Festung Open Air, Bitterfeld, 2008
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Bericht zum Festung Open Air 2008

Nachdem im letzten Jahr schon darüber diskutiert wurde auf das FOA zu fahren, ging es dieses Jahr dann mit einem Teil der Hell-Is-Open Truppe gen Osten nach Bitterfeld, wo das Festung Open Air zum elften mal seine Pforten für die anreisenden Hellbangers öffnete.
Nach einer extrem stressigen, weil ewig dauernd und mit nervenden Staus bestückten Anfahrt, kamen wir am Freitag nach rund 7 Stunden etwas gerädert in Bitterfeld an. Das FOA war eigentlich ganz gut ausgeschildert und in Zeiten von Navi & Co. recht gut zu finden. Am Campingplatz angekommen, ein gemähtes Wiesengrundstück, vermissten wir doch etwas die Festungsanlage die man mit dem Namen des Open Air’s irgendwie assoziiert. Der erste von zwei Campgrounds war gegen Abend schon recht beachtlich gefüllt und allerlei Banger aus aller Herren Länder Campingplatz vom Festung Open Airtummelten sich auf der Wiese. Das Festivalgelände ist unweit des Goitzschesee gelegen, der bei den Temperaturen doch stark zum Baden einlud. Aber zum Baden war jetzt erstmal keine Zeit, mehrere eiskalte Schoppen warteten auf ihre Vernichtung und zuerst musste noch das ganze Equipment aufgebaut werden. Ein Glasverbot gibt es hier übrigens nicht, was man am nächsten Tag anhand der vielen herumliegenden Flaschen und Scherben deutlich erkennen konnte. Nachdem soweit alles aufgebaut war, gingen wir über zum gemütlichen Teil des Festivals - Saufen, Musik hören und allerlei Blödsinn erzählen. Getreu dem Motto "The night is young and we are here as final Command" wurde erstmal bis am nächsten Morgen 8 Uhr durchgezecht und ein paar nette Bekanntschaften gemacht. Nach kurzer Schlafphase, mehr war bei den Temperaturen einfach nicht drin, ging es erst mal zum Abkühlen des Schädels an die Wasserstelle. Dort trafen wir auch Pierre & Alexe (Veranstalter von kultigen Konzerten in London und mittlerweile alte Bekannte aus England ), die Londoner Truppe hatte wohl auch mächtig einen geballert und brauchte nun Nachschub in Sachen Vodka & Barbecue ;-)  Jetzt musste erstmal ein Kaffee her und so ging es ein paar Meter weiter ins Partyzelt in der Morgens das Frühstück serviert wurde. Leider waren wir schon etwas spät dran aber dank der netten Mädels am Frühstücksstand bekamen wir doch noch jeder ne reichhaltige Portion Rühreier für echt günstige 2,50€. Gestärkt ging es dann wieder zurück zum Zelt, der Campingplatz lag ja direkt am Festivalgelände, so das alles (Eingang Festivalgelände, Partyzelt, Wasserversorgungsstelle) mit einem sehr kurzen Fußweg von max. 300m erreichbar war. Niederländische Fans auf dem Campingplatz bei Festung Open AirGegen 13 Uhr traf dann auch der zweite Trupp der Mannschaft endlich ein, fast komplett wurde erstmal auf das anstehende Festival angestoßen und kurz vor 15 Uhr machten wir uns dann in Richtung Bühne, dort sollten gegen 15 Uhr die Ostdeutschen Deather von Purgatory das Festival einläuten. Und die Jungs haben ein echtes Brett auf der Bühne abgeliefert, aber dazu mehr in unserem Bandbericht.
Das Festivalgelände ist auf die limitierte Besucherzahl zugeschnitten, klein aber fein und für jeden genug Platz vorhanden. Ohne Probleme konnte man sich den ganzen Tag in die ersten Reihen vor der Bühne begeben, genau so macht das Spaß. Mit ein paar Bäumen an dem vorbeifliessenden Fluss gelegen, gab es auch ein paar schattige Plätze was bei diesem geilen sonnigen Wetter schon von Vorteil war. Auch die Bühne ist ausreichend groß und übersichtlich gelegen, einzig die PA hätte etwas mehr Dampf haben können, aber wenn man etwas näher an die Bühne ging hat es auch so ausreichend genug geballert. Der Sound war auch richtig gut abgemischt, was ja auch nicht unbedingt überall der Fall ist, hierfür noch mal einen Dank an den Mischer vor Ort. Also Soundtechnisch ging das Festival auch voll in Ordnung. Wer zwischendurch Bock hatte sich mit neuem Soundmaterial in Form von CD’s und LP’s oder auch mit Shirts einzudecken, konnte sich bei den diversen Merchandise-Ständen u.a. Cudgel, Folter Fans am Festung Open AirRecords, etc. voll ausleben. Die FOA-Festival–Shirts wurden in allen Größen und Farben für faire 10€ angeboten. Auch für das leibliche Wohl wurde bestens gesorgt, für kleines Geld konnte man sich mit Hähnchen, Würstchen aller Art, Gulasch, Haxen sowie Pilzpfannen voll stopfen. Auch ein Stand mit Softeis war vertreten was wohl auf die sommerlichen Temperaturen zurück zu führen sein dürfte, oder ist der jedes Jahr vertreten?
Was wäre das aber alles ohne ein amtliches Saufgelage? Genau nämlich nichts! da dass den Veranstaltern natürlich bewusst ist wurde auch hier einiges angeboten und das zu absolut Fanfreundlichen Preisen. Suff gab es nur mit Bon’s die in verschiedenen Getränkemengen angeboten wurden, z.B. 12 Getränke 0,5l für 20€ das ist doch mal "Value for Money". Welche Biersorte da jetzt genau ausgeschenkt wurde ist mir zwar nicht bekannt, aber das schwarze war richtig süffig und wurde von unsereins fleißig konsumiert. An der Whiskey-Bar konnte man sich mit allerlei Hochprozentigem ordentlich die Birne wegpusten, was unsere Bekannten aus London & Niederlande öfters zelebrierten Also rund um unsere geliebte Mucke wurde alles für ein geiles Underground-Festival bereit gestellt, dem haben wir uns in vollen Zügen gewidmet und ein cooles kleines Festival als Saisonauftakt genossen.

Fazit: Wer auf ein Undergroundiges Festival mit einem Billing abseits von Massenkompatiblen Veranstaltungen steht, ist in Bitterfeld bei den United Metal Maniacs bestens aufgehoben. Die Fans reisen aus Ländern wie England, Finnland, Niederlande, Belgien, Schweiz, Österreich an um dem Spektakel beizuwohnen und mit den anderen Headbangern zu feiern. Orgatechnisch gab es nichts zu meckern, es war eigentlich alles was man an so einem Wochenende braucht vorhanden und das noch zu absolut fairen preisen. Ein paar zwielichtige Gestalten waren zwar auch auf dem Festival vertreten jedoch sind mir keine negativen Aktionen der Herrschaften aufgefallen. So kann man von unserer Seite zu einem gelungenen Festival mit bestem Wetter und einer Menge gut gelaunter Headbanger gratulieren. Besten Dank noch mal an die United Metal Maniacs für die bereit gestellten Pressepässe. 

Verfasst von Mitch aka Exorzist

 



 


 25.5.2008,  letztes Update 25.05.2008