Wer mit dem Gesang nicht so auf Kriegsfuss steht der kann ja noch Punkte hinzuaddieren.

1.Entrapment
2.Piss Wreck
3.Disgrace Yourself
4.All Hail The Grub
5.Ten Pounds of Shit in a Five Pound Bag
6.Scattered
7.Now it Stokes Frenzy
8.Numb Skull
9.Die Before You Die
10.Spookin' the Animals

https://agoniarecords.bandcamp.com/album/ugly-produce
https://agoniarecords.com/kingparrot

6,5 von 10 Punkten

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Review: Paradise Lost - Medusa
Geschrieben am 02.09.2017, 15:17 von ALUCARD

Paradise Lost
Medusa
Nuclear Blast
Vö:01.09.2017



Ich denke mal jeder kennt eine Band deren Discografie dem Verlauf der Engländer ähnelt: Anfangs wild und ungestüm, dann nach und nach seichter werdend mit der Begründung man sei jetzt erwachsener und erfahrener. Und dann folgt der Versuch an die jungen Jahre anzuschliessen um zu beweisen das man es noch immer "kann". Meist gelingt das mehr oder weniger gut und glaubhaft. Bei Paradise Lost allerdings verlief diese Entwicklung immer schrittweise und nachvollziehbar von Album zu Album, "Host" war 1999 scheinbar so etwas wie der Wendepunkt. Ab dann nahm der Härtegrad wieder zu und die Band entwickelte sich wieder zu ihren Wurzeln zurück. Mit "Medusa" ist diese Reise noch nicht am Ende, kommt dem aber sehr nahe. Ich denke mal auf dem Zeitstrahl befindet man sich jetzt im Bereich von 1990 bis 1993, irgendwo zwischen "Gothic", "Shades of God" und "Icon".

Der Opener "Fearless Sky" verspricht selbstbewusst "We rise again", und mit dem Track als Eröffnung ist das auch glaubhaft. Der angekündigte DeathDoom ist das zwar immer noch nicht, aber im Doppel mit "Gods of Ancient" beweist man das man wuchtig und düster klingen kann und trotzdem "catchy" ist. Soll heissen man orientiert sich schon eher doomig, klingt aber null schnarchig oder lässt an eingeschlafene Füsse denken, Dynamik wird hier gross geschrieben.
Dagegen verliert man dann mit "From the Gallows" etwas an Fahrt. Schon ein guter Song, aber mehr auch nicht. Das recht früh platzierte Gitarrensolo finde ich irgendwie unpassend und störend.
Mit der Singleauskopplung "The longest Winter" folgt man dem eingeschlagenen Weg, warum gerade dieser in meinen Augen recht schwache Song als erste Single ausgewählt wurde entzieht sich meiner Kenntnis und auch meinem Verständnis.
"Medusa" zieht wieder etwas an, nur die teils etwas unmotiviert klingenden Klargesanganteile finde ich nicht so gelungen. Dafür finde ich die doomig dröhnenden Gitarren hier sehr gut, durch den klavierbegleiteten Mittelteil kommt man in die Nähe von My Dying Bride.
Mit "No Passage for the Dead" geht es weiter abwärts, positiv gesehen. Schleppend und düster geht es in Bereiche die zu den Anfangsjahren der Truppe führen, der unbequeme Charakter des Songs ist jedenfalls nichts für Anhänger der Truppe die gerne mehr Titel wie "So much is lost" hätten.
Die können sich eventuell eher mit "Blood and Chaos" anfreunden, der mit seiner Melodik ein krasser Gegenpol zu dem vorangegangenen Track ist. Man könnte meinen die Engländer wollten einfach mal beweisen warum sie als Mitbegründer des Gothicmetal gelten.
"Until the Grave" schliesst das Album ab und spannt den Bogen zum Albumeinstieg, doomig und trotzdem groovend bekommen alle Bands die sich an der frühneunziger Phase der Truppe orientieren eine Lehrstunde darin wie ein rundum gelungener Track zu klingen hat.

Fazit: Starker Albumeinstieg mit den stärksten Momente der gesamten Bandhistorie. Nach etwas schwachem Mittelteil gewinnt man wieder die Oberhand bis zum packend Abschlussong "Until the Grave" mit dem das Album so endet wie es begonnen hat.


1.  Fearless Sky
2.  Gods of Ancient
3.  From the Gallows
4.  The Longest Winter https://www.youtube.com/watch?v=ufs-kLZFyjU
5.  Medusa
6.  No Passage for the Dead
7.  Blood & Chaos https://www.youtube.com/watch?v=f1Jh36OMXFE
8.  Until the Grave https://www.youtube.com/watch?v=C2JRD4r4Yuw

http://www.paradiselost.co.uk/

8 von 10 Punkten



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Review: Die Apokalyptischen Reiter - der Rote Reiter
Geschrieben am 01.09.2017, 19:16 von Raven

Die Apokalyptischen Reiter - Der Rote Reiter

Charakteristisch für die Reiter sind vor allem die ins Hirn brennenden, sich für immer in den letzten Winkel einnistenden Ohrwürmer. Man kann ihnen nicht entfliehen, sind sie doch auf jedem Album zu finden - und zwar zahlreich. Dies ist in ihrem neusten Werk nicht anders, aber dazu später mehr.

Nach drei langen Jahren der Enthaltsamkeit, bekommen wir nun endlich wieder neues Material um die Ohren geklatscht. "Der Rote Reiter" ist nach der letzten Veröffentlichung von 2014 bereits das 10. Album der Thüringer.

Wie oben schon beschrieben, haben die Reiter eine große Stärke, mit der sie bei mir jedes Mal aufs Neue punkten können: ihre Texte. Aus den verschiedenen Themen die sie behandeln und ansprechen, zaubern sie immer wieder Songs, die sich bereits nach dem ersten Hören einprägen und nicht mehr wegzukriegen sind. Dies ist in ihrem neuen Werk nicht anders. "Auf und nieder", "Franz Weiß" und "Ich bin weg" schwirren schon seit Tagen in meinem Kopf. Eingängige Melodien und zum Mitgrölen verdammte Texte prägen diese Songs und machen einfach Spaß.

Aber auch eine weitere große Stärke der Band ist auf diesem Album vertreten; nämlich die Vielseitigkeit, die uns Sänger "Fuchs" mit seiner Stimme präsentiert. Neben den oben genannten, clean gesungenen Stücken, haben wir auch hier wieder fette Growls am Start. "Der rote Reiter" und "Hört mich an" sind das beste Beispiel dafür.

Leider konnten mich aber nicht alle Songs vollends überzeugen. Der Opener "Wir sind zurück" tut dem Album nichts wirklich Gutes. Es erinnert mich zur sehr an dieses Deutschrock "Hallowirsindzurückundmüssendarübersingenweilunsnichtsandereseinfällt" Klischee und das haben sie wirklich nicht nötig.

Fazit: Fans der Apokalyptischen Reiter werden nicht enttäuscht - "Der Rote Reiter" hat einfach alles zu bieten, was das Herz höher schlagen lässt.

Anspieltipp: Der rote Reiter, Auf und nieder, Hört mich an


Wertung: 7,5/ 10




Gesamtlänge: 54:22
Label: Nuclear Blast
VÖ: 25. August 2017



Tracklist

1.   Wir sind zurück
2.   Der rote Reiter
3.   Auf und nieder
4.   Folgt uns
5.   Hört mich an
6.   The Great Experience of Ecstasy
7.   Franz Weiss
8.   Die Freiheit ist eine Pflicht
9.   Herz in Flammen
10. Brüder auf Leben und Tod
11. Ich bin weg
12. Ich nehm dir deine Welt
13. Ich werd bleiben

Website der Band: Die Apokalyptischen Reiter bei Facebook

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Review: Pig`s Blood - Pig`s Blood
Geschrieben am 01.09.2017, 14:59 von ALUCARD

Pig`s Blood
Pig`s Blood
Godz of War Productions
Vö:30.06.2017



Die Cd ist ohne weitere Info´s bei mir eingetrudelt, also muss Bandcamp & Metal Archives als Informationsträger herhalten. Dort erfährt man aber auch nicht so sehr viel, ausser das die Band aus Milwaukee kommt und das ihr Debütalbum ist. Die Bandmitglieder waren schon in diversen anderen Bands tätig, vorwiegend im Untergrund des amerikanischen Death Metal. Jedenfalls stehen bei MA eine Menge "ex-" unter den Mitgliedsnamen.

Geboten bekommt man nicht den typischen amerikanischen Death Metal, klassiche Vertreter des Genre`s sollte man nicht im Hinterkopf haben. Die Jungs folgen eher dem Trend des chaotisch nihilistischen Death Metal bei dem die Mitglieder meistens ihre Gesichter durch Kapuzen oder ähnlichem verhüllen. Ich würde den Jungs spontan eine Nähe zu den spanischen Altarage unterstellen, nur eine Spur primitiver und roher.
Melodien sucht man vergebens, nur blitzartig schleicht sich das ein oder andere Rifffragment mit ein das eine Spur von Melodik verbreitet. Ansonstens wummert sich das Material sehr destruktiv und verachtend durch die Boxen, grösstenteils angefeuert durch das unnachgiebig treibende Drumming. Es ist auch kein klares Songwriting erkennbar, die einzelnen Tracks basieren eher auf einem tiefschwarzen Grundgeräusch das immer wieder mal variiert wird. Es gibt keine Intro´s oder Outro`s, keine Zwischenspiele oder Passagen in denen das Inferno etwas zurückgeschraubt wird. Die Band baut von der ersten bis zur letzten Sekunde Druck auf und setzt den Hörer damit unter permanente Spannung.

Kritikpunkt ist leider der Sänger, durch sein unverständliches und recht gleichförmiges Geröchel fehlen dem Hörer Identifikationspunkte, der Band geht deshalb die Eigenständigkeit verloren und das Material klingt recht seelenlos. Vielleicht ist das auch so gewollt...

Am Ende bleibt ein ungutes Gefühl in der Magengegend zurück, aufgebaut durch den pessimistischen Dauerdruck bei dem der Körper nicht so recht weiss wie er mit diesem negativ ablehnenden Material umgehen soll das da auf ihn einwirkt. Eindrucksvoll ist die Präsentation schon, was etwas fehlt ist die persönliche Note. Dadurch ist das Album etwas körperlos.  

1.Misanthrope Absolute 03:27
2.Iron Justice 04:32
3.Taste The Fucking Poison 04:09
4.Torches of War and Retribution 03:14
5.Rats (This World is a Sewer) 03:49
6.Death March Insanity 03:28
7.The Age of Endless War 04:17
8.First Step in Making Things Right 02:41
9.Deniers of the Root 02:52
10.There Will Be No Law 03:46

https://godzovwarproductions.bandcamp.com/album/pigs-blood

7 von 10 Punkten



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Review: Infest - Addicted to Flesh
Geschrieben am 30.08.2017, 09:21 von ALUCARD

Infest
Addicted to Flesh
Defying Danger Records
Vö: 09.09.2017



Der Name könnte euch bekannt vorkommen, gibt es doch laut Metal Archives 7 Bands mit dem selben Bandnamen und ich denke da sind noch nicht mal alle erfasst (z.B. die amerikanischen Powerviolence Pioniere).
Hier dreht sich alles aber um die serbischen Infest, gegründet 2002 mit einer stattlichen Anzahl von 8 Veröffentlichungen verteilt über Demos, EP`s und Alben. Letztes Lebenszeichen war die 2014er Platte "Cold Blood War".
Auf "Addicted to Flesh" weicht man nicht vom eingeschlagenen Weg ab sondern verfeinert die Fahrspur. Track Nummer 3 gibt die Richtung vor, "Deathrash Legion 666". Fein bollernd durchpflügen die Serben in 8 verschiedenen Variationen den Acker und geben dem Hörer alles was es braucht um Kopf und Faust in Bewegung zu versetzen.
Treibendes Drumming, flotte Gitarrenläufe mit kurzen Soloeskapaden die Richtung Südamerika schielen und ein Sänger dessen wütendes Gebelle bestens dazu passt. On Top gibt`s noch bestens mitshoutkompatible Passagen.
Dabei schöpfen sie aus ihrem reichlich vorhandenen Erfahrungsschatz der vergangenen Jahre, überflüssigen Ballast sucht man vergebens. Braucht es bei zwei Gitarren auch nicht, die sorgen für genug Druck und Abwechslung im Gehörgang. Für mich könnten Infest ruhig des öfteren mal das Tempo etwas rausnehmen und groovebetonter agieren, in "Nailed to your spine" funktioniert das sehr gut.
Wenn ich über 666 Ecken einen Zusammenhang zwischen dem  Label, dessen Heimat, der Vergangenheit und der Band herstellen wollen würde dann könnte ich sagen: Auf dem Fuck the Commerce (R.i.P) Festival in Torgau hätte die Band bestens ins Billing gepasst und dort für brennende Beton gesorgt.
Deaththrash Legions, ihr müsst zugreifen. Alle die unverbautem, trendbefreitem Death und Thrash nahestehen sollten die neue Scheibe der Serben auch mal antesten.

1. Intro
2. Hail The Mother War
3. Deathrash Legion 666
4. Addicted To Flesh
5. I Bring You War
6. Nailed To Your Spine
7. Stigmatized
8. The Blind One Leads The Way
9. The Awakening Failed

Band
Vandal (rhythm guitars and vocals)
Zombie (drums)
Vrag (bass)
Tyrrant (lead guitars)

https://infestbeograd.bandcamp.com/album/addicted-to-flesh
https://www.facebook.com/infest.serbia
www.defyingdanger.de

8 von 10 Punkten

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Review: Corpsehammer - Posesión
Geschrieben am 30.08.2017, 08:00 von ALUCARD

Corpsehammer
Posesión
Morbid Skull Records
Vö: 01.09.2017



Black Metal Bands die sich an frühen Darkthrone orientieren gibt es ja eine Menge, das Endergebnis ist mal mehr und mal weniger gut.
Aber selten zieht es eine Band so stur durch wie Corpsehammer. Sie kopieren allerdings nicht einfach nur stumpf sondern orientieren sich einfach nur eins zu eins am Klang der Vorbilder. Das Songmaterial an sich weisst schon deutliche eigene Züge auf und hebt sich sich so wohltuend vom restlichen Darkthrone Worship Klan ab.

Vor allem der Gesang ist "over the Top", angepisst, hysterisch und roh schreit, lamentiert, klagt und droht sich Sänger Midnight Horror durch die 6 Songs. Dabei liegt er öfters mal eine Spur daneben und schert sich nicht um bekannte Gesangsmuster. Genau das macht es aber sausympatisch und bodenständig und passt bestens zum natürlich gehaltenen Sound. Endlich mal wieder ein Schlagzeug das sich auch wie ein Schlagzeug anhört und nicht elektronisch verschlimmbessert wurde.

6 mal gibt es frühen Blackmetal aus den Anfangstagen der zweiten Welle, selbiger kratzt auch gerne mal am simpel strukturierten Death Metal. Aber Haupteinfluss ist Schwarzmetal aus skandinavischen Wäldern mit einem grossen Geotag rund um Kolbotn. Und da das so leidenschaftlich und grundehrlich präsentiert wird macht es auch mächtig Laune zuzuhören. Kommt aber scheinbar nur als Tape.

CORPSEHAMMER [Promo Teaser]

1. Pulso De Saturno 2:21 https://www.youtube.com/watch?v=6m-MqWmuWh8
2. Beso Infame 3:13 https://www.youtube.com/watch?v=jLLQS-0ImkA
3. Carnicero Humano 2:29
4. Posesión 2:18
5. Cataclismo 2:01
6. La Gran Puta (Beast Rider) 2:25

https://www.facebook.com/corpsehammer/

8,5 von 10 Punkten

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Review: Deny The Urge - As Darkness Falls
Geschrieben am 29.08.2017, 18:16 von Nabu

Deny The Urge - As Darkness Falls

Oft wiederholt sich beim Reviewen von Alben, welche durchschnittlich bis gut bewertet werden ein und dasselbe Muster. Ich höre mir die Scheibe an, finde sie ganz ordentlich, schreibe dies auf und vergebe entsprechende Punkte. Mit jedem weiteren Hören merke ich dann aber, dass das Album einen Langzeittest kaum bestehen kann und muss die Punktzahl kontinuierlich nach unten korrigieren. Bei der deutschen Combo Deny The Urge war es diesmal aber andersrum. Klingt komisch? Wars irgendwie auch. Erklärungsversuche folgen.

Als ich mir „As Darkness Falls“ zum ersten Mal angehört habe, war ich nicht direkt enttäuscht aber doch etwas irritiert. Mir fielen doch einige Ungereimtheiten auf die ich bei einer Band, die seit fast 20 Jahren besteht, nicht hören will - auch wenn es sich hierbei „erst“ um das dritte Album handelt. Irgendwie konnte mich der Sound nicht so richtig packen. Ich konnte es nicht benennen, aber irgendwas fehlte mir.
Und zwar Zeit. Mit jedem erneuten Durchlauf fand ich besser zum Album der Braunschweiger. Ich erkannt die Stärken des Albums und auch die Stolpersteine die mir negativ aufgefallen sind. Und die konnte ich nun auch endlich zu Papier bringen. Fangen wir mit den Schwächen des Albums an:  die Band neigt in meinen Augen etwas zu sehr dazu, nach komplexer Abwechslung zu streben wo keine nötig ist. Viele Songs beinhalten ordentliche Tempowechsel und abwechslungsreiche Parts die zwar schon zusammenpassen aber das musikalische Gesamtbild irgendwie überfüllen. Ein bisschen so als ob man auf eine Portion Pommes zu viel Ketchup macht - es schmeckt zwar noch, wird aber matschig. Das ist insofern schade, da unter anderem richtig geile Gitarrensolos oft nicht den Raum kriegen der ihnen eigentlich zustehen würde.

Nach der Kritik nun aber zu den großen Stärken von Deny The Urge im Allgemeinen und „As Darkness Falls“ im Speziellen. Zum einen hätten wir da Rampensau Henrik der sowohl mit seinen Riffs als auch mit seiner - wenn auch teilweise etwas unkonventionell klingender - Stimme sehr viel Wucht zum Sound beiträgt. Besonders in den Midtempo-Passagen kommt das gut zur Geltung. Stichwort Midtempo - wenn die Band die Walze rausholt gibt es kein Halten mehr. Hier zeigen uns die Jungs wie man simpel, effektiv und sau geil einfach mal alles zerfetzt. Ein gutes Beispiel dafür ist „Perfect Disguise“. Ein Nackenbrecher wie er im Buche steht. Fette Riffs, eine Trommel die dich von jeder Klippe treibt und Vocals die den Teufel höchstpersönlich hochschrecken lassen.

Leider sind diese Highlights auf dem Album in der Unterzahl und der finale Eindruck ist leider eher durchzogen. Trotzdem hat sich die Band damit unwiderruflich in mein Gehirn gespielt und ich werde gespannt zukünftige Releases verfolgen. Mein Tipp an die Jungs: weniger ist manchmal mehr!    

Anspieltipp: As Darkness Falls, Altar of Addiction, Perfect Disguise


Wertung: 7,5/ 10




Gesamtlänge: 47:25
Label: G.U.C.
VÖ: 1. August 2017



Tracklist


1.  Intro
2.  As Darkness Fall
3.  Loophole
4.  Altar of Addiction
5.  All or None
6.  On the Surface
7.  Infected Curses
8.  Voices
9.  Perfect Disguise9
10. Vatermoran
11. Medusa
12. The Processing
13. Separated Flesh


Website der Band: Deny The Urge bei Facebook

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Review: Hallatar - No Stars Upon The Bridge
Geschrieben am 29.08.2017, 17:51 von Raven

Hallatar - No Stars Upon The Bridge

Die Gründung einer neuen Band ist in der Regel immer eine feine Sache. Im Fall von Hallatar hat die Entstehung jedoch einen tragischen Hintergrund. "No Stars Upon The Bridge" befasst sich nämlich mit dem Tod der 2016 verstorbenen Künstlerin und Trees of Eternity Sängerin Aleah Starbridge. Hervorgerufen wurde die Band vom Swallow the Sun Gitarristen und ihrem einstigen Lebenspartner Juha Raivio, welcher sich zur Unterstützung des Projektes Amorphis-Sänger Tomi Joutsen und H.I.M.-Drummer Gas Lipstick geholt hat.

Juha Raivio hat in dem Album seinen schweren Verlust verarbeitet und all seinen Schmerz und seine Trauer hineingesteckt, wobei er von Aleah verfasste Gedichte und Lyrics verwendete. Herausgekommen ist ein pechschwarzes Meisterwerk, welches sogar den härtesten Metallern nahe gehen wird. Eine Komposition, die beim Abspielen eine Welle von Emotionen über den Hörer strömen lässt und diesen mit in die schmerzerfüllten Tiefen reißt.

Tomi Joutsen zeigt hierbei wie vielseitig seine Stimme sein kann und überzeugt mit dem angenehmen und fließenden Wechsel zwischen cleanen und gegrowlten Parts. Auch die Gastsängerin Heike Langhans - bekannt von der Band Draconian -, die sowohl die Zwischensequenzen in Form von Gedichten übernommen hat, als auch in dem Song "My Mistake" mit wirkt, harmoniert perfekt mit seiner Stimme.

Jeder einzelne Song auf dem Album überzeugt für sich allein, aber einige stechen besonders hervor.
Der Opener "Mirrors" macht durch seinen extrem düsteren, kraftvollen Start auf sich aufmerksam. Auch die Riffs drücken ordentlich durch - Doom Metal in seiner schönsten und reinsten Form.  

Mit "My Mistake" haben wir hier einen eleganten Kontrast zum Opener. Untermalt mit verspielten Keyboard Klängen hat Heike Langhans hier einen besonders schönen Einsatz. Ein sehr emotionaler Song und mein persönlicher Höhepunkt dieses Albums.

Der Abschluss wird von "Dreams Burn Down" gebildet. Hier hat Aleah Starbridge vor ihrem Tod den weiblichen Part übernommen und allein diese Tatsache lässt einen erschaudern. Ein wirklich großartiges Stück.

"No Stars Upon The Bridge" ist kein Album, welches mal so nebenbei gehört werden kann. Die Geschichte dahinter und die musikalische Umsetzung dazu berührt zutiefst. Ein musikalisch beinahe perfektes Werk, dessen emotionaler Wert aber über jegliche Wertung hinausgeht. Juha Raivio hat Aleah auf diese Weise ein mehr als würdiges Denkmal gesetzt.



Anspieltipp: Mirrors, My Mistake, Dreams Burn Down


Wertung: 9,5/ 10




Gesamtlänge: 40:28
Label: Svart Records
VÖ: 13. Oktober 2017



Tracklist

1. Mirrors
2. Raven s Song
3. Melt
4. My Mistake
5. Pieces
6. Severed Eyes
7. The Maze
8. Spiral Gate
9. Dreams Burn Down

Website der Band: Hallatar bei Facebook



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The Spirit
Geschrieben am 29.08.2017, 17:27 von Exorzist

 Die deutschen Black/Deather THE SPIRIT veröffentlichen ihr Debutalbum!

“Sounds From The Vortex“ wird am 13.Oktober 2017 über das bandeigene Label Eternal Echoes veröffentlicht. Das Album wurde in den Iguana Studios aufgenommen, gemixt und gemastert. Das Artwork stammt von WÆIK.

Den ersten Song "The Clouds of Damnation" könnt ihr euch HIER anhören.

The band comments: “Every note on this album comes from the bottom of our hearts. Created with high passion, we captured the fire that burns in us to transform it into the Sounds from the Vortex.“

Tracklist:
1. Sounds from the Vortex
2. Cosmic Fear
3. The Clouds of Damnation
4. Cross the Bridge to Eternity
5. Illuminate the Night Sky
6. The Great Mortality
7. Fields of the Unknown

(4 Antworten)

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Spectral Voice
Geschrieben am 28.08.2017, 19:54 von Exorzist

 Das Debutalbum "Eroded Corridors of Unbeing" von SPECTRAL VOICE erscheint über Dark Descent Records am 13.Oktober. Nach fünf Demos/Rehearsals und zwei Splits gibt es endlich das erste Full-Lenght Album der Jungs aus Colorado.

While things appear quite straight-forward on paper (the band has never hidden their love of roughly mixing early and down tuned Finnish death metal with extreme doom in an acid bath) there's something quite unique about them. Instead of weakening their impact, their rawness and vast sound only emphasizes their genuine thirst for darkness.

Like a lurker oozing with evil intentions, SPECTRAL VOICE like to remain in the shadows. There, they've patiently learned from their elders, only to regurgitate their own brand of extreme death/doom. For instance, 'Visions of Psychic Dismemberment' is an eleven-minute long trip into the darkest regions of our collective mind, where UNHOLY's trippiest moments join INCANTATION for a dance around the fire. The opening blast beat sequence in 'Lurking Gloom' on the top of bleak arpeggios will fire up most dISEMBOWELMENT freaks.

Far more than just a sum of its parts, Eroded Coridors of Unbeing is a unique and claustrophobic voyage, cavernous yet full of clarity. Here, SPECTRAL VOICE
is the sound of one's soul going further down the abyss...and they're taking you with them.





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NOAF 2017
Geschrieben am 21.08.2017, 10:18 von Slaypultura

Wie siehts dieses Jahr aus :Frage:
Wer wird dort sein :Frage:
Bin am Überlegen am Freitag vorbeizuschauen..

(3 Antworten)

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Review: Vassafor - Malediction
Geschrieben am 19.08.2017, 19:57 von Raven

Vassafor - Malediction

Black Metal in seiner Urgestalt ist in der heutigen Zeit nur noch selten anzutreffen. Oft wird mit dem Genre herumexperimentiert, ihm symphonische, melodiöse Intros verpasst, cleane Vocals eingeflößt und somit quasi bis zur Unkenntlichkeit modifiziert. Ich will damit nicht sagen, dass dies unbedingt schlecht ist - so sind viele neue Bands entstanden, die ihren eigenen Stil verfolgen und neue Sub Genres ins Leben gerufen haben.

Allerdings ist es für Black Metal Fans oftmals befremdlich, oben beschriebenes in ihrem doch eigentlich so kalten, kompromisslosen Genre zu finden. Zum Glück gibt es aber noch Bands wie Vassafor, die genau diese ursprüngliche Form erhalten wollen und uns mit ihrem neuen Album „Malediction“ 100% puren Black Metal ins Gesicht klatschen.

Schleppend - also im positiven Sinne - werden wir in den 16 Minuten langen Opener eingeführt. Eine riesige Walze des Doom überrollt den Hörer, um nach gut fünf Minuten in ein fettes Riff überzugehen. Vorher in Midtempo gehalten, wird ab dem Zeitpunkt ordentlich eingeheizt. Treibende Drums, gefolgt von eingängigen Riffs und Tempowechsel hat der Song so viel zu bieten, dass er alleine schon ein eigenes - in dem Fall natürlich recht kurzes - Album darstellen könnte.  

Die folgenden Songs zeichnen sich vor allem durch ihre zahlreichen Rhythmuswechsel aus. Still sitzen bleiben kann man also knicken. Kreischende Gitarreneinlagen und markante Riffs geben dem Ganzen Abwechslung und halten den Hörer bei Laune.

Bei „Black Winds Victoryant“ wird deutlich an Tempo zurückgeschraubt. Träge schlurft der Song größtenteils vor sich hin und kann uns leider nicht die Abwechslung bieten, die wir von seinen Vorgängern kennen. Dafür drückt hier der Bass an einigen Stellen gut durch und kann damit deutlich Punkten.

Das Schlusslicht bildet „Illumination of the Sinister“. Bedrohlich und düster wird es uns präsentiert und bildet an für sich einen soliden Song. Allerdings lässt das Album mit den letzten beiden Tracks etwas nach und wirkt nicht mehr so eingängig wie zu Beginn.  

Vassafor zeigt uns mit Malediction, dass der gute, alte Black Metal noch lebt. Ganz der alten Schule treu geblieben hat man nicht nur die Soundqualität entsprechend angepasst. Malediction ist auch nur als Tape und LP erhältlich. Diese Tatsache wird wahrscheinlich vielen gegen den Strich gehen, ist aber seitens der Band schlicht und einfach Konsequent.

Anspieltipp: Devourer of a Thousand Worlds, Emergence (Of an Unconquerable One)


Wertung: 8,0/ 10




Gesamtlänge: 49:45
Label: Iron Bonehead Productions
VÖ: 13. Oktober 2017



Tracklist

1. Devourer of a Thousand Worlds
2. Emergence (Of an Unconquerable One)
3. Elegy of the Accurser
4. Black Winds Victoryant
5. Illumination of the Sinister

Website der Band: Vassafor bei Facebook



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MORK
Geschrieben am 19.08.2017, 16:30 von ALUCARD

 "Many have tried, many have failed. Mork nails it.” - Nocturno Culto (Darkthrone)

Das dritte Album von Mork huldigt gnadenlos dem Spirit des alten norwegischen Black Metal, Hauptinspiration sind Darkthrone und Burzum.
Vorab gibt es schon ein Video zu "I Hornenes Bilde", das Album ‘EREMITTENS DAL’ erscheint am 13.Oktober.

Mork - I Hornenes Bilde (from Eremittens Dal)


1. Hedningens Spisse Brodder
2. Holdere Av Fortet
3. Forsteinet I Hat
4. Eremittens Dal
5. I Hornenes Bilde
6. Likfølget
7. Et Rike I Nord
8. I Enden Av Tauet
9. Mørkets Alter
10. Gravøl


Die Coverzeichnung stammt von Jannicke Wiese-Hansen, bekannt dürfte er durch seine Arbeiten für frühe Burzum und Satyricon sein.

Auf "Eremittens Dal" gibt es Gastauftritte von Dimmu Borgir's Silenoz und 1349's Seidemann.

"Mork caught my attention a couple of years ago and I was immediately drawn to the atmospheric and reclusive soundscapes, enticed by the desolate and solitary approach - true to the old Norwegian Black Metal ways. It was as if I was thrown back in time. So when I got asked to add vocals on two tracks I didn't hesitate to comply, I just instantly knew I was meant to have a part in it!" - Silenoz (Dimmu Borgir)

"I have seen the future of black metal, and it's name is Mork. Halden Hellfire!..” - Seidemann (1349)  

http://peaceville.com/bands/mork/

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Review: Syndemic - Annihilate The I
Geschrieben am 17.08.2017, 17:55 von Nabu

Syndemic - Annihilate The I

Woran erkennt man ein gutes Album? Ganz einfach - man macht es am Morgen an und hört es genau einmal, um sich dann am Abend dabei zu erwischen wie man die Songs vor sich hin brummt. Und dies, obwohl man den ganzen Tag dazwischen andere Musik gehört hat. So ist es bei mir in den letzten Tagen geschehen. Dank geht raus an die Jungs von Syndemic die mein Erinnerungsvermögen korrumpiert haben. Bastarde!

Um die Auswirkung dieses Albums auf mich voll erfassen zu können braucht der Leser zwei wichtige Informationen über mich. Punkt 1: ich kann progressiven Metal mal so gar nicht leiden. Punkt 2: ich weiss mit Melodic (Death) Metal so gar nichts anzufangen. Natürlich gibt es da die Eine oder Andere Ausnahme - diese sind aber derartig dünn gesät, dass mir auf die Schnelle noch nicht mal eine einfällt (um ehrlich zu sein ist mir mitten im letzten Satz Punish eingefallen - verdammt!). Der Punkt ist: obwohl die Herren von Syndemic im Prinzip (vom Genre her) nicht in mein Beuteschema passen, würde ich mich doch als Fan der ersten Stunde bezeichnen. Live brennt die Bühne innert Kürze heisser als Napalm und ihr ‘14er Debüt hat mich zuverlässig aus den Latschen gehauen. Dementsprechend freue ich mich aufs neue Album - mit einer gewissen Skepsis. Schaffen sie es mich ein weiteres Mal zu überzeugen, vielleicht sogar zu beeindrucken?

Scheisse, ja! Der Opener „Amaurosis“ schlägt ein wie eine Faust. Eines russischen Gewichthebers. Mit Schlagring. Schön in die obere Zahnreihe. Dabei reicht ein kleines Drumbreak als Intro, bevor das musikalische äquivalent einer Betonwalze Fahrt aufnimmt. Das erste Breakdown lässt nicht lange auf sich warten und spätestens hier ist klar: der Scheiss knallt. Derartig derb, dass sich Korken an Silvester vor lauter Scham selbst entsorgen. Während der brutalen Ballerei kommen aber weder anspruchsvoll verspielte Riffs noch wiederkehrende, melodiöse Parts zu kurz die eine gewisse Eingängigkeit aufweisen. Der Song endet ähnlich abrupt wie er begonnen hat und lässt den Hörer völlig fertig zurück - und dennoch äusserst befriedigt. Wie guter Sex.

Wer sich jetzt denkt, dass die Band ihr ganzes Pulver gleich zu Beginn verschossen hat könnte falscher nicht liegen. „Into Oblivion“ folgt mit der Erbarmungslosigkeit eines mittelalterlichen Henkers und bricht mit seinen Midtempo-Passagen Nacken zuverlässiger als ein gut geknoteter Galgen. Um keine Monotonie aufkommen zu lassen werden subtil sowohl melodiös(er)e als auch etwas schnellere, rauere Parts dazugegeben. Ein absolutes Monster.

„Exileseeker“ übernimmt die Rolle des Sirenenschreis. Einmal gehört ist man verloren. Die geilen Riffs, die frechen Tempowechsel und den Refrain kriegt man einfach nicht mehr aus dem Kopf. Egal was man tut. Einmal drin geht er nie wieder raus. Wie ein falsch gesetzter Dübel. Da ändert auch der kurze Einsatz der Streicher nichts der zwar etwas unerwartet kommt aber angenehm passend ist - wie ein Platzregen an einem heissen Sommernachmittag.

Bevor mir nun die billigen Analogien beim Erläutern jedes einzelnen Songs ausgehen möchte ich auf die eine Sache zu sprechen kommen die mich nicht beeindruckt hat. Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass sie mir negativ aufgefallen ist. „Ruins“. Folgende Theorie: das Album ist eigentlich fertig - es fehlt aber noch ein Song. Diskussion im Proberaum: „Lass gut sein!“. „Nee, noch knapp vier Minuten um die 45er Marke zu knacken, lass noch eben n Song schreiben!“ . „Ok mal sehen - fetten Beat, böse Riffs, nicht zu anspruchsvoll, üble Growls, knappe vier Minuten - läuft!“. Ziemlich genau so lief es (in meinem Kopf) ab. Ganz ehrlich. „Ruins“ ist das unbeliebte Kind auf der Geburtstagsparty welches nur eingeladen wurde, weil es dir deine Eltern befohlen haben. Ein kleiner Fusel auf einer ansonsten blütenweissen Weste.

Hut ab.
 


Anspieltipp: Amaurosis, Exileseeker, Perish In Time


Wertung: 9.5 / 10




Gesamtlänge: 45:58
Label: 7hard Records
VÖ: 18. August 2017



Tracklist


1. Amaurosis
2. Into Oblivion
3. Exileseeker
4. Beneath the Weeping Skies
5. Ruins
6. Whispers of Retribution
7. Carnal Sedation
8. Perish in Time
9. Mist of Singularity

Website der Band: Syndemic bei Facebook



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Review: Novae Militiae - Gash'khalah
Geschrieben am 16.08.2017, 22:31 von Raven

Novae Militiae - Gash’khalah

Franzosen und Black Metal - eine Fusion die meiner Erfahrung nach einwandfrei funktioniert. Ich denke da an Bands wie Blut aus Nord oder Alcest, die sich durch ihre spezielle Art und der Umsetzung dieses Genres einen hohen Wiedererkennungswert sichern.

Nun hoffe ich natürlich, dass uns Novae Militiae mit ihrem neuen Album "Gash´khalah" etwas ähnliches präsentieren können. Ich muss gestehen, dass mir diese Band noch nie über den Weg gelaufen ist - was mir als Black Metal Fan etwas unangenehm ist, da die sie bereits seit 2009 existiert. Allerdings bildet Gash´khalah in dem achtjährigen Bestehen erst das zweite Album, weshalb ich mir meine Unkenntnis selbst entschuldige.

Bevor ich mit einer Kritik an dem Album beginne, muss ich erwähnen, dass ich mir Gash´khalah wirklich viele Male anhören musste, um mir überhaupt eine Meinung dazu bilden zu können. Ob dies nun positiv oder negativ ist, werde ich aber erst am Schluss beantworten. Nun widme ich mich erst einmal dem Opener "The Chasm of the Cross". Schon hier hatte ich etwas zu kämpfen, obwohl der Anfang einen sehr guten Eindruck hinterließ. Atmosphärisch und midtempolastig wird man in den Song eingeführt, allerdings streckt er sich mit seinen gut sieben Minuten etwas zu sehr in die Länge. Ein „Problem“, welches sich durch das ganze Album ziehen wird.

Danach wird das Tempo deutlich angekurbelt, aber die folgenden Songs konnten sich mir nicht wirklich einprägen. Endlose scheinende Riffs und schon fast nervige Drums lassen die Songs zu einer einzigen Masse werden und erwecken den Eindruck in einem Sumpf zu stecken in dem man weder vor noch zurückkommt.

Der einzige Track, der etwas herausragt ist "Annunciation".  Ein ruhiges, stimmiges Intro lässt diesen vorerst Interessant und Abwechslungsreich erscheinen. Damit hat es sich aber auch schon erledigt, denn auch hier haben wir wieder das „Problem“ der viel zu langen Passagen bei denen ich nur darauf gewartet habe, dass der Song vorbei geht.

Der letzte Song "Seven Cups of Divine Outrage" lies mich allerdings aufhorchen. Richtig kraftvolle, temporeiche Riffs schlugen mir entgegen und zogen mich ohne jede Vorwarnung einfach aus dem Sumpf. Jedoch überdauerte der Energiesturm nicht die angegebenen neun Minuten Laufzeit. Nach knapp sechs Minuten hatten die Herren offensichtlich nicht mehr die Kapazitäten, um den Rest der Zeit aufzufüllen. Fast zwei Minuten werden hier mit Stille überbrückt, um dem Song dann doch noch ein atmosphärisches Ende zu setzen.

Leider konnte mir Gash´khalah nicht das bieten, was ich mir erhofft hatte. Zwar wurde hier ordentlich und solide gearbeitet, aber es mangelt definitiv an dem oben bereits erwähnten Wiedererkennungswert. Trotzdem werden Novae Militiae mit ihrem Werk bestimmt an anderer Stelle Anklang finden, mich konnten sie aber leider weniger überzeugen.

Anspieltipp: The Chasm of the Cross, Seven Cups of Divine Outrage


Wertung: 6,5/ 10




Gesamtlänge: 55:10
Label: Goathorned Productions
VÖ: 01. Juli 2017



Tracklist


1. The Chasm of the Cross
2. Daemon est Deus Inversus
3. Orders of the Most-High
4. Koakh Harsani
5. Annunciation
6. Black Temple Consecration
7. Fall of the Idols
8. Seven Cups of Divine Outrage

Website der Band: Novae Militiae bei Facebook

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Lihhamon
Geschrieben am 16.08.2017, 17:10 von ALUCARD

Finsteres Geschoss das da aus Leipzig an meine Ohren dringt.
Lihhamon heisst die Truppe und hat sich voll und ganz einem Gemenge aus Black und Death Metal verschrieben. Bedrohlich, mit einem latenten Hang zum Chaos.
Der Vorabbote zum neuen Album "Iron Hands of Domination" massiert einem schon ordentlich die Trommelfelle. Solltet ihr alle mal antesten.





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Empyrium : Songs of Moors and Misty Fields - 20 Years later...
Geschrieben am 15.08.2017, 18:11 von ALUCARD

Empyrium - Songs of Moors and Misty Fields

Kein Review im üblichen Sinne, sondern eine Herzensangelegenheit meinerseits...

Eines meiner Inselalben ist in diesem Jahr 20 Jahre alt geworden. Es gab in den letzten zwei Jahrzehnten wenig Alben die mich so bewegt und fasziniert haben und deren Begeisterung immer noch anhält.
Dabei trat das Album erst verspätet in mein Leben, es müsste so Ende 1998/Anfang 1999 gewesen sein als es mir im damaligen Cudgel Store in Wittenberg in die Hände fiel und ich mich nach kurzem antesten zum Kauf entschloss.
The Blue Mists Of Night" hatte ich da noch im Hinterkopf da der Track damals auf diversen Samplern zu finden war. 23,99 DM kostete mich der Eintritt ins musikalische Paradies, zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht welches musikalische Juwel ich da aus dem Laden trug. So war es Anfangs noch ein "gutes" Album, beim damaligen knappen Lehrlingsgehalt und begrenzter Alternativen blieb aber keine andere Wahl als sich das Werk durch immerwiederhören schönzuhören. Und das Album wuchs und wuchs...
Und auch heute, 20 Jahre später, hat das Album nichts von seiner Strahlkraft verloren. Ich kann nicht sagen wie oft ich dieses Album schon gehört hab, trotzdem begeistert es mich immer wieder aufs Neue. Und auch wenn ich schon jede Wendung, jedes Wort und jede Melodie in-und auswendig kenne, es nutzt sich einfach nicht ab.
Angefangen beim Auftakt "When Shadows Grow Longer" bis zur letzten Note von "The Ensemble Of Silence", 45 Minuten Gänsehaut und Emotionen. Wenn man ganz genau zuhört dann hört man sogar wie die Musiker beim spielen der Flöteninstrumente einatmen, das hat mich damals schon sehr fasziniert und beweist das hier alles noch von Hand eingespielt wurde. Für den Hörer machen genau diese Momente das Album greifbarer und menschlicher, gefühlt spielen sie das Stück soeben live vor dir und nur für dich. Ohne Filter, ohne Helferlein, ohne Künstlichkeit.
Die ersten Schreie in "Mourners" sind auch heute noch das intensivste und herzzerreissende was meine Ohren je vernommen haben. Verzweiflung, Anklage, aber auch Leidenschaft und Melancholie, all das schwingt in diesen Schreien mit. Die darauf folgenden männlichen Chöre sind der entsprechende Gegenpol, treffen den Hörer dafür im so tiefer in seiner Seele. All das eingebettet in sehnsuchtsvolle Gitarrenmelodien für die Ewigkeit. Schwer und getragen, trotzdem durch und durch positiv und euphorisch, geladen mit Pathos und einer unstillbaren Ergriffenheit.
"Ode to Melancholy" dürfte eigentlich nie enden, die intensiven, fast rein instrumentalen Schlussminuten sind in Worten kaum zu beschreiben und bewegen sich unter der Haut des Höres immer weiter bis tief in sein Innerstes.

Ich versuche mich gar nicht weiter in einer Track-by-Track Analyse da dieses Album grösser ist als alle mir zur Verfügung stehenden Worte. Punkte gibt es auch keine, und zwar wegen Befangenheit und Zeitlosigkeit. Sollte jeder mal gehört haben, meiner Meinung nach sollte das auch jeder im Schrank stehen haben der sich nur ansatzweise mit Dark Metal beschäftigt. "Songs of Moors and Misty Fields" ist ein Album das die Zeit schadlos überstanden hat, für mich noch immer überragend ist und mit dem sich kein zweites Werk messen konnte.



1.When Shadows grow longer
2.The blue Mists of Night
3.Mourners
4.Ode to Melancholy
5.Lover's Grief
6.The Ensemble of Silence

Vö:16.Juni 1997
Label: Prophecy Productions

https://empyrium.bandcamp.com/album/songs-of-moors-and-misty-fields

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Satyricon - Sammeltread zu den Black Metallern
Geschrieben am 15.08.2017, 09:59 von UnDerTaker

satyriconNach drei Jahren Arbeit bringen die Black Metaller SATYRICON am 22.09.2017 ihr neues Album "Deep calleth upon Deep" in die Läden.
Aus dem nunmehr 9. Studioalbum der Band ist jetzt die erste Single und ein Lyric Video zum Titeltrack veröffentlicht worden. Hier Link zum digitalen Download und zum streamen: http://radi.al/DeepCallethUponDeep
Das Video zu "Deep calleth upon Deep" findet ihr unten...

Passend zum neuen Album gehen Satyricon auf eine ausgedehnte Europatour:
24.09.17 DE - Hamburg / Grünspan
25.09.17 DE - Essen / Turock
26.09.17 NL - Tilburg - 013
27.09.17 BE - Vosselaar / Biebob
29.09.17 UK - London / Heaven
30.09.17 FR - Paris / La Maroquinerie
01.10.17 FR - Nantes - MJC De Reze
02.10.17 FR - Toulouse / Le Metronum
04.10.17 ES – Madrid / Sala But
05.10.17 ES - Barcelona / Razzamatazz
06.10.17 FR – Montpellier / Rockstore
07.10.17 IT - Bologna / Zona Roveri
09.10.17 CH - Zurich / Dynamo
10.10.17 DE – München / Backstage Halle
11.10.17 AT - Wien / Szene
12.10.17 CZ – Prague / Akropolis
14.10.17 PL - Krakow / Kwadrat
15.10.17 PL – Warsaw / Progresja
16.10.17 DE – Berlin / SO36
17.10.17 DK - Copenhagen / Pumpehuset
19.10.17 DK - Aarhus / Train
20.10.17 SE - Gotherburg / Pustervik
21.10.17 SE – Stockholm / Klubben
22.11.17 NO - Molde / Gamle Kulturset
23.11.17 NO - Trondheim / Byscenen
24.11.17 NO - Oslo / Sentrum Scene
25.11.17 NO - Tromso / Driv
29.11.17 NO - Bergen / Hulen
30.11.17 NO - Stavanger / Folken
01.12.17 NO - Kristiansand / Kick
02.12.17 NO - Hamar / Gregers



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Party.San Open Air 2018
Geschrieben am 14.08.2017, 15:38 von Exorzist

Unser Dank für das P.S:O:A 2017 und die ersten Bands für das P.S:O:A 2018
WATAIN, TANKARD, HARAKIRI FOR THE SKY, REVENGE, TOXIC HOLOCAUST, BENIGHTED und UNANIMATED als erste Bands für das Party.San Metal Open Air 2018 bestätigt.

Leute,

wir bedanken uns bei Euch für ein großartiges Party.San Metal Open Air 2017. Auch wenn der Regengott es dieses Jahr nicht gut mit uns gemeint hat, habt ihr das Festival wieder zu dem gemacht für was es steht: ein mit Herz veranstaltetes Metal Festival ohne ablenkenden Firlefanz und mit Hauptaugenmerk auf die Musik und deren Fans. Wir ziehen unseren Hut und bedanken uns bei euch für eurer Durchhaltevermögen, die Treue und Unterstützung. Ihr seid absoluter Wahnsinn. Wir hoffen, dass ihr trotz des kalten Pisswetters eine großartige Zeit bei uns hattet und ihr wieder gut in die heimischen vier Wände zurückgefunden habt.

Wir arbeiten schon wieder mit Volldampf an der nächsten Ausgabe desParty.San Metal Open Air's, welches vom 09.08 bis 11.08.2018 in Schlotheim stattfinden wird. Die ersten Bands sind bereits gebucht und der Ticketvorverkauf startet heute. Wie gewohnt gibt es Einzeltickets, Frühbuchershirts + Tickets in diversen Bundles. Nach dem Festival ist vor dem Festival – wir sehen uns nächstes Jahr in Schlotheim. Tickets hier: www.cudgel.de

 Mit einem neuen Album im Gepäck, das im Winter erscheinen soll, kehrt die derzeit wohl größte „echte“ Black-Metal-Band zurück auf unsere Bühne, um ein großes pechschwarzes Feuerwerk abzubrennen. WATAIN – das ist nicht weniger als Blood, Fire & Death!


 HARAKIRI FOR THE SKY sind in den vergangenen Jahren zu einer der populärsten Bands im Bermudadreieck zwischen Black Metal, Post Metal und atmosphärischen Depressive Black Metal gewachsen. Bislang hat die Truppe drei Alben veröffentlicht, ein vierter Longplayer ist derzeit in Arbeit.


 Schwärzer als die Nacht, tödlicher als der Tod, brutaler als 99,99 Prozent der gesamten Krachszenerie: Das kanadische Trio REVENGE bedeutet: Chaos und Zerstörung. Mit Bestial/War-Black-Metal-Meilensteinen wie „Triumph.Genocide.Antichrist“ und „Scum.Collapse.Eradication“ hat man die Messlatte der gewaltbereiten Stumpfheit weit nach oben gehievt, und auch live on stage regiert der grobe Knüppel.


 Der Soundtrack zum Biersuff und zudem ein wichtiges Stück deutscher Thrash-Metal-Geschichte. TANKARD aus Frankfurt sind seit Jahrzehnten totaler Kult. Wieso haben wir die Hessen nicht ständig bei uns zu Gast? Keine Ahnung! Aber nächstes Jahr sind die Hessen wieder am Start! Abschädeln und headbangen, Folks!


 Wenn sich Thrash Metal mit stachelköpfigem Punk vereint, wenn man als Einflüsse Slayer, Motörhead, Exodus und Venom einerseits sowie The Exploited, Discharge und D.R.I. andererseits heraushören kann, dann muss es sich um TOXIC HOLOCAUST handeln. Der asoziale Haufen aus Portland, Oregon, hat erneut sein Erscheinen angedroht. Vorsicht, Gefahr!

 Seit 20 Jahren poltern die Franzosen von BENIGHTED ihren höchst originellen Death-Grind, haben es auf acht Alben gebracht und werden euch ordentlich in die Mangel nehmen! Diese Burschen geben immer Vollgas.  


 Wenn es um jene Form des melodischen Death Metal geht, der mit einem Bein im Black Metal steht und trotz seiner Harmonien finster und abgründig klingt, dann sind UNANIMATED das Paradebeispiel dafür. Die Schweden zählen mit Dissection zu den Urvätern des skandinavischen Todesmetalls, gelten nachweislich als latent auflösungsgefährdet, so dass es uns besonders wichtig ist diese Band nochmal auf unsere Bühne zu holen.

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Resonare - Immoralist
Geschrieben am 14.08.2017, 14:39 von Punkadelic

RESONARE - IMMORALIST

---
MC (pro tape, 150 copies only)
---
ltd. bundle: MC (with slipcase), shirt, patch and screen print - ltd. to 33 copies

PRE-ORDER STARTS NOW:
http://aderlasskunstverlag.bigcartel.com/
https://aderlass-kunstverlag.bandcamp.com/

freedom // obsession // death

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Review: Mindkult - Lucifer's Dream
Geschrieben am 12.08.2017, 12:35 von TerminalVelocity

Mindkult - Lucifer's Dream

Ich muss ja gestehen, dass - meiner tief empfundenen Liebe zu tiefgestimmten Gitarren und okkult angehauchten Lavawalzen zum Trotze - beim Thema Doom meine Gedanken eher zu alten Großmeistern wie Saint Vitus oder gleich Sabbath abschweifen und sich ein bisschen Wehmut einschleicht ob der eher durchwachsenen Releases der Gegenwart und jüngeren Vergangenheit.
Electric Wizard? Hatten mit Dopethrone auch ihre letzte Großtat vor mehr als zehn Jahren. Reverend Bizarre? Längst aufgelöst, jeder einzelne Song auch heute noch ein so gut wie unerreichbares Brett. Pallbearer? Kann man gut hören, ist mir altem Sack aber stellenweise zu modern, auch wenn das mal wieder sehr kleinlich ist ob der musikalischen Größe der Band.

Vielleicht die beste Zeit, sich einmal mehr an etwas Unbekanntes zu wagen, noch dazu wenn die stilistische Einordnung mir doch ziemlich entgegenkommt.
Mindkult stammen aus Virginia, und ... Moment mal, die Mehrzahl ist fehl am Platze, denn es handelt sich um eine One-Man-Show! Einziges Mitglied ist "Fowst", dessen recht cleane, wenig voluminöse aber deshalb noch lange nicht unangenehme Stimme so klingt, als hätte sich Thilo Wolff von Lacrimosa komplett dicht geraucht und beim Versuch, einen Eighties Smash-Hit zu produzieren, aus Versehen eine Doom-Scheibe aufgenommen.

Das alles klingt allerdings schräger und weitaus weniger empfehlenswert als es letztlich ist. "Lucifer's Dream" ist ein solides und gut durchhörbares Album geworden, auch wenn es nicht gerade einen Innovationspreis gewinnen wird.

Nach einem recht schwachen Start mit mittelmäßigen bis guten Songs aus weitestgehend vertrauten und kaum variierten Zutaten - Mid Tempo Classic Doom mit ausreichend Groove und Schwärze, um ein bisschen okkult zu wirken - stimmt Mister Fowst gegen Ende die Klampfe noch ein wenig tiefer, und ich kann vor meinem geistigen Auge die Basssaiten beim Nachschwingen beobachten. Der erdig-rostige Ton bis in den Mariannengraben heruntergestimmter Bassgitarren - da kommt Freude auf. "Howling Witch" gehört zu den lichten - pardon - schwärzesten Momenten der Platte und zeigt, dass man Mindkult nicht gleich abschreiben sollte, nur weil sie nicht gleich mit dem ersten Ton das Aha-Erlebnis bieten können. Dennoch - für eine uneingeschränkte Empfehlung reicht es nicht ganz. Zu wenig Variation, zu wenig gewisses Etwas.
Im Gegensatz zu den Elektrozauberern aus Dorset beispielsweise geht Mindkult diese fiese Mischung von vertontem Drogenrausch und Mordlust ab, auch wenn die obligatorischen Einspieler aus irgendeinem abgefuckten Horror- oder Heimatfilm auch auf "Lucifer's Dream" ihren Haken auf der Checkliste bekommen.

Anspieltipps: Howling Witch, Lucifer's Dream



Wertung: 7 / 10

Gesamtlänge: 40:42
Label: Throne Records
VÖ: 14. Juli 2017

Tracklist:
2. Nightmares 03:42
3. Behold the Wraith 09:21
4. Infernals 05:20
5. Howling Witch 05:08
6. Lucifer's Dream 09:06

Website: Mindkult Bandcamp

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Review: Affliktor - Affliktor
Geschrieben am 11.08.2017, 19:03 von Raven

Affliktor - Affliktor

Die Gitarrenlegende Toby Knapp hat eine neue Band gegründet. Warum sich der Virtuose aber gerade diesem Bereich widmet, ist mir nicht ganz schlüssig, denn Affliktor liefern uns auf ihrem Debut astreinen Black Thrash Metal. Zwei großartige Genre die vereint absolut knallen, allerdings ja nun nicht gerade mit ihren progressiven, anspruchsvollen Gitarrensolos herausstechen. Nun ja vielleicht wollte der Herr ja mal ein paar härtere Töne anschlagen.

Der Opener schmettert uns nämlich auch direkt, ohne Kompromisse, harte Riffs und treibende Drums entgegen. Der Gesang erinnert an den Stil der 90er und auch die Soundqualität scheint aus diesem Jahrzehnt zu stammen. - Ich lehne mich jetzt einfach mal weit aus dem Fenster und behaupte, dass dies absolut so gewollt war, denn mit Toby Knapp haben wir hier schließlich ein Fachmann am Werk. So oder so, ich für meinen Teil stehe auf diese blecherne, rohe Art des Black- bzw. in diesem Fall Black Thrash Metals.

"Born To The Breeder" macht vor allem durch seine Midtempo-Passagen auf sich aufmerksam. Doch zum Ende des Songs spitzten sich meine Lauscher besonders. Hier erinnert das Riff nämlich deutlich an den Anthrax Song „Indians“. Zufall oder nicht - geil ist es zweifellos.

Die Mischung aus Black Metal geshredder, thrashigen Riffs und abgefahrenen Gitarrensolos zieht sich durch das gesamte Album. Der Song "Chaos Magick Totality" wäre hier wohl aber das Parade-Beispiel dafür. Wie der Titel schon vermuten lässt herrscht in den gut vier Minuten wirklich das totale Chaos - dies ist aber in keinster Weise negativ gemeint. Es macht den Song erst richtig interessant und man kann in dem Durcheinander immer noch einen roten Faden erkennen.

Zum Schluss bietet uns "Nothing Shall Arise" nochmal ordentlich thrashige und eingängige Riffs und einen ebenso eingängigen Text. Erbarmungslos walzt der Song auf einen nieder und lässt einem keine Chance still sitzen zu bleiben.

Insgesamt hat "Affliktor" genau das geliefert, was man erwartet hat, wenn man bedenkt, dass ein Gitarrengenie sich diesem Genre angenommen hat. Nämlich roher Black Thrash untermalt mit bizarren Gitarrensolos. Eine Kombination die in diesem Fall perfekt funktioniert und um das Label einmal zitieren zu dürfen: "Black/thrash metal never sounded this exciting." - Und damit haben sie absolut Recht.

Anspieltipp: Born To The Breeder, Chaos Magick Totality, Nothing Shall Arise


Wertung: 9.0 / 10




Gesamtlänge: 32:54
Label: Transcending Obscurity Records
VÖ: 20. Oktober 2017



Tracklist


1.  Storms of Demogorgo
2.  Born To The Breeder
3.  Backwards Into Hell
4.  Chaos Magick Totality
5.  Burn The Earth
6.  The Singularity
7.  Planet Rogue
8.  Nothing Shall Arise
9.  Pazuzu Invoked


Website der Band: Affliktor bei Facebook



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IN FLAMMEN Open Air 2018 - Germany´s hellish Gartenparty
Geschrieben am 11.08.2017, 09:21 von Hate-Blood-Murder

IN FLAMMEN Open Air 2018
12.-14.07. Torgau / Entenfang

confirmed:

I AM MORBID (US) - David Vincent (ex MORBID ANGEL)
spielen sämtliche Klassiker von Blessed Are The Sick / Altars Of Madness....
NAPALM DEATH (UK)
TAAKE (NOR)
IMPALED NAZARENE (FIN)
DREAD SOVEREIGN (IRL)
GOD DETHRONED (NL)
BÖLZER (CH)
PILLORIAN (US)
SAOR (UK)
ATTIC (D)
NECROWRETCH (FRA)
VENENUM (D)
MOSAIC (D)
SPASM (CZ)
FUBAR (NL)
VREDEHAMMER (NOR)
SHADE EMPIRE (FIN)
AD CINEREM (D)

.....and many more

3 Tage / 39 Bands / METAL & NO COMMERCE

EARLY BIRD TICKETS im VVK aktuell für schlappe 45Euro !
ab 15.11. -  49,90Euro!

nur unter: www.in-flammen.com



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Review: Pagan Altar - The Room of Shadows
Geschrieben am 07.08.2017, 16:20 von ALUCARD

Pagan Altar
The Room of Shadows
Temple of Mystery Records
Vö: 24.08.2017 (Cd/Mc)/27.09.2017 (Vinyl)



Kurz die Eckdaten: Das Album wurde schon vor längerer Zeit geschrieben ("originally written thirteen Years ago" laut Label), ist aber irgendwie nie richtig fertig geworden und erfuhr seine finale Bearbeitung erst nach dem Tod von Sänger Terry Jones im Jahr 2015. Weitergehen wird es wohl mit Pagan Altar nicht mehr, somit ist "The Room of Shadows" nicht nur das letzte Album mit Terry als Sänger sondern auch das letzte Pagan Altar Album überhaupt. Als Abschiedsvorstellung wollen die PA Mitglieder Diccon Harper, Alan Jones und Andy Green zusammen mit den Sessionmusikern Brendan Radigan (Vocals–Magic Circle) und Andres Arango (Bass–Cauchemar, Metalian) eine einzige finale Show als Time Lord im Rahmen der Veröffentlichung von "The Room of Shadows" beim Wings of Metal Festival in Montreal am 9.September 2017 spielen.

Beim Album bekommt man genau das was man erwartet wenn man UK und DOOM liest. Kein Gejammer, kein unnötiger Ballast, kein Zierrat, kein Blendwerk. Einfacher, sehr gut gemachter, kraftvoller Doom mit Tendenz zur reinen metallischen Lehre. Und auch leicht folkige Einflüsse sind zu verzeichnen, wenn bei "The Room of Shadows" plötzlich Ian Anderson um die Ecke käme und seine Querflöte bearbeitet, ja dann würde das weder stören noch verwundern. Die Anfangsminuten vom darauffolgenden "The Ripper" wurden wahrscheinlich dazu erschaffen um Steine zu erweichen, anderns kann ich mir die hochdramatische Anklage inklusive dem grossartigen, mehrstimmigen Gesangspart nicht erklären.
Verdrogtes Hippiegeleier braucht man nicht zu befürchten, dazu steht das Material dem traditionellen Heavy Metal viel zu nahe.
Gitarrenfreunde kommen ebenfalls auf ihr Kosten, sowohl die Lead-als auch die Sologitarrenarbeit kann überzeugen. Die diversen Soloausflüge fallen nicht störend auf da sie passend integriert sind und von jemandem gespielt werden der genau weiss was er da macht.
Eingebettet in ein klares Klangbild ohne Übertreibungen ist "The Room of Shadows" ein Werk das jeder Doomhead im Schrank haben sollte. Echt schade das das stärkste Album der Engländer auch ihr letztes ist. Besonders hervorzuheben ist nichts da jeder Song seine eigenen magischen Momente hat was dafür sorgt das er problemlos für sich selber stehen kann, das Album aber trotzdem als Ganzes am besten wirkt.

„The Room of Shadows“ erscheint auch als limitierte Vinylversion mit sieben Räucherstäbchen dessen Duft die Band in den 1980er Jahren auf der Bühne verwendet hat.

1. Rising of the Dead
2. Portrait of Dorian Gray
3. Danse Macabre
4. Dance of the Vampires
5. The Room of Shadows
6. The Ripper
7. After Forever

http://www.paganaltar.co.uk/
https://de-de.facebook.com/Pagan-Altar-301743109887693/

9 von 10 Punkten



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Review: Fvneral Fvkk -  The Lecherous Liturgies
Geschrieben am 05.08.2017, 15:27 von ALUCARD

Fvneral Fvkk - The Lecherous Liturgies

Kurzer Blick in die Personalakte: Diese trve Trvppe besteht aus Mitgliedern von Ophis, Fäulnis und Crimson Swan. Wer jetzt ein neues extremes Highlight erwartet den muss ich enttäuschen. Sorry Boys, ist leider so...

Das hier ist viel geiler. Unerwartet grossartiger Epic Doom dringt aus den Boxen, garniert mit Klargesang zum niederknien. Ich denke mal Solstice waren hier ein grosser Einfluss. Die Gitarrenarbeit trägt dabei deutliche Ophiszüge, nur können die Saiteninstrumente hier freier atmen, erscheinen dadurch etwas leichtfüssiger und passen bestens dazu.
3 Songs sind zu hören die viel zu schnell durchlaufen und ein sofortigen Wiederholungsreflex auslösen. Und egal wie oft man die Scheibe schon durchlaufen lassen hat, man kann sich einfach nicht satthören.
In diesen drei Songs kämpfen die Gitarrenlinien mit dem Klargesang darum wer die erhabenere, sehnsüchtigere Stimmung erzeugt. Ich kann keinen Gewinner ausmachen, beide agieren auf höchstem Niveau. Dazu begleitend noch das kraftvoll klassiche Drumming das ich hier nicht unter den Tisch fallen lassen möchte.
Und viel mehr brauchts auch nicht um das Doomerherz höher schlagen zu lassen, ausser die Hoffnung das das hier keine einmalige Sache ist sondern weitergeführt wird.

So, join the Church of the Holy Fvkk and enjoy the transgressions of this first EP!

9 von 10 Punkten



1.Erection In The House Of God 06:03
2.Underneath The Phelonion 05:54
3.Fvkking At Fvnerals (bonus track) 06:07

Cantor Cinaedicus – Invocations & Enticements
Decanus Obscaenus – Ropes & Chains
Vicarius Vespillo – Diggings & Burials
Frater Flagellum – Beatings & Whippings

https://fvneralfvkk.bandcamp.com/releases

Solitude Productions/Bleeding Heart Nihilist Productions
Vö:07.07.2017

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Review: Accept - The Rise Of Chaos
Geschrieben am 03.08.2017, 19:42 von Raven

Accept - The Rise Of Chaos

Es gibt einfach Bands die mich immer wieder aufs Neue begeistern können. Oft sind es genau diese Bands, die mich schon von Kindheitstagen an begleiten und seitdem ich denken kann nichts anderes machen als scheiße geile Musik. Accept ist genauso ein Band, weshalb ich mich auch riesig gefreut habe ihr neues Album "The Rise Of Chaos" reviewen zu dürfen.

Was ich von dem Album erwarte, ist genau das was ich oben schon erwähnt habe: nichts anderes als einfach nur scheiße geile Musik. So gesehen ein recht simpler Wunsch und doch gibt es Bands die mit zu viel Firlefanz diesen einfach nicht erfüllen können.

Schon nach den ersten Songs von "The Rise Of Chaos" hatte ich Gewissheit. Die Veteranen liefern ab - und zwar so richtig. Eingängige Riffs und Texte die leicht ins Ohr gehen und dennoch etwas zu sagen haben, lassen einen wünschen genau in diesem Moment vor der Bühne zu stehen und ordentlich abzugehen. Naja dies geht ja zum Glück auch im Wohnzimmer.

Der Opener „Die By The Sword“ präsentiert uns einen kraftvollen Einstieg und gleich zu Beginn zeigt uns Mark Tornillo mit seiner markanten Stimme, wo der Hammer hängt.

Besonders angetan hat es mir der Song "Hole In The Head". Ein genialer Refrain, groovige Riffs und ein stimmiges Solo machen ihn zu einem echten Ohrwurm. Weniger ist manchmal mehr und genau das ist hier der Fall.

Auch "Analog Man" zählt zu diesen Songs. Mit seinem einfachen Aufbau, kernigem Riff und einer Bassline die gleichermaßen simpel wie genial ist, erinnert er mich an frühere Accept Zeiten.

Ein weiterer Punkt weshalb ich Accept so zu schätzen weiß. Nach all den Jahren immer noch so überzeugen zu können und sich dabei selbst und der Musik treu zu bleiben ist eine beachtliche Leistung und mit „The Rise Of Chaos“ konnten sie dies wieder einmal bestätigen. Ein absoluter Pflichtkauf, der jedes Heavy Metal Herz höher schlagen lassen dürfte.


Anspieltipp: Hole In The Head, Analog Man, What’s Done Is Done


Wertung: 9,0 / 10




Gesamtlänge: 46:22
Label: Nuclear Blast
VÖ: 04. August 2017



Tracklist


1.   Die by the Sword
2.   Hole in the Head
3.   The Rise of Chaos
4.   Koolaid
5.   No Regrets
6.   Analog Man
7.   What's Done Is Done
8.   Worlds Colliding
9.   Carry the Weight
10. Race to Extinction

Website der Band: Accept bei Facebook

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Review: Paganizer - Land Of Weeping Soul
Geschrieben am 02.08.2017, 21:57 von Nabu

Paganizer - Land Of Weeping Souls

Wer seit fast 20 Jahren im Geschäft ist weiss wie der Hase läuft - allerdings sollte drauf geachtet werden das Kollege Löffelohr nicht im Kreis rennt. Solide Musik zu machen welche die Erwartungen erfüllt, ist bei weitem nicht so schwierig wie ein Album zu produzieren, welches auf ganzer Linie überzeugen kann. Und genau an diesem Stolperstein bleiben die Schweden hier hängen.

Ihr kennt alle diese Alben welche man nur im Zeitraum des Hörens wahrnimmt. Macht man die Anlage aus verpufft das Album still und heimlich im Nichts. Zugegeben, ganz so schlimm ist es bei „Land Of Weeping Souls“ nicht. Die Schweden sind regelrechte Death Metal Veteranen und liefern ab. Ein ordentliches Geballer ohne Schnörkel welches für meinen Geschmack viel zu glatt ist. Songs bleiben - bis auf wenige Ausnahmen - kaum im Ohr und die wirklich geilen Passagen kann ich an einer Hand abzählen. Und das obwohl man eigentlich bei allen Songs von richtig fettem Sound zu gedröhnt wird. Qualitativ hochwertig, saubere Produktion. Nur halt leider zu unscheinbar.

Dabei fängt es so gut an. „Your Suffering Will Be Legendary“ hat nicht nur einen geilen Titel  sondern überzeugt auch fetten Beats, dreckigen, brutalen Riffs und Rogga’s Growls die gefühlt aus der Hölle kommen. Ebenso schlägt zum Albumende hin „The Burried Undead“ nochmals eine ordentliche Welle. Hier nimmt zwecks Nackenverstümmelung teilweise etwas Tempo raus um die entstandenen Freiräume mit mörderischen Riffs zu füllen. Untermal wird das Ganze von treibenden Drums die wohl sogar George Fisher’s Nackenmuskulatur auf die Probe stellen würde.

Leider reichen diese zwei Songs nicht aus um den Eindruck eines wirklich guten Albums zu vermitteln. Totalausfälle fehlen glücklicherweise und jeder Paganzier-Fan wird sich hier die Finger lecken (genauso wie jeder andere der sich für schnörkellosen, knallharten Death Metal begeistern kann) - wer sich aber etwas mehr erhofft, sollte zur Sicherheit erstmal reinhören.

Anspieltipp: Your Suffering Will Be Legendary, The Burried Undead, Prey To Death


Wertung: 6.5 / 10




Gesamtlänge: 34:51
Label: Transcending Obscurity
VÖ: 5. August 2017



Tracklist


1.  Your Suffering Will Be Legendary
2.  Dehumanized
3.  Forlorn Dreams
4.  Land of Weeping Souls
5.  The Insanity Never Stops
6.  Selfdestructor
7.  Death Addicts Posthumous
8.  The Buried Undead
9.  Soulless Feeding Machine
10. Prey to Death

Website der Band: Paganizer bei Facebook

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