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Livebericht zum Heidelberg Deathfest, 23.3.2019, Heidelberg, Halle 02


Flyer
Für eine kleine Delegation von Hell-is-open war es die erste Reise nach Heidelberg zum „Heidelberg Deathfest“ (kurz HDDF), der mittlerweile schon vierten Ausgabe dieses Indoor-Metal-Events in der Halle 02.

Die Location liegt gut erreichbar und gelegen am Rand eines Neubaugebiets mit genügend Parkplätzen in unmittelbarer Nähe zur Halle und bietet innen wie außen ausreichend Platz, um sich in Ruhe mit seinesgleichen bei dem einen oder anderen Kaltgetränk über dies und das zu unterhalten.
Neben der eigentlichen Konzerthalle mit großer Getränketheke, Bandmerch-Ständen und Sitzgelegenheiten bietet die Halle 02 noch einen separaten Raum mit Metal-Markt und Chill-Out-Lounge, einem großen Eingangsbereich mit Garderobe, sowie ausreichend Toiletten.
Zur Stärkung und gegen den Durst wurden verschiedene Speisen und Getränke angeboten, allerdings beschränkten wir uns hier nur auf Bier. Und dazu muss man dann doch negativ anmerken, dass der Bierpreis von 4,90€ für 0,4l gelinde gesagt ‘ne Frechheit ist! Da wurde sich verständlicherweise vor der Halle selbst versorgt, statt sich innen in den Ruin zu saufen…
Die Stimmung unter den Besuchern war super, man traf wieder viele bekannte Gesichter, sprach, trank und lachte viel zusammen und genoss gemeinsam bei bestem Wetter schon mittags dieses bestens organisierte Event.

Dadurch kam, wie es kommen musste, dass wir leider (und wie fast immer…) die erste Band des Tages… AL GOREGRIND ...verpassten.
Aber von da an nahmen wir mit journalistischem Eifer, aber auch mit viel Vorfreude auf die folgenden Bands des superben Billings Fahrt auf...

Foto: Zombieslut
Zombieslut
ZOMBIESLUT aus Sinsheim sorgten mit ihrem groovigen, dreckigen Death Metal für mächtig Aufruhr in den ersten Reihen. Ohne Schnörkel gab’s hier schön was auf die Zwölf. Während des Auftritts war dann plötzlich „Schluss mit lustig“ und das Backdrop wurde gewechselt. Das Zombieslut-Banner wurde eingeholt und durch BALEFUL ABYSS, wie sich die Band jetzt nennt, ersetzt. Musikalisch hat sich da jetzt aber nichts geändert. Zum Schluss wurde dann noch der erste Circle-Pit des Tages eröffnet. Nach einer halben Stunde war alles vorbei und man ließ die Meute wieder zur Theke schlurfen.

Nach einer kurzen Umbaupause ging es dann weiter mit DEATHRITE.
Foto: Deathrite
Deathrite
Riesenrespekt vor diesen Jungs! Die spielen sich wirklich den Arsch ab, stehen sie doch auf vielen Konzerten oder Festivals mit auf dem Billing. Auch heute schafften sie es wieder das Publikum mitzureißen. Zwar waren nicht mehr so viele Leute vor der Bühne wie bei der Vorgängerband, aber davon ließ sich die Dresdner Truppe nicht beirren. Auch hier konnten DEATHRITE zwischen den Brutalo-Combos mit ihrem Old-School-Death und den Songs ihrer beiden starken Alben „Revelations Of Chaos“ und „Nightmares Reign“ vollends überzeugen. Vor allem der Absch(l)usssong „Temptations Calls“ mit dem grandiosen Gitarrensolo berührt einen jedes Mal und hinterlässt einen wohligen Schauer. Ein bockstarkes Finale eines geilen Auftritts!

Danach kam es wieder zum krassen Stilwechsel. RECTAL SMEGMA stiegen auf die Bühne und hauten eine Grindkannonade nach der anderen in das moshende Volk. Grind wird nie mein Ding werden, aber was die Holländer von den anderen Konsorten unterscheidet, sind die musikalischen Einflüsse (Punk- / Brutal-Death), die sie in ihren Songs einbauen. Eben nicht nur dieses stumpfe „Uffta-Uffta“-Geballer. Live kann man sich so was schon mal geben. Und am Ende sah man wieder in zufriedene, grinsende Gesichter. Anscheinend alles richtig gemacht…

Weiter ging es mit ACRANIUS, welche uns eine Brutal-Slam-Death-Schlachtplatte servierten. Vielen hat’s gefallen, doch während des dritten Songs zogen wir es vor, uns draußen vor der Halle in der Sonne ein paar Bierchen/Schoppen zu genehmigen und hochgeistige Gespräche zu führen.

Da unsere Auszeit etwas länger dauerte, kamen wir gerade noch so zu den letzten vier Songs zu PROSTITUTE DISFIGUREMENT, die ihren Brutal Death der amerikanischen Machart zelebrierten. Der Sound war top und die druckvolle Show konnte überzeugen. Man sah fliegende Matten und verschwitzte Leiber. Schade, dass wir etwas zu spät dazu gestoßen sind…

Foto: Fleshcrawl
Fleshcrawl
Anschließend schlug die „schwedischste“ deutsche Band FLESHCRAWL Alarm, auf die ich mich besonders freute, da die Jungs um Sänger Sven Groß immer für eine energiegeladene Show bekannt sind. Und das war auch in Heidelberg nicht anders. Vom ersten Song an hatte die Band den Pulk vor der Bühne in der Hand. Songs wie „Made Of Flesh“, „From The Dirt To Delivery“, sowie „Flesh Bloody Flesh“ machten auch hier keine Gefangenen. Es wurden die Fäuste gereckt, gemosht und gebangt was der Nacken hergab.
Nach diesem sportlichen Auftritt hieß es erst mal wieder raus an die frische Luft und genügend Flüssigkeit zu sich nehmen…
…was allerdings zur Folge hatte, dass wir den Auftritt von SPASM komplett verpassten und nur noch mitansehen konnten, wie die Band die Bühne verließ.

Für viele waren ILLDISPOSED schon vorab das Highlight des 2019er HDDF, die “eierlosen Nutten aus Dänemark”, die wohl groovigste Death-Metal-Band im Billing. Frontsau Bo Summer unterhielt nicht nur gewohnt sympathisch mit seinen Ansagen die Fans (“Wir spielen immer scheiße, aber jetzt spielen wir alte Scheiße”), er lieferte wie der Rest der Band auch eine grandiose Show ab, Songs wie z.B. “Dark” bretterten extrem tight und fett. Aus ihrem Fundus von über zehn Alben feuerten die Dänen einen Knaller nach dem anderen ins begeisterte Publikum, so dass man ohne Wenn und Aber von einem Höhepunkt des Tages sprechen kann. ILLDISPOSED sind und bleiben live eine Macht!

Foto: Misery Index
Misery Index
Und nun erwarteten wir mit MISERY INDEX endlich unser persönliches Highlight im Billing. Um unsere Faves aus nächster Nähe zu erleben, verzichteten wir auf den obligatorischen Pausentee und bezogen schon während des Umbaus Stellung in vordester Front. Vom ersten Ton an begann dann ein Abriss par excellence! Der US-Vierer ballerte einem so dermaßen präzise und mit voller Wucht seinen grindig gespickten Death Metal vor den Latz, dass uns Hören, Sehen und sonstwas verging. “The Spectator”, “New Salem” oder “Naysayer” vom erst eine Woche zuvor erschienenen neuen Album “Rituals of Power” rissen einen sofort mit. Was die Truppe um Jason Netherton live hier ablieferte, ist kaum zu toppen! Und Adam Jarvis an den Drums ist einfach unglaublich! Ein Auftritt für die Geschichtsbücher des HDDF!
Das wir dann noch zufällig nach dem HDDF zu nächtlicher Stunde vor der Halle Adam Jarvis zum Plausch trafen, setzte dem Ganzen die Kirsche auf das Sahnehäubchen!

Foto: Vomitory
Vomitory
VOMITORY hatten es nun aus unserer Sicht nach diesem denkwürdigen Auftritt von Misery Index nicht gerade leicht, daran anzuknüpfen, auch wenn beide Bands stilistisch natürlich nicht miteinander zu vergleichen sind. Aber VOMITORY wären nicht VOMITORY, wenn sie sich davon ablenken oder gar einschüchtern ließen, ganz im Gegenteil. Eher angespornt lieferte auch die schwedische Death-Metal-Institution einen Abriss nach Maß ab! Schön roh und tief gestimmt kotzten VOMITORY einen nach Blut schmeckenden Potpourri eitriger Hits in die Halle, den die Meute gern aufnahm und die Band enthusiastisch abfeierte! Nach ihrer Auflösung 2013 tut es verdammt gut, dass die Schweden zumindest live wieder zurück sind. Welcome back, guys!

Nach über 10 Stunden, 11 Bands und Bier in Strömen ist es für jeden Headliner schwer, aus den restlichen noch aufrecht stehenden Besuchern das
Foto: Unleashed
Unleashed
Letzte rauszuholen. Diese Aufgabe hatten heute UNLEASHED zu bewältigen, und wir waren ehrlich gesagt skeptisch, ob ihnen das gelingen würde. Persönlich hatten uns ihre letzten erlebten Auftritte nicht wirklich vom Hocker gehauen, warum sollte das heute also anders sein?
Doch siehe da, nach anfänglicher Skepsis entwickelte sich dann doch ein klasse Auftritt der schwedischen Death-Metal-Urgesteine um Johnny Hedlund. Neben neuem Material wie “Lead us into war” begeisterten vor allem die Klassiker wie z.B. “Don’t want to be born” und “The Longships are coming” das steil gehende Publikum. UNLEASHED nutzten die Gunst der späten Stunde und die geile Stimmung und liefen zur Höchstform auf! Die schwedischen Warriors hatten ganz offensichtlich genauso viel Spaß auf, wie die Fans vor der Bühne und beendeten so das HDDF 2019 als würdiger Headliner mit einer super Show! Besser hätte es nicht enden können!


Angefangen vom Billing und den durchweg starken Auftritten der Bands, über die super Stimmung unter den Besuchern bis hin zur Location und der sehr gelungenen Organisation ist das Heidelberg Deathfest mehr als ein empfehlenswertes Event für Fans todesmetallischer Mucke!
Trotz des zu hohen Bierpreises, wozu bestimmt der Veranstalter nichts kann und er da bestimmt nochmal nachhakt, und dem schlecht kommunizierten Einlassverbot nach 22 Uhr in die Halle (auch für Ticketinhaber!), war das HDDF 2019 für uns schon jetzt definitiv ein Live-Highlight des noch jungen Metal-Jahres und gehört somit (ab sofort auch für uns) zu den jährlichen Pflichtterminen unter den Konzerten und Festivals!
Vielen Dank für die Akkreditierung und bis zum nächsten Mal!

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