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Livebericht zum Way of Darkness Festival 2018


Flyer
Nach sechs Jahren Pause war es endlich wieder soweit: Am 5. und 6.10.2018 fand das viel vermisste und legendäre Indoor Festival Way of Darkness statt. In und vor der Stadthalle Lichtenfels herrschte wieder zwei Tage metallischer Ausnahmezustand.

Das Festival wurde glücklicherweise durch Ralph, einen der ehemaligen Veranstalter, und den Party.San Machern inkl. deren Crew sowie vielen lokalen Helfern auf die Beine gestellt. Wir fanden es prima aber es gab auch einige wenige Stimmen die die Zusammenarbeit mit den PSOA-Machern nicht so gut fanden und Angst vor einer Gleichschaltung von solchen Metalfestivals haben. Unseren Bericht und Fotos zum WoD 2011 findet ihr hier...
Nach dem Supersommer 2018 folgte der Superherbst 2018 und somit fand das Festival bei herrlich warmen Wetter und viel Sonne statt. Auch wenn es nachts nun schon deutlich kühler wurde, waren sehr viele Banger angereist um vor der Halle auf dem Parkplatz zu campen. Zusätzlich gab es hinter der Halle einen Zeltplatz und es wurden sogar Plätze in einer Schlafhalle angeboten.
Für das leibliche Wohl wurde reichlich gesorgt, denn es waren vor der Halle mehrere Stände mit Essen vom Brathahn (statt Satan), Würsten und belegte Brötchen von einer Metzgerei, frisch gebackene und gefüllte Brote, Burger, Pommes und mehr am Start. Getränke gab es für angemessene Preise natürlich ebenfalls in großer Auswahl, sogar der vom Party.San bekannt Whiskey-Stand war im hinteren Teil der Halle aufgebaut worden. Vor der Halle waren sehr viele Tische und Bänke aufgebaut worden und wegen des guten Wetters fast immer voll besetzt.
Die Halle ist relativ groß, wurde aber bei Bands wie Asphyx und Sodom auch gut gefüllt. Im Obergeschoss gibt es auch eine weitere Empore mit mehreren Reihen Sitzplätzen von denen aus man die Bühne gut einsehen kann.
Das Billing war auch vom feinsten, so war es für uns keine Frage dieses „kultige“ Festival erneut zu besuchen. Und so machten wir uns mit sechs Leuten auf den 300 km langen Weg nach Lichtenfels.

Freitag,
Nachdem wir im Nachbarort im Hotel eingecheckt hatten ging es per Taxi nach Lichtenfels. Leider haben wir ganz knapp die Schwäbischen old school Death Metal Recken Revel in Flesh verpasst. Gerne hätten wir die Jungs mal wieder live gesehen.
Foto: Humiliation
Humiliation

So ging für uns das Way of Darkness mit den Bolzenwerfern aus Malaysia los. Gemeint ist hier die Band Humiliation welche den unverkennbaren Bolt Thower Groove huldigen. Wie so oft, waren anfangs noch nicht so viele Fans vor der Bühne aber von Song zu Song wuchs die Bangerschar an. Irgendwann wurde überall wild gebangt und den Kerlen aus dem fernen Land Lob gezollt.

Die Niederländer Soulburn begannen mit sehr doomigen Songs und etwas dünnen Sound. Aber in den letzten 30 Minuten des Sets jagte ein Krachersong den anderen und auch der Sound wurde etwas fetter – so konnten uns die Jungs wieder vollauf begeistern.

Das Duo Bölzer ist längst ein Inbegriff für undergroundigen Death Metal und so war es nicht verwunderlich, dass sehr viele Fans sich pünktlich vor der Bühne einfanden. Die Schweizer spielten mit erstaunlich druckvollem Sound einen klasse Gig. Sänger und Gitarrist Okoi Thierry Jones mit seiner 10-saitigen Gitarre, und Drummer Fabian Wyrsch mit seinem, mit riesigen Becken ausgestatteten, Drumkit gelingt es eine Soundwand zu erschaffen, die manch eine 5-köpfige Combo nicht zustande bringt.

Foto: Desaster
Desaster
Nun waren die Koblenzer old school Black/Thrasher Desaster am Start. Und dies sollte auch der letzte Auftritte von Drummer Tormentor alias Husky mit der Band sein, denn die Arbeit bei Asphyx und Sodom ließ sich am Ende nicht mehr mit dem nötigen Engagement bei Desaster vereinbaren (so das Statement zuvor von Desaster). So trennte man sich im Guten und später im Set sollte der neue Mann an den Drums auch seinen Einsatz bekommen. Man begann furios mit „DIvine Blasphemies“ danach folgten Songs wie „Teutonic Steel“, „Satan‘s Soldiers Syndicate“, „In a Winter Battle“ und mit „Metalized Blood“ verabschiedete sich Tormentor von der Desaster Bühne. Allerdings werden wir ihn morgen ja wieder mit Asphyx und danach mit Sodom wieder sehen. Nun kam der neue Mann namens Hont zu seinem Einsatz. Dass dieser kein Anfänger ist war klar und mit dem ersten Song „Stormbringer“ zeigte er gleich volle Leistung, rotierte hinter dem Drumkit und zeigt zu dem Desaster Klassiker, dass er der richtige Mann für diese Band ist. Irgendwann folgte mit „Damnatio ad Bestias“ noch einer der neuen Songs. Ein besonderes Highlight war sicher die darauf folgende Coverversion von Slayer‘s „Black Magic“. Hier ging im Publikum nochmal so richtig die Post ab und überraschenderweise weiter hinten, wo wohl vermehrt Slayer-Fans im Publikum vertreten waren. Der Gig wurde von netten Ansagen und Verabschiedungen, Willkommenheißungen und Husky-Sprechchören begleitet, was eine würdige Atmosphäre für den Drummerwechsel war.

Als Headliner waren die Norweger Taake an der Reihe. Auf mich wirkte der Fünfer aus Bergen in Norwegen heute etwas schwach und lustlos, was vor allem bei Frontmann Hoest zu sehen war, der allem Anschein nach auch nicht gerade clean auf der Bühne unterwegs war. Da habe ich die Black Metaller, und vor allem Hoest, schon deutlich agiler und überzeugender gesehen. Vielleicht liegt es auch an der sehr langen Europa-Tour welche die Band gerade mit Bölzer, One Tail One Head und Orkan abfährt. Aber ich möchte hier auch anmerken, dass Andere die Band an diesem Abend wiederum ziemlich gut fanden.
Foto: Paunchy Cats Inn Bar
Paunchy Cats Inn Bar

Nach dem Gig ging es in die, im Vorfeld angekündigte, After-Show-Party in der nahe gelegenen Paunchy Cats Inn Bar. Die Bar ist ein ziemlich langer Schlauch mit kleiner Tanzfläche am hinteren Ende und cool aufgemacht. Der Laden war randvoll mit Fans und auch einigen Bandmembers. Wir fanden noch einen guten Stehplatz und zischten bei Metalklassikern von Slayer und Metallica noch das eine oder andere Bierchen bevor es mit dem Taxi zum Hotel ging.


Samstag,
Nach der langen Nacht kamen wir etwas später auf die Beine wie von den Veranstaltern gedacht und haben die Grindcore-Band Goregonzola sowie die Death Metaller Cryptic Brood aus Wolfsburg und Anatomia verpasst.

Von den Black/Thrasher Hellish Crossfire haben wir leider nur noch den letzten Song mitbekommen. Schade, denn Hellish Crossfire gefallen uns auf Platte echt gut und wir haben die Jungs erst ein Mal live gesehen.

Dreathrite waren für die ausgefallenen Niederländer Cliteater kurzfristig für das Billing nachnominiert worden. Dieses Mal waren die crustigen old school Deather erstaunlich melodisch und filigran unterwegs. Der neue Bassist, wie auch der neue Gitarrist machten einen klasse Job. Die nun erstmals zwei Gitarristen teilen sich die Gitarrenarbeit sehr gut auf. Damit bringen Deathrite nun einen variableren Live-Sound auf die Bühne. Das Set enthielt knackige Songs, aber auch viele langsame, verspielte Stücke, teilweise schon Heavy Metal-mäßig angehaucht. Die Songs im Set stammten überwiegend vom neuen Album „Nightmares Reign“. Anfangs waren noch relativ wenige Fans in der Halle, dann füllte es sich doch noch recht gut. Die Dresdner lieferten auch heute auf dem WoD eine gewohnt geile Show ab.

Foto: Witchburner
Witchburner
Alte Bekannte auf dem WoD sind Witchburner aus Fulda. Auch diese konnten an diesem Nachmittag mit einem gelungenen Auftritt vor vielen Fans punkten.

Anschließend enterten die Jungs von old school Schwedentodmetaller Fleshcrawl die Bühne um ebenfalls eine richtig fette Show vor vollem Haus abzuliefern. Hier wurde eine großartige Verbeugung vor dem schwedischen Death Metal zelebriert, Carnage und Co. hätten ebenfalls an dem Set tierischen Spaß gehabt. Irgendetwas muss wohl mit dem langjährigen Gitarristen Mike Hanus beim WoD vorgefallen sein, denn am nächsten Tag verkündete die Band seinen Rausschmiss.

Ohne die gewohnten Kutten oder sonstigen Schnick-Schnack kamen nun Necros Christos auf die Bühne auf der nur zwei Banner mit der Aufschrift „Death Metal“ standen. Die Berliner okkult Death Metaller spielten einen echt starken Gig. Necros Christos waren heute überraschend straight und kamen mir deutlich schneller vor als sonst. Auch hier war der Sound wieder super. Überhaupt war der Sound heute viel besser als am Freitag.

Folgend kam mit den Evil Invaders ein Kontrastprogramm auf die Bühne, denn es wurde jetzt schrill, schnell und wild. Die Thrash- und Speed-Metal-Band aus Belgien wurde von ihren Kutten- und weiße Turnschuhe tragenden (Retro-) Fans frenetisch abgefeiert.
Foto: Messiah
Messiah

Sehr gespannt waren wohl nicht nur wir auf die Schweizer Cult-Kombo Messiah, die auf dem WoD erstmals wieder seit 16 Jahren in Deutschland spielten (was natürlich dem langjährigen Exitus der Band geschuldet war), denn vor der Bühne hatten sich doch einige Fans zu Beginn des Gigs eingefunden. Mit Hymn to Abramelin / Messiah gab es direkt die volle Breitseite auf die Lauscher, natürlich sind die Herren etwas älter und hüftsteifer als in ihren Anfangstagen,
Foto: Messiah
Messiah
aber es wurde trotzdem fetzig und mit mächtig Spaß an der Sache auf der Bühne agiert. Sänger Andy Kaina lieferte auch einen guten Job ab, auch wenn das leider nicht mehr so abgefuckt und extrem wie in den Anfangstagen klang. Zu Extreme Cold Weather gab es passend noch Schneegestöber aus der Sprühkanone, optisch sehr cool, aber für die Nase und den offenen Bierbecher nicht gerade geeignet. Die Setliste hatte noch mit Space Invaders, Anarchus, Total Maniac oder Münchhausen Syndrom viele rifflastige, und kranke Songs am Start, welche von den Fans zunehmend frenetischer gefeiert wurden. Zum Ende des Sets hatten die Schweizer die anwesende Meute voll in der Hand und wurden für ihren sehenswerten Gig zu Recht mit Applaus überschüttet.
(Mitch)

Foto: Asphyx
Asphyx
Bei den Niederländern (und Husky aus Deutschland) Asphx war die Hütte wieder ordentlich voll und es herrschte eine super Stimmung vor und auf der Bühne. Mit fettem Sound und einem bestens gelaunter Martin Van Drunen war das einfach eine riesen Party. Songs wie „Death Hammer“, „Der Landser“ (natürlich auf Deutsch gesungen) liefen uns und den Fans prima rein. Mit den beiden Klassikern „The Rack“ und „Last one on earth“ beendeten Asphyx eine, wie immer, klasse Show.

SODOM war mit dem „neuen“ 4er-Line-up der Headliner des Abends. Auch hier war die Hütte voll bis zum Anschlag und auch auf den oberen Rängen in der Halle war kaum noch ein Platz zu ergattern. Die Band um Tom Angelripper spielte souverän einen Mix aus alten und neuen Sachen. Auch hier wurde ordentlich auf der Bühne gepost, Sprüche geklopft und Bands, Musikern wie Veranstaltern gehuldigt. Ein wirklich gelungener Gig rundete das ebenso gelungene WoD 2018 ab.

Der Termin für 2019 steht auch schon. Vom 4. – 5.10.2019 wird wieder heftiger Metal in Lichtenfels zelebriert werden.
Bericht und Fotos von ,

Asphyx auf dem WoD 2018